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Stärkung polizeilicher Funktionsfähigkeit im Kontext der Inneren Sicherheit

Titel: Stärkung polizeilicher Funktionsfähigkeit im Kontext der Inneren Sicherheit

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Organisation und Verwaltung - Öffentliche Sicherheit und Ordnung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit folgender Frage: Können aus der Resilienzforschung erfolgskritische Faktoren für die Funktionsfähigkeit der Polizei gewonnen werden, die sie als Teil der Sicherheitsarchitektur in ihrer Aufgabe der Inneren Sicherheit stärken können?

Der facettenreiche Begriff der Sicherheit stellt für die körperliche und seelische Integrität des Menschen ein Grundbedürfnis dar, dem angesichts der rasanten Entwicklungen und Umbrüchen innerhalb der Gesellschaft eine zunehmend wichtigere Rolle zugeschrieben wird. Jüngste Ereignisse wie die Corona Pandemie, die damit verbundenen Demonstrationen gewaltbereiter "Corona-Gegner", die Ausschreitungen in Stuttgart im Zusammenhang mit der Partyszene, sowie die Ausschreitungen bei der Räumung besetzter Häuser in Berlin zeigen, dass die Erwartungen der Menschen in Deutschland an den Staat im Rahmen der Sicherheitspolitik bei der Gewährleistung von Sicherheit stetig wachsen.

Mit welcher Zielrichtung und Prioritätensetzung diese Kernaufgabe des Staates erfüllt werden soll ist eine zentrale Frage im Rahmen sicherheitspolitischer Kontroversen. Eine weitere bedeutende Aufgabe des Staates ist der Schutz der Freiheitsrechte der Bürger*innen, welches bei der Gewährleistung aller Sicherheit in Deutschland nicht vernachlässigt werden darf. Diese Abwägungen zwischen Sicherheit und Freiheit stellt die Herausforderung dar, die die Komplexität des Politikfeldes der Inneren Sicherheit charakterisiert. Die Organisation der Polizei ist vor dem Hintergrund der genannten Aspekte als Exekutivorgan des Staates wesentlicher Bestandteil der Sicherheitsarchitektur und zugleich der Inneren Sicherheit in Deutschland. Um der Aufgabenerfüllung als Exekutivorgan in vollem Umfang nachkommen zu können, ist es von erheblicher Relevanz, dass die Organisation der Polizei zu jeder Zeit uneingeschränkt handlungsfähig ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung und Methodik

2 Die Sicherheitspolitik in der Bundesrepublik Deutschland

2.1 Die Innere Sicherheit in der Bundesrepublik Deutschland

2.2 Die Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik Deutschland

2.3 Die Polizei als Bestandteil der Sicherheitsarchitektur

3 Die Bedeutung von Resilienz

3.1 Die Definitionen von Resilienz

3.2 Die Ursprünge der Resilienzforschung

3.3 Die organisationale Resilienz

3.3.1 Die theoretische Betrachtung organisationaler Resilienz

3.3.2 Die wissenschaftliche Erforschung organisationaler Resilienz

4 Die Einflussfaktoren der Resilienzforschung im Kontext der Funktionsfähigkeit der Polizei

4.1 Die Funktionsfähigkeit der Polizei

4.2 Eine ergebnisorientierte Analyse der Eigenschaften organisationaler Resilienz zur Stärkung polizeilicher Funktionsfähigkeit

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob aus der Resilienzforschung erfolgskritische Faktoren abgeleitet werden können, die die Funktionsfähigkeit der Polizei als Teil der Sicherheitsarchitektur stärken. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Interdisziplinarität zwischen Resilienzforschung und polizeilichen Organisationsstrukturen.

  • Grundlagen der Sicherheitspolitik und Sicherheitsarchitektur in Deutschland
  • Theoretische Fundierung und wissenschaftliche Erforschung organisationaler Resilienz
  • Analyse der polizeilichen Funktionsfähigkeit unter Berücksichtigung von Resilienzfaktoren
  • Identifikation und Transfer von erfolgskritischen Eigenschaften zur Stärkung der Polizeiorganisation

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Die theoretische Betrachtung organisationaler Resilienz

Bereits Ende der 1990er Jahre beschäftige sich John F. Horne mit dem Begriff der organisationalen Resilienz und untersuchte die Vorhersehbarkeit von Märkten. Horne stellte die positive Reaktion auf sich verändernde Ereignisse als Kernaspekt der organisationalen Resilienz heraus.35

Erik Hollnagel erweiterte diesen Ansatz in dem er das Ergebnis dieses Prozesses als Anpassung darstellt und in diesem Zusammenhang vier Grundpotenziale beschreibt, die es einer Organisation ermöglichen, diese Fähigkeit zu erwerben.36 Bei diesen vier Grundpotenzialen handelt es sich um das „Antwortpotenzial“, das „Beobachtungspotenzial“, das „Lernpotenzial“ sowie das „Antizipationspotenzial“.37

