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Wahlmüdigkeit. Fehlende Motivation und Attraktivität der Politik für junge Menschen?

Titel: Wahlmüdigkeit. Fehlende Motivation und Attraktivität der Politik für junge Menschen?

Forschungsarbeit , 2018 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Politik, politische Bildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Betrachtungen der Wahlstatistiken der Bundesrepublik Deutschland zufolge, lässt sich deutlich erkennen, dass die Wahlbeteiligung der Wahlberechtigen seit den 1980er Jahren abnimmt. Die Folgen dieser passiven Stimmenthaltung auf die Wahlergebnisse sind bedenklich. Auf welche Legitimation stützt sich ein Parlament, wenn seine Abgeordneten nicht von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt sind? Die Politikverdrossenheit der Wahlberechtigten zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten. So konstatiert auch Bytzek alle Altersgruppen seien gleichermaßen von der Wahlverdrossenheit betroffen, diese sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Während auch aufgrund des demografischen Wandels bei den abgegebenen Stimmen der Anteil der älteren Generationen zunimmt, lässt sich insgesamt eine immer geringere Wahlbeteiligung der Bevölkerung feststellen. Die herrschende Dissonanz der Bevölkerung zur Politik führt in dieser Entwicklung dabei nicht zu einem Wendepunkt, vielmehr wird der Missmut allumfassend und ansteigend flächendeckend.

Wichtige Funktionen des politischen Systems werden zunehmend außer Kraft gesetzt und können politische Entscheidungen und Handlungen nicht mehr legitimieren. Die Bedeutung der im demokratischen System mitbestimmenden Bevölkerung gewinnt an Einfluss und verursacht, dass kleine Minderheiten politische Dominanz gewinnen.
Dem gegenüber werden die Bedürfnisse und Meinungen großer Bevölkerungsgruppen zunehmend vernachlässigt. Hier ist besonders zu benennen, dass die Wahlbeteiligung der Wählerschaft der bis zu 29-Jährigen scheinbar überdurchschnittlich abgenommen hat. „Bei den vergangenen sieben Bundestagswahlen war die Wahlbeteiligung in der Altersklasse der 60- bis 70-Jährigen am höchsten. [...], von den 21- bis 25-Jährigen sogar nur 60 Prozent“.

Die Klagen über die sogenannte „Politikverdrossenheit“ besonders der jungen Generation haben sich in den vergangenen Jahren deutlich vermehrt. Während dieser Mythos bei den Berichterstattungen zu den Bundestagswahlen immer wieder gerne medial bedient wird, lässt sich mit Blick auf die tatsächlich erhobenen Daten zur Wahlbeteiligung jedoch ein anderes Bild zeichnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 FORSCHUNGSPROBLEM

2 FORSCHUNGSSTAND

3 FORSCHUNGSFRAGE

4 THEORETISCHER RAHMEN

5 METHODISCHER RAHMEN

6 EXEMPLARISCHER RAHMEN UND ERGEBNIS

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Ursachen und Beweggründe für die Wahlverweigerung bei jungen Erwachsenen im Kontext der Bundestagswahl 2017. Dabei wird analysiert, inwieweit das politische Interesse, die schulische politische Bildung sowie die Wahrnehmung politischer Prozesse das Wahlverhalten beeinflussen, um daraus Ansätze zur Förderung der demokratischen Beteiligung abzuleiten.

  • Analyse der Wahlbeteiligung junger Generationen im historischen Vergleich.
  • Untersuchung des Einflusses der politischen Bildung und schulischer Rahmenbedingungen.
  • Anwendung der Theorie des rationalen Wählers nach Anthony Downs.
  • Qualitativ erweiterte quantitative Befragung junger Nichtwähler.
  • Diskussion möglicher Spätfolgen politischer Entfremdung und Radikalisierungstendenzen.

Auszug aus dem Buch

1 Forschungsproblem

Betrachtungen der Wahlstatistiken der Bundesrepublik Deutschland zufolge, lässt sich deutlich erkennen, dass die Wahlbeteiligung der Wahlberechtigen seit den 1980er Jahren abnimmt. Die Folgen dieser passiven Stimmenthaltung auf die Wahlergebnisse sind bedenklich. Auf welche Legitimation stützt sich ein Parlament, wenn seine Abgeordneten nicht von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt sind? Die Politikverdrossenheit der Wahlberechtigten zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten. So konstatiert auch Bytzek (2011: 66) alle Altersgruppen seien gleichermaßen von der Wahlverdrossenheit betroffen, diese sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Während auch aufgrund des demografischen Wandels bei den abgegebenen Stimmen der Anteil der älteren Generationen zunimmt, lässt sich insgesamt eine immer geringere Wahlbeteiligung der Bevölkerung feststellen. Die herrschende Dissonanz der Bevölkerung zur Politik führt in dieser Entwicklung dabei nicht zu einem Wendepunkt, vielmehr wird der Missmut allumfassend und ansteigend flächendeckend.

