Die Entwicklung des französischen Luxus in den Schwellenländern


Bachelorarbeit, 2013

39 Seiten, Note: 1.3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Besonderheiten des Marketing-Mix in den BRIC-Ländern
2.1 Produktpolitik
2.2 Preispolitik
2.3 Kommunikationspolitik
2.4 Distributionspolitik

3. Nachfrage in den BRIC-Ländern
3.1 Rolle von Luxusgütern in den BRIC-Ländern
3.2 Export in die BRIC-Länder
3.3 Größter Markt und Hauptkonsumenten von Luxusgütern
3.4 Strategie der französischen Expansion

4. Perspektiven für französische Luxusgüter in der Zukunft
4.1 Gründe für den Erfolg
4.2 Gefahren für die BRIC-Länder
4.3 Länderrisiko

5. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Birkin Tasche Hermès

Abb. 2: Louis Vuitton Geschäfte in der Welt 2013

Abb. 3: Geographisches Ziel der französischen Exporte von Luxusgütern

Abb.4: Der chinesische Luxusmarkt 2011

Abb. 5: Diwali Louis Vuitton Kollektion 2010

Abb. 6: Umbenennung von PPR

Abb. 7: Wachstum der Mittelklasse in den BRIC-Ländern von 2000 bis 2020

Abb. 8: Zahl der Milliardäre in den BRIC-Ländern

Abb. 9: Fälschung von Lacoste

Abb.10: Bertelsmann Index, Brasilien im Vergleich zu China

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Die beliebten chinesischen Geschenke

Tabelle 2: Die unterschiedlichen Luxuskunden

1. Einleitung

Im Jahr 2001 hat ein bekannter englischer Ökonom namens Jim O’ Neill, Brasilien, Russland, Indien und China unter dem Begriff BRIC zusammengefasst. Diese Länder stellen 40% der weltweiten Bevölkerung und 50% des weltweiten Wachstums dar. Im Jahr 2014 könnten die BRIC-Staaten sogar ein Wachstum in Höhe von 60% erreichen. 1 Außerdem ist der Wohlstand, welcher aus den verfügbaren finanziellen Mittel eines Landes und der Kaufkraft berechnet wird, in diesen Ländern die letzten 30 Jahre stark gestiegen. Die BRIC-Länder legen daher auch einen immer größeren Wert auf Luxusgüter, vor allem auf französische.

In Frankreich erreichte der Luxussektors einen ersten großen Aufschwung zur Zeit des französischen Monarchen Louis XIV., der wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen hat, indem sein Finanzminister Jean-Baptiste Colbert die Handels- und Industriepolitik auf den Export von Luxusgütern neu ausgerichtet hat.2 Diese Tradition in Bezug auf Luxus hat sich über die Zeit stark weiterentwickelt. Einige sehr bekannte Marken wie Hermès, Cartier, Louis Vuitton, Guerlain Chanel, Dior und Yves Saint Laurent, existieren schon im 19. Jahrhundert und begeistern seitdem viele Menschen. 3 Im Wesentlichen zeichnet er sich vor allem durch Exklusivität, geringe Verfügbarkeit, Funktionalität, lange Geschichte, und einer herausragenden Herstellungstechnik aus.

Das Wort Luxus stammt aus dem Lateinischen und kann mit Üppigkeit, Verschwendung übersetzt werden. Jedoch ist es auch verwandt mit dem Wort „Lux“ was Licht, Helligkeit bedeutet. Somit liegt es im Auge des Betrachters, ob Luxus eine Verschwendung darstellt oder etwas „Erleuchtetes“.4 Der Begriff ist komplex und muss differenziert betrachtet werden, denn er hat unterschiedliche Bedeutungen in verschiedenen Kulturen. Obwohl jede Kultur ihre eigenen Begriffe und Wahrnehmungen hat, setzen viele Menschen auf den französischen Luxus.

Die Luxusgüterindustrie ist eine wesentliche Säule der französischen Wirtschaft. Sie hat sich jedoch stark verändert, bis zu den 80er Jahren waren die Luxusproduzenten kleine bis mittelgroße Unternehmen, die sich oft in Familienbesitz befanden. Heutzutage gibt es zwar noch einige kleine Firmen, aber nun beherrschen große Konzerne wie PPR (Pinault, Printemps, Redoute), welcher auch unter dem Name Kering bekannt ist, oder LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy) die Luxusindustrie.