Karl E. Weick versteht 1993 unter dem Begriff der organisationalen Resilienz einen Prozess des Geschehens und entwickelt vier Quellen der Resilienz. Ein Kernpunkt hierbei stellt für Weick die Bricolage und Improvisation dar, die in diesem Kontext das Agieren innerhalb der Organisation mittels Einfallsreichtum, Improvisation sowie kreativen Problemlösungen gewährleisten soll.38 Weick beschreibt in der Rollenflexibilität die Befähigung eines jeden Mitarbeitenden der Organisation die bestehenden Rollen innerhalb einer Gruppe einnehmen zu können.39 Weiterhin beschreibt er die Grundhaltung der Weisheit, welche sich vom bloßen Wissen abgrenzt und damit eine Einstellung darstellt, die nicht nur auf die persönliche Meinung als einzige Relevanz reflektiert. Vielmehr werden von den Organisationsformen Neugier, Offenheit für Neues sowie ein Sinn für Komplexität von Problemstellungen gefordert.40 Als vierte Quelle beschreibt Weick die respektvolle Interaktion, die sich in Krisensituationen auf soziale Systeme auswirkt. Fällt ein solches System innerhalb der Organisation aufgrund einer krisenhaften Situation aus, so bleiben die Individuen nur dann belastbar und arbeitsfähig, wenn die sozialen Beziehungen von gegenseitigem respektvollem Umgang geprägt sind.41

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Sicherheitspolitik ein und definiert die zentrale Fragestellung bezüglich der Übertragbarkeit von Resilienzfaktoren auf die polizeiliche Funktionsfähigkeit.

2 Die Sicherheitspolitik in der Bundesrepublik Deutschland: Das Kapitel erläutert das politische System der Inneren Sicherheit und beschreibt die Sicherheitsarchitektur des Staates sowie die Rolle der Polizei als deren Bestandteil.

3 Die Bedeutung von Resilienz: Es erfolgt eine etymologische und wissenschaftliche Herleitung des Resilienzbegriffs sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit theoretischen und wissenschaftlichen Ansätzen der organisationalen Resilienz.

4 Die Einflussfaktoren der Resilienzforschung im Kontext der Funktionsfähigkeit der Polizei: Dieses Kapitel verknüpft die zuvor erarbeiteten Resilienz-Eigenschaften mit der operativen Funktionsfähigkeit der Polizei und unterzieht sie einer ergebnisorientierten Analyse.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit reflektiert und der Ausblick auf die Umsetzbarkeit der Resilienzfaktoren in der Polizeiorganisation gegeben.

Schlüsselwörter

Polizei, Innere Sicherheit, organisationale Resilienz, Sicherheitsarchitektur, Funktionsfähigkeit, Krisenmanagement, Redundanz, Kollaboration, Bricolage, Beobachtungspotenzial, Rollenflexibilität, Persönlichkeitsattribute, Organisationsstruktur, Risikomanagement, Strategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie organisationale Resilienz dazu beitragen kann, die Funktionsfähigkeit der Polizei im Kontext der Inneren Sicherheit zu stärken.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der deutschen Sicherheitsarchitektur, den theoretischen Grundlagen der Resilienzforschung und deren spezifischer Anwendung auf polizeiliche Organisationseinheiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aus der Resilienzforschung erfolgskritische Faktoren zu identifizieren, die eine Stärkung der polizeilichen Widerstands- und Regenerationsfähigkeit ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein interdisziplinärer Ansatz gewählt, der primär auf der Analyse vorhandener Erkenntnisse aus der Resilienzforschung und deren Transfer auf polizeiliche Organisationsstrukturen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der organisationalen Resilienz sowie eine ergebnisorientierte Analyse, wie Eigenschaften wie Redundanz, Kollaboration und Bricolage die Polizei stärken können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem organisationale Resilienz, Sicherheitsarchitektur, Funktionsfähigkeit der Polizei, Krisenmanagement und polizeiliche Organisationsstrukturen.

Warum ist das "Netzwerkgedanke"-Konzept laut Autor für die Polizei so wichtig?

Der Autor betont, dass Krisen unerwartet eintreten und die Polizei dann auf eine funktionierende, bereits existierende Zusammenarbeit mit anderen Stakeholdern der Sicherheitsarchitektur angewiesen ist, um effektiv zu handeln.

Welche Rolle spielt das "Ideenmanagement" für die Eigenschaft der Bricolage?

Ein Ideenmanagement dient als Prozess, um durch Innovationen und Kreativität vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen und Probleme ohne Bereitstellung neuer Ressourcen zu lösen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stärkung polizeilicher Funktionsfähigkeit im Kontext der Inneren Sicherheit
Hochschule
Deutsche Hochschule der Polizei
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V994674
ISBN (eBook)
9783346362438
ISBN (Buch)
9783346362445
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Funktionsfähigkeit Resilienz innere Sicherheit organisationale Resilienz Polizei
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Stärkung polizeilicher Funktionsfähigkeit im Kontext der Inneren Sicherheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/994674
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Leseprobe aus  20  Seiten
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