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Methodenkombination in der Wirkungsforschung

Title: Methodenkombination in der Wirkungsforschung

Term Paper , 2001 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Joachim Bothe (Author)

Communications - Methods and Research Logic
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Das Seminar, aus dem diese Hausarbeit hervorgeht, stand unter dem Titel "Forschungslogik und Experiment". Die Hausarbeit beschäftigt sich nun mit einer Studie von Elisabeth Noelle-Neumann, anhand derer einige Themen des Seminars betrachtet werden können.
Der Aufsatz von Elisabeth Noelle-Neumann trägt den Titel "Massenmedien und sozialer Wandel - Methodenkombination in der Wirkungsforschung". Sie stellt in ihm anhand von vier Beispielstudien einen von ihr entwickelten methodischen Ansatz vor, der Ende der 70er Jahre, als der Aufsatz publiziert wurde, eine Neuerung im Bereich der massenmedialen Wirkungsforschung darstellte.
Hier sieht der Ablauf nun wie folgt aus: Als erstes wird in einigen Vorüberlegungen die Ausgangssituation dargestellt, in der Elisabeth Noelle-Neumann ihren Ansatz entwickelte und ihre Beispielstudien durchführte. Darauf folgt eine Darstellung der einzelnen Beispielstudien. Anhand dieser Darstellung wird auch deutlich, wie sich Elisabeth Noelle-Neumann diese Methodenkombination in der Praxis vorstellt. Im Anschluß an jede Studie findet sich je nach Bedarf mal eine längere, mal eine kürzere Auseinandersetzung mit Schwachstellen hinsichtlich der Durchführung und der Interpretation der Ergebnisse. Den Abschluß bildet die kritische Hinterfragung ihres Ansatzes als Ganzes.
Die Auseinandersetzung mit diesem Artikel bzw. dem dahinterstehenden Ansatz stellte sich als nicht immer ganz einfach dar, weil nicht immer deutlich wurde, ob ihr Schwerpunkt mehr auf der Darstellung konkreter Forschungsergebnisse oder der Vorstellung des theoretischen Ansatzes lag.
Insgesamt bleibt m.E. an den einzelnen Studien viel zu kritisieren und auch den theoretischen Ansatz halte ich für nicht lückenlos schlüssig präsentiert. Letztlich wird sich Elisabeth Noelle-Neumann auch darüber freuen; ihr Anliegen war es ja, den Aufsatz "als Anliegen zu nehmen, ähnliche und, wo immer möglich, verbesserte Untersuchungen zu verwirklichen" (ENN, S.164).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangssituation und Vorüberlegungen

2.1 Der Stand der Kommunikationswissenschaft

2.2 Die Besonderheiten des Mediums Fernsehen

2.3 Die gesellschaftliche Lage

3. Die Studie von Elisabeth Noelle-Neumann

3.1 Das erste Thema: Bild der Deutschen

3.2 Das zweite Thema: Ostpolitik der Bundesregierung

3.3 Das dritte Thema: Arbeitslosigkeit

3.4 Das vierte Thema: Anschaffung eines Fernsehers

3.5 Zusammenfassung

4. Kritische Betrachtung des gesamten Ansatzes und Fazit

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den methodischen Ansatz von Elisabeth Noelle-Neumann zur Wirkungsforschung, insbesondere deren Kombination von Inhaltsanalysen und Befragungen, um den Einfluss von Massenmedien auf den sozialen Wandel zu analysieren.

  • Analyse der massenmedialen Wirkung auf gesellschaftliche Einstellungen
  • Evaluation des methodischen Konzepts der "Methodenkombination"
  • Kritische Würdigung der Durchführung von Beispielstudien (z.B. Fernsehkonsum, Ostpolitik)
  • Diskussion über das Verhältnis von Medieninhalt und öffentlicher Meinung

Auszug aus dem Buch

Die Besonderheiten des Mediums Fernsehen

Zu der Zeit, als diese wissenschaftlichen Überlegungen stattfanden, begann die Ausbreitung des Massenmediums Fernsehen in Deutschland. Es gibt mehrere Gründe, warum das Fernsehen in diesem Zusammenhang einen so wichtigen Stand einnimmt. Zusammengenommen führen sie zu der Erkenntnis, dass das Fernsehen alle bis dahin existierenden Massenmedien an Einflussmöglichkeiten übertrifft. Das hängt damit zusammen, dass das Fernsehen - und damit wird die eben diskutierte Verstärker-Hypothese wieder aufgegriffen - durch die Art und Weise der Präsentation der Inhalte die selektive Wahrnehmung viel stärker erschwert als alle anderen Massenmedien, was anhand von drei Stichworten erläutert werden soll:

1. Kumulation: Massenmedien – und insbesondere das Fernsehen – produzieren und publizieren ihre Inhalte in regelmäßigen, oft kurzen Abständen. Durch diese Periodizität ist es für den Rezipienten schwieriger, sich der Wahrnehmung dieser Aussagen zu entziehen.

