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Perspektivübernahme nach Georg Herbert Mead. Subjektive Identität im Zusammenspiel des Individuums mit der Gesellschaft

Titel: Perspektivübernahme nach Georg Herbert Mead. Subjektive Identität im Zusammenspiel des Individuums mit der Gesellschaft

Essay , 2020 , 7 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Martin Fischer (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Programm dieses Essays besteht aus der Darlegung von George Herbert Meads Erklärungen zur Herausbildung der subjektiven Identität im Zusammenspiel des Individuums mit der Gesellschaft. Diese ermöglicht es, die Bedeutung der im Titel erwähnten Perspektiv- beziehungsweise Rollenübernahme herauszustellen und zu erläutern. Die folgenden Inhalte basieren auf der als Meads Hauptwerk geltende Abhandlung "Mind, Self, and Society", welche allerdings posthum von seinem Schüler Charles W. Morris auf der Grundlage von Vorlesungsmitschriften zur Sozialpsychologie aus dem Jahr 1927 veröffentlicht wurde.

Meads Ausführungen dienten zahlreichen sozialwissenschaftlichen Schulen wie dem Symbolischen Interaktionismus und Garfinkels Ethnomethodologie als Inspiration, sodass eine etwaige Auseinandersetzung damit als unerlässlich scheint, um einen wichtigen Strang soziologischer Theoriebildung historisch nachvollziehen zu können.

Zunächst folgt eine knappe Zusammenfassung dessen, worüber Mead im erwähnten Schlüsselwerk referiert, um die anschließende Beantwortung der Ausgangsfrage möglichst schlüssig darstellen zu können. Wie der entsprechende Untertitel "From the Standpoint of a Social Behaviorist" verrät, sah sich Mead als Sozialbehaviorist, der damit an den zeitgenössischen, von John B. Watson geprägten Behaviorismus anschloss.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Perspektivübernahme nach Mead

3. Fazit

Zielsetzung und Themen

Dieses Essay verfolgt das Ziel, George Herbert Meads Konzepte zur Herausbildung der subjektiven Identität im sozialen Kontext zu erläutern, wobei insbesondere die Mechanismen der Perspektiv- und Rollenübernahme im Mittelpunkt stehen.

  • Die soziologische Bedeutung des Hauptwerks "Mind, Self, and Society"
  • Der Ansatz des Sozialbehaviorismus bei G. H. Mead
  • Die zentrale Rolle von Gesten und signifikanten Symbolen in der Kommunikation
  • Die Differenzierung zwischen den kindlichen Entwicklungsphasen "Play" und "Game"
  • Die Genese des "Self" als sozialer Prozess

Auszug aus dem Buch

2. Die Perspektivübernahme nach Mead

Zunächst folgt eine knappe Zusammenfassung dessen, worüber Mead im erwähnten Schlüsselwerk referiert, um die anschließende Beantwortung der Ausgangsfrage möglichst schlüssig darstellen zu können. Wie der entsprechende Untertitel From the standpoint of a social behaviorist verrät, sah sich Mead als Sozialbehaviorist, der damit an den zeitgenössischen, von John B. Watson geprägten Behaviorismus anschloss (vgl. 1972: 2). Mead fasst diesen folgendermaßen zusammen und begründet seine Erweiterungen von dessen Prinzipien: „It aims to observe conduct as it takes place, and to utilize that conduct to explain the experience of the individual without bringing in the observation of an inner experience, a consciousness as such“ (ebd.: 3) und konstatiert weiterhin: „Psychology itself cannot very well be made a study of the field of consciousness alone“ (ebd.: 4), womit die programmatische Ausrichtung des Werkes abgebildet ist.

