Parasoziale Interaktion


Seminararbeit, 2000

20 Seiten, Note: 1,3


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Inhalt

1. Vorwort

2. Der Begriff der parasozialen Interaktion (PSI)
2.1. „Parasozial“
2.2. „Interaktion“

3. Stand der Wissenschaft zu parasozialer Interaktion
3.1. Merkmale der parasozialen Interaktion nach Horton und Wohl
3.1.1 Die Thesen Horton und Wohls im Blickwinkel des symbolischen
Interaktionismus
3.1.1.1 Parasoziale Interaktion vs. interpersonale Interaktion im
symbolischen Interaktionismus
3.2 Motivation zu parasozialer Interaktion
3.2.1 Parasoziale Interaktion im Blickwinkel des Uses-and-
Gratifications-Approachs
3.3 Parasoziale Interaktion als Grundlage für den Aufbau parasozialer
Beziehungen
3.4 Zur Qualität der Beziehungen zu Medienakteuren
3.4.1. Bewertung in unterschiedlichen Subgruppen
3.4.1.1. Bildung
3.4.1.2. Vielseher und Wenigseher
3.4.1.3. Geselligkeit und Einsamkeit

4. Parasoziale Interaktion innerhalb der neuen Medien

5. Missverständnisse und Vorurteile

6. Schlussbemerkung

7. Literaturnachweis

1. Vorwort

Andreas Türck begrüßt mich freudig zu seiner Talkshow und bedankt sich dafür, dass ich mal wieder eingeschaltet habe. Bitte bitte, gern geschehen.

Zwei Sätze, wie sie jeden Tag von jedem Menschen ausgesprochen oder niedergeschrieben werden könnten. Zwei Sätze, die Beispiel sind für ein komplexes Konzept, welches 1956 zum ersten mal in der wissenschaftlichen Literatur auftauchte:

Die parasoziale Interaktion.

In der folgenden Hausarbeit werde ich mich näher mit diesem komplexen Verhältnis zwischen Rezipient und Medienakteur beschäftigen. Anhand einer genaueren Auseinandersetzung mit der Begrifflichkeit, dem Stand der Wissenschaft zu dieser Form von Interaktion und auch mit Verweis auf die Weiterentwicklung des Konzepts von 1956 auf die neuen Medien, möchte ich ein genaueres Bild dieses Prozesses der Medienrezeption geben.

2. Der Begriff der parasozialen Interaktion

2.1. Parasozial

Die Bedeutung des Begriffs parasozial möchte ich anhand der näheren Erläuterung des Präfixes „para-“ deutlich machen.

Nach Angaben des Nachschlagewerks Meyers Lexikon stammt die Vorsilbe aus dem Griechischen und bedeutet „bei, neben”, “über, hinaus” oder auch “gegen, abweichend“1.

Präziser ist die Definition des englischsprachigen Nachschlagewerks infoplease: „para-: a prefix appearing in loanwords from Greek, most often attached to verbs and verbal derivatives, with the meanings “at or to one side of, beside, side by side” (parabola; paragraph; parallel; paralysis), “beyond, past, by” (paradox; paragogue); by extension from these senses, this prefix came to designate objects or activities auxiliary to or derivative of that denoted by the base word (parody; paronomasia), and hence abnormal or defective (paranoia), (…) As an English prefix, “para-“ may have any of these senses.(…)”2 Der von den englischsprachigen Wissenschaftlern Horton und Wohl zum ersten Mal bezüglich einer Interaktion verwendete Begriff parasocial weist somit eine vielschichtige Bedeutung auf. Einerseits kann er, im Zusammenhang mit dem Begriff Interaktion, im Sinne eines Parallelverhaltens gegenüber interpersonalen Face-to-Face Situationen betrachtet werden, andererseits, im paradoxen Verhältnis dazu, als von der Face-to-Face Situation völlig abweichend. Der Impuls, der zu der Entstehung des Begriffs parasoziale Interaktion geführt habe, sei nach Angaben des Medienwissenschaftlers Hans Wulff eben diese Zweideutigkeit, die das Präfix impliziert. Man spreche deshalb von parasozialer Interaktion, da „das, was zwischen abgebildeten Personen und uns geschieht, dem ähnelt, was sich im täglichen Leben zwischen uns und realen Personen ereignet, und sich zugleich fundamental von jenem unterscheidet, bedingt durch die Medialität des Geschehens ebenso wie durch den kommunikativen Rahmen, der es umgreift.“3

2.2 Interaktion

Der Begriff Interaktion ist ein in der sozialwissenschaftlichen Literatur häufig zu findender Begriff. Meist hängt er eng mit dem Begriff Kommunikation zusammen, weshalb ich im folgenden Kapitel beide Begriffe als auch ihr Verhältnis zueinander näher betrachten möchte.

In seiner formalen Bedeutung weist der Terminus Interaktion auf Prozesse der „Wechselbeziehung bzw. Wechselwirkung zwischen zwei oder mehreren Größen“ 4 hin, also auf die „wechselseitige Beeinflussung von Individuen oder Gruppen“5. Soziale Interaktion kann also als ein wechselseitiges Geschehen zwischen Lebewesen betrachtet werden, welches auf Kontaktaufnahme, Aktion und Reaktion beruht.6

Bei dem Terminus Kommunikation liegt der Bedeutungsschwerpunkt eher auf dem Vorgang der Verständigung, als auf dem Vorgang des sozialen Handelns im Allgemeinen, den die soziale Interaktion impliziert. Die beiden Begriffe sind nach Ansicht des Kommunikationswissenschaftlers Schenk auf komplexe Weise miteinander verschränkt: „Während Kommunikation allgemeine Voraussetzungen für soziales Handeln, für die wechselseitige Beeinflussung und reziproke Verhaltensorientierung von Individuen ist, werden durch die Interaktion die Formen und der Ablauf kommunikativer Handlungen angezeigt, d.h. Kommunikation und Interaktion bedingen sich gegenseitig.“7

Häufig zu finden ist in der Wissenschaft auch die Ansicht, dass beim begrifflichen Verhältnis von Interaktion und Kommunikation von einer Über- und Unterordnung ausgegangen werden kann. Der übergeordnete Begriff sei in diesem Fall Interaktion, der untergeordnete Kommunikation. Kommunikation sei also „als eine spezifische Form der sozialen Interaktion zu verstehen.“8 Interaktion könne somit „als Synonym für soziales Handeln und Kommunikation als Interaktion mittels Symbolen definiert“ werden9.