Laut Bain & Company, einem Unternehmen für internationale Managementberatungen, ist von 1995 bis 2011 der Umsatz im Luxussektor von 77 Milliarden Euro auf 191 Milliarden Euro gestiegen und könnte bis 2014 sogar einen Umsatz in Höhe von 230 Milliarden Euro erwirtschaften. 5 Den größten Verdienst an diesem Wachstum tragen die Schwellenländer. Nach der Krise im Jahr 2008 haben diese Länder im Gegensatz zu den anderen relativ wenig auf konjunkturelle Zyklen reagiert.6 Obwohl es in Frankreich immer wieder Krisen gab, betrug der Umsatz des Luxussektors 31 Milliarden Euro im Inland und über 200 Milliarden Euro weltweit im Jahr 2012. Mehr als 200.000 Personen finden hier eine Beschäftigung.7

Wie wirkt sich die zunehmende Verbreitung von französischen Luxusgütern auf andere Kulturen aus und wie versuchen sich die Marken den unterschiedlichen Ländern anzupassen? Auf diese Fragen soll in der vorliegenden Arbeit eingegangen werden.

2. Besonderheiten des Marketing-Mix in den BRIC-Ländern

Nach Philipp Kotler, einem amerikanischem Wirtschaftswissenschaftler und Begründer der modernen Marketinglehre, ist der richtige Marketing-Mix „die Kombination der Marketinginstrumente, die ein Unternehmen zur Erreichung seiner Marketingziele auf dem Zielmarkt einsetzt“. 8 Dieser Begriff spiegelt das Produkt, den Preis, die Promotion und die Distribution wieder. 9 Aber der Marketing-Mix für ein Luxusgut ist anders als für andere Güter.

2.1 Produktpolitik

Die Produktpolitik umfasst „alle Aktivitäten eines Unternehmens, die auf die Gestaltung einzelner Produkte oder des gesamten Absatzprogramms gerichtet sind“. 10 Ein Luxusprodukt ist nicht wesentlich für das alltägliche Leben. Es stellt keine Notwendigkeit dar, sondern einen Wunsch. Der Konsument betrachtet das Produkt nicht als Objekt, sondern als Kunstwerk. Um dem gerecht zu werden, werden Luxusgüter nicht konventionell hergestellt, sondern meist in mühevoller und präziser Handarbeit. Sie bestehen aus edlen und außergewöhnlichen Materialien. In Abbildung 1 ist eine Krokodiltasche von Hermès dargestellt. Es werden mindestens 20 Arbeitsstunden benötigt, um ein Modell dieser Marke zu fertigen.

Abb. 1: Birkin Tasche Hermès

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Artcurial Website (2013)

Durch das Produkt versucht der Konsument sich eine eigene Identität zu verschaffen und sein Image zu beeinflussen, das sowohl intern (Selbstwahrnehmung) als auch extern (gesellschaftliche Wahrnehmung) existiert.11

2.2 Preispolitik

Unter Preispolitik versteht man die Bestimmung des optimalen Preis für das Unternehmen.12 Der Preis von Luxusgütern wird vom Konsumenten im Vergleich zu Lebensmittelprodukten anders betrachtet. Die Kunden vergleichen nicht den Preis zwischen verschiedenen Marken. Laut Lipovetsky und Roux 13 ist der Preis mit einem emotionalen und einem affektivem Grund verbunden. Damit rechtfertigt der Konsument den hohen Preis eines Luxusprodukts. Außerdem zeigt der Veblen Effekt 14, benannt nach dem gleichnamigen Ökonom und Soziologe, dass sich ein Produkt mit einem hohen Preis besser verkauft, als mit einem niedrigen Preis. Zudem vertrat Veblen die These der „Conspicuous Conception“ oder auch Geltungskonsum genannt, dass der Konsum von Luxusgütern „ein Verhalten ist, welches dem Ziel dient, gegenüber der sozialen Umwelt die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Statusgruppe zu demonstrieren“.15

Zum Beispiel hat die in Abbildung 1 abgebildete Krokodiltasche einen Schätzwert von 24.000 –26.000 Euro und wurde am Ende jedoch für 61.000 Euro verkauft. Diese Tasche ist nicht mehr nur ein Produkt, sondern eine langfristige Investition, dank der starken Preissteigerung, geworden. Diese Preisbildung erklärt genau den Veblen Effekt, bei dem der Luxus ostentativ und absichtlich ist.