2. Konsonanz: Für das Fernsehen wie für die anderen Massenmedien gilt: Publiziert wird, was den Rezipienten interessiert bzw. was sich verkauft. Katastrophenmeldungen, politische und gesellschaftliche Skandale und Klatschgeschichten werden, einmal publik gemacht, so ausführlich wie möglich und meist quer durch die ganze Medienlandschaft „ausgeschlachtet“, so dass auch hier das Ausweichen für den Rezipienten schwer gemacht wird. Zu welchem Kanal er auch schaltet, mit großer Wahrscheinlichkeit findet sich schnell ein Bericht über das momentane Top-Thema. Und auch für neutralere Berichterstattung lässt sich erkennen, dass unterschiedliche Medien tendenziell ähnlich berichten und argumentieren (vgl. ENN, S.166f.).

3. Eindringlichkeit: Zur Rezeption des Fernsehens werden Augen und Ohren gleichzeitig benötigt. Das gab es vor Einführung des Fernsehens nur im Kino. Der Philosoph Günter Anders erkannte die Bedeutung von dem „Besetztsein“ (zit. nach: Burkart, S.310) der Organe für die Wirkung des Fernsehens bereits Mitte der Fünfziger Jahre. Das Fernsehen sendet jedoch im Gegensatz zum abgeschlossenen Besuch des Kinofilms kontinuierlich und macht somit einen nahezu ununterbrochenen Konsum möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Rahmen der Hausarbeit dar, welche den Aufsatz von Elisabeth Noelle-Neumann zur Methodenkombination in der Wirkungsforschung kritisch analysiert.

2. Ausgangssituation und Vorüberlegungen: Dieses Kapitel beleuchtet den wissenschaftlichen Stand der Wirkungsforschung sowie die gesellschaftliche Bedeutung und die spezifischen Merkmale des Fernsehens in den sechziger Jahren.

3. Die Studie von Elisabeth Noelle-Neumann: Das Kapitel führt vier Beispielstudien von Noelle-Neumann ein, die den methodischen Ansatz und verschiedene Wirkungsaspekte von Medien praktisch illustrieren.

4. Kritische Betrachtung des gesamten Ansatzes und Fazit: Der Autor hinterfragt die methodische Konsistenz von Noelle-Neumanns Ansatz und zieht ein abschließendes Resümee über den Nutzen der Methodenkombination in der komplexen Wirkungsforschung.

5. Literatur: Das Verzeichnis der verwendeten Quellen und Fachliteratur für die vorliegende Arbeit.

Schlüsselwörter

Wirkungsforschung, Methodenkombination, Elisabeth Noelle-Neumann, Massenmedien, Fernsehen, soziale Veränderungen, Verstärker-Hypothese, öffentliche Meinung, Inhaltsanalyse, Befragung, Medienwirkung, Rezeptionsforschung, Politikinteresse, Journalismus, empirische Sozialforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Aufsatz "Massenmedien und sozialer Wandel – Methodenkombination in der Wirkungsforschung" von Elisabeth Noelle-Neumann und untersucht deren methodischen Ansatz zur Erforschung von Medienwirkungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die massenmediale Wirkung auf Einstellungen, der Vergleich zwischen Medienmeinung und Bevölkerungsmeinung sowie die Rolle des Fernsehens als einflussreichstes Massenmedium.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Analyse des von Noelle-Neumann vorgeschlagenen methodischen Ansatzes und die Bewertung der Aussagekraft ihrer vorgestellten Fallstudien zur Erforschung langfristiger Medienwirkungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor analysiert den Ansatz der "Methodenkombination", bei dem verschiedene Verfahren wie Inhaltsanalysen und Panelbefragungen parallel eingesetzt werden, um die Schwächen einzelner Methoden zu minimieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ausgangssituation, die detaillierte Beschreibung und Analyse von vier Beispielstudien zu Themen wie dem "Bild der Deutschen" oder "Arbeitslosigkeit" sowie eine methodische Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wirkungsforschung, Methodenkombination, Massenmedien, Verstärker-Hypothese, öffentliche Meinung und empirische Sozialforschung.

Wie bewertet der Autor Noelle-Neumanns "Notnagel"-Argumentation?

Der Autor kritisiert, dass Noelle-Neumann bei unerwarteten Befunden die originale Umweltbeobachtung als Erklärung heranzieht, obwohl sie andere Einflüsse als die der Medien in anderen Kontexten weitgehend ausblendet.

Warum ist die Methodenkombination laut Fazit nur bedingt eine Lösung?

Laut Fazit gleicht die Kombination zwar Mängel aus, löst aber nicht das grundlegende Problem der Komplexität der Wirkungsforschung, da jede Studie letztlich nur einen kleinen Mosaikstein im Gesamtbild darstellen kann.

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Details

Title
Methodenkombination in der Wirkungsforschung
College
University of Leipzig  (Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Course
Forschungslogik und Experiment
Grade
1,7
Author
Joachim Bothe (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V9959
ISBN (eBook)
9783638165341
Language
German
Tags
Methoden Wirkung Noelle-Neumann öffentliche Meinung Massenmedien Inhaltsanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joachim Bothe (Author), 2001, Methodenkombination in der Wirkungsforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9959
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