Nach Ansicht des Kommunikationswissenschaftlers Gerhard Maletzke sei es allerdings im konkreten Fall kaum möglich, zwischen Kommunikation und Interaktion klar zu unterscheiden.10 Nach Angaben des Wissenschaftlers Graumann, der dem Gebrauch beider Termini nachforschte , sei festzuhalten, „daß für die Zwecke der empirischen Forschung (...) zwischen menschlicher Interaktion und Kommunikation kein Unterschied mehr gemacht wird.“11

3. Stand der Wissenschaft zu parasozialer Interaktion

3.1. Merkmale der parasozialen Interaktion nach Horton und Wohl

Die amerikanischen Wissenschaftler Horton und Wohl untersuchten in den 50er Jahren den Umgang des Rezipienten mit den sich rasch verbreitenden Medien Radio und Fernsehen. Wichtig war ihnen dabei vor allem die Frage, welche psychischen Prozesse bei der Rezeption ablaufen. 1956 veröffentlichten sie ihren Aufsatz „Mass communication and parasocial interaction: Observation on intimacy at a distance“12, in welchem Horton und Wohl den Prozess der Fernsehrezeption als aktive Handlung des Zuschauers im Sinne einer Interaktion mit den Fernsehakteuren schilderten. Der Zuschauer verhalte sich gegenüber den Personen auf dem Bildschirm nicht nur distanziert beobachtend, sondern reagiere auf sie im Sinne einer parasozialen Interaktion. „The simulacrum of conversational give and take may be called para- social interaction“13

Horton und Wohl gehen in ihren Ausführungen von der Hypothese aus, dass das Fernsehen dem Zuschauer die Illusion eines Face-to-Face-Kontakts zu Fernsehpersonen vermittle. Auf diese Weise werde dem Rezipienten die Möglichkeit geboten, so zu reagieren, als ob er mit den Medienakteuren in einer direkten personalen Interaktion stünde, er wird in die auf dem Bildschirm ablaufenden Handlungsabläufe und Beziehungsgefüge miteingebunden. Parasoziale Interaktion wird von Horton und Wohl bezüglich der Zuschauer als soziales Handeln gegenüber Fernsehakteuren dargestellt, welches mit sozialem Handeln in realen interpersonalen Interaktionssituationen vergleichbar sei. Man dürfe parasoziale Interaktion nicht als ein krankhaftes Phänomen betrachten, sondern als alltäglichen Teil des Lebens der Rezipienten. Der Zuschauer erhalte sich Eigenständigkeit, Identität und ein hohes Maß an Handlungsfreiheit, so dass parasoziale Interaktion von Identifikationsprozessen abgegrenzt werden könne14.

3.1.1. Die Thesen Horton und Wohls im Blickwinkel des symbolischen Interaktionismus

Der symbolische Interaktionismus basiert auf der Annahme, dass der Mensch nicht nur in einer natürlichen, sondern auch in einer symbolischen Umwelt lebt. Er wird dabei als ein Wesen betrachtet, welches den Dingen innerhalb seiner Umgebung Bedeutungen beimisst. Der Mensch handele gegenüber Gegenständen, Ereignissen, Personen und Zuständen in seiner Umwelt auf eben dieser Grundlage von Bedeutungen, die aus verschiedenen zwischenmenschlichen sozialen Interaktionen abgeleitet würden. Setzte sich der Mensch nun mit den einzelnen Dingen in seiner Umwelt auseinander, würden innerhalb eines interpretativen Prozesses diese Bedeutungen benutzt oder auch wieder verändert. 15

Betrachtet man nun den Prozess der Kommunikation im Sinne des symbolischen Interaktionismus, so wird deutlich, dass innerhalb der zwischenmenschlichen Verständigung verschiedene verbale und nonverbale Symbole wechselseitig dem jeweiligen Gegenüber Bedeutungen ins Bewusstsein rufen. Dabei sollten diese Symbole aufeinander abgestimmt werden, die Kommunikationspartner müssen sich aneinander orientieren. Innerhalb dieses „Aneinander-Abstimmens“ der symbolisch vermittelten Bedeutungen, sei eine Art wechselseitige Rollenübernahme der Kommunikationspartner festzustellen, d.h. die vermeintliche Haltung des einen Kommunikationspartners wird kurzfristig vom anderen übernommen. Kommunikation impliziere also, „daß der einzelne Kommunikator sich vorstellt - in sich selbst als Reaktion hervorruft -, wie der Empfänger seine Kommunikation aufnimmt“16. Diese wechselseitigen Interpretationsleistungen sind jedoch nur möglich, wenn sog. signifikante Symbole (Zeichen, die eine beiden Kommunikationspartnern gemeinsame Erfahrungsgrundlage besitzen) verwendet werden - eine Verständigung als Ergebnis dieses kommunikativen Prozesses wäre sonst nicht möglich. Ob nun die Verständigung zwischen zwei Kommunikationspartnern funktioniert oder überhaupt Zustande kommt, hängt also wesentlich von der Interpretation der Symbole ab. 17