Andererseits wollen einige Modedesigner wie Karl Lagerfeld, Designer von Chanel, eine Demokratisierung des Luxuserreichen. Deshalb brachte er im Jahr 2005 eine spezielle Kollektion für H&M auf den Markt.16 Jeder soll sich Luxus leisten können unabhängig vom Preis. Diese Meinung entspricht der Philosophie von Danielle Allérès, der Luxus in drei Kategorien aufteilt. Es gibt den unerschwinglichen Luxus, den Zwischenluxus bzw. das Zugängliche und schließlich den erschwinglichen Luxus. 17 Diese Kategorien richten sich an unterschiedliche soziale Klassen mit verschiedenen Preisen und unterschiedlicher Qualität, indem die Produkte entweder als Unikate oder industriell hergestellt werden. Zum Beispiel befindet sich eine handgemachte Platin-Kette von Cartier in der ersten Kategorie, „Unerschwinglicher Luxus“, und ein Kleid von Louis Vuitton in der „Zwischenluxus“-Kategorie. Ein Dior Duft kann der zugänglichen Kategorie zugeordnet werden. Heutzutage stellen 98% der produzierten Güter einen zugänglichen Luxus dar. Es lässt sich feststellen, dass sich der Luxusmarkt stark verändert hat und für eine viel breitere Masse erschwinglich ist. Folglich könnte die Mittelklasse eine immer größere Rolle in der Luxusentwicklung spielen.

2.3 Kommunikationspolitik

Die Kommunikationspolitik beschreibt „die Kommunikationsinstrumente und – maßnahmen eines Unternehmens, die eingesetzt werden, um das Unternehmen und seine Leistungen den relevanten internen und externen Zielgruppen der Kommunikation darzustellen.“ 18 Laut Bernard Dubois, Dozent für Marketing an der HEC in Frankreich, gibt es im Luxussektor Paradoxa gegenüber normalen Produkten, vor allem in der Kommunikations- und Distributionspolitik. 19 Die Mehrheit der Kunden soll von den Produkten fasziniert sein, um sie zu kaufen. Aber durch die Werbung verlieren die Produkte immer mehr an Glanz und Exklusivität. Da das Produkt schon für sich eine Kreation ist, soll die Promotion nur das Produkt als solches zur Geltung bringen. Dies entspricht genau der Meinung von Reinhold Reith und Torsten Meyer, wonach Luxusgüter wenig Werbung brauchen, weil das Wichtigste das hochwertige Produkt selbst ist und seine Attraktivität schon für sich selbst spricht.20

Es gibt mehrere Vermarktungswege mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Auf der einen Seite gibt es Modezeitschriften, die fast ausschließlich Reklame enthalten. Dieser Werbeträger ist der am besten Zielgruppen orientiertester, da fast nur weibliche Konsumenten diese kaufe.21 Im Fernsehen, wo sehr oft Werbung für Parfums und Kosmetika übertragen wird, werden oft Prominente wie Schauspielerinnen oder Models gebucht. Diese verdienen zwischen einer und drei Millionen Euro für einen Werbespot und werden langfristig als Werbegesicht unter Vertrag genommen, um einen gewissen Wiedererkennungswert der Marke zu sichern.22

Das Radio konzentriert sich mehr auf die Angebote und den Verkauf. Außerdem werden viele internationale Events veranstaltet, wie z.B. die „Fashion-Week“, bei denen auch viele Prominente anwesend sind, wodurch das Interesse anderer geweckt werden soll.

