Endokrine Organe und der die Herz-Kreislauf Schockspirale


Einsendeaufgabe, 2020

19 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Teilaufgabe 1

Endokrine Organe im Dienst des Hormonsystems mit Beschreibung

Jeweils eines Hormons und dessenFunktion
1.1 Der Hypothalamus
1.2 Dopamin
1.3 Nebennieren
1.4 Cortisol
1.5 Schilddrüse
1.6 Trijodthyronin
1.7 Nebenschilddrüsen
1.8 Parathormon

Teilaufgabe 2

Beschreibung des Herz- Kreislauf- Schocks am Modell der Schockspirale
2.1 Auslöser der Schockspirale
2.2 Beschreibung eines Herz- Kreislauf- Schocks

Teilaufgabe 3

Welche Art der Immunreaktion liegt einer „anaphylaktischen Reaktion“ zugrunde? Beschreibung des biochemischen Ablaufs dieser Reaktion
3.1 Die Immunabwehr bei einer anaphylaktischen Reaktion
3.2 BiochemischeReaktionbei einer anaphylaktischen Reaktion
3.3 Mediatoren
3.4 Anaphylaktische Reaktion
3.5 Spätphase und mögliche Folgen

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

ADS Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom

IgE Immunglobulin E

PIH Prolactostatin(Dopamin)

PTH Parathormon

T3 Trijodthyronin

T4 Thyroxin

ZNS ZentralesNervensystem

Abbildungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Teilaufgabe 1

Endokrine Organe im Dienst des Hormonsystems mit Beschreibung jeweils eines Hormons und dessenFunktion Die vier endokrinen Organe, die hauptsächlich im Dienst des Hormonsystems stehen, sind: der Hypothalamus, die Nebennieren, die Schilddrüse und die Nebenschilddrüsen.

1.1 Der Hypothalamus

DerHypothalamusist ein Teil des Zwischenhirns.Er ist funktionell und morphologisch eng mit der Hypophyse verbunden.Zusammen bilden siedas zentrale Steuersystem für die Bildung von Hormonen der Schilddrüse, Nebennieren [und] Gonaden [1[ Dabeiwird vomHypothalamus- Hypophysen- Systemgesprochen. Diesesgiltals Kontaktstelle zwischen dem Nerven- und Hormonsystem.Der Hypothalamus verarbeitet Informationen, welchevon außensowie von innen auf den Körper einwirken und kann diese in“hormonelle Befehle” umwandeln und an die Hypophyse weitergeben. 3

Der Hypothalamus produziert hauptsächlich Peptide. Diese werden, je nachdem ob sie die Hypophysen-Ausschüttungfördernoder hemmen, alsReleasingHormone oderInhibitingHormone bezeichnet.

Im Folgenden soll näher aufdas vom HypothalamusproduzierteDopamin(Prolactostatin, PIH)eingegangen werden.

1.2 Dopamin

Dopamin steuert die allgemeine Motorik. Es ist verantwortlich für die Übertragung der Erregung von der Nervenzellein die Muskelzelle.Mittlerweilewird davon ausgegangen, dass bei einer Parkinson- Erkrankungdas Areal des Hirns,indem Dopamin produziert wird, degeneriert ist. Auf Grund dieser Degenerationwirdzu wenig des Hormons produziert und es kommtzu den,die Krankheit auszeichnenden,motorischen Ausfällen.10

Des Weiterenspielt Dopamin eine große Rolle das Suchtverhalten betreffend.Viele Drogen (Suchtmittel) wirken im Belohnungssystemdes Gehirns.Durchvermehrte Ausschüttung(beiz.B. Amphetaminkonsum)oder das Verhindern des Abbaus(beiz.B. Kokainkonsum)von Dopamin,kommt es zugesteigertenGlücksgefühlen.15

