Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Theories, Models, Terms and Definitions

Die Funktion von Unterhaltung in den Massenmedien

Title: Die Funktion von Unterhaltung in den Massenmedien

Term Paper , 2001 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Joachim Bothe (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Seminar, aus dem diese Hausarbeit hervorgeht, stand unter dem Titel "Einführung in die Kommunikationswissenschaft". Einen wichtigen Aspekt bildete dabei die Auseinandersetzung mit zwei Fragen:

1. Wie nutzen Menschen Kommunikation ?

2. Welche Funktionen besitzt die Kommunikation - auch aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive ?

Wenn sich diese Arbeit nun mit der Funktion von massenmedialer Unterhaltung für den Einzelnen bzw. für die Gesellschaft auseinandersetzt, so läßt sich an diesem Thema besonders gut exemplarisch die Vielschichtigkeit von Kommunikation zeigen. Aus der Vielschichtigkeit allein schon der unterhaltenden Funktion ergeben sich allerdings gewisse Schwierigkeiten, wenn es darum geht, diese klar und eindeutig zu definieren. Auch ist die wissenschaftliche Literatur besonders an grundsätzlichen und einführenden Texten zu diesem Thema deutlich dünner gesät als zu anderen Funktionen von Kommunikation - deshalb auch der einschränkende Untertitel.

Als Erstes wird in einigen Vorüberlegungen dargestellt, warum sich speziell die Beschreibung und Einordnung der Unterhaltungsfunktion der Massenmedien als so schwierig gestaltet.
Das nächste Kapitel beschreibt dann die zentrale Funktion für das Individuum, das vierte diejenige für die Gesamtgesellschaft, und das fünfte Kapitel beendet diese Arbeit mit einer Einschränkung des vorher Beschriebenen, einem kurzen Ausblick und einem persönlichen Fazit.

Diese Arbeit besitzt folglich nicht den Anspruch, die massenmediale Unterhaltung vollständig zu definieren. M.E. stellt sie jedoch die entscheidenden Grundlagen für eine Auseinandersetzung mit massenmedialer Unterhaltung vor - und ist insofern doch mehr als ein Versuch.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorüberlegungen

3. Die Funktion von massenmedialer Unterhaltung für den Einzelnen

3.1 Die Voraussetzung: Passivität

3.2 Der Kern: Eskapismus

4. Die Funktion von massenmedialer Unterhaltung für die Gesellschaft

4.1 Die Voraussetzung: Medienökonomische Interdependenz

4.2 Der Kern: Stabilisierung bestehender Verhältnisse

5. Einschränkung, Ausblick, Fazit

5.1 Unterhaltung als Sekundärtätigkeit

5.2 Ausblick

5.3 Fazit

6. Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionen von massenmedialer Unterhaltung, primär am Beispiel des Fernsehens, für das Individuum sowie für die Gesamtgesellschaft. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie diese Funktionen klassifiziert werden können und welche Rolle dabei Aspekte wie Passivität, Eskapismus und die Stabilisierung gesellschaftlicher Strukturen spielen.

  • Analyse der Rezeptionssituation von Unterhaltungsmedien unter dem Aspekt der Passivität.
  • Untersuchung des Eskapismus als Mittel zur Alltagsbewältigung und Realitätsflucht.
  • Betrachtung medienökonomischer Zusammenhänge als treibende Kraft für Programminhalte.
  • Erörterung der gemeinschaftsbildenden und integrierenden Wirkung von Unterhaltung für die Gesellschaft.
  • Reflektion über Unterhaltung als Sekundärtätigkeit und die Abgrenzung von kurzfristigem Rückzug zur realitätsfremden Flucht.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Voraussetzung: Passivität

An der Passivität der Rezeptionssituation scheiden sich die Geister. Gemeint ist mit Passivität, dass die entscheidungs- und anstrengungsfreie Rezeption ein zentrales Motiv der Nutzung von Unterhaltungsangeboten darstellt. Unterhaltungsangebote ermöglichen und erwarten das entspannte Zurücklehnen.

