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Das Bild des "Fremden" und die Rolle der Medien. Welche Auswirkung hat es auf rassistische Übergriffe?

Titel: Das Bild des "Fremden" und die Rolle der Medien. Welche Auswirkung hat es auf rassistische Übergriffe?

Hausarbeit , 2020 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Fabian Hartmann (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medienethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Ausarbeitung möchten wir uns mit der Thematik von Fremdheit sowie deren Darstellung in den Medien auseinandersetzen. Dazu wird zunächst den Begriff von Fremdheit genauer definiert und anhand von zwei Beispielen die Darstellung mit Zuhilfenahme des Textes “Ordnungen des Anderen” von Julia Reuter genauer beschrieben.

Woher kommt die Angst vor denen, die das “eigene” Land betreten? Warum werden diese Menschen direkt als Feinde wahrgenommen und nicht als das, was sie sind? Menschen, die durch Flucht oder Vertreibung eine neue Heimat in der Ferne suchen müssen, die ihnen fremd ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Konstruktion des Fremden

1.1 Definition des Fremden

1.2. Konstruktion des Fremden durch die Medien

2.Auswirkungen dieser Konstruktion

2.1 Die Rolle der Medien

2.2 Beispiel Genozid in Ruanda

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle der Medien bei der Konstruktion des „Fremden“ und analysiert, inwiefern diese mediale Bildgestaltung zur Legitimierung und Verstärkung rassistischer Gewalt beitragen kann. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie sprachliches Framing und einseitige Berichterstattung gesellschaftliche Wahrnehmungsprozesse steuern.

  • Soziologische Grundlagen der Fremdheitskonstruktion
  • Einfluss von Massenmedien auf die öffentliche Meinungsbildung
  • Medienethik und die Verantwortung der Presse
  • Fallbeispiel: Die Rolle des Radios beim Genozid in Ruanda
  • Digitale Herausforderungen: Filterblasen und Hassrede in sozialen Medien

Auszug aus dem Buch

1.2. Konstruktion des Fremden durch die Medien

In diesem Teil wird erläutert, wie und wieso die Medien eine große Rolle in der sozialen Konstruktion des Fremden spielen.

Die Medien haben eine bedeutende gesellschaftliche Funktion: als Informant und Meinungsbilder und Wegweiser die Bevölkerung. Als die größten Medien gelten Social Media (Facebook, Instagram, Twitter, etc.), Filme, Fernsehen, Nachrichten, Zeitungen (vor allem die BILD) und Zeitschriften.16

Medien fungieren als die Schnittstelle zwischen Politik und dem Alltag, deswegen schauen viele Menschen zu den Medien, um sich ihre Meinung zu bilden. Durch ihre Berichterstattung werden die Aussagen der Politiker verstärkt und ausgestrahlt.17 theoretisch sollten Medien Vorfälle und ähnliches nur objektiv und fachlich berichten. Jedoch tun sie dies nicht, da Objektivität schier unmöglich ist.18

Erstens bestimmen sie durch ihren Fokus, welche Nachrichten an die Öffentlichkeit gelangen und zweitens bestimmen sie durch ihre Sprache also durch welches Framing,19 welche Nachrichten wie aufgefasst werden. Ein gängiges Beispiel hierfür wäre die kontinuierliche Anti-Flüchtlingsrhetorik der Medien, welche die Meinungen der Bevölkerung in eine bestimmte (rassistische) Richtung lenkte. Hierzu gehören Begriffe wie “Das Boot ist voll” und “Flüchtlingswelle”. “Flüchtlingswelle” wurde von vielen seriösen und “neutralen” Medienquellen wie die Tagesschau benutzt und suggerierte, dass die von Krieg flüchtenden Menschen eine große Bedrohung (wie eine Welle das ist) darstellen. Dadurch wurde “der Fremde” in dem Fall zu einer Gefahr und nicht zu einem Freund, den man freundlich willkommen heißt.20

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert die aktuelle weltweite Fluchtsituation und beleuchtet die Herausforderungen der Integration und Fremdheitszuschreibung in der deutschen Gesellschaft.

1. Konstruktion des Fremden: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen der sozialen Konstruktion von Fremdheit sowie die Rolle der Medien bei der Erschaffung und Festigung von Fremdbildern.

