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"Wollt ihr den totalen Krieg?" Interpretation der Sportpalastrede Joseph Goebbels vom 18. Februar 1943

Title: "Wollt ihr den totalen Krieg?" Interpretation der Sportpalastrede Joseph Goebbels vom 18. Februar 1943

Term Paper , 2014 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Philip Sell (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Bei der in dieser Arbeit behandelten Quelle handelt es sich um eine Rede des nationalsozialistischen Propagandaministers Joseph Goebbels. Die Rede hält er im Berliner Sportpalast am 18. Februar 1943. Anlässlich der Niederlage in der Schlacht um Stalingrad im Januar 1943 ruft er vor 14.000 Zuschauern zum ,,totalen Krieg“ auf.

Der Zustand des Entsetzens nach der Niederlage in Stalingrad war enorm. Zu groß war die Trauer um die gefallenen Angehörigen innerhalb der deutschen Zivilbevölkerung. Doch ausgerechnet in dieser Zeit der Trauer und der Lähmung schlug die Stunde des Propagandaministers. Fest davon entschlossen, das deutsche Volk von der Kriegsführung zu überzeugen, verfasste er am 14. Februar ein Manuskript, das er bis in die Morgenstunden des 18. Februar überarbeitete.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Quellenkritik

1.1 Quellenbeschreibung

1.2 Innere Kritik

2 Quelleninterpretation

2.1 Inhaltsangabe

2.2 Einordnung in den historischen Kontext

2.3 Paul Joseph Goebbels

2.4 Zum Konzept des „totalen Krieges“

2.5 Das Echo der Rede

3 Ergebnis und Ausblick

4 Bibliografie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung, rhetorische Strategie und psychologische Wirkung der Sportpalastrede von Joseph Goebbels vom 18. Februar 1943. Dabei wird analysiert, wie der Propagandaminister durch eine gezielte Instrumentalisierung von Sprache und die Inszenierung einer drohenden existentiellen Gefahr versuchte, die kriegsmüde Bevölkerung im Kontext der Niederlage von Stalingrad zur Zustimmung zum sogenannten „totalen Krieg“ zu mobilisieren.

  • Analyse der Quellenkritik und inhaltlichen Struktur der Sportpalastrede.
  • Einordnung des Ereignisses in den zeitgeschichtlichen Kontext der Wende im Zweiten Weltkrieg.
  • Biographische und psychologische Untersuchung der Person Joseph Goebbels als Propagandist.
  • Untersuchung des theoretischen und politischen Konzepts des „totalen Krieges“.
  • Bewertung der kurz- und langfristigen Wirkung der Rede auf die deutsche Bevölkerung und die NS-Führung.

Auszug aus dem Buch

2.3.3. Der Propagandist Goebbels

Nachdem Goebbels in seinen Anfangsjahren in Berlin hauptsächlich durch Provokation der politischen Gegner und körperliche Gewalt auf sich Aufmerksamkeit gemacht hat, ging er mit Beginn der 30er Jahre dazu über die Massen für sich zu gewinnen. In kleinster Detailarbeit gestaltete er Flugblätter, Wahlplakate und Broschüren. Um in Deutschland alle Bürger auf sich und die NSDAP aufmerksam zu machen, vereinte er in seinem Ministerium alle Instrumente: Presse, Rundfunk, Film, Kunst und Kultur. Als das wichtigste Element einer erfolgreichen Propaganda sah der Minister allerdings die Rede an. Und auf diese setzte er auch von Beginn an. Er erkannte, dass das Publikum am effektivsten über das gesprochene Wort zu erreichen war. Während für ihn persönlich der Inhalt nur sekundär wichtig war, legte er besonders großen Wert auf sein eigenes Auftreten, seine Gefühlsausbrüche und Emotionalität. Seine Art zu reden unterschied sich allerdings von der, anderer großer Redner aus den Reihen der Nazis, beispielsweise der eines Adolf Hitlers. Goebbels‘ Sätze waren sehr einfach konstruiert und kurz, hatten dafür jedoch mehr Schärfe und Tempo. Weitere Merkmale seines Redestils waren das ständige Wiederholen von Schlagwörtern, die er immer wieder seinen Zuhörern einhämmerte, sowie ein enormer Gebrauch von Phrasen und Sprichwörtern.

