In der heutigen Zeit kennt fast jeder die Situation, in der er und seine Kollegen um seinen Arbeitsplatz bangen müssen. Es kommt dann die Frage auf: „Was kann ich nun tun, um nicht in die Arbeitslosigkeit abzugleiten?“. Eine Möglichkeit ist die Selbstständigkeit. So wird die Gründung eines eigenen Unternehmens thematisiert und diskutiert. Für die potentiellen Firmengründer stellt sich die Fragen nach rechtlichen Vorschriften, Buchführung, Steuern und der Haftung. Im folgenden Text wird sich auf die wichtigste Fragen beschränkt: „Welche Rechtsform sollte beziehungsweise (bzw.) kann für den zu gründenden Betrieb gewählt werden?“. Die Rechtsformwahl ist ein sehr komplexer Vorgang. Dieser Text kann nur ein bei den ersten Überlegungen helfen, die letztendliche Endscheidung, inklusive der persönlichen Gewichtung der einzelnen Unternehmensmerkmale, verbleibt dann dem eigentlichen Gründer/n vorbehalten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Rechtsformwahl als wichtiges Entscheidungskriterium
1.2 Begriff der Rechtsform
1.2.1 Definition der Rechtsform
1.3. allgemeine Eingrenzung der Rechtsformen
2. Kriterien der Rechtsformwahl
2.1 allgemeines zur Rechtsformwahl
2.1.1 Definition der Nutzwertanalyse mit Bsp.
2.2 Kriterien der Rechtsformwahl
2.2.1 Rechtsgestaltung
2.2.2 Haftung
2.2.3 Leitungsbefugnis
2.2.4 Verhältnis von Gewinn und Risiko
2.2.5 Finanzierung
2.2.6 Steuerbelastung
2.2.7 Publizitätsverpflichtung
2.2.8 Arbeitnehmermitbestimmung
2.2.9 Rechtformenaufwand
2.3 Zusammenfassung
3. die unterschiedlichen Rechtsformen
3.1 allgemeine Erläuterung
3.2 Analyse der Rechtsformen u. Rechtsformenstruktur
3.2.1 allgemeine Struktur
3.2.2 Analyse der bedeutendsten Rechtsformen
3.2.2.1 Einzelunternehmen
3.2.2.2 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
3.2.2.3 Kommanditgesellschaft
3.2.2.4 offene Handelsgesellschaft (OHG)
3.2.2.5 Aktiengesellschaft (AG)
3.2.2.6 GmbH & Co KG
3.2.3 weitere Rechtsformen
3.2.3.1 allgemeine Erläuterung
3.2.3.2 öffentlich rechtliche Formen
3.2.3.2.1 ohne Rechtspersönlichkeit
3.2.3.2.2 mit Rechtspersönlichkeit
3.2.3.3 Personengesellschaften (übrige)
3.2.3.3.1 Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
3.2.3.3.2 stille Gesellschaft
3.2.3.4 Mischformen (übrige)
3.2.3.4.1 AG & Co KG
3.2.3.4.2 Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)
3.2.3.4.3 GmbH & Co KGaA
3.2.3.4.4 Doppelgesellschaft
4. Ergebnis
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Überblick über die wesentlichen Kriterien der Rechtsformwahl bei Unternehmensgründungen zu geben und methodisch zu unterstützen. Sie untersucht, wie gesetzliche Rahmenbedingungen und betriebswirtschaftliche Faktoren die Entscheidung zwischen verschiedenen Rechtsformen beeinflussen.
- Kriterien für die Wahl der Rechtsform (Haftung, Steuern, Finanzierung, Mitbestimmung).
- Einsatz der Nutzwertanalyse zur strukturierten Entscheidungsfindung.
- Analyse und Charakterisierung der bedeutendsten privatrechtlichen Rechtsformen.
- Überblick über spezialisierte öffentlich-rechtliche und Mischformen.
Auszug aus dem Buch
3.2.2.1 Einzelunternehmen
Leitung und Haftung: Bei einem Einzelunternehmen gibt es nur einen Eigentümer, der als Inhaber die Firma leitet und das alleinige Risiko der Unternehmung trägt. Der Inhaber haftet gegenüber seinen Gläubigern persönlich und unbeschränkt, dass heißt er haftet mit seinem gesamten Privat- und Geschäftsvermögen.