Auch innerhalb des Kommunikationsprozesses zwischen Massenmedien und Rezipient bedarf es, zwecks einer Verständigung, wechselseitig identischer Bedeutungszuweisungen. Auch hier sind die dem Medium und seinen Inhalten zugeteilten Bedeutungen an subjektive Interpretationsleistungen gebunden und unterliegen, so wie andere Umweltobjekte auch, ständigen Veränderungen. Dieses Kommunikationsverständnis des symbolischen Interaktionismus ermöglicht eine präzise Sichtweise der von Horton und Wohl als parasoziale Interaktion bezeichneten Medienkommunikation. Der Rezipient lässt sich auf eine Einbindung in kommunikatives Geschehen ein und konstruiert für sich aktiv das Geschehen auf dem Bildschirm. Die Kommunikation stellt einen konstruktiven und interpretativen Prozess dar, aus dem sich Situation und Identität der Beteiligten bestimmen. Horton und Wohl stellen also ein symbolisch-interaktionistisches Verhältnis von medienbezogener Kommunikation aus Sicht der Rezipienten dar. 18

3.1.1.1 Parasoziale Interaktion vs. interpersonale Interaktion im symbolischen Interaktionismus

Natürlich können die symbolisch-interaktionistischen Vorgänge während der interpersonalen Kommunikation nicht mit denen während der Medienkommunikation gleichgesetzt werden. Es wäre eine Illusion, wie Horton und Wohl betonen, wenn jemand medienbezogene und interpersonale Kommunikation als identisch betrachten würde. Den zentralen Unterschied zwischen den beiden Kommunikationsformen sehen Horton und Wohl „in the lack of effective reciprocity (...). The interaction, characteristically, is one-sided, nondialectical, controlled by the performer, and not susceptible of mutal development“19 Mediale Interaktion sei also im Unterschied zu interpersonaler Kommunikation einseitig, weswegen sie unter anderem ja auch nicht als sozial, sondern als parasozial bezeichnet werde. Aus Sicht der Medienperson existiere lediglich eine Übernahme der vermuteten Nutzerperspektive. Der Rezipient muss allerdings die gleiche Perspektivübernahme und den gleichen imaginären Rollentausch leisten, wie innerhalb der interpersonalen Kommunikation, wenn er das kommunikative Angebot verstehen will. Dennoch seien, wie der Medienwissenschaftler Friedrich Krotz erklärt, interpersonale als auch mediale Kommunikation miteinander verwandt. Dies begründet er mit einem Verweis auf das Phänomen, dass Medienkommunikation nur basierend auf die kommunikativen Vorerfahrungen der Individuen entstehen könne. Erst aus diesen aus der interpersonellen Kommunikation gezogenen Erfahrungen sei ein kommunikativ gerichtetes Interesse der Rezipienten möglich. 20

3.2 Motivation zu Parasozialer Interaktion

Unter Bezugnahme auf den Symbolischen Interaktionismus gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass die Massenmedien und deren Inhalte keine Bedeutung „an sich“ hätten, sondern ihren Stellenwert in unserem Alltag erst aus ihrem Nutzen für den Rezipienten erhalten. Im folgenden Kapitel möchte ich auf eben diesen Nutzen näher eingehen, indem ich die parasoziale Interaktion in den Blickwinkel des Uses-and-Gratifikations-Approach stelle.

3.2.1.Parasoziale Interaktion im Blickwinkel des Uses-and- Gratifications-Approachs

Der „Uses-and-Gratifications Approach“ geht von der Annahme aus, dass die Rezeption massenmedial vermittelter Inhalte vor allem aus dem Grund erfolgt, weil sich die Rezipienten hiervon eine Art Belohnung, die sogenannte Gratifikation erwarten. Basis dieser Überlegung ist die Annahme, dass es sich bei den Rezipienten der massenmedialen Inhalte um ein „aktives Publikum“ handelt, welches innerhalb des Massenkommunikationsprozesses als ein aktiver Teil verstanden werden muss. Ausgezeichnet ist die Nutzung der Medien bei einem solchen Publikum durch aktive und vor allem zielorientierte Beweggründe. Eindeutig erkennbar ist die Konzeption vom „aktiven Publikum“, wenn man das frühere „Stimulus-Response-Modell“ betrachtet. In das ursprüngliche Modell wurde eine sogenannte „O-Komponente“, der Organismus, eingesetzt, der innerhalb des „Uses- and-Gratification-Ansatzes“ selbst zum zentralen Betrachtungspunkt innerhalb der Publikumsforschung wurde. 21

Die Gratifikationen, die innerhalb einer parasozialen Interaktion erwartet werden können, seien, nach Ansicht des Medienwissenschaftlers Krotz, vor allem auf emotionale Beweggründe zurückzuführen. „Das individuelle Bewußtsein wird durch Emotionen organisiert, und ohne emotionale Qualifizierung ist das Meiste von unseren Meinungen und unserem Wissen psychisch irrelevant“22. Der Rezipient setzte sich selbst und seine Umgebung durch den Prozess des Fühlens miteinander in Beziehung; auch die Auseinandersetzung mit Medieninhalten und deren Darstellung sei ein subjektiv emotionaler Vorgang. Die individuellen Gratifikationen seien also mitunter von dem emotionalen Erleben der Situation abhängig.

Eine entscheidende Funktion innerhalb dieses emotionalen Erlebens haben nach Ansicht des Wissenschaftlers Westerbarkey die Medienakteure. Andere Menschen ermöglichen dem Rezipienten „lustvolle Erfahrungen“23, wie Westerbarkey es nennt. Gemeint sind mit diesem Begriff angenehme Gefühle und Vergnügen. Soziale Kontakte würden deshalb aufgebaut, um diese „Lusterfahrungen“ zu erreichen. Fernsehpersonen seien hierfür besonders gut geeignet, da sie in dieser Hinsicht relevante Eigenschaften und Fähigkeiten, wie gutes Aussehen, Freundlichkeit und Kompetenz, häufig in idealer Weise verkörpern.