Dopamin steuert die Aktivität, den Antrieb und die Motivation des Menschen.Durch eine Störung am Dopamin- Rezeptor und am Dopamin- Transporter- Gen kommt es zu “Fehlfunktionen” im Gehirn, bezüglich der ausreichenden Versorgung mit Dopamin oder des zu schnellen Abbaus. Daraus resultieren dieteilweise überschießenden Reaktionen, die bei einemAufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) auftreten.11

Über das zentrale Nervensystemmoduliert Dopamindie Darmtätigkeit und fördert die Durchblutung der Niere.10

Besteht ein Mangel an Dopamin kann eine endogene Depression ausgebildet werden.Kommt es hingegen zu einer Überfunktion im mesolimbischen System, kann dies zu einer Schizophrenie führen.10

Schlussendlich wird Dopamin auch in der Schocktherapie eingesetzt. Durch die Verabreichungwird eine Erhöhung der Kontraktionskraft des Herzens erreicht. Hinzu kommt die Verengung der Gefäße von Haut und Muskulatur, sowie eine bessere Durchblutung der Nieren.10

1.3 Nebennieren

DieNebennierenbefinden sich auf dem oberen Pol der Nieren, gelten aber als eigenständige Organe. Die Nebennieren bestehen aus drei Schichten, welche jeweilsverschiedene Steroidhormone produzieren.Von außen nach innen werden die Schichten als Zonaglomerulosa, Zonafasciculataund Zonareticularisbezeichnet.

Die verschiedenen Schichten der Nebennierenrinde produzieren unterschiedliche Hormone. Eines der wichtigsten, in der Zonafasciculataproduziertes, Steroidhormon ist das Cortisol.

1.4 Cortisol

Cortisolwird (nebenCorticosteron) als Glucocorticoid bezeichnet.Glucocorticoide sind sogenannte Stresshormone. Ihre Aufgabe ist dieBereitstellungvonEnergie in Form von Glukose und Fettsäurenin Stresssituationen.1

Je nach körperlicher Belastung oder TageszeitwirdCortisol in unterschiedlicherMenge produziert. In Stresssituationen reagiert der Körper mit einer erhöhtenCortisolausschüttung.9

Das Cortisolwirkt im Stoffwechsel vor allem auf denFettstoffwechsel, den Kohlehydrathaushalt und den Eiweißumsatz.Das Cortisol erhöht dieGlucosekonzentration im Blut und somit wird Energiebereitgestellt.Zusammen mitAledesteronreguliert Cortisol die Salzausscheidung.9

Im Herz- Kreislauf führt Cortisol zu einer Verstärkung der Gefäßkontraktion und der Herzkraft.(Silbernagel, 2001)Des Weiteren reguliert Cortisol über die Blutsalze den Blutkreislauf.Es wirkt antiallergisch undantientzündlich, da es die Histaminfreisetzung hemmt.

Stress, welcher durch körperliche Arbeit oder psychische Belastung, ausgelöst wird, erhöht die Ausschüttung von Cortisol. Der Energiestoffwechsel wird mobilisiert, die Herzleistung erhöht.Durch eine Sepsis (körperlicher Stress) oder eine Depression (psychischer Stress) wird der Cortisolspiegel den ganzen Tagauf einem sehr hohen Niveau gehalten. 5

Kommt es zu einemCortisolüberschusswird der Zuckerstoffwechsel gestört und es kommt zur Ausbildung einerDiabetismellitus. Der Blutdruck ist erhöht. Das Immunsystem ist geschwächt, es kommt zu einer Infektanfälligkeit. Die Blutgerinnung ist gehemmt. Folgen sind die Neigung zu Hämatomen und Hauteinblutungen. 9

Demgegenüber steht ein Cortisolmangel. Dieserführt unter anderem zu Infektanfälligkeiten (geschwächtes Immunsystem), Unterzuckerung, niedrigem Blutdruck (Schwindel) oder Zyklusstörungen.Durch den Mangel an Cortisol kann der Körper in Stresssituationen nicht mehr angemessen reagieren. Durch eine Übersäuerung des Blutes tritt nachfolgend eine Kreislaufschwäche und Benommenheit auf. 9

1.5 Schilddrüse

Die Schilddrüseist mit einem Gewicht von 20 bis 80 Gramm eine relativ große Hormondrüse.Indenkugelförmigen Hohlräumen (Follikeln) der Schilddrüse werden die HormoneTriiodthyronin und Thyroxinin langen Peptid- Ketten eingebunden,aufbewahrt.Der Stoffwechsel von fast allen Körperzellen ist von Schilddrüsenhormonen abhängig.Sie steuernbeispielsweise Körperwachstum, Gehirnentwicklung und Körpertemperatur.

