Schiller, Friedrich - Maria Stuart


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

15 Seiten, Note: 1


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Maria Stuart

1.Aufzug 1.Auftritt

Hanna Kennedy: Marias Amme Paulet: Marias Kerkermeister Drugeon Drury: Marias Kerkermeister Paulet und Drury wollen versuchen Marias Schrank zu öffnen, was Kennedy jedoch zu verhindern versucht. Sie macht den Männern die bittersten Vorwürfe über die schlechte Behandlung, die sie Maria zuteil werden lassen, und klagt über die Härte und Gewalttätigkeit, die die arme gefangene Maria erleiden muss. Paulet aber sieht in Maria nur die Mörderin des eigenen Gemahls und die Geliebte Bothwells und bezeichnet sie als listige Verführerin, die nur Unheil um sich verbreite und nach England gekommen sei, um Elisabeth zu stürzen und den Katholizismus wieder einzuführen. Paulet und Drury wollen Maria denn Schmuck wegnehmen, mit dem sie versucht hat den Gärtner zu bestechen, dass er ihr helfen solle zu fliehen. Sie finden einen Brief an Elisabest. Paulet glaubt, dass Maria Parry, Norfolk und Babington dazu angestiftet hat, sie zu befreien. Kennedy ist der Meinung, dass Maria nach England kam, weil sie Schutz bei ihren Verwandten gesucht hatte. Hätte Maria den Edinburger Vertrag unterschrieben und somit die Ansprüche auf den englischen Thron abgegeben und die protestantische Religion in Schottland in staatlichen Schutz ge nommen, dann wäre sie heute frei.

1.Aufzug 2.Auftritt

Hanna Kennedy: Marias Amme Paulet: Marias Kerkermeister Maria Stuart: Gefangene Halbschwester von Elisabeth Bei den Sachen, die Paulet Maria weggenommen hat, ist ein Brief von Maria an ihre Halbschwester Elisabeth und Königin von England, den Paulet ihr persönlich überbringen soll. In dem Brief steht, dass sich Maria mit Elisabeth treffen möchte und ihr versuchen alles zu erklären. Maria will außerdem eine Beichte bei einem Priester ihrer Kirche (katholisch) und nicht bei einem Priester der englischen Kirche, sie will ihr Testament verfassen. Maria möchte wissen ob ihr Urteil schon gefällt ist.

1. Aufzug 3.Auftritt

Paulet: Marias Kerkermeister, will Marias rechtlichen Tod Mortimer: Paulets Neffe, liebt Maria und will ihr helfen Maria Stuart: Gefangene Halbschwester von Elisabeth Mortimer, Paulets Neffe, ruft seinen Oheim (Onkel) ab, ohne Maria irgendwie zu beachten.

1.Aufzug 4.Auftritt

Maria Stuart: Gefangene Halbschwester von Elisabeth Hanna Kennedy: Marias Amme Maria ist zu tiefst erschüttert und gesteht ihrer treuen Amme die ganze schwere Schuld, die sie sich durch Darnleys Ermordung und die Verheiratung mit Bothwell aufgeladen hat. Kennedy jedoch versucht ihr Mut zuzusprechen, dass sie ihn ja umgebracht hat und es damals schwere Zeiten waren und seit dem ja auch nichts mehr lasterhaftes Vorgefallen ist.

1.Aufzug 5.Auftritt

Maria Stuart: Gefangene Halbschwester von Elisabeth Hanna Kennedy: Marias Amme

Mortimer: Paulets Neffe, liebt Maria und will ihr helfen

Mortimer betritt wieder, aber diesmal in scheuer Zurückhaltung, Marias Zimmer und bittet sie um eine Unterredung, wird aber abgewiesen. Er überreicht ihr eine Karte des Oheims, des Kardinals von Guise, aus der sie grenzenlosen Erstaunen ersieht, dass er als Freund kommt.