Auch inhaltlich war seine Propaganda weit gefächert. Sein Propagandahauptwerk jedoch war das Erschaffen des Führerkults. Er war dazu in der Lage einzelne Personen erstrahlen zu lassen. Das bewies er nicht nur wenn es darum ging, den sogenannten „Hitler-Mythos“ zu errichten, sondern auch bei Märtyrerkampagnen, wie bei der des Horst Wessel, einem SA-Sturmführer, der 1930 im Alter von 22 Jahren von einem Mitglied der KPD erschossen wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Quellenkritik: In diesem Kapitel wird die Sportpalastrede als historische Quelle identifiziert, in einen formalen Rahmen gesetzt und hinsichtlich ihrer sprachlichen sowie inhaltlichen Begrifflichkeiten kritisch analysiert.

2 Quelleninterpretation: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte inhaltliche Darstellung der Rede, bettet sie in den historischen Kontext der Niederlage von Stalingrad ein, beleuchtet das Leben und Wirken von Joseph Goebbels, analysiert das propagandistische Konzept des „totalen Krieges“ und untersucht das Echo der Rede in der Bevölkerung und im Ausland.

3 Ergebnis und Ausblick: Der abschließende Teil blickt auf den weiteren Kriegsverlauf nach der Rede bis zur bedingungslosen Kapitulation 1945 und bewertet die Rolle der Propaganda sowie die Konsequenzen der totalen Mobilisierung für das „Dritte Reich“.

4 Bibliografie: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Joseph Goebbels, Sportpalastrede, Totaler Krieg, Nationalsozialismus, Propaganda, Stalingrad, Zweiter Weltkrieg, Rhetorik, NS-Führung, Volksgemeinschaft, Mobilisierung, Führerkult, Deutschland, 1943, Kriegsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Sportpalastrede von Joseph Goebbels vom 18. Februar 1943, bei der dieser das deutsche Volk zum „totalen Krieg“ aufrief.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Neben der quellenkritischen Einordnung bilden die rhetorischen Strategien Goebbels', die historische Situation nach der Niederlage von Stalingrad und das propagandistische Konzept des „totalen Krieges“ die Schwerpunkte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Goebbels durch eine gezielte rhetorische Inszenierung und die Erzeugung einer Hysterie die Bevölkerung zur Unterstützung einer totalen Kriegführung mobilisieren wollte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet klassische geschichtswissenschaftliche Methoden wie die Quellenkritik sowie die Analyse von historischen Kontexten und rhetorischen Wirkungsweisen.

Was behandelt der Hauptteil der Publikation?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Erschließung der Rede, die Einordnung in den historischen Kontext, eine biografische Skizze des Propagandisten Goebbels sowie die Erläuterung des Begriffs „totaler Krieg“.

Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Joseph Goebbels, Sportpalastrede, Totaler Krieg, Nationalsozialismus, Propaganda und Stalingrad.

Warum spielt die Niederlage von Stalingrad eine so entscheidende Rolle für die Rede?

Stalingrad markierte den psychologischen Tiefpunkt des Krieges für das deutsche Volk, was Goebbels als Anlass nutzte, um die Bevölkerung durch die Inszenierung einer existenziellen Bedrohung radikal zu mobilisieren.

Wie gelang es Goebbels, das Publikum im Sportpalast so stark zu beeinflussen?

Goebbels nutzte eine rhetorische Taktik, bei der er Forderungen nicht direkt stellte, sondern in Fragen an das Publikum verpackte, um bei den Zuhörern den Eindruck einer aktiven Mitgestaltung und kollektiven Identität zu erzeugen.

Wie bewertet der Autor das Ende des „tausendjährigen Reiches“ im Kontext der Rede?

Der Autor führt aus, dass trotz der durch die Rede entfachten Begeisterung und der späteren totalen Mobilisierung, die militärische Lage aussichtslos blieb und das Regime 1945 vollständig zusammenbrach.

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Details

Title
"Wollt ihr den totalen Krieg?" Interpretation der Sportpalastrede Joseph Goebbels vom 18. Februar 1943
College
University of Rostock
Grade
1,7
Author
Philip Sell (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V994804
ISBN (eBook)
9783346361875
ISBN (Book)
9783346361882
Language
German
Tags
wollt krieg interpretation sportpalastrede joseph goebbels februar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philip Sell (Author), 2014, "Wollt ihr den totalen Krieg?" Interpretation der Sportpalastrede Joseph Goebbels vom 18. Februar 1943, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/994804
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