1.6 Trijodthyronin

Trijodthyronin(T3)ist einHormon, welches von der Schilddrüse produziert wird.Trijodthyronin ist inseinerWirkungsweiseeng mit Thyroxin (T4) verbunden. Beide Hormone sindHormone, die vom Jod abhängig sind.Nur ein sehr geringer Teil der Schilddrüsenhormone liegt in biologisch freier Form vor.T3 ist weitaus aktiver in seiner Wirkungsweise als T4, aber auch “kurzlebiger”. ImBedarfsfallkann der Körper durch Konversion (Abspaltung einesJodatoms) aus Thyroxin Trijodthyronin erzeugen. 1

Die beiden Hormone sind schwerunabhängigvoneinander zu betrachten. Gemeinschaftlichsteigern sie denUmsatzder freien Fettsäuren und fördern den Cholesterinabbau. T3 und T4 sind wichtige Hormonefür WachstumundReifungdes Gehirns und des Skelettsystems. Über denStoffwechselbeeinflussen sie denWärmehaushaltdes Körpers.Sie zeigen sich verantwortlich für eine normale Nerventätigkeit, Muskelfunktion und einen normalen Knochenstoffwechsel.Des Weiteren hemmen sie die Protein- und Glycogensynthese. Die Sensibilität desHerzmuskelsgegenüber Katecholaminen (Dopamin und seinen Derivaten)wird erhöht.Durch T3 und T4werden die Kontraktionskraft des Herzensmuskels und das Herzzeitvolumen erhöht.Die Regulation des Fettstoff- und Bindegewebswechselserfolgt durchdie beiden Hormone.[1, 17]

Bei einem Mangel von T3 und T4im Körperwird von einer Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)gesprochen.Dieskannzu Apathie(Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Müdigkeit)führen. Viele Patienten sprechen von einer Abnahme der Leistungsfähigkeit.Begleitende Symptome sind auch Frieren und häufig eine Gewichtszunahme.Fehlen die Hormone, kommt es zu einer Reflexverlangsamung und/ oder einer Myopathie (Erkrankung/ Schwächung der Muskulatur).1

Dem gegenüber steht ein Überangebot von Schilddrüsenhormonen im Blut.Dabei wird von einer Hypothyreose (Schilddrüsenüberfunktion)gesprochen. Patientenklagen häufig über Schlafstörungen, Unruhe,Nervositätund nächtliches Herzrasen.Durch die Beschleunigung des Fettstoffwechsels und Proteinumbaus kommt es häufig zu einer Gewichtsabnahme.1

1.7 Nebenschilddrüsen

Die Nebenschilddrüsen (Epithelkörperchen) werden, in die Organkapsel eingeschlossen, an der Rückfläche der Schilddrüse, gefunden.Auch hier gilt, wie bei den Nebennieren: trotz ihrerunmittelbaren Nähe zur Schilddrüse, sind die Nebenschilddrüsenfunktionellals eigenständiges Organ anzusehen.In den Nebenschilddrüsenwird das Parathormon (PTH) gebildet.PTH fungiert als Gegenspieler,zum von der Schilddrüse produzierten,Kalzitonin.

PTH undKalzitoninsind die beiden wichtigsten Hormone zu Regulation des Kalziumspiegels im Körper.