1.Aufzug 6.Auftritt

Maria Stuart: Gefangene Halbschwester von Elisabeth Hanna Kennedy: Marias Amme

Mortimer: Paulets Neffe, liebt Maria und will ihr helfen

Mortimer erzählt Maria wie er ein strenger Katholik geworden ist. Maria kann nicht glauben, dass Elisabeth sich entschlossen hat, die Hinrichtung zu verfügen; lebenslängliche Kerkerhaft scheint ihr das Schlimmste zu sein, was ihr bevorstehen kann. Aber Mortimer zeigt ihr eindringlich die Gefahr und weist darauf hin, dass England schon mehr königliche Frauen hat hinrichten lassen. Mortimer hat schon alles zur Rettung Marias vorbereitet. Maria lehnt jedoch entschieden jede Gewalttat ab; nur ein einziger Mann könne sie retten, ihm müsst er einen Brief von ihr überbringen und sich ihm anvertrauen, und er werde ihm dann auch den richtigen Weg zeigen, nämlich Graf Leicester.

1.Aufzug 7.Auftritt

Maria Stuart: Gefangene Halbschwester von Elisabeth Lord Burleigh: Marias Erzfeind

Paulet: Marias Kerkermeister, Marias Feind

Burleigh bringt Marias Todesurteil mit, gegen dieses sie jedoch sofort Einspruch erhebt: Als freie Königin eines freien Landes sei sie nicht den Gesetzen Englands unterworfen; ihre Richter seien von der Königin von England, ihrer Gegnerin, abhängig und sieser zu jedem Dienste bereit; ihre Richter seien Protestanten Englands, sie selbst aber Katholikin und Schottin; man habe das Gesetzt, nach dem sie verurteilt, erst für sie geschaffen und endlich habe man - entgegen den Landesgesetzten - die Zeugen ihr nicht gegenüber gestellt, ebenso wie statt die Originalbriefe nur Kopien vorgelegt worden seien. Demgegenüber sucht Burleigh ihre Einwände zu entkräften, indem er der Reihe nach auf ihre Beschuldigungen antwortet und ausführt, dass sie ja selbst den Klageartikel gehört habe; dass sie auf englischem Grund und Boden lebe, laso auch englischen Gesetzen unterworfen sei; dass der Gerichtshof nur aus den edelsten Männern und höchsten Würdeträgern des Reiches bestanden habe, die erhaben seine über den Verdacht niedriger Parteileidenschaft; sie dagegen habe durch Erscheinen in England einen Bürgerkrieg entfesselt zum Zwecke der Vereinigung Englands und Schottlands; das von ihr beanstandete Gesetzt sei nur zu ihrer Warung erlassen worden; die Schreiber hätten ihre Aussagen mit einem heiligen Eid beschworen und endlich habe man ihr die richtigen Dokumente und keine Kopien vorgelegt.

1.Aufzug 8.Auftritt

Burleigh: Marias Erzfeind

Paulet: Marias Kerkermeister

Paulet stellt fest, dass man Maria die Zeugen gegenüberstellen hätte müssen, um Englands Feinden jeden Anlass zu gehässigen Gerüchten zu nehmen. Als Burleigh den Wunsch von Elisabeth erwähnt, Maria durch Gift heimlich im Gefängnis sterben zu lassen, weißt Paulet von Entrüstung des Ansinnen eines Mordes zurück.

2.Auzug 1. Auftritt

Davison: ein Richter von Maria Graf von Kent

Graf von Kent kommt von dem Turnier zurück, das Elisabeth zu Ehren der französischen Brautwerbungsgesandtschaft veranstaltet hat. Der Herzog von Ajou hatte um ihre Hand angehalten.

2.Aufzug 2.Auftritt

Davison: ein Richter von Maria Graf von Kent

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Graf Aubespine: französischer Gesandter

Bellievre: französischer Botschafter, protestierte gegen die Verurteilung Marias

Elisabeth erteilt dem französischen Gesandten die Abschiedsaudienz. Obwohl Elisabeth

jungfräulich sterben wollte hat sie nun die Absicht den Herzog von Ajou zu heiraten um den Frieden mit Frankreich zu sichern, außerdem verlangt das Volk nach einem Nachfolger für den Thron.

