Wie die Bildungspläne, unterscheiden sich auch die methodischen und didaktischen Vorgehensweisen im elementaren Bildungsbereich, je nach Ansatz, Konzept und individuellen Möglichkeiten der Kindertagesstätten, die zu fördernden Kompetenzen jedoch sind nun schriftlich festgelegt und die pädagogischen Fachkräfte in diesem Arbeitsumfeld angehalten sich an die inhaltlichen Vorgaben zu halten. Die vielfältige Landschaft der Konzeptionen und Ansätze brachte auch den, der Offenen Arbeit hervor, dieser soll in dieser Arbeit mit Fokus auf dessen Didaktik und Methodik dargestellt werden und die Frage nach der Aktualität dieses Ansatzes beantwortet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlegendes Wissen und Begriffserklärungen
2.1. Didaktik und Methodik
2.2. Bildung
3. Offene Arbeit in Kindertagesstätten
3.1 Didaktik der Offenen Arbeit
3.1.1 Partizipation
3.1.2 Selbstständigkeit
3.2 Methodik der Offenen Arbeit
3.2.1 Raumgestaltung und Funktionsräume
3.2.2 Freispielzeit
3.2.3 Rolle der Erziehenden
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Konzept der Offenen Arbeit in Kindertagesstätten mit dem Ziel, die methodischen und didaktischen Ansätze zu beleuchten und deren Relevanz in der heutigen Zeit zu bewerten.
- Grundlagen von Didaktik und Methodik in der Pädagogik
- Verständnis von Bildung als Selbstbildungsprozess
- Didaktische Prinzipien der Offenen Arbeit (Partizipation und Selbstständigkeit)
- Methodische Gestaltung durch Funktionsräume und Freispielzeiten
- Veränderte Rolle der pädagogischen Fachkräfte im offenen Konzept
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Raumgestaltung und Funktionsräume
„In vielen Köpfen ist fest eingeschrieben, dass die jeweiligen Räume nur für sich und in ihren Grenzen betrachtet werden, dass diese Grenzen eine hohe Bedeutung bekommen. Gerade Grenzbereiche sind in der Offenen Arbeit in ihrem Zusammenhang und als Ganzes zu betrachten. Grenzen in der Grundgestaltung, Ausgestaltung und Nutzung von Räumen wahrzunehmen zu hinterfragen schafft neue Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten. […] Über Raumgestaltung in der Offenen Arbeit nachzudenken heißt, von all diesen gewohnten und festgelegten Selbstverständlichkeiten Abstand zu nehmen und sich für neue Bilder und Vorstellungen zu öffnen.“ (Hoppe 2008, S. 57)
Wie es in den meisten Kindertagesstätten in Deutschland noch immer üblich ist, haben die Gruppenräume starre Grenzen, sie sind so eingerichtet, dass für gewöhnlich jede Gruppe, die so in etwa mit 25 Kindern belegt ist, sich einen Raum teilt, eventuell einen Neben- oder Intensivraum zur Verfügung hat. Die Gruppenräume haben im Regelfall eine Bau- bzw. Konstruktionsecke, eine Mal- und Bastelecke, eine Puppenecke, eine Lese- und Kuschelecke, viele Tische und Stühle, sodass jedes Kind und jeder Erwachsene Platznehmen können. Zusätzliches Angebotsmaterial wird dann zur Verfügung gestellt, wenn es passt oder ein spezielles Angebot stattfindet. Darüber hinaus verfügen die meisten Kindertagesstätten auch über eine Turnhalle, welche nach Absprache mit den anderen Gruppen im Haus genutzt werden kann, und einen Garten.
Das offene Konzept unterscheidet sich in diesem Punkt stark von den Kindergärten mit geschlossen Stammgruppen mit dieser Form der Gruppeneinteilung. Hier werden die Türen geöffnet und Funktionsräume gestaltet, von starren Gruppenräumen und Gruppenstrukturen wird Abstand genommen. „Es sind Räume, die Funktionen übernehmen. Diese Funktionen können, müssen sich aber nicht an den Bildungsbereichen der Bildungspläne orientieren. Die Räume können demokratisch nach Absprache und gemeinsam mit den Kindern eingerichtet werden. Die Funktionen sollten flexibel sein und sich immer wieder an den Interessen der Kinder ausrichten.“ (Mienert/Vorholz 2015, S. 19)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und die Notwendigkeit von Bildungs- und Erziehungsplänen in Kindertagesstätten, um Vielfalt und Heterogenität gerecht zu werden.
2. Grundlegendes Wissen und Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Didaktik, Methodik und Bildung und setzt sie in den pädagogischen Kontext, wobei Bildung als individueller Selbstbildungsprozess verstanden wird.
3. Offene Arbeit in Kindertagesstätten: Das Hauptkapitel beschreibt die Entstehung und die wesentlichen didaktischen sowie methodischen Merkmale der Offenen Arbeit, darunter Partizipation, Raumkonzepte und die veränderte Erzieherrolle.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Offene Arbeit ein zukunftsweisendes Modell darstellt, das individuelle Lernprozesse durch Flexibilität und Kindzentrierung optimal unterstützt.
Schlüsselwörter
Offene Arbeit, Didaktik, Methodik, Bildung, Selbstbildung, Partizipation, Selbstständigkeit, Funktionsräume, Freispielzeit, Erzieherrolle, Kindertagesstätte, Elementarpädagogik, Bildungsplan, Prozessorientierung, Demokratieerziehung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktisch-methodischen Grundlagen der sogenannten "Offenen Arbeit" in Kindertagesstätten.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen von Bildung und Pädagogik, die Gestaltung von Funktionsräumen, das Konzept der Freispielzeit sowie die Partizipationsrechte von Kindern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die didaktische und methodische Struktur der Offenen Arbeit zu analysieren und deren Aktualität als zukunftsfähiges pädagogisches Konzept zu bestätigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit fachliterarischen Grundlagen, Konzepten der Reformpädagogik und aktuellen Bildungsplänen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe Didaktik und Bildung sowie die praktische Umsetzung der Offenen Arbeit durch Raumgestaltung, Freispiel und eine dialogische Erzieherrolle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Partizipation, Offene Arbeit, Selbstbildung, Funktionsräume und Kindzentrierung.
Wie unterscheidet sich die Offene Arbeit in der Raumgestaltung von traditionellen Ansätzen?
Im Gegensatz zu geschlossenen Stammgruppen werden Räume bei der Offenen Arbeit zu funktionalen Lernorten umgestaltet, die den Interessen der Kinder folgen, statt starre Gruppengrenzen zu wahren.
Welche Rolle spielen Erziehende im Konzept der Offenen Arbeit?
Erziehende wandeln sich vom Lehrenden zum Begleiter und Lernenden, wobei Beobachtung, Dokumentation und eine dialogische Grundhaltung im Vordergrund stehen.
- Arbeit zitieren
- Maria Dawid (Autor:in), 2020, Untersuchung der Methodik und Didaktik im Bildungsbereich. Der offene Ansatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/994370