Die Suche nach Gratifikationen im Sinne von „Lusterfüllungen“ weite sich, so Westerbarkey, sogar auf Informationssendungen aus, d.h. dass die emotionale Bindung zu den Information vermittelnden Fernsehakteuren häufig sogar wichtiger ist, als die Information selbst. „Weil Lust- und Beziehungsinteressen dominieren, wird rationale Orientierung zur Sekundärfunktion“24. Dies würde bedeuten, dass auch die Gratifikationen, die aus einem informationsorientierten Motiv des Fernsehzuschauers gewonnen werden, damit zusammenhängen, ob von einer angenehmen Rezeptionssituation ausgegangen werden kann, ob also positive Erfahrungen im Sinne von „Lustgewinn“ vermittelt werden.

Ein weiterer naheliegender Gedanke ist, dass parasoziale Interaktion auch Gratifikationen im Sinne von Einsamkeitsbewältigung ermöglicht. Diese Überlegung sei, so der Medienwissenschaftler Uli Gleich, durchaus korrekt, allerdings dürfe man nicht der Annahme verfallen, dass Gratifikationen nur in Form des Ausgleichs defizitärer Sozialbeziehungen auftreten. Dies sei, so der Wissenschaftler, als eine Verkürzung des Konzepts der parasozialen Interaktion zu betrachten. Gratifikationen würden im Sinne von „Lustgewinn“ von allen interagierenden Rezipienten, gleichgültig ihrer realen Sozialbeziehungen, aus den Interaktionen mit Medienakteuren gezogen.25

3.3. Parasoziale Interaktion als Grundlage für den Aufbau parasozialer Beziehungen

Parasoziale Interaktionen mit Medienakteuren sind häufig nicht nur einmaliger Natur, sondern können sich durchaus häufen. Je nachdem als wie positiv, also belohnend im Sinne von „lusterfüllend“, das Interaktionsverhältnis empfunden wurde, kann die Interaktion des Rezipienten mit Medienpersonen wiederholt werden. Eine solche Kette von Interaktionen kann sich im weiteren Verlauf zu sozialen, in diesem Fall parasozialen Beziehungen, herausbilden, die „gewonnen werden aus der unmittelbaren Beobachtung des anderen, Interpretationen der äußeren Erscheinung, von Stimme und Gesten und typischen Verhaltensweisen“26.

Solche parasoziale Beziehungen sind dynamischen Veränderungsprozessen unterlegen. Nach dem ersten Kontakt zwischen Rezipient und Medienakteur finden fortlaufend weitere parasoziale Prozesse statt, deren Resultat eine jeweils aktuelle parasoziale Beziehungskonstellation ist. Sie haben ebenso wie reale soziale Beziehungen einen Anfang, einen Verlauf und mit der Zeit wahrscheinlich auch ein Ende. Bereits in den Ausführungen von Horton und Strauss von 1957 wird der Zusammenhang zwischen parasozialen Interaktionen und längerfristigen Beziehungen von Zuschauern mit Medienakteuren angesprochen: „Over the course of time, direct and indirect interplay between performers and audience binds them together in a common institution (...) with its own well-understood values and norms

of reciprocal behavior derived from the common social matrix, its own history and course of mutual development. (…)The relationship built up, and the understanding that sustains them, seem no different in kind from those characteristics of normal social life; and the symbolic processes mediating them are likewise the same”.27 Horton und Wohl beschrieben die Fernsehperson als positiven Sozialpartner, der Werte von Freundschaft und Intimität repräsentiere und gingen in ihren Aussagen sogar so weit, dass die Rezipienten “know such a persona in somewhat the way they know their chosen friends”28.

3.4. Zur Qualität der Beziehungen zu Medienakteuren

„Wenn Fernsehpersonen tatsächlich zu „Freunden“ des Zuschauers werden, dann müsste die Qualität einer solchen Beziehung der Qualität von realen Freundschaften entsprechen“, formulierte Uli Gleich hinsichtlich der Annahme eines freundschaftlichen Verhältnisses zwischen Rezipient und Medienakteur. Basierend auf der Annahme, dass der Zuschauer die Fernsehpersonen folglich als ähnlich „belohnend“ empfinden müsse wie wirkliche Freunde, untersuchte er innerhalb einer empirischen Studie die Bedeutung von parasozialen Beziehungen vor dem Hintergrund realer sozialer Beziehungen der Rezipienten.

424 Erwachsene im Alter von 14-74 Jahren (27,6% der Befragten waren männlich, 71,9% weiblich) wurden zu ihren beziehungsrelevanten Einstellungen gegenüber Fernsehpersonen einerseits und realen Interaktionspartnern andererseits befragt. Unter anderem sollte dabei herausgestellt werden, wie die Rezipienten die Qualität der Beziehung zum Medienakteur wahrnehmen, wie diese Beziehungsqualität im Vergleich zu der mit realen Interaktionspartnern eingeschätzt wird und ob sich Unterschiede in Abhängigkeit von den soziodemographischen Merkmalen der Rezipienten erkennen lassen.

Die Befragung zielte im wesentlichen auf die Bewertung der Qualität der folgenden Werte innerhalb einer Beziehung ab:

- Vertrauen - Intellektuelle Anregung

- Leidenschaft - Charakter

- Nähe/Kontakt - Soziabilität

- Ideal

Mit Hilfe dieser Befragung kam Gleich zu den folgenden Ergebnissen:

Bezüglich des besten Freundes fielen die Bewertungen in nahezu allen Bereichen sehr hoch aus. Lediglich die Dimension „Leidenschaft“ wies einen niedrigeren Stellenwert innerhalb einer realen Freundschaft auf.

Die Bewertungen der Qualität der einzelnen Dimensionen hinsichtlich eines guten Nachbarn fielen deutlich niedriger aus, ähnliche Werte ließen sich für die Qualitätsbeurteilung bezüglich eines Medienakteurs feststellen. Es konnten also in nahezu allen Bereichen kaum Unterschiede in der Qualitätsbeurteilung der einzelnen Dimensionen bezüglich des Nachbarn und des Medienakteurs festgestellt werden.