2.Aufzug 3.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Leicester: will Maria helfen und liebt sie Burleigh: Marias Erzfeind

Talbot Shrewsbury: will nicht, dass Maria hingerichtet wird Burleigh verlangt die Hinrichtung Marias: Solange diese lebe, könne Elisabeth und mit ihr England nicht zur Ruhe kommen; dagegen sjpricht Talbot Elisabeth das Recht ab, über die Schottenkönigin Gericht haten zu lassen, und warnt sie, Englands und ihren Ruhm zu beflecken. Dann bittet er um Gnade für die Gefangene, weil ihr kein Anwalt zur Seite stehe und die Richter sie verurteilt hätten, nur um bei Elisabeth nicht in Ungnade zu fallen. Leicester stellt die Hinrichtung Martias als bedenklich hin.

2. Aufzug 4.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Leicester: will Maria helfen und liebt sie Burleigh: Marias Erzfeind

Talbot Shrewsbury: will nicht, dass Maria hingerichtet wird Paulet: Marias Kerkermeister

Mortimer: will Maria helfen

Paulet erscheint mit seinem Neffen Mortimer, um ihn bei Hof einzuführen. Dann übergibt Paulet Marias Brief, in dem sie um eine Unterrdung mit der englischen Königin bittet. Ihren vorher geäußrten Ansichten entsprechend verhalten sich die Staatsräte zu dieser Bitte: Burleigh ist dagegen, Talbot dafür, während Leicester die Entscheidung der Königin überlässt.

2. Aufzug 5.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Mortimer: will Maria helfen Die Königin ruft Mortimer zurück, um ihn für ihre Pläne zu gewinnen. Er verspricht ihr, die Gegnerin heimlich aus dem Weg zu räumen.

2.Aufzug 6.Auftritt

Mortimer: will Maria helfen

Mortimer will Graf Leicester sprechen, um ihm Marias Brief zu übergeben, wenn er auch kein Vertrauen in ihn hat; er will die Gefahr der Rettung der Königin auf sich nehmen, um sie für sich zu gewinnen.

2.Aufzug 7.Auftritt

Mortimer: will Maria helfen Paulet: Marias Kerkermeister Paulet kehrt zurück, um seinen Neffen zu warnen, nicht auf die Pläne der Königin einzugehen.

2.Aufzug 8.Auftritt

Leicester: will Maria helfen, liebt Maria Mortimer: will Maria helfen Leicester will hören, was Mortimer ihm zu sagen hat. Beide sind zunächst voll Misstrauen gegeneinander, als aber Mortimer Brief und Bild der Gefangenen übergibt und Leicester das Bild küsst, beschließt er ihm zu vertrauen. Daraufhin offenbart ihm Mortimer den Plan, den er zur Befreiung Marias gefasst hat.

2.Aufzug 9.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Leicester: will Maria helfen und liebt sie

Elisabeth kehrt zurück und ist über die Betroffenheit Leicesters verwundert; dieser versteht geschieckt seine Verwirrung zu verbergen, und indem er ihre Eitelkeit schmeichelt, weiß er sie dahin zu bringen, dass sie auf seinen Plan eingeht und in eine Zusammenkunft mit Maria einwilligt.

3.Aufzug 1.Auftritt

Maria: Elisabeths gefangene Halbschwester Hanna Kennedy: Marias Amme

Gemäß dem Befehl der Königin hat Paulet der Gefangenen die Erlaubnis erteilt, sich im Park aufzuhalten. Sie genießt diese neue lang entbehrte Freiheit; über die Mauern des Parkes hinaus scheift ihr Blick in die Ferne nach ihrer zweiten Heimat, nach Frankreich. Si gibt sich beglückenden Träumen hin.

3.Aufzug 2.Auftritt

Maria: Elisabeths gefangene Halbschwester Hanna Kennedy: Marias Amme

Paulet: Marias Kerkermeister

Paulet teilt Maria mit, ihr Brief an Elisabeth habe ihr nicht nur die freie Bewegung im Park erwirkt, sondern ihre Feindin auch dazu bestimmt, ihr die gewünschte Unterredung zu gewähren; sie jage in der Nähe und werde in wenigen Augenblicken da sein.

