Horvath, Ödön von - Jugend ohne Gott


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

4 Seiten


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Horvát - JUGEND OHNE GOTT

Ein 34 Jahre alter Lehrer, muß einen Aufsatz mit dem Thema ,,Wozu brauchen wir Kolonien"? aufgeben. Am nächsten Tag gibt er die korrigierten Arbeiten zurück und macht bei einem Schüler, der geschrieben hatte, daß Neger keine Menschen sind, eine Bemerkung. Gleich am darauffolgenden Tag kommt dessen Vater in die Sprechstunde und beschwert sich bei dem Lehrer, wie er auf die Idee komme, daß Neger doch Menschen seinen. Als er dann in die Klasse kommt, versuchen ihn die Schüler fertigzumachen, indem sie alle seine Worte heimlich mitstenographieren. Gleich darauf geht der Lehrer zum Direktor, damit er eine neue Klasse zugeteilt bekommt. Dieser geht aber mit ihm in die Klasse und regelt die Sache. Die Kinder hassen den Lehrer zwar, er läßt sich aber nicht einschüchtern und will den Unterricht jetzt vorschriftsmäßig halten.

Nach der Schule geht er nach Hause, will aber nicht schlafen gehen und geht in die gegenüberliegenden Bar. Dort redet ihn eine Frau an, ob sie sich zu ihm setzen kann. Er weist sie zurück und entschuldigt sich daraufhin bei ihr.

Nach dem achten Glas setzt sich ein Mann zu ihm. Erst nachdem dieser ihn dreimal angeredet hatte, reagiert er. Sie reden über die Frauen, die nach dem Krieg auf die Männer ganz gierig waren.

Als der Lehrer am nächsten Tag nach Hause kommt, erwartete ihn seine Hausfrau, die ihm mitteilt, daß ein Mann bereits seit zwanzig Minuten auf ihn wartet. Dieser erzählt ihm, daß sein Sohn, der aus dem Stadion, Tod krank sei und er noch einmal den Tormann sehen will. Der Lehrer geht sofort darauf zu dem Geschäft, das dem Tormann gehört und redet mit ihm. Sie fahren zu dem Jungen und der Tormann redet mit ihm. Während des Gespräches fällt der Junge in den ewigen Schlaf. Bei seiner Beerdigung schauen ihn die Buben N und T mit tödlichen Blicken an.

Die Osterferien rücken an und die Lehrer bekommen den Befehl, daß sie mit den Kindern zu einem Zeltlager fahren sollen. Nachdem sie in dem Dorf angekommen waren, warnte sie der Pfarrer davor, daß viele Mädchen nur eineinhalb Stunden entfernt sind. Am nächsten Morgen treffen sie die Mädchen und diese halten sich für etwas besonderes.

Es ist April und der Lehrer marschiert einen Feldweg entlang und sieht, wie Kinder eine blinde, alte Frau ausrauben. Ein Bauer kommt später herbei und erzählt ihm, daß diese Kinder schon öfter gestohlen haben, zuletzt im Schloß bei den Mädchen. Auch warnt der Bauer ihn davor, daß er nicht auch bestohlen wird. Der Lehrer sagt ja -ja und geht weiter.

Als er den Wald entlang geht, findet er das ,,Flugzeug", welches die Mädchen immer noch nicht gefunden hatten. Er hört dem Gespräch zweier Mädchen zu, welche darüber reden, daß die Männer verrückt sind.

Er stimmt der Meinung zu und denkt sich, daß die die nicht verrückt sind, nicht mutig sind und er zu den nicht mutigen gehört.

Der Pfarrer lädt den Lehrer zu einem Wein in sein Haus ein. Sie reden über Gott und der Pfarrer stellt fest, daß der Lehrer nicht an Gott glaubt. Der Lehrer meint es gibt keinen Gott, denn dieser würde nicht die armen Kinder in den Fenstern, die nichts zu essen haben und Puppen bemalen müssen, bestrafen. Der Pfarrer ist sehr intelligent und zitiert sogar den Philosophen Anaximander.

Am Abend gehen alle schlafen und in der Früh kommt L zum Lehrer und meldet, daß ihm sein Photoapparat gestohlen wurde. Der Lehrer verhört alle und kommt zu dem Schluß, daß es die Diebe, die auch die Frau bestohlen hatten gewesen sein mußten. Am Abend kontrolliert er die Wachen und um zwei Uhr sieht er, wie der Z einen Brief von einem fremden Burschen erhält. Gleich am nächsten Morgen fragt er die Burschen, ob sie etwas verdächtiges gesehen haben. Alle antworteten mit nein. Der N und der Z streiten sich in der Nacht immer und so läßt der Lehrer die zwei zu sich kommen. Nach einem Gespräch bekommt der Lehrer raus, daß der Z ein Tagebuch führt. Der Lehrer nimmt sich fest vor, dieses Tagebuch zu lesen.

Am nächsten Tag lest der Lehrer das Tagebuch in dem steht, daß der Z das Mädchen, daß der Anführer der Räuberbande ist, schon zwei mal geliebt hat und daß sie sich küssen. Er mag jedoch ihre Zunge nicht in seinem Mund. Der Z schreibt auch, wo die Bande wohnt und wann sie sich wieder treffen.

