Diese Hausarbeit soll sich mit der Geschichte der Sklaverei und mit dem Sklavenhandel in den Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert befassen und dabei besonders auf die Gründe der Sklaverei bzw. Sklavenhandel in diesem Gebiet eingehen und wie diese früher und heute gerechtfertigt wurden.
Dazu soll zuerst der Begriff Sklaverei und Sklavenhandel definiert werden: Der atlantische Sklavenhandel unterscheidet sich von den anderen Formen unfreier Arbeit, da er viele globale Verflechtungen hat. Deswegen ist es wichtig, diese Begriffe zu verstehen, da es verschiedene Definitionen gibt und die Sklaverei in den USA sich auch von anderen unterscheidet und es sonst zu Missverständnissen in dieser Hausarbeit kommen könnte.
Des Weiteren wird sich die Hausarbeit auf den transatlantischen Sklavenhandel beziehen und dies erläutern, weil dieser eine große Rolle in der Geschichte der Sklaverei spielt und auch Einfluss auf die Vereinigten Staaten von Amerika hatte, auch wenn dieser im Vergleich mit beispielsweise der Karibik zu der Zeit nur ein kleines Ausmaß hatte.
Danach werden die Gründe für die Sklaverei in des Vereinigten Staaten und die Rechtfertigung der Sklaverei im Staat noch näher betrachtet.
Der Schluss beinhaltet ein Fazit, welches beurteilt, ob die genannten Rechtfertigungen auch in der heutigen Zeit nachvollziehbar sein können. Außerdem soll beantwortet werden, warum die Sklaverei so lange in den Vereinigten Staaten akzeptiert wurde.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition von Sklaverei und dem transatlantischen Sklavenhandel
2.1. Definition Sklaverei
2.2. Definition Sklavenhadel
3. Gründe für die Sklaverei und den Sklavenhandel in den USA
3.1. Rassenkontrolle
3.2 Wirtschaftliche Gründe
4. Rechtfertigung für Sklaverei in den Vereinigten Staaten
4.1. Rechtfertigung durch wirtschaftliche Gründe
4.2. Rechtfertigung durch philosophische Theorien
4.3. Rassismus
4.4. Rechtfertigungen durch Religion
4.5 Haltung der Menschen in den Vereinigten Staaten
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung der Sklaverei sowie dem transatlantischen Sklavenhandel in den USA des 19. Jahrhunderts. Ziel ist es, die Gründe für die langfristige Aufrechterhaltung dieser Institution zu analysieren und die verschiedenen Rechtfertigungsstrategien kritisch zu beleuchten.
- Definition und Abgrenzung der Begriffe Sklaverei und Sklavenhandel.
- Analyse der sozioökonomischen und rassistischen Triebkräfte der Sklaverei.
- Untersuchung von Legitimationsmustern durch Philosophie, Religion und gesellschaftliche Ideologien.
- Diskussion über die Rolle der „peculiar institution“ im Kontext der amerikanischen Geschichte.
Auszug aus dem Buch
4.3. Rassismus
Die meisten Menschen haben Sklaverei jedoch durch rassistische Gründe gerechtfertigt. Bei der Sklaverei in den Vereinigten Staaten spielte die Hautfarbe dabei eine große Rolle. Dies zeigte sich auch schon als die Europäer das Land der Indianer besetzten. Die Europäer fühlten sich durch ihre Herkunft und ihre Hautfarbe besser und rechtfertigten damit ihre Handlungen. Dies sagte auch schon der Philosoph John Locke, welcher dies dadurch rechtfertigte, dass die Engländer nur deren Land besetzten, weil sie wussten wie man landwirtschaftlich damit umgehen konnte.