3.Aufzug 3.Auftritt

Maria: Elisabeths gefangene Halbschwester Hanna Kennedy: Marias Amme

Paulet: Marias Kerkermeister

Shrewsbury: will dass Maria lebt

Shrewsbury ist der Königin vorausgeeilt, um Maria vorzubereiten. Er beschwört sie, sich zu fassen; mit Milden, von Mitleid zeugenden Worten sucht er sie zu beruhigen, was ihm vor allem dadurch gelingt, dass er ihr mitteilt, nicht Burleigh, sondern Leicester begleite die Königin.

3.Aufzug 4.Auftritt

Maria: Elisabeths gefangene Halbschwester Hanna Kennedy: Marias Amme

Paulet: Marias Kerkermeister

Shrewsbury: will dass Maria lebt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Leicester: liebt Maria Stolz und selbstbewusst betritt Elisabeth den Park und stellt sich, als ob sie gar nicht wisse, wo sie ist und wer ihr genäbersteht; als Leicester sie aufklärt, macht sie ihm Vorwürfe, dass er sie hierher geführt habe. Maria fasst sich rach, entschlossen, sich vor Elisabeth zu demütigen und sie um Gnade zu bitten. Sie kniet vor Elisabeth nieder und sucht ihr Herz zu gewinnen. Sie erinnert sie an die Gnade des Himmels, die sie glücklich und mächtig gemacht habe; sie warnt sie vor Hochmut und beschwört sie, des Blutes zu gedenken, dass in beiden Adern fließe, und es nicht zu entehren; sie erinnert sie an das viele Leid und das unsägliche Elend, dass sie habe tragen müssen; sie schreibt all den Hass und den Zwist, der zwischen ihnen geherrscht hat, dem bösen Schicksal und schlechten Ratgebern zu; sie verzichtet auf ihr Anrecht auf die englische Krone, da sie irdischer Glanz nicht mehr locken können. Aber Elisabeth bleibt kalt; nur hämische Entgegnungen und falsche Beschuldigungen hat sie für die Unglückliche. Sie triumphiert als Königin. Als sie aber auch das Weib in der Gegnerin trifft und entwürdigen will und ihr Gemeinheit vorwirft, gerät diese in leidenschaftlichen Zorn. Vor Zorn glühend, doch mit edler Würde wird sie ihrerseits zur vernichtenden Anklägerin. Vergebens sucht Shrewsbury die Rasende zur Mäßigung zu bewegen, während Leicester die Königin hinwegführen will. Hoheitsvoll steht Maria da und ihre letzten Worte sind von vernichtender Wirkung für ihre Gegnerin. Ohne ein Wort der Erwiderung entfernt sich Elisabeth; die Lords folgen ihr in höchster Bestürzung.

3.Aufzug 5.Auftritt

Maria: Elisabeths gefangene Halbschwester Hanna Kennedy: Marias Amme Maria ist ganz außer sich vor Freunde über ihren Sieg. Ihre Freude wird nicht weniger durch den Hinweis der Kennedy auf die Folgen dieser Unterredung, die besonders schwer sein werden, weil Elisabeths Günstling Leicester der Demütigung beiwohnte; gerade darüber aber ist die Gefangene am meisten erfreut.

3.Aufzug 6.Auftritt

Maria: Elisabeths gefangene Halbschwester Hanna Kennedy: Marias Amme

Mortimer: Paulets Neffe, will Maria helfen

Mortimer, der die Unterredung aus der Ferne mit angehört hat, eilt zu den beiden Frauen. In den überschwenglichen Worten preist er Maria als Siegerin, die ihm in diesem Augenblick wie eine Göttin erscheint. Im Rausch seiner Leidenschaft dringt er auf Maria ein, sodass sie in äußerste Bedrängnis gerät. Voll Entsetzen flieht sie vor ihm.

3.Aufzug 7.Auftritt

Paulet: Marias Kerkermeister

Mortimer: Paulets Neffe, will Maria helfen Drury: Marias Kerkermeister Einer der Verschworenen hat Elisabeth auf ihrem Rückweg nach London zu ermorden versucht; der Stoß ist aber vom Mantel aufgefangen und der Attentäter von Shrewsbury entwaffnet worden. Auf Paulets Befehl wird Maria sofort in das Gefängnis geführt.

