Der Jupitermond Europa


Referat / Aufsatz (Schule), 2000
3 Seiten, Note: 13 Punkte

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Der Jupitermond Europa

1. Leben auf Jupitermond Europa möglich?

- um mögliches Leben auf dem Jupitermond Europa zu finden, müsse man nicht erst durch die dicke Eisdecke bohren
- Wissenschaftler glauben vielmehr, daß die unzähligen Risse in der eisigen Oberfläche eine viel bessere Umgebung für Leben seien.
- die Risse böten eine geradezu ideale Umgebung.
- enorme Gravitationswirkung des Jupiter sorgt dafür, daß die Mondoberfläche durchgewalkt wird und warmes Wasser durch die Risse nach oben dringen kann.
- das macht Europa außerordentlich bewohnbar
- Wissenschaftler vermuten bereits seit einiger Zeit, daß es unter der eisigen Oberfläche eine wasserführende Schicht gibt
- doch für die Entwicklung von Leben würde auch eine Energiequelle, wie etwa in Form von Sonnenlicht, benötigt
- durch Analysen der deutsch-amerikanischen Galileo Sonde weiß man, daß die Eisdecke mehr als sechs Kilometer dick ist
- Aber selbst wenn sie um ein vielfaches dünner wäre, könne kein Sonnenlicht hindurchdringen
- durch Eisritzen, die sich bis zu einem Meter öffnen, können Moleküle durch das Sonnenlicht gespalten werden und somit Energie für mögliches Leben liefern
- das Sonnenlicht könnte sogar einige Meter unter die Oberfläche dringen und dort eine Photosynthese antreiben
- prinzipiell könnte es einen Meter unter der Oberfläche Organismen geben, die sich mit ihren Wurzeln an die Spalten heften und ihre kleinen Blätter der Sonne entgegenstrecken
- wenn es wirklich Leben in den Spalten gibt, dann wären sie geradezu überfüllt damit

Laut Richard Greenbergs Theorie ist aber auch die Gefahr gegeben, daß eine auf der Oberfläche des Mondes landende Raumsonde diesen mit eingeschleusten Mikroben kontaminiert. Was der Fall sein könnte, wenn Galileo am Ende seiner Mission auf Europa aufschlägt, um in einem letzten Atemzug so detaillierte Ergebnisse wie nur möglich zur Erde zu senden. Doch steht dies nach wie vor noch zur Diskussion und gilt als noch nicht beschlossen.

2. Bringt die Sonde Galileo "Außereuropäische" auf den Jupitermond Europa?

Eine Invasion Außerirdischer geistert alle 3ahre wieder durch die globalen Gazetten. Für den Jupitermond Europa kann ,,die Katastrophe" bald bittere Realität werden. Denn wenn die US-Raumsonde Galileo - wie geplant - auf dem Jupitertrabanten zerschellt, besteht die Gefahr, dass Irdische Organismen quasi als ,,Europa-Außerirdische" von dem Mond Besitz ergreifen.

- Europa gilt als einer der letzten Himmelskörper, der in unserem Sonnensystem Lebensformen beherbergen könnte
- In den vergangenen Monaten erforschte die NASA mit der Raumsonde Galileo die beiden Jupitermonde
- nun sieht ein ,,National Research Council" (NRC) die Gefahr, dass Galileo unfreiwillig irdisches Leben nach Europa importieren könne, wenn die Sonde auf ihrem letzten Weg gegen den Mond prallen soll
- das NRC-Kommitee hat daher vorgeschlagen, Galileo nach der Mission auf dem Mutterplaneten Jupiter ,,zu entsorgen"
- laut der NASA ist es sehr wahrscheinlich, dass sich irdische Organismen in der Sonde eingenistet haben, die sich bei einem Kontakt mit der Europaumwelt dort ausbreiten könnten

Zitat - NASA:

,,Wir würden uns selbst alle Chancen nehmen, bei künftigen Missionen ein objektives Bild von dem Himmelskörper zu erhalten."

- bisher ist über Europa nur wenig bekannt
- noch ist nicht widerlegt, dass sich unter der eisigen Oberfläche vielleicht Organismen entwickelt haben, die frühen Lebensformen auf der Erde gleichen
- das biologische Potenzial Europas schätzen NASAWissenschaftler sehr hoch ein.

Noch wird gerätselt, ob es auf Europa vielleicht Ozeane und natürliches Leben geben könnte.

3. Daten über den Mond Europa

- mit einem Durchmesser von 3138 km ist Europa der sechstgrößte Mond in unserem Sonnensystem
- geringfügig kleiner als unser Mond
- ist das glatteste Objekt im Sonnensystem mit topographischen Höhenunterschiede unter einem Kilometer
- mittlere Dichte beträgt rund 3.0 gicm3
- das Innere wird vermutlich von einem dicken silikatischen Mantel und einem kleinen Eisen-Schwefel-Kern gebildet
- die sichtbare Oberfläche besteht aus einer dünnen, von einem dichten Netzwerk von Spalten überzogenen Eisschicht
- darunter befindet sich eine rund 100 km mächtige Schicht aus weichem Eis oder Wasser
- die neuen Bilder der Galileo-Sonde zeigen eine bemerkenswerte Ähnlichkeit nach
Größe und Geometrie der Oberflächenstrukturen mit irdischen Eisschollen im polaren Bereich
- die oberflächliche Eisschicht ist möglicherweise nur sehr dünn und schwimmt auf einem flüssigen Wasserozean
- Ursache der Bewegungen der Schollen gegeneinander könnten im Falle Europas Konvektionsbewegungen sein
- unklar ist zur Zeit, ob dieser Ozean bis auf den heutigen Tag existiert
- Meteoritenkrater fehlen weitgehend, was auf eine sehr junge, nur wenige Millionen Jahre alte Oberfläche hindeutet
- Europa ist also wahrscheinlich ein geologisch aktiver Körper
- die nötige Wärmeenergie wird neben dem Zerfall radioaktiver Elemente vor allem durch Gezeitenreibung im starken Gravitationsfeld des Jupiter erzeugt

Zitat - NASA:

"Sollte es einen heute existierenden Ozean aus flüssigem Wasser auf Europa geben, so stellt sich automatisch auch die faszinierende Frage, ob es Leben auf diesem fremden Himmelskörper gibt. Die Anwesenheit flüssigen Wassers als Lösungsmittel für biologische Vorgänge ist wohl eine Grundvoraussetzung für die Existenz von Leben."

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Details

Titel
Der Jupitermond Europa
Note
13 Punkte
Autor
Jahr
2000
Seiten
3
Katalognummer
V99853
Dateigröße
420 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
3-seitiges Referat ohne Sekundärliteratur.
Schlagworte
Jupitermond, Europa
Arbeit zitieren
Janek Radomsky (Autor), 2000, Der Jupitermond Europa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99853

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