Am Abend beobachtet er die zwei Kinder unternimmt aber nichts, da ihn der Mut verläßt. Er nimmt sich vor, am nächsten Tag zu dem Jungen zu gehen um ihm zu sagen, daß er in dem Tagebuch gelesen hat und er das Schloß aufgebrochen hat.

Sie gehen in den Wald und kommen wieder heim. Alle nur der N nicht. Sie werden hektisch und wollen die Polizei gleich am nächsten Tag kontaktieren.

Am nächsten Tag kommen zwei Waldarbeiter mit einer Leiche. Es ist der N. Jemand hatte ihn mit einem Stein in den Hinterkopf gehakt.

Es folgt ein Prozeß und der Z deckt das Mädchen. Die Mutter wird von dem Jungen als Lügnerin bezichtigt und nach einigen Prozeßtagen gesteht der Lehrer alles mit dem Kästchen und daß er dem Jungen einen Strich durch die Rechnung machen wollte. Zuvor war er in einem Zigarettengeschäft gewesen und eine Fremde Stimme redete ihm zu, daß er alles gestehen soll. Der Vater von N bekommt einen Herzanfall und muß aus dem Raum geführt werden. Der Lehrer wird von der Staatsanwaltschaft schuldig für Begünstigung der Beihilfe des Diebstahls gesprochen.

Man führt Eva herein und sie sagt alles auch das daß stimmt, was der Lehrer gesagt hat. Sie sagt auch, daß nicht sie sondern ein dritter unbekannter den N erschlug und daß sie den Z nie geliebt hat.

Nach dem Prozeßtag geht der Lehrer vor die Schule und erwartet den T. Er lädt ihn auf ein Eis ein und sie reden über den Unbekannten dritten.

Da erfährt der Lehrer, daß der T spioniert und dieser verplappert sich ein wenig, zweigt aber vom Thema ab und sagt er müsse nach Hause gehen.

Auch der Lehrer geht nach Hause und will sich niederlegen. Da kommt der B, einer von fünf in der Klasse, und erzählt dem Lehrer, daß der Kompaß, ein Beweismittel im Mordprozeß, dem T gehört. Der B und 3 weitere Burschen haben einen Club gegründet, wo sie alles lesen was verboten ist. Sie machen sich nicht darüber lustig sondern denken darüber nach, wie die Welt sein könnte.

Am nächsten Tag kommt der Pfarrer zum Lehrer und meint er solle sofort mit den Eltern des T sprechen, wenn er sich sicher ist, daß er den Jungen getötet hat. Sofort fährt der Lehrer los und versucht mit den Eltern zu sprechen. Diese haben aber keine Zeit für ihn und es tritt T zum Lehrer. Sie reden und dann geht er wieder.

Als er nach Hause kommt findet er ein blaues Kuvert auf dem Sofa. Es war der Bericht des Klubs. Er ging den Erzählungen auf den Grund und traf sich mit einer Dame, die am vorgehenden Tag mit dem Jungen den Abend verbrachte. Sie sollte nur jemanden einen gefallen tun, damit der T einen Fisch fangen kann. Er geht nach Hause und Julius Caesar wartet bereits auf ihn. Julius ist ein weiser Saufkumpane. Sie fahren in ein bestimmtes Gasthaus, wo sie eine Falle für den T aufgebaut hatten. Der T läßt sich aber nicht blicken und sie fahren wieder heim.

Mitten in der Nacht klingelt es an der Tür. Die Polizei steht draußen und der Lehrer soll mit ihnen mitkommen. Sie fahren zu dem Haus des T. Trauer liegt in der Luft. Endlich erfährt er was geschehen ist. T hat sich erhängt, denn er wußte, daß der Lehrer dahintergekommen ist, daß er den N ermordet hat.

MEIN URTEIL

Ein sehr spannendes, teils verwirrendes Buch. Die Personen werden sehr genau, jedoch ohne Namen beschrieben. Es handelt von einem nicht ganz alltäglichen Mordfall während der Nazi Zeit.

PERSONENCHARAKTERISTIK

Lehrer: er glaubt zuerst nicht an Gott, wird jedoch im Verlauf des Mordprozeßes wieder kirchlich. Er denkt viel über sich und die Welt nach.

Z: Er verliebt sich in das Diebesmädchen und denkt sie hätte den N umgebracht. Daraufhin versucht er sie zu decken. Als sie ihm aber gesteht, daß sie ihn nicht liebt, haßt er sie abgrundtief.

Mädchen: Sie ist die Anführerin der Diebesbande und läßt alles mitgehen was ihr in die Hände fällt. Sie gesteht alles, nachdem der Lehrer mit seiner Sache auspackte. Die Staatsanwaltschaft glaubte ihr erst nicht, jedoch nachdem der Lehrer nachforschte, konnte ihre Unschuld bewiesen werden.

T: Ein hinterlistiger Junge, der alles wissen wollte. Von der Geburt bis zum Tod. Aus dem Grund erschlug er den n mit dem Stein. Nachdem er merkte, daß der Lehrer alles wußte, erhängte er sich.

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Details

Titel
Horvath, Ödön von - Jugend ohne Gott
Autor
Jahr
2001
Seiten
4
Katalognummer
V99691
Dateigröße
375 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Horvath, Jugend, Gott
Arbeit zitieren
Martin Slama (Autor), 2001, Horvath, Ödön von - Jugend ohne Gott, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99691

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