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Die Germanenbilder von Tacitus und Caesar. Ein Unterrichtsentwurf für das Fach Geschichte

Titel: Die Germanenbilder von Tacitus und Caesar. Ein Unterrichtsentwurf für das Fach Geschichte

Unterrichtsentwurf , 2021 , 18 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Dieser Unterrichtsentwurf für das Fach Geschichte behandelt die Frage, ob die heutigen Germanenbilder ein Klischee oder ein Konstrukt der Geschichte sind. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler ist die Beurteilung historischer Germanenbilder anhand von schriftlichen Quellenauszügen von Tacitus und Caesar in arbeitsteiliger Partnerarbeit. Auf diese Weise erweitern sie ihre Sach- und Urteilskompetenz.

Zunächst werden die Lernausgangslage und die Ziele beschrieben. Es folgen eine didaktische Analyse und methodisch-mediale Entscheidungen. Im Anschluss wird der geplante Verlauf der Unterrichtsstunde formuliert. Der Unterrichtsentwurf enthält Arbeitsaufträge und den jeweils zugehörigen Erwartungshorizont.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis der Unterrichtsreihe

I. Sequenz: Theoretische Grundlagen

1. Was ist Geschichte? – Erstellung einer Concept Map zu den Wesensmerkmalen der Geschichte und ihren Gegenständen auf Grundlage der Analyse zweier Darstellungstexten in arbeitsteiliger Partnerarbeit

2. Wieso beschäftigen wir uns mit Geschichte? – Erarbeitung der Bedeutung und der unterschiedlichen Erscheinungsformen der Geschichtskultur anhand ausgewählter Beispiele in Form eines Partnerpuzzles

3. Sind „Fremdsein“ und „Fremdheit“ Phänomene der Gegenwart oder Vergangenheit? – Exemplarischer Vergleich der Selbst- und Fremdbilder anhand von griechischen und römischen Quellenausschnitten zur Erarbeitung von Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Art der Selbst- und Fremdwahrnehmung im Rahmen von arbeitsteiliger Einzelarbeit

II. Sequenz: Selbst- und Fremdwahrnehmung aus historischer Perspektive am Beispiel des Germanenbegriffs der Römer

4. Entsprechen heutige Germanenbilder einem Klischee oder Konstrukt der Geschichte? – Beurteilung historischer Germanenbilder anhand von schriftlichen Quellenauszügen von Tacitus und Caesar in arbeitsteiliger Partnerarbeit

5. Der Germanenbegriff als Erfindung der Römer? – Erarbeitung des historischen Kontextes zu den Berichten Caesars über die Germanen in Partnerarbeit auf der Grundlage von Darstellungen

6. Der Germanenbegriff als Erfindung der Römer? – Einführung der methodischen Vorgehensweise bei einer formalen und inhaltlichen, schriftlichen Quellenanalyse am Beispiel von Caesars Germanendarstellung der Sueben in Einzelarbeit

7. Der Germanenbegriff als Erfindung der Römer? – Diskussion zum Konstruktionscharakter des Germanenbegriffes anhand einer fachwissenschaftlichen Darstellung im Unterrichtsgespräch

8. Der Germanenbegriff als Erfindung der Römer? – Beurteilung des Konstruktionscharakters der Germanendarstellung Caesars vor dem Hintergrund archäologischer Befunde des historischen Kontextes

III. Sequenz: Hermannsdenkmal – das Germanenbild im 19. und 20. Jahrhundert

9. Von Tacitus zum Denkmal? – Erstellung eines Zeitstrahls zu der Entstehungsgeschichte des Hermanns-Mythos und des Denkmals auf Grundlage von Quellen und Darstellungen in Form von Partnerarbeit

10. Das Denkmal als Erinnerungs- oder Ehrenzeichen? – Einbettung des Denkmals in den historischen Kontext zur Diskussion seiner Funktion im Kaiserreich im Unterrichtsgespräch

11. Hermann, überhöhter Mythos oder ersehnte Befreier? – Analyse einer Bildquelle als Beispiel für die Rezeption und Deutung des Hermannsdenkmals in der Weimarer Republik in Partnerarbeit

12. Hermann als Held der Nationalsozialisten? – Analyse einer zeitgenössischen Bildquelle als Beispiel der nationalsozialistischen Instrumentalisierung des Hermannsdenkmals in Einzelarbeit

13. Sollte das Hermannsdenkmal abgerissen werden oder erhalten bleiben? – Beurteilung der Frage, ob das Hermannsdenkmal abgerissen werden sollte, auf Grundlage kontroverser Texte in Form einer strukturierten Kontroverse

Zielsetzung und Themen der Unterrichtsreihe

Das Hauptziel dieser Unterrichtsreihe besteht darin, den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass Geschichte eine zeitgemäße Deutung der Vergangenheit und ein wandelbares Konstrukt darstellt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert auf die Dekonstruktion geschichtskultureller Angebote und die kritische Auseinandersetzung mit historisch gewachsenen Fremdbildern, um so die eigene Sach- und Urteilskompetenz zu erweitern.

