Diese Hausarbeit untersucht, welche Auswirkungen und Folgen die handelspolitischen Maßnahmen unter der Präsidentschaft Donald Trumps bewirken und ob der Protektionismus der amerikanischen Volkswirtschaft eher Schaden oder Nutzen bringen wird.
Als Donald Trump am 19. Dezember 2016 offiziell zum 45. amerikanischen Präsidenten gewählt wurde, hat sich ein, für viele Menschen bis dahin unmöglich geglaubtes, Szenario bewahrheitet.
Der Multi-Milliardär, der sein enormes Vermögen vor allem durch Geschäfte im Immobiliensektor angehäuft hatte und keinerlei politische Vorerfahrung hatte, wurde damit über Nacht zum mächtigsten Mann der Welt. Dabei hat er in seiner Amtszeit mit seinen Äußerungen, Handlungen und Vorgehen die Vereinigten Staaten von Amerika nachhaltig verändert und geprägt.
Besonders im Bereich der Außenpolitik hat Trump eine signifikante Wende vollzogen und diesen von einem international ausgerichteten Gebiet zu einem Bereich gewandelt, welcher von Protektionismus und Nationalismus geprägt ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Schaden oder Nutzen – Protektionismus unter dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump
2.1 Protektionismus
2.2 Protektionismus unter Trump
2.2.1 China
2.2.2 Europäische Union
2.2.3 Sonstige protektionistische Maßnahmen
3. Auswirkungen und Folgen des amerikanischen Protektionismus
3.1 Folgen für amerikanische Wirtschaft
3.1.1 Folgen des Protektionismus gegenüber China
3.1.2 Folgen des Protektionismus gegenüber der EU und anderen Ländern
3.2 Folgen für die restliche Welt
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die handelspolitischen Maßnahmen unter der Präsidentschaft von Donald Trump und analysiert die zentrale Forschungsfrage, ob der damit verbundene Protektionismus der amerikanischen Volkswirtschaft eher Schaden oder Nutzen bringt.
- Grundlagen und Definition des Protektionismus
- Analyse protektionistischer Maßnahmen gegenüber China, der EU und anderen Partnern
- Bewertung der Auswirkungen auf die US-Wirtschaft und Beschäftigungszahlen
- Untersuchung der globalen Konsequenzen und der resultierenden wirtschaftlichen Unsicherheit
Auszug aus dem Buch
2.1 Protektionismus
Grundsätzlich und ganz allgemein versteht man unter Protektionismus „staatliche Eingriffe in grenzüberschreitende Transaktionen und vor allem den Freihandel (Außenhandel) mit dem Ziel, heimische Produzenten vor der Konkurrenz durch ausländische Erzeuger zu schützen.“4
Dabei kann es unterschiedliche Gründe dafür geben, warum gewisse protektionistische Maßnahmen eingesetzt beziehungsweise angewendet werden. Dahinter können beispielsweise Überlegungen zum Schutze eigener, inländischer Unternehmen und Branchen stehen, welche vor günstigeren Anbietern aus anderen Ländern geschützt werden sollen oder sich zumindest ungehindert, von externem Druck und Einwirkungen bis zur Wettbewerbs- und Konkurrenzfähigkeit weiterentwickeln können. Letzteres ist vor allem in Ländern, welche sich noch nicht auf denselben Stand wie Industrienationen befinden, eine oft angewandte Methode.5 Weiterhin können hinter Protektionismus auch Struktur- und Branchenpolitische Überlegungen stehen, worunter grundsätzlich der Schutz einer Branche verstanden wird, welche im Vergleich mit anderen Ländern nicht konkurrenzfähig ist beziehungsweise den Anschluss bezüglich Faktoren zur Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr halten kann.6
Grundsätzlich kann man die protektionistischen Maßnahmen dabei in tarifäre und nicht tarifäre Handelshemmnisse unterschieden: Zu ersterem gehören dabei hauptsächlich Zölle.7 Darunter versteht man allgemein einen zusätzlichen Preisaufschlag auf Importe, welche letztendlich von den Verkäufern durch einen höheren Verkaufspreis der Ware an den Abnehmer kompensiert wird. Haupteffekt ist also, dass sich der Endpreis des Produktes erhöht, wodurch ein Kosten- und dadurch Wettbewerbsvorteil, der beispielsweise durch günstigere Produktionsbedingungen im Ausland entstanden ist, ausgeglichen wird. Für Endkunden ist es somit irrelevant, ob er das inländische oder importierte Produkt kauft, was schlussendlich dafür sorgt, dass der Eigenverbrauch in einer Volkswirtschaft gefestigt beziehungsweise beibehalten wird. Weiterhin zählen auch Subventionen zu den tarifären Maßnahmen, wobei darunter eine Reihe staatlicher Förderungen verstanden wird, wie beispielsweise Begünstigungen im steuerlichen Bereich und diverse Finanzhilfen. Diese Unterstützungen wirken sich dabei direkt auf den Preis der Produkte und Güter aus.8 Fortführend zu diesen Maßnahmen gibt es außerdem die sogenannten Nicht-tarifären Handelshemmnisse, welche nur einen indirekten Preiseinfluss ausüben und vor allem dazu bestimmt sind, ausländischen Wettbewerbern den Eintritt auf dem inländischen Markt zu erschweren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Amtszeit von Donald Trump ein und stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen seines protektionistischen Handelns auf die US-Volkswirtschaft.