Im Laufe der Zeit hat jedoch das Internet eine immer größere Bedeutung bekommen. Im Jahr 2013 planen 72% der Marken das Werbebudget im Bereich der digitalen Medien zu erhöhen23, um den neuen Technologien, wie z.B. Tablets und Smartphones, gerecht zu werden. Hier wird viel mit viralem Marketing 24 gearbeitet, in dem die Werbekommunikation anstelle von Mundpropaganda in elektronischer Form verbreitet werden soll. Zum Beispiel kann mit der Social Media Smartphone-Applikation Amble von Louis Vuitton anderen Nutzern mitgeteilt werden, in welcher Filiale man sich befindet und was man sich gekauft hat.25

2.4 Distributionspolitik

„Die Distributionspolitik umfasst die Wahl der Absatzwege, das Management der physischen Distribution sowie die Gestaltung des Vertriebs“. 26 Ein bekanntes Marketinginstrument ist die „Künstliche Verknappung“ von Luxusgütern. Die Produkte werden außergewöhnlich, durch eine limitierte Auflage oder eine zeitlich begrenzte Verfügbarkeit. 27 Im Vergleich zu den anderen Kanälen, ist der Vertriebskanal selektiv. Deshalb gibt es kein Luxusprodukt in Großvertrieben. Zum Beispiel kontrolliert Louis Vuitton 51% der anderen Geschäfte, in denen die Taschen auch verkauft werden. 28 Christopher Zanardi-Landi, Direktor der chinesischen Niederlassung, beschreibt das Unternehmen als Pionier und deshalb will er immer der Erste auf einem neuen Markt sein. 29 Ziel ist es jedes Jahr zusätzlich in zwei neuen Städten vertreten zu sein. Hierfür stellen die BRIC- Länder einen riesigen Markt dar, da sie eine hohe Bevölkerungsdichte habe.

Im Juli 2013 soll China mit 1,35 Mrd. Einwohnern die größte Bevölkerung der Welt mit ein Durchschnittsalter von 35,9 Jahre sein. 30 Die bevölkerungsreichsten Metropolen sind Shanghai mit 16,6 Mio. und Beijing mit 12,2 Mio. Einwohnern. Die zweitgrößte Bevölkerung der Welt hat Indien mit 1,22 Mrd. Einwohnern 31.Die größten indischen Metropolregionen sind New Delhi mit ungefähr 21,7 Mio. und Mumbai mit 19,7 Mio. Einwohnern. Das Durchschnittsalter liegt hier bei 26,5 Jahren und ist somit noch geringer als in China.

Brasilien besitzt mit 201 Mio. Einwohnern bei einem durchschnittlichen Alter von 26,9 Jahre die fünft-reichste Population der Welt.32 Sao Paulo und Rio de Janeiro sind die zwei größten brasilianischen Städte mit jeweils 19,9 Mio. und 11,8 Mio. Das neunt-bevölkerungsreichste Land weltweit mit 142 Mio. Einwohnern ist Russland. 33 Moskau und St. Petersburg haben jeweils 10,5 Mio. und 5 Mio. Einwohner. Hier liegt das Durchschnittsalter bei 38,8 Jahren.

Laut BCG 34 hat sich im Zeitraum von 2006 bis 2009 die Anzahl der Luxusgeschäfte in Shanghai und Beijing aufgrund der hohen Nachfrage verdoppelt. Auch in Brasilien eröffnete Louis Vuitton neue Geschäfte. Im Jahr 2012 hat die Village Mall 35, ein sehr luxusorientiertes Shopping Center in Rio de Janeiro neu eröffnet. Vor dreißig Jahren gab es in dem Gebiet von Barra lediglich 40.000 Einwohner. Jetzt gibt es dank dieses Luxuszentrums 300.000 Einwohner.

Auf der Karte in Abbildung 2 sieht man, dass Louis Vuitton einige Niederlassungen in den Schwellenländern besitzt. In China gibt es 43 Geschäfte, in Brasilien sechs, in Indien fünf, und in Russland vier. Die orangefarbenen Kreuze zeigen an, dass es mehr als ein Geschäft in dem Land gibt. Die grauen Markierungen stellen genau ein Geschäft dar

Abb. 2: Louis Vuitton Geschäfte in der Welt 2013

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Louis Vuitton offizielle Website (2013)

Es gibt viele verschiedene Arten von Geschäften. Die Filialen können sich in unabhängigen Geschäften befinden, wie in Einkaufszentren oder in Einkaufsstraßen. Außerdem können sie auch in den „Shop-in Shops“ sein, größere Kaufhäuser wie zum Beispiel Cartier einen Bereich in der Galerie Lafayette in Frankreich hat.36