Gleich kommt, basierend auf diesen Ergebnissen, zu dem Schluss, dass die häufig zu findende Aussage, TV-Personen seien so etwas wie die Freunde der Zuschauer, nach den vorliegenden Ergebnissen relativiert werden müsse. „Vielmehr entspricht die Beziehung zu beliebten Fernsehpersonen eher einer Beziehung, wie man sie offensichtlich zu guten Nachbarn unterhält“29.

3.4.1. Bewertung in unterschiedlichen Subgruppen

In einem weiteren Schritt wurde untersucht, wie sich das Verhältnis zwischen „Beziehungen-zu-TV-Personen“ und „Beziehungen-zu-realen-Interaktionspartnern“ in unterschiedlichen Subgruppen der Befragten darstellt.

3.4.1.1. Bildung

Die Wahrnehmung der Beziehungsqualität zur Objektperson Freund bzw. zur Objektperson Medienakteur unterscheidet sich zwischen den beiden Subgruppen höher und niedriger Gebildeter signifikant. Personen mit höherer Bildung bewerteten die Beziehungsqualität im Hinblick auf den Freund wesentlich höher als Personen mit niedriger Bildung. Die Beziehungsqualität wurde hingegen bezüglich des Medienakteurs von höher Gebildeten niedriger eingeschätzt als von niedriger Gebildeten.

Insgesamt ließ sich feststellen, dass Personen mit niedrigerer Bildung die Beziehungsqualität zu Freunden und zu TV-Personen insgesamt ähnlicher beurteilten als Personen mit höherer Bildung. Allerdings wurden in beiden Subgruppen Freunde und TV-Personen nicht gleichgesetzt.

3.4.1.2. Wenigseher und Vielseher

Zu diesem Ergebnis kam Gleich auch bei den Subgruppen der Wenig- und Vielseher. Erstere beurteilen die Qualität ihrer Beziehung zu Freunden besser als letztere, während die Qualität der Beziehung zu TV-Personen niedriger bewertet wurde als durch die Vielseher, bei denen nicht so große Unterschiede zwischen Medienakteuren und Freunden gemacht wurden.

Die strukturelle Ähnlichkeit der Ergebnisse zwischen den Subgruppen Wenig-/ Vielseher und höher/niedriger Gebildeten lässt sich, so vermutet Gleich, „auf den Zusammenhang beider Merkmale zurückführen. Personen mit höherer Bildung sehen gleichzeitig weniger fern als Personen mit niedriger Bildung“30.

3.4.1.3. Geselligkeit und Einsamkeit

Freundschaftsbeziehungen wurden von der Subgruppe der geselligen Personen qualitativ höher bewertet als von nicht geselligen Personen. Die Beurteilung der Beziehung zu Medienakteuren fiel in beiden Gruppen gleich niedrig aus.

Bezüglich der Subgruppen einsam/nicht einsam wurde festgestellt, dass erstere die Qualität der Beziehung zur TV-Person höher einschätzen, als letztere. Freundschaftsbeziehungen wurden gleich hoch bewertet.

Bei den Subgruppen nicht-Gesellige und Einsame, lässt sich folglich die Gemeinsamkeit feststellen, dass die Beziehung zu Freunden und Medienakteuren ähnlicher bewertet wurde als bei den Subgruppen Gesellige und nicht-einsame Personen. Allerdings geschieht dies auf unterschiedlichem Niveau, was nach Ansicht Gleichs darauf zurückzuführen ist, dass einsame Menschen ihre Vorstellung von Medienakteuren ihrem Konzept von Freundschaft annähern, während weniger gesellige Menschen eine niedrigere Einschätzung von Freunden haben, und diese wiederum dem Medienakteur annähern.

4.Parasoziale Interaktion innerhalb der neuen Medien

Die neuen, computervermittelten Medien bieten eine zusätzliche Dimension von Kommunikation und damit auch eine neue Dimension der parasozialen Interaktion an. Im Hinblick auf die durch die neuen Medien zur Verfügung gestellten Interaktionsmöglichkeiten, haben sich auch neue Interaktionsformen entwickelt bzw. haben sich bestehende Interaktionsformen ausdifferenziert. 31

So vermutet Friedrich Krotz, dass sich langfristig das Vokabular der Sprache erweitert, in der man sich ausdrückt. Absehbar sei auch, dass man in der Interaktion mit anderen über das Netz nicht mehr nur in schriftlichen oder verbalen Codes kommuniziert, sondern dass der Computer die eigenen Eingaben in Bild und Ton umsetzt und in dieser Form oder damit begleitet weitergibt. So seien ja heute schon als Bilder präsentierte Mitteilungen keineswegs nur Fotografien oder Aufzeichnungen real existierender Gegebenheiten. Hinzu kommt, dass der Internet-Surfer zunehmend mit medialen Gegenübern kommuniziert, die keine echten Personen sind. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn man ein interaktives Computerprogramm oder einen intelligenten Anrufbeantworter als Gegenüber hat.

Noch paradoxer wird die Interaktionssituation, wenn man eine weitere Besonderheit des sogenannten elektronisch mediatisierten Kommunikationsraums 32 betrachtet. Der jeweilige Nutzer hat heutzutage die Möglichkeit, nicht nur vor dem Bildschirm zu sitzen, sondern darin selbst als Figur zu erscheinen. Beispiele für solche Vorgänge gibt es zu Hauf: Man kann in Online-Diensten eine Selbstbeschreibung eingeben, es gibt Steuerungssoftware und Bedienungsoberflächen von Computern, in der man etwa mit einem eingescannten Foto als Person auf dem Bildschirm erscheint, die man dann auf dem Computer ausgestalten kann. Bei dieser Figur, die auf dem Bildschirm das Ich des Nutzers repräsentiert, kann von einer Projektion der Persönlichkeit des Nutzers in den elektronisch mediatisierten Kommunikationsraum ausgegangen werden, die seiner eigenen Kontrolle unterliegt. Es ist eine Art Rolle, über die das Individuum im Kommunikationsraum interagiert. Dabei kann auch eine völlig von der Realität divergierende Identität angegeben werden, beispielsweise hinsichtlich der Rasse, des Geschlechts oder des Alters - alles Angaben, die die Interaktion massiv beeinflussen können.