Verhältnis von Gewinn und Risiko: Dem Risiko der persönlichen unbeschränkten Haftung des Inhabers, stehen die Entscheidungsfreiheit und der gesamte mögliche Gewinn gegenüber.
Kapital: Die Höhe des Eigenkapitals ergibt sich aus dem persönlichen Vermögen. Sollte der Einzelunternehmer weiteres Kapital (z.B. für Investitionen wie neue Maschinen) benötigen, so muss er Fremdkapital (z.B. Bankkredit) beschaffen. Dazu muss man feststellen, dass in den achtziger und neunziger Jahren die Kreditbeschaffung für Einzelunternehmer weniger schwierig war, als in der heutigen Zeit. Die Banken haben zwar die Sicherheit der persönlichen Haftung, bewerten aber mittlerweile die Risiken der Marktschwankungen höher. Bei Kreditzusage verlangt die Bank daher ein Mitspracherecht und Bilanzvorlage vom Unternehmer
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Gründung eines Unternehmens als Antwort auf Arbeitslosigkeit und definiert die rechtlichen sowie betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Rechtsformwahl.
2. Kriterien der Rechtsformwahl: Dieses Kapitel erläutert wichtige Auswahlmerkmale wie Haftung, Steuerbelastung und Leitungsbefugnis und stellt die Nutzwertanalyse als Methode zur Entscheidungsbewertung vor.
3. die unterschiedlichen Rechtsformen: Dieser Hauptteil analysiert verschiedene Unternehmensformen, unterteilt in privatrechtliche Hauptformen, öffentlich-rechtliche Sonderformen sowie diverse Mischformen.
4. Ergebnis: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wahl einer Rechtsform ein komplexer, individuell abzuwägender Prozess ist, bei dem kein universelles Ideal existiert.
Schlüsselwörter
Rechtsformwahl, Unternehmensgründung, Nutzwertanalyse, Haftung, Eigenkapital, Fremdkapital, GmbH, Aktiengesellschaft, Einzelunternehmen, Personengesellschaft, Steuerbelastung, Leitungsbefugnis, Publizitätsgesetz, Betriebsverfassungsgesetz, Unternehmensformen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Kriterien und Entscheidungsprozessen, die bei der Wahl der geeigneten Rechtsform für eine Unternehmensgründung im Bereich der öffentlichen Verwaltungswirtschaft relevant sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Gestaltung, Haftungsfragen, Finanzierungsmöglichkeiten, steuerlichen Aspekten sowie den Mitbestimmungsrechten von Arbeitnehmern in verschiedenen Rechtsformen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Gründern eine methodische Hilfestellung zu geben, um unter Berücksichtigung individueller Gewichtungen eine fundierte Entscheidung für die optimalste Rechtsform zu treffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Entscheidungshilfe verwendet?
Die Arbeit nutzt die Nutzwertanalyse (NWA), um nicht-monetäre Zielkriterien für verschiedene Rechtsformen subjektiv zu gewichten und in einen vergleichbaren Nutzwert zu überführen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die wichtigsten privatrechtlichen Rechtsformen (wie Einzelunternehmen, GmbH, AG, OHG) als auch spezifische öffentlich-rechtliche und gemischte Organisationsformen detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Rechtsformwahl, Nutzwertanalyse, Haftung, Eigenkapital, Unternehmensformen und unternehmerisches Risiko.
Warum ist laut der Arbeit eine Fachberatung bei der Rechtsformwahl unerlässlich?
Da steuerliche Gesetze und rechtliche Rahmenbedingungen hochkomplex sind und sich zudem regelmäßig ändern können, wird die Einbeziehung von Steuerberatern oder Juristen empfohlen, um Fehlentscheidungen zu vermeiden.
Was unterscheidet das Einzelunternehmen in Bezug auf die Haftung von einer GmbH?
Beim Einzelunternehmen haftet der Inhaber persönlich und unbeschränkt mit seinem gesamten Privat- und Geschäftsvermögen, während die Haftung bei einer GmbH auf das Gesellschaftsvermögen begrenzt ist.
- Quote paper
- Diplom Verwaltungswirt (FH) Lars Hecht (Author), 2003, Die richtige Rechtsformwahl für einen zu gründenden Betrieb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9964