Die „Corner“ sind eine andere Art von Geschäft. Die Produkte werden hierbei in unterschiedlichen Abteilungen in den Geschäften verkauft. Aber die bedeutendsten Geschäfte sind die Flagship-Stores. Diese sind außergwöhnlich und sollen das Image der Marke wiederspiegeln, sie stechen vor allem architektonisch heraus. In diesen Stores ist das komplette Sortiment vertreten.37

Wie auch im Marketing gewinnt das Internet immer mehr an Bedeutung für den Vertrieb. Der IFOP Präsident Stéphane Truchi bemerkte, dass die Marken das Internetauf drei Arten benutzen. 38 Erstens können die Marken gezielt ein Publikum, wie z.B. junge Leute ansprechen. Zweitens ist Internet ein Distributionskanal geworden, welchen die Kunden benutzen, um online einzukaufen. Einige Firmen wie Richemont, und Lancel haben keine Zweifel gehabt, eine „e-Handel“ Website zu kaufen. Richemont hat dabei 400 Millionen Euro für die Websitenet-a-porter.com ausgegeben. Drittens sind die Marken durch das Internet eine richtige Media-Unterstützung geworden. Die Kunden werden als eine Gemeinschaftgesehen, die dieselbe Leidenschaft für Luxus teilt. Sie werden nicht mehr als isolierte Kunden betrachtet.

Nach einer Studie mit 151 Luxusmarken von Digitaluxury 39 haben 99% der Marken eine Website und 65% der Luxusmarken zudem eine mobile Applikation, mit z.B. Produktkataloge und Neuigkeiten der Marke. Des Weiteren sind 97% der Luxusmarken bei einem Social Network wie z.B. bei Facebook, YouTube oder Twitter repräsentiert. Infolgedessen nähern sich die Marken den Kunden an.

3. Nachfrage in den BRIC-Ländern

3.1 Rolle von Luxusgütern in den BRIC-Ländern

Der Luxus spielt mehrere Rollen in dem Leben eines Individuums. Laut Thorstein Veblen ist Luxus eine Frage der Macht und des Erfolges.40 Die Konsumenten zeigen ihre Kaufkraft, ihren Wohlstand und ihren Status mit Hilfe von Luxus. Zum Beispiel verschenken Chinesen gerne französische Marken. Laut der Umfrage „Top 10 Gifts for the Chinese Luxury Consumer 2012“ kaufen sie am meisten Produkte der Marken Louis Vuitton (14,9%), Cartier (10,3%), Hermès (8%), Chanel (6,2%) und Dior (4,6%), siehe Tabelle 1. 41

Tabelle 1: Die chinesischen beliebten Geschenke 2012

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Hurun Survey Website (2012)

Laut dem Soziologen Bourdieu ist die Distinktion ein anderes Merkmal von Luxus. Die Reichen wollen sich von den armen Leuten unterscheiden 42 und damit bestimmt der Luxus die Abgrenzung zwischen arm und reich.

3.2 Export in die BRIC-Länder

Einige Konzerne sind weltweit bekannt und erfolgreich geworden. Der Konzern LVMH besteht aus den Marken Louis Vuitton, Lacroix, Dior, Céline, Fred, Kenzo, Loewe, Fendi, Tag Heur, Chaumet, Möet et Chandon und Sephora. Der Konzern Richemont arbeitet mit Cartier, Lancel, Piaget, Montblanc, Van Cleef & Arpels, Chloé, Alfred Dunhill, Old England. Der letzten Konzern die Pinault Printemps Redoute besteht aus, Yves Saint Laurent, Serge Rossi, Balenciaga, Boucheron bestehen. Im Jahr 2012 wurden 82% der Luxusprodukte, außerhalb von Europaverkauft. 43 Dies stellt 22 Milliarden Euro des Umsatzes dar.

Die Exporte an französischen Luxusgütern erwirtschaften durchschnittlich 3 Mrd. US-Dollar Gewinn pro Jahr und stellen gleichzeitig den umsatzstärksten Sektor dar. Im Jahr 2011 beträgt der Anteil an Wein und Spirituosen 52%, Parfum und Kosmetik machen 36% aus, Lederwarengüter und Kleidungen haben einen Anteil von 11% und Schmuck macht 6% des gesamten Exports aus.44 Die Abbildung 3 stellt die Nachfrage in der Europäischen Union, den BRIC-Ländern, den industrialisierten und anderen Ländern in den Jahren 2000 und 2011 dar.