Diese neuen Möglichkeiten können das Selbstbild und die Erlebnisse der beteiligten Nutzer wesentlich beeinflussen, vor allem auf Basis der Annahme, dass die Kommunikation im elektronisch mediatisierten Interaktionsraum für die Konstruktion von Identität relevant ist. Die neuen Medien ermöglichen eine Ausdehnung der Menschen, ihres Handlungsspielraums und ihrer Rollen, damit ihres Selbst und ihrer Identität in den elektronisch mediatisierten Kommunikationsraum, die nicht ohne Auswirkung auf die Verhältnisse vor dem Bildschirm bleiben wird. An diesen Entwicklungen ist vieles noch nicht erforscht: Wie und unter welchen Bedingungen kommunizieren zwei solcher Projektionen im Netz und welche Besonderheiten des kommunikativen Austauschs entsehen dabei? Welche Form der Kommunikation ist diese Interaktion mit „intelligenten Medien“? Unter welchen Bedingungen findet sie statt? Wodurch unterscheidet sie sich von interpersonaler Kommunikation? Und wie wird die kommunikativ konstruierte Identität des Benutzers beeinflusst, wenn solche Interaktionen häufiger und bedeutsamer werden?33

Horton und Wohl haben eine Basis geschaffen, auf der die Kommunikationswissenschaft sich mit ihrem veränderten Gegenstandsfeld auseinandersetzen kann und sollte, um solche Fragen in Zukunft beantworten zu können.

5. Missverständnisse und Vorurteile

Im folgenden Kapitel möchte ich näher auf die verschiedenen Missverständnisse und Vorurteile eingehen, die dem Konzept der parasozialen Interaktion seit seiner erstmaligen Nennung im Aufsatz Horton und Wohls entgegengebracht wurden. Ein weit verbreitetes Missverständnis entstand aus der Tatsache, dass Horton und Wohl in ihrem Aufsatz nicht nur parasoziale Interaktion und parasoziale Beziehungen, sondern auch extreme parasoziale Beziehungen behandeln. Aus diesem Grund hafte parasozialen Beziehungen häufig ein defizitärer Charakter an, der dadurch noch unterstützt wird, dass sich bei Untersuchungen oft ergibt, dass die Existenz solcher Beziehungen vor allem bei Rezipienten mit niedriger Selbsteinschätzung oder niedrigem Bildungsniveau nachweisbar sei.34

Friedrich Krotz geht von der Annahme aus, dass dieser defizitäre Charakter bis in unsere Zeit aufrecht erhalten werden konnte, weil Vorbehalte gegenüber dem Medium Fernsehen oder den neuen Medien existieren. „Es ist der Tatsache geschuldet, dass dem Fernsehen in der Art, zu der es sich in der heutigen Gesellschaft entwickelt hat, ein spezifischer Platz zukommt. (...) Im Falle extremer parasozialer Beziehungen (...) werden die Medien und ihre Verführungskraft angeklagt, der einzelne wird als ihr Opfer angesehen, und seine Lebensumstände, seine Wirklichkeit, die die Basis seines Medienumgangs ist, brauchen dann nicht oder kaum noch thematisiert zu werden.“35 Zwar sei die Annahme plausibel, dass das Zustandekommen auch extremer parasozialer Beziehungen durch ein hoch personalisiertes Fernsehangebot gefördert wird. Aber die Ausbildung extremer parasozialer Beziehungen könne ebenso wie in der interpersonalen Interaktion nur dann voranschreiten, wenn entsprechende gesellschaftliche Lebensumstände

vorlägen, die nichts mit den Medien als solches zu tun haben. Solche Beziehungen könnten auch beim Lesen oder während eines Theaterbesuchs entstehen. Bei diesen Medien, sei der Begriff parasozial aber leider ungebräuchlich, niemand würde sagen, ein Wissenschaftler habe eine parasoziale Beziehung zu Kant - trotzdem handele es sich auch hier tatsächlich um parasoziale Interaktionen, nur dass ihnen kein defizitärer Charakter anhängt. 36

Auch seien viele dem Vorurteil verfallen, parasoziale Beziehungen müssten in jedem Fall zu extremen parasozialen Beziehungen führen. Dies sei ebenso wenig der Fall, wie dass interpersonale Beziehungen zu extremen interpersonalen Beziehungen führen müssten. Im sozialen wie im parasozialen Fall sei zu vermuten, dass sich extreme Überhöhungen und Ungleichgewichte vor allem aus spezifischen biographischen und sozialen Lagen unter spezifischen gesellschaftlichen Bedingungen ergäben. Erwähnenswert sei in diesem Zusammenhang, dass extreme parasoziale und extreme interpersonale Beziehungen anscheinend unterschiedlich bewertet würden. Auch diese Tatsache begründet Krotz durch das schon zuvor erwähnte Misstrauen, das den Medien entgegengebracht würde. „Wenn nämlich interpersonale, also soziale Beziehungen ins Extreme umschlagen, so wird dies [nur] den beteiligten Personen und ihren Lebensumständen angelastet“37.

Ein weiteres Missverständnis sei die Annahme, parasoziale Beziehungen würden auf Kosten realer sozialer Beziehungen aufgebaut. Es sei keineswegs bewiesen, dass interpersonale Beziehungen durch die Existenz der parasozialen Interaktion geschmälert würden. Sollte eine solche Schmälerung der Fall sein, sei dies durch außermediale und von den Medien nicht vorrangig abhängige gesellschaftliche Veränderungen zu begründen, wobei Krotz als Beispiele auf Individualisierungs- und Enttraditionalisierungsprozesse verweist.38

6. Schlussbemerkung

Parasoziale Interaktion - ein Konzept, welches im Jahre 2000 noch ebenso relevant ist, wie während der Aufschwungzeit des Fernsehens in den 50er Jahren.