3.Aufzug 8.Auftritt

Mortimer: Paulets Neffe, will Maria helfen Okelly: Mortimers Freund

Mortimer kommt sich wie geistesabwesend vor. Da stürzt Okelly, sein Mitverschwörer, auf ihn zu und teilt ihm mit, dass der Anschlag auf Elisabeth missglückt sei. Mortimer erkennt, dass alles so gut wie verloren ist; aber er will nicht wie die anderen sein Heil in der Flucht suchen. Er ist entschlossen, das Äußerste für Maria zu wagen.

4. Aufzug 1.Auftritt

Leicester: liebt Maria

Graf Aubespine: französischer Gesandter Graf von Kent

Graf Aubespine erscheint im Vorzimmer der Königin, wo er sich vor den Grafen Leicester und Kent voller Abscheu über das eben erfolgte Attentat ausspricht; sie weisen ihn jedoch darauf hin, dass der Täter ein Franzose gewesen sei.

4.Aufzug 2.Auftritt

Graf Aubespine: französischer Gesandter Graf von Kent

Burleigh: Marias Erzfeind Davison: Marias Richter

Auch Burleigh gegenüber äußert sich der französische Gesandte in gleicher Weise wie vorher, aber jener weist ihn kurz zurück: In seinem Hause hätten sich Verschwörer versammelt, er sei ebenso schuldig wie die anderen und nur sein Amt schütze ihn vor der gerechten Strafe. Er befiehlt dem Gesandten sofort das Land zu verlassen.

4.Aufzug 3.Auftritt

Leicester: liebt Maria

Burleigh: Marias Erzfeind

Leicester ahnt, dass Burleigh sein Geheimnis kennt. Er gerät in größte Bedrängnis; um sie zu verbergen, fordert er seinen Gegner auf, ihm am Thron der Herrscherin Rede zu stehen. Burleigh glaubt, dass es Leicester schwer fallen werde, sich zu rechtfertigen.

4. Aufzug 4.Auftritt

Leicester: liebt Maria

Mortimer: will Maria helfen

Mortimer kommt, um Leicester zu warnen. Man habe, so teilt er ihm mit, bei der Durchsuchung der Zimmer Marias einen angefangenen Brief an ihn gefunden, in dem die Schreiberin ihn aufforderte, sein Wort zu halten und sie zu retten. Da greift Leicester zum Äußersten; um sich selbst zu retten, wird er zum Verräter; er ruft die Wache und lässt Mortimer als Hochverräter verhaften. Darauf begibt er sich zu Elisabeth, um ihr mitzuteilen, dass er einer schändlichen Verschwörung auf die Spur gekommen sei. Mit einem Dolch erwehrt sich Mortimer der Soldaten, die ihn festnehmen wollen, und gibt sich selbst den Tod.

4.Aufzug 5.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Burleigh: Marias Erzfeind Unterdessen hat Burleigh Elisabeth Marias Brief übergeben und sie davon überzeugt, dass Leicester ein falsches Spiel mit ihr gespielt hat. Sie ist von dieser Nachricht tief betroffen; Maria soll auf dem Schafott vor den Augen ihres Liebhabers sterben und dieser soll ihr dann in den Tod folgen.

4.Aufzug 6.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Leicester: liebt Maria

Burleigh: Marias Erzfeind Leicester beruft sich Elisabeth gegenüber auf die Recht, die ihm ihre bisherige Gunst und seine Liebe zu ihr einräumen. In Gegenwart Burleighs will er sich nicht verantworten, doch bleibt dieser auf ausdrücklichen Befehlt der Königin. Leicester verspottet ihn, dass er auf seine Spürkunst und seinen Scharfblick so stolz sei; denn ohne ihn wäre Maria heute Abend noch befreit worden. Derselbe Mortimer, dem die Königin den Auftrag gegeben Habe, Mari beiseite zu schaffen, sei ein Abgesandter der Guisen gewesen, dessen letztes Ziel die Befreiung der Gefangenen und die Ermordung Elisabeths sei. Er habe dessen Vertrauen zu gewinnen gewusst und alles vereitelt. Mortimer habe sich in seiner Verzweiflung den Tod gegeben. Als Leicester jetzt selbst für die sofortige Hinrichtung der Schottenkönigin drängt, schlägt Burleigh vor, ihn selbst Zeuge der Hinrichtung sein zu lasen. Leicester übernimmt ,,die verhasste Pflicht". Damit sich aber ihr Liebling nicht verletzt fühlt, bestimmt Elsabeth, dass Burleigh, der den Vorschlag gemacht hat, mit Leicester zusammen der Hinrichtung beiwohne.