1.8 Parathormon

Das Parathormon (Parathyrin, PTH)ist ein Peptidhormon.PTH fördertkurzfristigdie Bereitstellung vonKalziumaus den Knochen, da ein zu niedrigerKalziumspiegel gravierende Folgen für den Organismus hat.Kalzium ist lebensnotwendig für den Körper. Es ist an der Blutgerinnung, der Kontraktion aller Muskelgruppen und der Erregung von Herzmuskelzellen beteiligt.14 Beider Bereitstellung desKalziums aus den Knochen, durch das Aktivieren der Osteoklasten, durch das PTH,löst sich auch Phosphat. Das freieKalziumim Blut erhöht sich nur, wenn das Phosphat abgebaut wird. Dies geschieht über dieNieren.18 Hinzu kommt eine Reabsorption vonKalzium durch die Nieren (ausgelöst durch das PTH).

Es kann gesagt werden:“Sinkt die KonzentrationdesKalziumsunter den Normalwert (Hypokalzämie),wird vermehrt PTHinsBlut abgegeben, steigt sie darüber, vermindertsich die PTH- Ausschüttung.”[5, S. 290]Ziel des Hormones ist immer denKalziumspiegelwieder anzuheben.

Der Mangel an PTH oder dessen Unwirksamkeit führtzu Hypokalzämie, es kommt zu Krämpfen (Tetanie). Ein Übermaß an PTH führt zu einerHyperkalzämie, hier kann esbeispielsweise zuVerkalkungen der Niere kommen. Im schlimmsten Fallführteine Hyperkalzämie zum Koma, einer Niereninsuffizienz oderHerzrhythmusstörungen.5

Auslöser einer Hypokalzämie könnenz.B.einHypoparathyreoidismus(Nebenschilddrüsenunterfunktion), Vitamin-D- Mangel oder Medikamente sein.

Als Ursachen einer Hyperkalzämie können Nebenniereninsuffizienz,Sarkoidose oder eine Vitamin- Überdosierung (D)genannt werden.13

Teilaufgabe 2

Beschreibung des Herz- Kreislauf- Schocks am Modell der Schockspirale

2.1 Auslöser der Schockspirale

Der Herz-Kreislauf- Schock ist immer ein klinischer Notfall!

Als Schock wird eine lebensbedrohliche Kreislaufstörung beschrieben, die zu Mikrozirkulationsstörungen und einer Sauerstoffunterversorgung von Gewebe führt. (https://www.amboss.com/de/wissen/Schock)

Grundsätzlich kannunterschieden werdenzwischen:

- hypovolämischen Schock, nach großem Blut-oder Flüssigkeitsverlust (Erbrechen/ Durchfall)
- Kardiogenem Schock (Herzinfarkt, Herzklappenverengung, Verletzung oder Erkrankung der Lunge)
- Anaphylaktischem Schock (ausgelöst durch Allergene in Insektengift, Lebensmitteln oder Medikamenten)
- Septischer Schock (nach/ durch Infektionen)

Unter anderem kommt es imZuge eines Pumpversagen des Herzens, z.B. bei einem Herzinfarkt;bei der Verminderung der zirkulierenden Blutmenge, wie bei einem Verkehrsunfall mit hohem Blutverlust des Unfallopfers,durch Verletzungen der großen Arterien oder Venen;oder aber durchdas Versagen der peripheren Kreislaufregulation, zu einem Herz- Kreislauf- Schock.

Die “Schockspirale”kann aufgrund ihrer verschiedenen Auslöser an unterschiedlichen Stellen beginnen.Hat sich derKreis geschlossen, schreitet das Geschehenunabhängig von der auslösenden Ursache fort. 2

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Endokrine Organe und der die Herz-Kreislauf Schockspirale
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V998510
ISBN (eBook)
9783346370105
ISBN (Buch)
9783346370112
Sprache
Deutsch
Schlagworte
endokrine Organe im Hormonsystem, Schockspirale, anaphylaktische Reaktion
Arbeit zitieren
Jacqueline Sander (Autor), 2020, Endokrine Organe und der die Herz-Kreislauf Schockspirale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/998510

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