Das Konzept Horton und Wohls lässt sich, wie die Ausführungen im Kapitel „ Parasoziale Interaktion innerhalb der neuen Medien “ zeigen, auf die neuen technischen Errungenschaften unserer Zeit ausweiten. Allerdings muss die Wissenschaft sich den neuen Möglichkeiten und Entwicklungen, die die neuen Medien mit sich bringen, stellen, wozu aktuelle empirische Forschungen zum sich verändernden Gegenstandsfeld von größter Wichtigkeit sind. Betrachtet man aber den bisherigen Stand der Forschung, so lässt sich feststellen, dass parasoziale Interaktion selbst hinsichtlich des „alten“ Medium Fernsehens noch nicht genügend untersucht wurde. Qualitative Untersuchungen wurden erst vor wenigen Jahren39 von Uli Gleich veröffentlicht, weitere Untersuchungen wären notwendig um ein umfassendes Bild der parasozialen Interaktion bezüglich des Mediums Fernsehen geben zu können.

Unter dem Blickwinkel der voranschreitenden Entwicklung der Medien scheint die Wissenschaft mit ihren Ergebnissen und Forschungsfeldern hinten anzustehen.

7. Literaturnachweis

Bücher & Aufsätze:

- Bürger, H.; Sprache der Medien, Berlin/New York 1984

- Burghardt, Anton; Einführung in die allgemeine Soziologie, München 1972

- Burkart, Roland; Kommunikationswissenschaft; bóhlauWien; Wien 1998

- Gleich, Uli; Parasoziale Interaktionen und Beziehungen von Fernsehzuschauern mit Personen auf dem Bildschirm, 1997

- Graumann, Carl Friedrich (Hrsg.), Handbuch der Psychologie. Bd. 7: Sozialpsychologie, Göttingen 1972

- Hippel, C.; Parasoziale Interaktion. Bericht und Bibliographie. Montage/AV, 1922

- Horton, Donald/Wohl, Richard; Mass Communication and Para-Social Interaction; In: Psychiatry Vol. 1956; Nachdruck des Originalartikels in G. Gumpert & R. Cathcart (Hrsg.), Inter/Media. Interpersonal communication in a media world (S. 185-206), Oxford University Press, New York 1986

- Horton, Donald/Strauss; Interaction in audience-participation shows (1957); American Journal of Sociology, S. 579-587

- Krotz, Friedrich; Fernsehen fühlen. Auf der Suche nach einem handlungstheoretischen Konzept für das emotionale Erleben des Fernsehens; Rundfunk und Fernsehen, S. 477-496, 1993

- Maletzke, Gerhard; Kommunikationswissenschaft im Überblick, Westdeutscher Verlag, Opladen 1998

- Rose, Arnold; Systematische Zusammenfassung der Theorie der symbolischen Interaktion (1967); In: Hartmann (Hrsg.) 1967; S. 266-282 1967, S. 267

- Schenk, M.; Kommunikationstheorien, in: E. Noelle-Neumann (Hg.), Fischer Lexikon Publizistik

- Vesting, T./Krotz, F.; Die Gemeinwohlbindung des Rundfunks im Zeichen der Veränderung der Telekommunikation. Projektbericht für die VolsawagenStiftung, 1995

- Vorderer, Peter (Hrsg.); Fernsehen als „Beziehungskiste“; Westedeutscher Verlag; Opladen 1996

- Wahrig-Burfeind, Renate (Hrsg.); Wahrig Fremdwörterlexikon, BertelsmannLexikonVerlag, München 1999

- Westerbarkey, J.; Vom Gebrauchswert der Massenmedien: Prämissen, Präferenzen und Konsequenzen; Medienpsychologie, S. 27-52, 1991

- Wulff, H.; Fernsehkommunikation als parasoziale Interaktion: Notizen zu einer interaktionistischen Fernsehtheorie. Semiotische Berichte, 1992

Internet:

- www.iicm.edu, Online-Version : Meyers Lexikon, Stand: 31.07.2000

- www.infoplease.com, Stand: 31.07.2000

[...]


1 Meyers Lexikon, In : www.iicm.edu, Stand: 31.07.2000

2 www.infoplease.com, Stand: 31.07.2000

3 Wulff, Hans; Charaktersynthese und Paraperson, In: Peter Vorderer (Hrsg.) Fernsehen als „Beziehungskiste“, Westdeutscher Verlag, Opladen 1996

4 Graumann, Carl Friedrich (Hrsg.), Handbuch der Psychologie. Bd. 7: Sozialpsychologie, Göttingen 1972

5 Wahrig-Burfeind, Renate (Hrsg.), Wahrig Fremdwörterlexikon, BertelsmannLexikonVerlag, München 1999, S.409

6 Burghardt, Anton, Einführung in die allgemeine Soziologie, München 1972

7 Schenk, M.; Kommunikationstheorien, in: E. Noelle-Neumann (Hg.), Fischer Lexikon Publizistik, S. 171-187

8 Graumann, C.F.; Interaktion und Kommunikation, In: Graumann (Hg.), Handbuch der Psychologie, 7. Band Sozialpsychologie, Göttingen 1972, S. 1110

9 Bürger, H.; Sprache der Medien, Berlin/New York 1984, S. 7

10 Maletzke, Gerhard; Kommunikationswissenschaft im Überblick, Westdeutscher Verlag, Opladen 1998, S. 44

11 Graumann, C.F.; Interaktion und Kommunikation, In: Graumann (Hg.), Handbuch der Psychologie 7. Band Sozialpsychologie, Göttingen 1972, S. 1179

12 Horton, Donald/Wohl, Richard; Mass Communication and Para-Social Interaction; In: Psychiatry Vol. 1956; Nachdruck des Originalartikels in G. Gumpert & R. Cathcart (Hrsg.), Inter/Media. Interpersonal communikation in a media world (S. 185-206), Oxford University Press, New York 1986