4.Aufzug 7.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Leicester: liebt Maria

Kent:

Burleigh: Marias Erzfeind

Kent bringt die Nachricht, dass die Stadt in Aufruhr sei; man glaube, der Papst habe Mörder gegen Elisabeth ausgesandt, um die Stuart wieder auf den Thron zu bringen.

4. Aufzug 8.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Leicester: liebt Maria

Kent:

Burleigh: Marias Erzfeind Davison: Marias Richter

Davison bringt den Hinrichtungsbefehl zur Unterschrift. Elisabeth mag das Schriftstück nicht in die Hand nehmen. Sie hat das Gefühl ein großes Unrecht zu tun.

4.Aufzug 9.Auftritt

Shrewsbury: will dass Maria lebt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Leicester: liebt Maria

Kent:

Burleigh: Marias Erzfeind Davison: Marias Richter

Shrewsbury kommt im noch einmal zu warnen. Er hält die Hinrichtung für ein großes

Unrecht. Shrewsbury fordert die Königin zu ruhiger Überlegung ihres Schrittes auf. Elisabeth, durch seine Worte getroffen, verlangt jetzt allein zu sein, um sich bei Gott Rat zu holen. Den

Befehl der Hinrichtung behält sie zurück; die Lords lässt sie sich entfernen, nur Davison bleibt in ihrer Nähe.

4.Aufzug 10.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester

Elisabeth ist allein und sucht sich vor sich selbst zu entschuldigen. Solange Maria lebt, würden sich Frankreich, Spanien und der Papst ihrer annehmen und versuchen, sie wieder auf den Thron zu bringen. Mit dem Tod der Gegnerin wird auch der Feind aufhören, sie eine Bastardkönigin zu nennen. Überall steht ihr Maria im Wege; selbst den Geliebten und den Bräutigam hat sie ihr entrissen. Sie gedenkt der Beleidigung im Park zu Fotheringhay und entschließt sich dann zu dem verhängnisvollen Federstrich, der für immer die Zweifel an ihrer fürstlichen Geburt tilgen soll.

4.Aufzug 11.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Davison: Marias Richter Von dem eintretenden Staatssekretär erfährt sie, dass es Shrewsbury gelungen ist, die tobende Volksmenge zur Ruhe zu bringen. Scheinbar gleichgültig überreicht sie ihm dann den unterschriebenen Hinrichtungsbefehl. Davison ist erschrocken und dringt mit Fragen in sie ein, was mit dem Blutbefehl geschehen soll. Sie gibt ihm eine nichtssagende Antwort, die sie auch auf weiteres befragen nicht genauer fasst. Als er bittet, den Befehlt aus seinen Händen zurück zu nehmen und ihm einem anderen zu übergeben, geht sie rasch weg und erinnert ihn an seine Amtspflicht.

5.Aufzug 1.Auftritt

Hanna Kennedy: Marias Amme Melvil: Marias Haushofmeister

Was Paulet versprochen hat führt er jetzt aus; vor dem Tode der Schottenkönigin soll sie noch einmal die alte Pracht umgeben. So tragen die Diener die königlichen Insignien, die Spiegel und Kostbarkeiten ins Zimmer und schmücken es noch einmal. Kennedys Schmerz ist wortlos; erst als sie den teuren Melvil sieht, den sie so lange nicht gesehen hat, schluchzt sie auf und redet mit ihm über Marias Schicksal.

5.Aufzug 2.Auftritt

Hanna Kennedy: Marias Amme Melvil: Marias Haushofmeister Krul: Marias Kammerfrau

Kurl versichert Melvil, dass die Aussage ihres Mannes falsch gewesen sei und dass sie Marias Unschuld vor Geric ht beschwören woll.

5.Aufzug 3.Aurtritt

Hanna Kennedy: Marias Amme Melvil: Marias Haushofmeister Krul: Marias Kammerfrau Burgoyn: Marias Arzt

Burgoyn, der Leibarzt, rühmt die Seelenstärke Marias. Er verlangt für sie einen Becher Wein zu Stärkung.