Wichtige Funktionen des politischen Systems werden zunehmend außer Kraft gesetzt und können politische Entscheidungen und Handlungen nicht mehr legitimieren. Die Bedeutung der im demokratischen System mitbestimmenden Bevölkerung gewinnt an Einfluss und verursacht, dass kleine Minderheiten politische Dominanz gewinnen. Dem gegenüber werden die Bedürfnisse und Meinungen großer Bevölkerungsgruppen zunehmend vernachlässigt. Hier ist besonders zu benennen, dass die Wahlbeteiligung der Wählerschaft der bis zu 29-Jährigen scheinbar überdurchschnittlich abgenommen hat. „Bei den vergangenen sieben Bundestagswahlen war die Wahlbeteiligung in der Altersklasse der 60- bis 70-Jährigen am höchsten. […], von den 21- bis 25-Jährigen sogar nur 60 Prozent“ (Spiegel Online, 2017).

Zusammenfassung der Kapitel

1 FORSCHUNGSPROBLEM: Dieses Kapitel thematisiert den allgemeinen Rückgang der Wahlbeteiligung in Deutschland und die damit verbundenen Gefahren für die demokratische Legitimation. Besonders der sinkende Anteil junger Wähler wird als zentrales Problemfeld identifiziert.

2 FORSCHUNGSSTAND: Es wird dargelegt, wie Printmedien das öffentliche Bild der „politikverdrossenen Jugend“ konstruieren und welche Forschungslücken hinsichtlich der tatsächlichen Ursachen des veränderten Wahlverhaltens bestehen.

3 FORSCHUNGSFRAGE: Die Arbeit präzisiert ihr Erkenntnisinteresse auf die Frage, warum sich viele junge Wähler bei der Bundestagswahl 2017 nicht beteiligt haben, und begründet die Relevanz dieser spezifischen Untersuchung.

4 THEORETISCHER RAHMEN: Hier wird die Theorie des rationalen Wählers nach Anthony Downs herangezogen, um zu analysieren, wie Wähler ihren politischen Nutzen bewerten und welche Rolle ökonomische Rationalität bei der Wahlentscheidung spielt.

5 METHODISCHER RAHMEN: Das Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, welches auf einer durch qualitative Merkmale erweiterten quantitativen Befragung basiert, um individuelle Motive und den Wissensstand junger Menschen zu erfassen.

6 EXEMPLARISCHER RAHMEN UND ERGEBNIS: Abschließend werden die Ergebnisse der Interviews präsentiert, die aufzeigen, dass trotz theoretischem Vorwissen oft der praktische Bezug zum politischen Alltag fehlt und die schulische politische Bildung Defizite in der Vermittlung kausaler Zusammenhänge aufweist.

Schlüsselwörter

Wahlbeteiligung, Politikverdrossenheit, Jungwähler, Bundestagswahl 2017, Politische Bildung, Demokratie, Nichtwähler, Rationaler Wähler, Politische Teilhabe, Wahlverhalten, Politische Sozialisation, Demografischer Wandel, Politische Legitimation, Jugendforschung, Qualitative Befragung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sinkenden Wahlbeteiligung junger Menschen in Deutschland und sucht nach den Ursachen für dieses Phänomen im Kontext der Bundestagswahl 2017.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen das Wahlverhalten der 18- bis 25-Jährigen, die Rolle der politischen Bildung in Schulen sowie die Auswirkungen von Politikverdrossenheit auf die demokratische Legitimität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Beweggründe für die Nichtteilnahme an Wahlen bei jungen Erwachsenen zu verstehen und aufzuzeigen, inwieweit Wissenslücken oder fehlender Praxisbezug in der politischen Bildung hierfür verantwortlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine methodische Kombination: Eine quantitative Befragung, die durch qualitative Aspekte ergänzt wurde, ermöglicht es, tiefergehende Einsichten in die Denkweise der befragten jungen Wähler zu gewinnen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung mittels des Modells des „rationalen Wählers“, eine methodische Darstellung sowie die Auswertung von Interviews, die Einblicke in die Wahrnehmung des politischen Systems durch junge Menschen geben.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Wahlbeteiligung, Politikverdrossenheit, politische Bildung, junge Generationen, demokratische Teilhabe und rationale Wahlentscheidung.

Warum wird speziell die Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen untersucht?

Diese Gruppe ist besonders relevant, da sie sich in einer Lebensphase befindet, in der die Weichen für eine lebenslange politische Partizipation gestellt werden, und die Wahlbeteiligung hier zuletzt überdurchschnittlich abgenommen hat.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin in Bezug auf die politische Bildung?

Die Autorin schlussfolgert, dass die rein theoretische Vermittlung politischer Prozesse in der Schule nicht ausreicht; es mangelt an der Verknüpfung mit der Tagespolitik und am praktischen Verständnis für die Bedeutung der eigenen Stimmabgabe.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wahlmüdigkeit. Fehlende Motivation und Attraktivität der Politik für junge Menschen?
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V998074
ISBN (eBook)
9783346373069
ISBN (Buch)
9783346373076
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wahlmüdigkeit junge Menschen Politik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Wahlmüdigkeit. Fehlende Motivation und Attraktivität der Politik für junge Menschen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/998074
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Leseprobe aus  13  Seiten
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