Und auch später noch, also im 19. Jahrhundert rechtfertigten die Menschen die Sklaverei durch die Angehörigkeit zu einer Rasse. Die Schwarzen seien in ihrer Rolle des Sklaven geboren und seien damit auch glücklich. Typisches Beispiele zeigen sich in dem Buch „Uncle Tom’s Cabin“ von Harriet Beecher Stowe. Die Hauptperson ist der friedliche Sklave Tom, welcher sich seinem Schicksal ergeben hat und in seiner Rolle zufrieden zu sein scheint. Er versucht immer Positives auszustrahlen und ist sogar bemüht, seinen weißen Sklavenhaltern zu gefallen. Dabei wird klar, dass die Schwarzen Sklaven seit Generationen nichts anderes kannten und gewohnt waren und Aufstände und Fluchtversuche oft brutal beendet wurden. Deswegen ergaben sich die meisten Sklaven ihrem Schicksal aus Angst vor Strafen.
Außerdem betrachteten sich viele Sklavenhalter nicht als den gewalttätigen und moralisch nicht vertretbaren Ausbeuter, welcher die Menschen beziehungsweise Sklaven, als Objekte sah, sondern hatten viel mehr die Ansicht, dass sie den Sklaven helfen würden, indem sie ihnen Arbeit, ein Obdach, Nahrung und Kleidung gaben. Sie sahen sich somit eher als Patriarchen und als Familienoberhaupt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich der Geschichte und Rechtfertigung der Sklaverei in den USA.
2. Definition von Sklaverei und dem transatlantischen Sklavenhandel: Theoretische Fundierung und Abgrenzung der zentralen Begriffe unter Einbeziehung wissenschaftlicher Definitionen.
3. Gründe für die Sklaverei und den Sklavenhandel in den USA: Analyse der Ursachen, insbesondere unter den Aspekten der Rassenkontrolle und ökonomischer Notwendigkeiten.
4. Rechtfertigung für Sklaverei in den Vereinigten Staaten: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Legitimationsdiskurse wie Wirtschaft, Philosophie, Religion und Rassismus.
5. Fazit: Zusammenfassende Beurteilung, warum die Sklaverei so lange gesellschaftlich akzeptiert wurde und ob die Rechtfertigungen heute noch Bestand haben.
Schlüsselwörter
Sklaverei, Sklavenhandel, USA, 19. Jahrhundert, Rassenkontrolle, Rassismus, Transatlantischer Handel, Plantagenwirtschaft, Rechtfertigung, Peculiar Institution, Geschichte, Menschenhandel, Baumwollplantagen, Ideologie, Abhängigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Geschichte der Sklaverei und des Sklavenhandels in den Vereinigten Staaten während des 19. Jahrhunderts.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Kernpunkten zählen die Definition von Sklaverei, die wirtschaftlichen Gründe, rassistische Ideologien sowie die religiöse und philosophische Rechtfertigung der Sklavenhaltung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Es soll geklärt werden, aus welchen Gründen an der Sklaverei festgehalten wurde und wie es möglich war, diese „Besondere Einrichtung“ über einen so langen Zeitraum in den USA zu legitimieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene historische Perspektiven und zeitgenössische sowie philosophische Quellen zusammenführt.
Welche Inhalte bilden den Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Analyse der Ursachen (Rassenkontrolle und Wirtschaft) sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Rechtfertigungsargumenten.
Was charakterisiert diese Arbeit inhaltlich?
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verbindung von globaler Sklavereigeschichte mit der spezifischen Situation in den amerikanischen Südstaaten aus.
Was versteht man unter dem Begriff „peculiar institution“?
Es handelt sich um einen im 19. Jahrhundert in den Südstaaten geprägten Begriff für die „Besondere Einrichtung“ der Sklaverei, der die soziale Trennung und die spezifische Ausprägung der Sklaverei in den USA beschreiben sollte.
Welche Rolle spielt die Religion bei der Rechtfertigung der Sklaverei?
Viele Sklavenhalter nutzten biblische Passagen, wie den sogenannten „Fluch von Ham“, um die Knechtschaft der Schwarzen als gottgegeben und legitim darzustellen.
Warum war der transatlantische Sklavenhandel für die USA so bedeutend?
Er bildete das Rückgrat für die wirtschaftliche Entwicklung der Plantagenwirtschaft, insbesondere beim Anbau von Baumwolle, und integrierte die USA in ein globales System der Ausbeutung.
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- Anonym (Author), 2018, Ursachen für den Sklavenhandel des 19. Jahrhunderts in den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/997494