2. Schaden oder Nutzen – Protektionismus unter dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump: Dieses Kapitel definiert Protektionismus theoretisch und erläutert die spezifischen Maßnahmen Trumps gegenüber China, der EU sowie weitere handelspolitische Handlungen.
2.1 Protektionismus: Erläuterung der allgemeinen Begrifflichkeiten, Motive für protektionistische Eingriffe und Unterscheidung zwischen tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnissen.
2.2 Protektionismus unter Trump: Detaillierte Darstellung der „America First“-Agenda und der Strategie der USA, Handelsbeziehungen durch Zölle und andere Hemmnisse neu zu gestalten.
2.2.1 China: Untersuchung des Handelsstreits mit China, der Einführung von Strafzöllen zur Defizitverringerung und der Erwartungen an ein Teilabkommen.
2.2.2 Europäische Union: Analyse des Konflikts mit der EU, insbesondere bezüglich Stahl-, Aluminium- und Autozöllen sowie der Reaktion durch Vergeltungsmaßnahmen.
2.2.3 Sonstige protektionistische Maßnahmen: Übersicht über den Rückzug aus Freihandelsabkommen wie TPP und die Nutzung der Währungspolitik als protektionistisches Instrument.
3. Auswirkungen und Folgen des amerikanischen Protektionismus: Dieses Kapitel bewertet die realen ökonomischen Effekte der eingeleiteten Maßnahmen auf die USA und das globale Umfeld.
3.1 Folgen für amerikanische Wirtschaft: Analyse der internen Auswirkungen, insbesondere auf das Handelsbilanzdefizit, Preise für Endverbraucher und die Industrieproduktion.
3.1.1 Folgen des Protektionismus gegenüber China: Evaluierung der Wirksamkeit der Zölle gegenüber China und deren Belastung für US-Unternehmen und Konsumenten.
3.1.2 Folgen des Protektionismus gegenüber der EU und anderen Ländern: Untersuchung der ökonomischen Konsequenzen der Zölle auf Stahl und Aluminium sowie der potenziellen Gefahr eines offenen Handelskrieges.
3.2 Folgen für die restliche Welt: Betrachtung der negativen globalen Auswirkungen, wie gestiegene Unsicherheit und die Eintrübung der weltweiten Investitionstätigkeit.
4. Fazit: Zusammenfassendes Resümee, das festhält, dass der protektionistische Kurs den USA keinen wirklichen Nutzen gebracht, sondern dem Welthandel insgesamt geschadet hat.
Schlüsselwörter
Protektionismus, Donald Trump, Handelsstreit, Strafzölle, USA, China, Europäische Union, Handelspolitik, Handelsbilanzdefizit, Weltwirtschaft, Wirtschaftswachstum, Freihandel, Handelshemmnisse, Währungspolitik, Industrieproduktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht die protektionistische Außenwirtschaftspolitik der USA unter Präsident Donald Trump und analysiert, ob diese Maßnahmen der amerikanischen Wirtschaft nützen oder schaden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen des Protektionismus, der spezifische Handelsstreit mit China und der EU, die Nutzung nicht-tarifärer Handelshemmnisse sowie die Auswirkungen auf das BIP und die globale Konjunktur.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Frage ist, ob der Protektionismus unter Donald Trump der amerikanischen Volkswirtschaft eher Schaden oder Nutzen bringt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Analysearbeit, die aktuelle Studien, statistische Daten und ökonomische Berichte auswertet, um die Effekte der Handelspolitik zu belegen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die konkreten Maßnahmen (wie Zölle) gegen verschiedene Wirtschaftsregionen als auch deren messbare Auswirkungen auf Preise, Beschäftigung und Wachstum in den USA und weltweit erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Protektionismus, Strafzölle, Handelsstreit, "America First" und globale wirtschaftliche Unsicherheit charakterisiert.
Wie bewertet die Arbeit das Teilabkommen mit China?
Das Abkommen wird als wenig bedeutend eingestuft, da die effektiven Zollsenkungen gering sind und sich die Handelsbedingungen für China insgesamt nicht signifikant verbessert haben.
Welche Rolle spielt die Währungspolitik?
Die Arbeit zeigt auf, dass Trump Währungsmanipulationen unterstellt und Zinssenkungen fordert, um den US-Dollar abzuwerten und so die Exportleistung der eigenen Wirtschaft künstlich zu steigern.
Was sind die Ergebnisse für die EU?
Die Analyse verdeutlicht, dass Strafzölle auf europäische Waren zu einem BIP-Rückgang führen und ein ausgewachsener Handelskrieg beide Seiten, aber insbesondere die USA, wirtschaftlich stark belasten würde.
- Quote paper
- Nadine Hemmeter (Author), 2020, Protektionismus unter US-Präsident Donald Trump. Auswirkungen und Folgen für die amerikanische Außenhandelspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/995374