  • Analyse und Dekonstruktion des sich wandelnden Germanenbildes in der Geschichte.
  • Vergleich antiker römischer Quellen (Tacitus und Caesar) zur Identifikation von Konstruktionsmerkmalen.
  • Reflexion über die historische Entstehung und politische Instrumentalisierung von Mythen.
  • Förderung der Urteilskompetenz durch die Auseinandersetzung mit kontroversen historischen Deutungen.
  • Einführung in methodische Verfahren der historischen Quellenarbeit und Darstellungskritik.

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung der Germanen nach Gaius Iulius Caesar

Beatrix Günnewig (geb. 1966) promovierte über das Bild der Germanen in der antiken Literatur und setzt sich in diesem Artikel u.a. mit dem Germanenbild der Römer auseinander:

Das Zitat wurde aus urheberrechtlichen Gründen von der Redaktion entfernt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Sequenz: Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel legt das Fundament für das historische Denken, indem es zentrale Konzepte wie den Konstruktionscharakter von Geschichte und die Analyse von Geschichtskultur einführt.

II. Sequenz: Selbst- und Fremdwahrnehmung aus historischer Perspektive am Beispiel des Germanenbegriffs der Römer: Hier liegt der Schwerpunkt auf der kritischen Quellenanalyse römischer Texte, um die gezielte Konstruktion eines "Germanenbildes" durch Autoren wie Tacitus und Caesar zu entlarven.

III. Sequenz: Hermannsdenkmal – das Germanenbild im 19. und 20. Jahrhundert: Dieses Kapitel behandelt die Rezeptionsgeschichte des Germanenmythos anhand des Hermannsdenkmals und beleuchtet dessen Instrumentalisierung in verschiedenen politischen Systemen.

Schlüsselwörter

Germanen, Geschichtskultur, Konstruktionscharakter, Tacitus, Caesar, Quellenanalyse, Selbstbild, Fremdbild, Hermannsdenkmal, historische Identität, Urteilskompetenz, Barbaren, Antike, Rezeption, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Unterrichtsreihe?

Die Reihe befasst sich mit der Dekonstruktion des historischen Germanenbildes, von den antiken Wurzeln bei römischen Autoren bis hin zur modernen Rezeption in Form von Denkmälern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Unterscheidung von Quelle und Darstellung, der Analyse der "Sittenspiegeltheorie" und der Untersuchung der politischen Funktion von Geschichtsmythen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Die Lernenden sollen erkennen, dass historische Bilder keine objektiven Abbilder der Realität sind, sondern Konstruktionen, die oft spezifischen zeitgenössischen Interessen dienen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt Methoden wie die Quellenanalyse, das konstruktivistische Think-Pair-Share-Prinzip und die strukturierte Kontroverse, um historische Argumente kritisch zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die intensive Untersuchung römischer Quellentexte und die diachrone Betrachtung der deutschen Denkmalgeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Reihe?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Germanen, Konstruktionscharakter, Geschichtskultur, historische Urteilskompetenz und Instrumentalisierung.

Warum spielt das Hermannsdenkmal eine zentrale Rolle?

Das Hermannsdenkmal dient als exemplarisches Fallbeispiel, an dem die Schülerinnen und Schüler nachvollziehen können, wie antike Motive in der Neuzeit aufgegriffen und politisch instrumentalisiert wurden.

Inwiefern unterscheiden sich die Darstellungen von Tacitus und Caesar?

Während Tacitus die Germanen oft als moralisches Gegenbild (Sittenspiegel) zu den Römern stilisierte, nutzte Caesar die Germanenbeschreibung vornehmlich zur Rechtfertigung seiner militärischen Erfolge und Aggressionen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Germanenbilder von Tacitus und Caesar. Ein Unterrichtsentwurf für das Fach Geschichte
Hochschule
Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Krefeld
Note
1.0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V997590
ISBN (PDF)
9783346566140
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lehrprobe ub unterrichtsbesuch unterricht unterrichtsentwurf upp upp entwurf entwurf distanz distanzunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Die Germanenbilder von Tacitus und Caesar. Ein Unterrichtsentwurf für das Fach Geschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/997590
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Leseprobe aus  18  Seiten
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