5.Aufzug 4.Auftritt

Hanna Kennedy: Marias Amme Melvil: Marias Haushofmeister Kurl: Marias Kammerfrau Burgoyn: Marias Arzt

Maria hat die letzte Dienerinnen aus ihrem Zimmer geschickt, da sie mit ihrem Gott alleine sein will.

5.Aufzug 5.Auftritt

Melvil: Marias Haushofmeister Kurl: Marias Kammerfrau Burgoyn: Marias Arzt Kurl kehrt mit dem Wein zurück, beschreibt die Ausstattung des Hinrichtungsraumes und schildert wie sich die schaulustige Menge um das Blutgerüst drängt.

5.Aufzug 6.Auftritt

Melvil: Maria s Haushofmeister Kurl: Marias Kammerfrau Burgoyn: Marias Arzt

Maria: Elisabeths gefangene Halbschwester

Maria begrüßt Melvil, dem sie die letzten Grüße an ihre Verwandten aufdrängt. Was sie noch

besitzt, verteilt sie unter den Frauen ihrer Begleitung. Küsst jede und reicht allen die Hand zum Abschied.

5.Aufzug 7.Auftritt

Melvil: Marias Haushofmeister

Maria: Elisabeths gefangene Halbschwester

Melvil ist Priester geworden, hat die Weihe empfangen und will Maria nun an den Pforten des Todes die letzte Beichte abnehmen. Sie sinkt vor ihm nieder und erleichtert ihr Herzen durch ihre letzte Beichte. Melvil ergreift den Kelch und reicht ihn ihr. Jetzt ist sie mit ihrem Gott ausgesöhnt und für den Gang zum Schafott bereit.

5.Aufzug 8.Auftritt

Melvil: Marias Haushofmeister

Maria: Elisabeths gefangene Halbschwester Burleigh: Marias Erzfeind

Leicester: liebt Maria

Paulet: Marias Kerkermeister

Burleigh, Paulet und Leicester wollen Marias letzen Wunsch in Empfang nehmen. Sie bittet jedoch nur darum, dass ihr Testament so vollstreckt wird, wie sie es aufgesetzt hat. Ihre Diener sollten frei entscheiden können, ob sie nach Schottland oder nach Frankreich gehen wollen, Melvil soll ihr Herz nach Frankreich zu den Ihren bringen. Maria lässt einen schwesterlichen Gruß an Elisabeth ausrichten, und dass sie ohne Groll aus dem Leben scheide und dass sie um ihre Heftigkeit im Park um Verzeihung bitte. Maria bittet Paulet um verzeihung, da sie die Ursache seines tiefen Leidens ist. Er ist gerührt und gibt ihr die Hand.

5.Aufzug 9.Auftritt

Melvil: Marias Haushofmeister

Maria: Elisabeths gefangene Halbschwester Burleigh: Marias Erzfeind

Leicester: liebt Maria

Paulet: Marias Kerkermeister

Hanna Kennedy: Marias Amme

Burleigh erlaubt, dass Kennedy Maria auf ihrem letzten Gang begleitet. Ihr Blick fällt auf Leicester. Sie verzeiht ihm und wünscht ihm nur, dass seine Hochzeit mit Elisabeth nicht seine Strafe werden möge.

5. Aufzug 10.Auftritt

Leicester: liebt Maria

Leicester bleibt mit seinen quälenden Gedanken allein zur ück. Im Geist sieht er wie Maria enthauptet wird. Leicester stürzt ohnmächtig zu Boden; sein physisches Zusammenbrechen deutet seine innere Vernichtung an.

5.Aufzug 11.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester

Ungeduldig erwartet Elisabeth das Urteil, dass ihre Gegnerin tot ist. Sie hat nach Burleigh und Leicester geschickt, aber keiner ist bis jetzt erschienen.

5.Aufzug 12.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester

Der Page meldet, dass beide Lords die Stadt verlassen haben. Aufs Neue befällt Elisabeth Unruhe. Sie will Davison und Shrewsbury holen lassen.