Die Frage ist nun, wie diese Prämisse einzuschätzen ist? Muss per se verurteilt werden, wer den Verstand zurücknimmt bei der Rezeption, oder ist die passive Rezeption eine legitime, wenn nicht sogar eine notwendige Voraussetzung zu Rezeption von Unterhaltungsangeboten?

Hinter dieser Frage versteckt sich nicht nur ein bestimmter Anspruch an die Rezipienten, sondern auch die Frage nach der Legitimation der Unterhaltungsangebote ganz allgemein, da mit der Frage nach der Passivität die Kulturkritik heraufbeschworen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der massenmedialen Unterhaltungsfunktion ein und grenzt das Untersuchungsfeld auf die Relevanz für das Individuum und die Gesellschaft ein.

2. Vorüberlegungen: Es wird dargelegt, warum eine wissenschaftliche Definition von Unterhaltungsangeboten aufgrund ihrer diffusen Natur schwierig ist und weshalb dem Fernsehen eine Sonderstellung eingeräumt wird.

3. Die Funktion von massenmedialer Unterhaltung für den Einzelnen: Dieses Kapitel behandelt die passive Rezeptionshaltung sowie den Eskapismus als wesentliche psychologische Motive für den Medienkonsum.

4. Die Funktion von massenmedialer Unterhaltung für die Gesellschaft: Hier wird analysiert, wie Medienökonomie und soziale Integration durch die Stabilisierung bestehender Verhältnisse und die Bereitstellung gemeinsamer Gesprächsstoffe wirken.

5. Einschränkung, Ausblick, Fazit: Das Kapitel betrachtet die Sekundärtätigkeit der Mediennutzung, reflektiert die technologische Entwicklung und zieht ein persönliches Resümee zur gesellschaftlichen Rolle der Unterhaltung.

6. Literatur: Auflistung der im Text zitierten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Massenmedien, Unterhaltung, Fernsehen, Passivität, Eskapismus, Medienökonomie, Realitätsflucht, Sozialordnung, Integration, Alltagskommunikation, Rezeptionsforschung, Medienwirkung, Fernsehrealitäten, Identifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Funktionen, die Unterhaltungsmedien – insbesondere das Fernsehen – für den einzelnen Rezipienten und die Gesellschaft als Ganzes erfüllen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Analyse fokussiert sich auf die Themen Passivität bei der Mediennutzung, den Eskapismus als Realitätsflucht sowie die medienökonomischen und gesellschaftspolitischen Effekte von Unterhaltungsprogrammen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist eine Einordnung der Unterhaltungsfunktion, wobei untersucht wird, inwiefern die passive Rezeption und die Flucht in Fernsehrealitäten legitim sind und welche Wirkungen dies auf das Individuum und den sozialen Zusammenhalt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit kommunikationswissenschaftlicher Literatur und nutzt Ansätze der Zuschauerforschung und Inhaltsanalyse zur Strukturierung der Argumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die individuelle Ebene, wo Passivität und Eskapismus beleuchtet werden, sowie die gesellschaftliche Ebene, die sich mit Medienökonomie und der Stabilisierung bestehender Verhältnisse befasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Massenmedien, Eskapismus, passive Rezeption, Medienökonomie, gesellschaftliche Integration und Alltagskommunikation beschreiben.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Primär- und Sekundärtätigkeit eine Rolle?

Sie dient dazu, die vermeintliche "Dramatik" der Medienwirkung zu relativieren, da Fernsehen oft lediglich als Begleitmedium bei anderen Tätigkeiten genutzt wird.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf den Umgang mit Medien?

Der Autor warnt vor einer unreflektierten Realitätsflucht und plädiert dafür, Medienkonsum maßvoll zu gestalten, damit dieser ein "Sahnehäubchen" bleibt und kein notwendiges "Grundnahrungsmittel".

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Die Funktion von Unterhaltung in den Massenmedien
College
University of Leipzig  (Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Course
Einführung in die Kommunikationswissenschaft
Grade
1,3
Author
Joachim Bothe (Author)
Publication Year
2001
Pages
14
Catalog Number
V9958
ISBN (eBook)
9783638165334
Language
German
Tags
Unterhaltung Massenmedien Eskapismus Funktion Rezeption
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joachim Bothe (Author), 2001, Die Funktion von Unterhaltung in den Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9958
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint