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Ist der Plot Twist im Film "Girl on the Train" das Ergebnis des täuschend unzuverlässigen Erzählens oder vorhersehbar?

Eine Analyse des unzuverlässigen Erzählens mit besonderer Betrachtung der "False Memories"

Title: Ist der Plot Twist im Film "Girl on the Train" das Ergebnis des täuschend unzuverlässigen Erzählens oder vorhersehbar?

Term Paper , 2020 , 18 Pages , Grade: 2

Autor:in: Vivian Rossow (Author)

Literature - General
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Inwieweit der Film "Girl on the Train" unzuverlässig erzählt wird, soll in dieser Arbeit analysiert werden, wofür die Begriffe des "offenen" und "täuschend unzuverlässigen Erzählens" von Kindt und Köppe herangezogen werden sowie Genettes Begriffe der Fokalisierung aus der Erzähltheorie. Des Weiteren werden Rachels scheinbar wahren, von ihrem Ex-Mann Tom manipulierten, Erinnerungen mit dem Begriff der "False Memories" aus der Gedächtnisforschung näher betrachtet. Dabei soll es besonders um die Frage gehen, ob diese "False Memories" von den Zuschauenden vor der Aufklärung im Plot Twist des Films durch erkennbare Signale erkannt werden können und diese demnach der offenen oder täuschenden Unzuverlässigkeit zuzuordnen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das offen unzuverlässige Erzählen in „Girl on the Train“

3. Das täuschend unzuverlässige Erzählen in „Girl on the Train“

3.1 Die Irreführung der Zuschauenden durch die Verdächtigung Rachels

3.2 „False Memories“

3.2.1 Die Unterscheidung von wahren und falschen Erinnerungen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob der Plot Twist im Film „Girl on the Train“ als Resultat täuschend unzuverlässigen Erzählens betrachtet werden kann oder ob er vorhersehbar bleibt. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der filmischen Erzählweise, der Charakterisierung der Protagonistin Rachel und der psychologischen Dimension von „False Memories“.

  • Analyse des Konzepts des unzuverlässigen Erzählens in fiktionalen Filmen
  • Untersuchung der offenen Unzuverlässigkeit durch Rachels Alkoholabhängigkeit und Fantasiewelt
  • Untersuchung der täuschenden Unzuverlässigkeit durch gezielte Informationsvorenthaltung
  • Analyse der Wirkung von „False Memories“ auf die Wahrnehmung der Zuschauenden
  • Kritische Reflexion der filmischen Mittel wie Fokalisierung und Rückblenden

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Unterscheidung von wahren und falschen Erinnerungen

In der Gedächtnisforschung wurde durch mehrere Studien festgestellt, dass falsche Erinnerungen ähnliche Gehirnaktivitäten aufweisen und denselben neurophysiologischen Grundlagen entsprechen wie wahre, weshalb das menschliche Gehirn in der Lage ist, durch seine assoziative Kraft falsche Tatsachen zu erzeugen und als wahr abzuspeichern. Wie lassen sich also falsche und wahre Erinnerungen auseinanderhalten?

Um das Speichern von falschen Erinnerungen zu vermeiden, müssen die Informationsquellen überwacht werden:

In order not to confuse the actually witnessed information with the post-witness information, or an actually experienced event with a merely imagined event, one has to monitor the sources of memories very carefully. False memory is the result of a failure in source monitoring.

Das ständige Überwachen der Erinnerung beim Abruf kann dazu beitragen, falsche Erinnerungen zu erkennen und zu korrigieren, insbesondere wenn eine deutliche Diskrepanz zwischen den Erinnerungen mit neuen Informationen besteht:

It is thinkable that at times, monitoring processes during retrieval may help to detect and correct false (p.183) memories (Johnson and Raye 1981; Johnson et al. 1993), especially when there is a marked discrepancy between the retrieved memory and new information.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des unzuverlässigen Erzählens ein und erläutert die spezifischen Herausforderungen bei dessen Analyse in filmischen Werken.

2. Das offen unzuverlässige Erzählen in „Girl on the Train“: In diesem Kapitel wird analysiert, wie Rachels Alkoholismus und ihre subjektiven Fantasievorstellungen sie bereits zu Beginn als offen unzuverlässige Erzählerin ausweisen.

3. Das täuschend unzuverlässige Erzählen in „Girl on the Train“: Dieses Kapitel untersucht die Irreführung durch Vorenthaltung von Informationen und die gezielte Manipulation des Zuschauers.

3.1 Die Irreführung der Zuschauenden durch die Verdächtigung Rachels: Hier wird erläutert, wie durch Verdächtigungen der anderen Figuren das Bild Rachels als Hauptverdächtige konstruiert und der Zuschauer in die Irre geführt wird.

3.2 „False Memories“: Dieses Kapitel betrachtet die psychologische Komponente von Rachels scheinbaren Erinnerungen, die durch externe Manipulation zu „False Memories“ werden.

3.2.1 Die Unterscheidung von wahren und falschen Erinnerungen: Dieses Unterkapitel diskutiert die wissenschaftlichen Grundlagen zur Unterscheidung von Erinnerungstypen und deren Anwendbarkeit auf den Plot des Films.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Film sowohl offen als auch täuschend unzuverlässig erzählt wird.

Schlüsselwörter

Unzuverlässiges Erzählen, Girl on the Train, Filmwissenschaft, False Memories, Alkoholismus, Erinnerungslücken, Fokalisierung, Plot Twist, Narratologie, psychologische Manipulation, Gedächtnisforschung, Film, Erzählinstanz, Wahrnehmung, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen des unzuverlässigen Erzählens im Film „Girl on the Train“ unter besonderer Berücksichtigung der psychologischen Komponente von „False Memories“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind narratologische Konzepte des unzuverlässigen Erzählens, die filmische Umsetzung von subjektiver Wahrnehmung sowie psychologische Mechanismen der Gedächtnismanipulation.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob der Plot Twist im Film ein Ergebnis täuschend unzuverlässigen Erzählens ist oder ob er durch vorhersehbare Signale erkennbar wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche und narratologische Analyse, ergänzt durch Theorien aus der Gedächtnis- und Traumaforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der offenen und täuschenden Unzuverlässigkeit im Film sowie eine detaillierte Analyse der „False Memories“ bei der Protagonistin Rachel.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „offen unzuverlässiges Erzählen“, „täuschend unzuverlässiges Erzählen“, „False Memories“, „Fokalisierung“ und „narrative Instanz“.

Welche Rolle spielt die Figur des Tom bei der Täuschung?

Tom fungiert als entscheidender Manipulator, der Rachel falsche Erinnerungen einpflanzt und somit maßgeblich zur täuschenden Unzuverlässigkeit der Erzählung beiträgt.

Wie beeinflussen die „False Memories“ die Perspektive des Zuschauers?

Sie führen dazu, dass der Zuschauer Rachels falsche Erinnerungen für bare Münze nimmt, da diese geschickt in die filmische Erzählstruktur eingebunden werden.

Warum wird Rachel als „offen unzuverlässige“ Erzählerin eingestuft?

Aufgrund ihres Alkoholismus und ihrer offensichtlichen Fantasiewelt ist ihre Unzuverlässigkeit für den Zuschauer von Beginn an als eine Prämisse der Erzählung erkennbar.

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Details

Title
Ist der Plot Twist im Film "Girl on the Train" das Ergebnis des täuschend unzuverlässigen Erzählens oder vorhersehbar?
Subtitle
Eine Analyse des unzuverlässigen Erzählens mit besonderer Betrachtung der "False Memories"
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
2
Author
Vivian Rossow (Author)
Publication Year
2020
Pages
18
Catalog Number
V999552
ISBN (eBook)
9783346379337
ISBN (Book)
9783346379344
Language
German
Tags
girl on the train unzuverlässiges erzählen unzuverlässiger erzähler kindt köppe schweinitzer vivian rossow rossow vivian filmanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vivian Rossow (Author), 2020, Ist der Plot Twist im Film "Girl on the Train" das Ergebnis des täuschend unzuverlässigen Erzählens oder vorhersehbar?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/999552
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