5. Aufzug 13 Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Shrewsbury: gegen Marias Hinrichtung Shrewsbury war noch mal zum Tower gegangen um die Schreiber zu befragen. Dort fand er Kurl halb wahnsinnig auf seinem Lager vor. Als er ihm sagte, dass Maria hingerichtet werde, sei Kurl auf Nau zugesprungen, um diesen, der ihn zu falschem Zeugnis bewogen habe, zu erdrosseln. Dann sei er ans Fenster gelaufen und habe dem Volk zugerufen, dass seine Aussage falsch und Maria unschuldig sei. Nun bittet Shrewsbury um neue Untersuchungen; Elisabeth geht auf die Bitte ein, um so zu tun, als wisse sie noch gar nicht, dass der Hinrichtungsbefehl schon ausgeführt ist.

5.Aufzug 14.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Talbot: gegen Marias Hinrichtung

Davison: Marias Richter

Als Davison eintritt verlangt Elisabeth den Befehl zurück, da Davison ihn ja nur aufbewahren sollte. Er gerät in Bestürzung und Verzweiflung und Elisabeth macht ihn für die Folgen seines Tuns allein verantwortlich. Talbot erkennt, dass alles nur Heuchelei ist.

5.Aufzug 15.Auftritt

Elisabeth: Englands Königin, Marias Halbschwester Burleigh: Marias Erzfeind

Kent

Burleigh meldet die Vollstreckung des Todesurteils. Elisabeth entlässt Burleigh und lässt Davison in den Tower werfen. Talbot durchschaut alles. Er legt sein Amt als Großsiegelbewahrer nieder. Nun hat Elisabeth nur noch Leicester, der jedoch ist nach Frankreich gegangen. So steht Elisabeth zuletzt allein und verlassen da; sie hat zwar ihre Todfeindin gerichtet, ist aber in Wirklichkeit selbst die Gerichtete.

15 von 15 Seiten

Details

Titel
Schiller, Friedrich - Maria Stuart
Veranstaltung
Vorbereitung zur Arbeit
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
15
Katalognummer
V99873
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schiller, Friedrich, Maria, Stuart, Vorbereitung, Arbeit
Arbeit zitieren
Stefanie Fahlbusch (Autor), 2001, Schiller, Friedrich - Maria Stuart, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99873

Kommentare

  • Gast am 5.3.2002

    toll.

    echt toll

  • Gast am 11.4.2002

    Gute Arbeitshilfe.

    Gute Zusammenfassung. Hat mir weitergeholfen.

  • Gast am 23.4.2002

    Danke,du hast mich gerettet!.

    danke du hast mich gerettet!Hätte jetzt noch den 2.u.3.Akt lesen müssen!ich danke dir!Grüße,michi

  • Gast am 5.5.2002

    Quatsch.

    Jetzt mal ehrlich, diese Arbeit kann einem schon hilfreich sein, wenn man sich im Klaren darüber ist, dass Elisabeth und Maria KEINE Schwestern sind, nicht einmal Halbschwestern. Maria ist die Enkelin von Elisabeths Tante väterlicherseits. Die Anrede Schwester wird nur in Bedeutung davon, dass sie beide Königinnen sind und damit auf der selben Ebene stehen, gebraucht. Wenn jemand das bescheuerte Buch gelesen hat und das nicht kapiert, dann tut er mir echt Leid.

  • Gast am 19.6.2002

    maria stuart.

    du hast nen schönen Namen!

  • Gast am 5.9.2002

    Zu Maria Stuart.

    THX a lot!!! Ohne dich hätte ich bis morgen zig Seiten von diesem eigenwilligen Buch lesen müssen!!

  • Gast am 22.11.2008

    Wirklich Quatsch :D.

    @Quatsch: Hättest du das Buch verstanden, würdest du hier nicht solche großen Töne von dir geben. Historisch mag das stimmen, was du hier von dir gibst, aber in dem Buch stimmt das mit den Halbschwestern. Schiller wird sich seinen Teil dabei gedacht haben, aber ich verstehe, dass nich jeder soweit denkt und das für "Quatsch" (Haha, Ironie! xD) hält und meint er müsste andere zurechtweisen ;)

    lg Idefix

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