[...]


1 Vgl. Marois, 2012, S. 1 f.

2 Gabel, 2013, S.1.

3 Vgl. Flores 2013, http://www.marketing-etudiant.fr/actualites/luxe.php

4 Vgl. Büttner 2008, S. 8.

5 Vgl. Krauss 2008, http://www.bain.com/about/press/press-releases/dans-la-septime-dition-de- son-tude-sur-le-luxe.aspx

6 Vgl. Soon-Hwa,2009, S. 109.

7 Vgl. Gabel, 2013, S.2.

8 Kotler, 2011, S. 141.

9 Vgl. Kotler, Bliemel 2001, S. 100.

10 Scharf, 1997, S.66f.

11 Vgl. Bearden, Hunter, 2001, S.42.

12 Vgl. o.V., 2013, http://www.handwerksblatt.de/handwerkslexikon/handwerkslexikon- 1/P/Preispolitik-293/

13 Vgl. Lipovetsky, Roux, 2003, S.28.

14 Vgl. Veblen, 2009.

15 o.V., 2013, http://www.wirtschaftslexikon.co/d/geltungskonsum/geltungskonsum.htm

16 Vgl. Soon-Hwa, 2009, S. 108.

17 Vgl. Allérès, 1997, S.7-10.

18 Bruhn, 2007, S.8.

19 Vgl. Dubois, 2013, S.

20 Vgl. Reith, 2003, S. 9-27.

21 Vgl. o.V., 2012, http://art4events.wordpress.com/

22 Vgl. Chabert, 2011, S. 5.

23 Vgl. o.V., 2013, http://www.wbresearch.com/luxuryinteractive/Luxury-Benchmarking-Report- 2013.aspx

24 Vgl.o.V., http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/viral-marketing.html

25 Vgl. o.V., 2013, http://www.louisvuittonamble.com/

26 Nieschlag, 2002, S.20

27 Vgl. Barthel, 2010, http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/503086

28 Vgl. Doran, 2012, http://luxurysociety.com/articles/2012/07/the-latest-boutiques-rolls-royce- piaget-louis-vuitton

29 Vgl. Yue, 2012, http://www.chinadaily.com.cn/video/2012-06/04/content_15472859.htm

30 Vgl. o.V., 2013, https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/ch.html

31 Vgl. o.V., 2013, https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/in.html

32 Vgl. o.V. 2013, https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/br.html

33 Vgl. o.V, 2013, https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/rs.html

34 Vgl. Anestis, Bellaiche, Hsu ; et al, 2009, http://www.bcg.de/documents/file29939.pdf

35 Vgl. Gray, 2012, http://www.the-report.net/brazil/219-spotlight-barra-focus

36 Vgl. o.V., 2013, http://www.galerieslafayette.com/am/cartier

37 Gabler, o.J.,http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/82801/flagship-store-v5.html

38 Vgl. Prévost, S. 27,http://www.luxe-guide.fr/wp-content/uploads/2011/contenu.pdf

39 Vgl. o.V., 2013, http://digitaluxury.fr/wp-content/uploads/2013/01/Digital-Luxury-Marketing-Trend- 2012-Infographie.pdf

40 Veblen, 2009, S. 65.

41 Vgl. Hurun, 2012, http://www.hurun.net/usen/NewsShow.aspx?nid=177

42 Vgl. Heinz, 2004, S. 337.

43 Vgl. Jacquot, 2012, S. 1.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten

Details

Titel
Die Entwicklung des französischen Luxus in den Schwellenländern
Hochschule
Fachhochschule Münster
Veranstaltung
Marketing International
Note
1.3
Autor
Jahr
2013
Seiten
39
Katalognummer
V995950
ISBN (eBook)
9783346377715
ISBN (Buch)
9783346377722
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
sehr gute Arbeit, 1.3 sehr spannendes und aktuelles Thema
Schlagworte
luxury - Schwellenländer- BRIC-4P-Länderrisiko, Hermès-, Louis Vuitton Lacoste, Luxe à la française
Arbeit zitieren
Cécile Menant (Autor), 2013, Die Entwicklung des französischen Luxus in den Schwellenländern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/995950

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