13 Horton/Wohl (S. 186)

14 Horton, Donald/Strauss, A.; Interaction in audience-participation shows (S. 579-587); In: American Journal of Sociology 1957

15 Rose, Arnold; Systematische Zusammenfassung der Theorie der symbolischen Interaktion; In. Hartmann (Hrsg.) 1967, S. 267

16 Rose 1967, S. 270

17 Krotz, Friedrich; Parasoziale Interaktion und Identität im elektronisch mediatisierten Kommunikationsraum; In: Vorderer, Peter (Hrsg.); Fernsehen als „Beziehungskiste“; Westdeutscher Verlag, opladen 1996, S. 78

18 Krotz, Friedrich; Parasoziale Interaktion und Identität im elektronisch mediatisierten Kommunikationsraum; In: Vorderer, Peter (Hrsg.); Fernsehen als „Beziehungskiste“; Westdeutscher Verlag, Opladen 1996, S. 79

19 Horton, Donald/Wohl, Richard; Mass Communication and Para-Social Interaction; In: Psychiatry Vol. 1956; Nachdruck des Originalartikels in G. Gumpert & R. Cathcart (Hrsg.), Inter/Media. Interpersonal communikation in a media world (S. 185-206), Oxford University Press, New York 1986, S. 215

20 Krotz, Friedrich; Parasoziale Interaktion und Identität im elektronisch mediatisierten Kommunikationsraum; In: Vorderer, Peter (Hrsg.); Fernsehen als „Beziehungskiste“; Westdeutscher Verlag, Opladen 1996, S. 78

21 Burkart, Roland;, Massenkommunikation: Wirkungen der Massenmedien S. 219-224; In: Kommunikationswissenschaft; bóhlauWien; Wien 1998

22 Krotz, Friedrich; Fernsehen fühlen. Auf der Suche nach einem handlungstheoretischen Konzept für das emotionale Erleben des Fernsehens. Rundfunk und Fernsehen 1993 a, S. 487

23 Westerbarkey, J.; Vom Gebrauchswert der Massenmedien: Prämissen, Präferenzen und Konsequenzen; Medienpsychologie 1991, S. 35

24 Westerbarkey 1991, S. 36

25 Gleich, Uli; Sind Fernsehpersonen die „Freunde“ des Zuschauers?, In: Vorderer, Peter (Hrsg.), Fernsehen als „Beziehungskiste“, Westdeutscher Verlag, Opladen 1996, S. 118

26 Wulff, H.; Fernsehkommunikation als parasoziale Interaktion: Notizen zu einer interaktionistischen Fernsehtheorie. Semiotische Berichte, 1992, S. 286

27 Horton, Donald/Strauss, A.; Interaction in audience-participation shows (S. 579-587); In: American Journal of Sociology 1957,

S. 587

28 Horton, Donald/Wohl, Richard; Mass Communication and Para-Social Interaction; In: Psychiatry Vol. 1956; Nachdruck des Originalartikels in G. Gumpert & R. Cathcart (Hrsg.), Inter/Media. Interpersonal communikation in a media world (S. 185-206), Oxford University Press, New York 1986, S. 187

29 Gleich, Uli,; Sind Fernsehpersonen die „Freunde“ des Zuschauers?; In: Vorderer, Peter; Fernsehen als „Beziehungskiste“, Westdeutscher Verlag, Opladen 1996, S. 133

30 Gleich, Uli,; Sind Fernsehpersonen die „Freunde“ des Zuschauers?; In: Vorderer, Peter; Fernsehen als „Beziehungskiste“, Westdeutscher Verlag, Opladen 1996, S. 134

31 Krotz, Friedrich; Parasoziale Interaktion und Identität im elektronisch mediatisierten Kommunikationsraum; In. Vorderer, Pter; Fernsehen als „Beziehungskiste“, Westedeutscher Verlag, Opladen 1996, S. 87

32 Begriff nach Krotz, Friedrich; meint: interaktives Fernsehen, Computerspiele und Kommunikation in den Telekommunikationsnetzen

33 Krotz, Friedrich; Parasoziale Interaktion und Identität im elektronisch mediatisierten Kommunikationsraum; In. Vorderer, Pter; Fernsehen als „Beziehungskiste“, Westedeutscher Verlag, Opladen 1996, S. 89

34 Hippel, C.; Parasoziale Interaktion. Bericht und Bibliographie. Montage/AV, 1922

35 Krotz, Friedrich; Parasoziale Interaktion und Identität im elektronisch mediatisierten Kommunikationsraum; In. Vorderer, Pter; Fernsehen als „Beziehungskiste“, Westedeutscher Verlag, Opladen 1996, S. 83

36 Krotz, Friedrich; Parasoziale Interaktion und Identität im elektronisch mediatisierten Kommunikationsraum; In: Vorderer, Peter (Hrsg.),; Fernsehen als „Beziehungskiste“, Westdeutscher Verlag; Opladen 1996

37 Krotz 1996, S. 83

38 Vesting, T./Krotz, F.; Die Gemeinwohlbindung des Rundfunks im Zeichen der Veränderung der Telekommunikation. Projektbericht für die Volsawagen-Stiftung, 1995

39 Gleich, Uli; Parasoziale Interaktionen und Beziehungen von Fernsehzuschauern mit Personen auf dem Bildschirm, 1997

20 von 20 Seiten

Details

Titel
Parasoziale Interaktion
Hochschule
Universität Erfurt
Veranstaltung
Mediennutzung und Medienwirkung
Note
1,3
Autor
Jahr
2000
Seiten
20
Katalognummer
V99650
Dateigröße
383 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Parasoziale, Interaktion, Mediennutzung, Medienwirkung
Arbeit zitieren
Karina Peckham (Autor), 2000, Parasoziale Interaktion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99650

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