Während Behavioristen den Menschen als nahezu vollständig unter dem Einfluss seiner Umwelt sahen, „rückte Mead das aktiv handelnde und vernunftbegabte Subjekt in den Vordergrund“ (Abels 2007: 16), womit „er sozusagen ein Stück Freiheit des Menschen“ (ebd.: 15) verteidigte. Um die Abläufe im Inneren des Menschen erklären zu können, in das man trivialerweise nicht hineinschauen kann und das somit ebenfalls ein Grundproblem der Soziologie darstellt, hält Mead den Behaviorismus dennoch für einen adäquaten Ausgangspunkt, da sich Menschen untereinander der Kommunikation bedienen, was sich wiederum beobachten und verwerten lässt (vgl. 1972: 5). Darüber hinaus unterscheidet Mead das Tier vom Menschen dergestalt, dass Letzterer „über die Welt [verfügt] und […] sie durch sein Handeln [bewältigt]“ (Abels 2007: 16f.) im Gegensatz zum Tier, das „auf seine artspezifische Umwelt instinktiv reagiert“ (ebd.: 17). Dies ist die Grundlage für Meads Theorie der Kommunikation, für deren Verständnis die folgenden beiden Konzepte von außerordentlicher Bedeutung sind: Gesten und Symbole.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der Identitätsbildung bei George Herbert Mead ein und erläutert die Bedeutung seines Hauptwerks für die soziologische Theoriebildung.

2. Die Perspektivübernahme nach Mead: Hier wird der Sozialbehaviorismus Meads analysiert und die Rolle von Gesten, Symbolen sowie die kindlichen Entwicklungsstufen "Play" und "Game" für die Konstitution des Self dargelegt.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz von Meads psychologisch begründeten Theorien für die soziologische Forschung zusammen und ordnet kritische Gegenpositionen ein.

Schlüsselwörter

George Herbert Mead, Perspektivübernahme, Rollenübernahme, Sozialbehaviorismus, Identität, Self, Symbolischer Interaktionismus, Gesten, Signifikante Symbole, Play, Game, Sozialisation, Kommunikation, Soziologische Theorie, Individuum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Theorie von George Herbert Mead, speziell mit der Frage, wie Identität durch die Interaktion mit der Gesellschaft entsteht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Perspektivübernahme, die Entwicklung des "Self", der Sozialbehaviorismus sowie die kommunikativen Prozesse zwischen Individuen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Begriff der Perspektiv- bzw. Rollenübernahme bei Mead zu erläutern und zu verdeutlichen, wie diese das Handeln und die Identitätsbildung ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine rekonstruktive Auseinandersetzung mit Meads Hauptwerk "Mind, Self, and Society" und ergänzender sekundärwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Einordnung Meads als Sozialbehaviorist, der Funktion von Gesten und Symbolen sowie dem Prozess der Rollenübernahme in den Stadien des "Play" und "Game".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Identität, Rollenübernahme, Signifikante Symbole, Sozialisation und das Wechselspiel zwischen Individuum und Gesellschaft.

Was unterscheidet bei Mead das menschliche Handeln vom tierischen Verhalten?

Der Mensch verfügt aktiv über die Welt und bewältigt sie durch Handeln, während das Tier primär instinktiv auf seine artspezifische Umwelt reagiert.

Wie unterscheidet Mead die Begriffe "Play" und "Game"?

"Play" bezeichnet das spielerische Einnehmen einzelner Rollen, während "Game" ein organisiertes, regelgeleitetes Spiel darstellt, das die gleichzeitige Berücksichtigung der Rollen aller Beteiligten erfordert.

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Details

Titel
Perspektivübernahme nach Georg Herbert Mead. Subjektive Identität im Zusammenspiel des Individuums mit der Gesellschaft
Hochschule
Universität Münster
Note
1,7
Autor
Martin Fischer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
7
Katalognummer
V999665
ISBN (eBook)
9783346381712
Sprache
Deutsch
Schlagworte
perspektivübernahme georg herbert mead subjektive identität zusammenspiel gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Fischer (Autor:in), 2020, Perspektivübernahme nach Georg Herbert Mead. Subjektive Identität im Zusammenspiel des Individuums mit der Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/999665
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Leseprobe aus  7  Seiten
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