1.1 Definition des Fremden: Hier werden wissenschaftliche Ansätze zur Definition des „Fremden“ erläutert, insbesondere unter Bezugnahme auf Georg Simmel und Julia Reuter.

1.2. Konstruktion des Fremden durch die Medien: Der Abschnitt analysiert, wie Medien durch Framing und selektive Berichterstattung maßgeblich an der Gestaltung des Bildes vom „Fremden“ mitwirken.

2.Auswirkungen dieser Konstruktion: Dieses Kapitel untersucht die gesellschaftlichen Konsequenzen der medialen Fremdkonstruktion, insbesondere hinsichtlich der Manifestation von Vorurteilen und rassistischer Gewalt.

2.1 Die Rolle der Medien: Hier wird die medienethische Verantwortung der Presse sowie die Macht der Medien zur Meinungsbildung und politischen Beeinflussung kritisch hinterfragt.

2.2 Beispiel Genozid in Ruanda: Anhand des ruandischen Völkermords wird veranschaulicht, wie gezielte Medienpropaganda als Katalysator für Massengewalt fungieren kann.

Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt den maßgeblichen Einfluss der Medien auf die Wahrnehmung des „Fremden“ und die daraus resultierenden gesellschaftlichen Gefahren.

Schlüsselwörter

Fremdheit, Medienwirkung, Framing, Rassismus, Fluchtmigration, Genozid, Ruanda, Soziale Konstruktion, Medienethik, Filterblase, Hassrede, Vorurteile, Diskriminierung, Propaganda, Digitale Medien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle, die Medien bei der Konstruktion eines negativen Bildes vom „Fremden“ einnehmen, und analysiert die daraus resultierenden Auswirkungen auf rassistisch motivierte Gewalt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der soziologischen Konstruktion des „Anderen“, der Funktionsweise medialer Berichterstattung, der Macht des Framings und den verheerenden Folgen, wenn Medien Hass verbreiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu beantworten, welche Rolle Medien bei der Kreation des „Fremden-Bildes“ spielen und inwiefern dies rassistische Übergriffe legitimieren oder fördern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer Konzepte (u.a. Reuter, Simmel, Bauman) sowie einer explorativen Untersuchung von Fallbeispielen zur medialen Wirkungsweise.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Fremdheitskonstruktion durch Medien und die anschließende Analyse der praktischen Auswirkungen, illustriert durch den Genozid in Ruanda und aktuelle digitale Phänomene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben der Fremdheitskonstruktion insbesondere Medienwirkung, Framing, Filterblasen, Hassrede sowie gesellschaftliche Stigmatisierungsprozesse.

Wie unterscheidet sich die mediale Hetze in Ruanda von heutigen sozialen Medien?

Während in Ruanda ein Radiosender als zentrale Propagandainstanz fungierte, verschärfen heute soziale Netzwerke durch Algorithmen und die Entstehung von Filterblasen die Radikalisierung, wie das Beispiel der Rohingya-Krise zeigt.

Welche Rolle spielt die „Etablierten-Außenseiter-Studie“ von Norbert Elias in diesem Kontext?

Sie dient als soziologisches Beispiel dafür, wie Gruppenidentitäten durch soziale Prozesse und Machtgefälle konstruiert werden, um Ausgrenzung gegenüber Neuankömmlingen zu rechtfertigen.

Warum wird Facebook im Kontext von Völkermorden kritisiert?

UN-Beobachter und NGOs werfen der Plattform eine Mitschuld vor, da Hassrede und Aufstachelung zu Gewalt auf der Plattform weit verbreitet sind und dort aufgrund mangelnder Kontrolle ungehindert zunehmen können.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Bild des "Fremden" und die Rolle der Medien. Welche Auswirkung hat es auf rassistische Übergriffe?
Hochschule
Universität Hamburg
Veranstaltung
Hate speech und (Rechts-)Populismus
Note
1,7
Autor
Fabian Hartmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V998973
ISBN (eBook)
9783346371546
ISBN (Buch)
9783346371553
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bild fremden rolle medien welche auswirkung übergriffe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Hartmann (Autor:in), 2020, Das Bild des "Fremden" und die Rolle der Medien. Welche Auswirkung hat es auf rassistische Übergriffe?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/998973
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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