Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Ethnology / Cultural Anthropology

Das Bermuda-Dreieck. Ein Mythos, eine Sage oder ein Gerücht?

Title: Das Bermuda-Dreieck. Ein Mythos, eine Sage oder ein Gerücht?

Term Paper , 2012 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kersten Kottnik (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der Arbeit wird untersucht, ob auf die Geschichten um das Bermuda-Dreieck die Merkmale eines Mythos, einer Sage oder des Gerüchts zutreffen. Im Weiteren sollen einige der bekannteren Ereignisse – anhand überprüfbarer Quellen – untersucht werden. Analysiert werden sie dahingehend, ob sich tatsächlich dokumentierte Ereignisse finden lassen, anhand derer belegt werden kann, dass sich im Bermuda-Dreieck etwas zuträgt, was außerhalb der Welt des rational Erklärbaren liegt; oder ob die Berichte von Übernatürlichem schlicht im Bereich der Fiktion anzusiedeln sind. Abschließend soll aus den ausgewerteten Quellen (und unter Einbezug einiger zusätzlicher Fakten) eine These zu Funktion und Funktionsweise des „Bermuda-Mythos“ aufgestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mythos, Sage oder Gerücht?

3. Ausgewählte Vorfälle: Fakt oder Fiktion?

3.1. Rosalie

3.2. USS Cyclops

3.3. Flug 19

3.4. Marine Sulphur Queen

3.5. Die Raifuku Maru

3.6. Connemara IV

4. Fiktion und unterschlagene Fakten

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Mythos um das Bermuda-Dreieck kritisch, um zu klären, ob es sich um ein reales, übernatürliches Phänomen handelt oder um eine konstruierte Erzählung, die durch pseudowissenschaftliche Darstellungen popularisiert wurde. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob sich die angeblichen mysteriösen Zwischenfälle bei objektiver Betrachtung rational erklären lassen oder ob sie lediglich auf Fiktion und unterschlagenen Fakten basieren.

  • Kategorisierung des Bermuda-Phänomens als Mythos, Sage oder Gerücht.
  • Kritische Analyse bekannter Zwischenfälle wie Flug 19 und der USS Cyclops.
  • Gegenüberstellung pseudowissenschaftlicher Behauptungen und wissenschaftlich belegbarer Fakten.
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte des modernen Bermuda-Mythos.
  • Recherchearbeit zur Widerlegung übernatürlicher Erklärungsmodelle.

Auszug aus dem Buch

3.1. Rosalie

Eines der ersten aufgezeichneten Mysterien betrifft das Frachtschiff Rosalie im Jahre 1840. Ähnlich mysteriös wie die Mary Celeste soll dieses Schiff komplett seetüchtig, jedoch ohne ein einziges Besatzungsmitglied, aufgefunden worden sein. Für Berlitz gehört sie damit auch genau in die Reihe der verwaisten Geisterschiffe, deren vorkommen ihm zufolge nur durch Aliens oder durch das Einwirken uralter, unter der Meeresoberfläche lebender Kulturen erklärbar ist.

Kusche dagegen beweist in seinem Werk wunderbar, wie mit ausreichender Recherche dieses Mysterium gelöst werden kann. Zunächst stammen alle von Berlitz angegebenen Informationen über das Auffinden der Rosalie aus einem einzigen Zeitungsartikel aus der London Times vom 6. November 1840. In diesem Artikel wird vom Auffinden des zwar mannschaftslos, aber ansonsten intakt auf dem Meer treibenden Schiffes Rosalie berichtet. Da weder bei der Reederei noch in den Hafenlogbüchern weitere Informationen über dieses Schiff zu finden sind, vergleicht er Fakten über dessen Verbleib mit anderen Booten. Und er findet ein Schiff mit dem Namen Rossini, auf das die Fakten genau zutreffen. Dieses ist am 11. August auf eine sogenannte Geisterinsel (Inseln aus großen Sandbänken, die entstehen und wieder vergehen) aufgelaufen. Die Mannschaft wurde von zwei anderen Schiffen evakuiert. Zwei Wochen später wurde die Rossini nach Nassau geschleppt. Da dort die Nachricht von der Evakuierung der Crew noch nicht eingetroffen war, kam es zu der fehlerhaften Meldung eines Geisterschiffs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz des Bermuda-Mythos in der populären Kultur und legt das Ziel fest, die angeblich mysteriösen Ereignisse wissenschaftlich zu untersuchen.

2. Mythos, Sage oder Gerücht?: Dieses Kapitel analysiert die begriffliche Einordnung der Erzählungen und wägt zwischen den Kategorien Gerücht, Sage und Mythos ab.

3. Ausgewählte Vorfälle: Fakt oder Fiktion?: Anhand konkreter Beispiele wie der USS Cyclops oder Flug 19 werden die mysteriösen Berichte kritisch hinterfragt und mit recherchierbaren Fakten konfrontiert.

3.1. Rosalie: Der Fall des vermeintlichen Geisterschiffs Rosalie wird als Beispiel für eine fehlerhafte Berichterstattung entlarvt, die durch das Schiff Rossini historisch erklärbar ist.

3.2. USS Cyclops: Die Hintergründe zum Verlust der USS Cyclops werden durch technische Probleme und widrige Wetterbedingungen anstatt durch spekulative UFO-Entführungen erklärt.

3.3. Flug 19: Die Untersuchung zeigt, dass der Verlust der Bomberstaffel auf Navigationsschwierigkeiten und schlechte Wetterverhältnisse zurückzuführen ist, nicht auf mysteriöse Einflüsse.

3.4. Marine Sulphur Queen: Der Untergang des Frachters wird auf technische Mängel und Brände an Bord zurückgeführt, was die Teleportations-Theorien widerlegt.

3.5. Die Raifuku Maru: Es wird dargelegt, dass eine fehlerhafte Übersetzung eines Funkspruchs ('danger' zu 'dagger') zur Entstehung des Mythos beitrug.

3.6. Connemara IV: Die Yacht Connemara IV wird als Beispiel für unzureichendes Festmachen bei schwerem Seegang und nicht als Geisterschiff identifiziert.

4. Fiktion und unterschlagene Fakten: Die systematische Analyse verdeutlicht, dass Autoren wie Charles Berlitz Fakten zugunsten ihrer Theorien bewusst verzerrt oder unterschlagen haben.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass statistisch gesehen keine erhöhte Gefahr im Bermuda-Dreieck besteht und der Mythos ein psychologisches Bedürfnis nach dem Unerklärlichen in einer rationalen Welt befriedigt.

Schlüsselwörter

Bermuda-Dreieck, Mythos, Sage, Pseudowissenschaft, Lawrence David Kusche, Charles Berlitz, Geisterschiffe, Flug 19, USS Cyclops, rationale Erklärung, Faktencheck, Mysterium, maritime Sicherheit, Schiffsverluste.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht kritisch den sogenannten Mythos des Bermuda-Dreiecks und analysiert, ob die Berichte über mysteriöse Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen auf realen Fakten basieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Gegenüberstellung von populärwissenschaftlichen, oft spekulativen Darstellungen und der nachprüfbaren Faktenlage mittels einer kritischen Quellenanalyse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu belegen, dass der Bermuda-Mythos durch bewusste Verdrehung von Fakten entstand und die meisten vermeintlich unerklärlichen Fälle eine rationale, dokumentierbare Ursache haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Quellenrecherche und historische Rekonstruktion der Ereignisse, um die von pseudowissenschaftlichen Autoren aufgestellten Thesen zu falsifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden prominente Beispiele wie die Rosalie, die USS Cyclops, Flug 19 sowie weitere Schiffe analysiert, um die Entstehung von Mythen anhand fehlerhafter Tradierung aufzudecken.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie kritische Recherche, Entmythologisierung, Faktencheck, Transparenz der Quellen und Widerlegung von Spekulationen.

Wie erklärt die Arbeit das hartnäckige Bestehen des Bermuda-Mythos trotz Widerlegung?

Der Autor führt dies auf ein psychologisches Bedürfnis zurück: In einer ansonsten rational erklärbaren Welt suchen Menschen nach einem Platz für das Mysteriöse und Unerklärliche.

Welche Rolle spielt Charles Berlitz im Kontext der Untersuchung?

Berlitz wird als der zentrale Akteur identifiziert, dessen Werk als Grundstein für die Popularisierung des Mythos gilt, wobei ihm jedoch eine unseriöse Arbeitsweise bei der Handhabung von Fakten vorgeworfen wird.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Das Bermuda-Dreieck. Ein Mythos, eine Sage oder ein Gerücht?
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Volkskunde/Kulturgeschichte)
Course
Maritime Kultur
Grade
1,0
Author
Kersten Kottnik (Author)
Publication Year
2012
Pages
17
Catalog Number
V994399
ISBN (eBook)
9783346359810
ISBN (Book)
9783346359827
Language
German
Tags
Mythos Bermuda Erzählforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kersten Kottnik (Author), 2012, Das Bermuda-Dreieck. Ein Mythos, eine Sage oder ein Gerücht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/994399
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint