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Big Brother Stars - Stardefinitionen und praktische Anwendung

Title: Big Brother Stars - Stardefinitionen und praktische Anwendung

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 47 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Martina Korff (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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[...]Ein angekündigter Tabubruch, zehn nach Konfliktpotential gecastete Teilnehmer und eine perfide Marketingstrategie sollten den Zuschauern immer wieder Anlass geben, jede einzelne Folge der insgesamt sechs unterschiedlichen, regelmäßigen Sendung zu „Big Brother“ aufmerksam zu verfolgen. Und sie haben! Bereits am Abend des Einzuges verfolgten 3,33 Millionen Menschen die 90-minütige Show; in der Hauptzielgruppe der 14 – 29 Jährigen waren es im Durchschnitt sogar bis zu 40% täglich (vgl. Feige 2001: 87, 128). RTL II konnte dank „Big Brother“ und den fleißigen Zuschauern seinen Gewinn im Jahr 2000 gegenüber dem Vorjahr nahezu verdreifachen und stellte einen neuen Zuschauerrekord auf. Es lässt sich diskutieren ob „Big Brother“ eine Absage an die Menschenwürde, quotenbedingte Missachtung der Medienethik, kommerzielle Instrumentalisierung des angeborenen Voyeurismusinstinkts oder schlichtweg eine weitere langweilige Fernsehsendung ist. Eines steht jedoch jetzt schon fest: A Star was born!

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Leitfrage

1.2 Methodik

1.3 Forschungsausblick

2 Stars – Eine theoretische Annäherung

2.1 Medienwissenschaftliche Definitionen

2.1.1 Janet Staiger: Schauspieler, Prominente, Stars und Image

2.1.2 Werner Faulstich: Stars und Kontinuität

2.1.3 Ulrich Saxer: Mediensystematische Funktionen von Stars

2.2 Kommunikationswissenschaftliche und sozialpsychologische Definitionen

2.2.1 Gerhard Maletzke: Starkult

2.2.2 Carlo Sommer: Star, Idol und Zeitgeist

2.2.3 John Fiske: Fantum

2.3 Historische und soziologische Definitionen

2.3.1 Knut Hickethier: Stars in der Zeit vor Film und Fernsehen

2.3.2 Francesco Alberoni: Stars als gesellschaftlicher Moment und Zeitlichkeit

2.3.3 Peter Ludes: Soziale Funktionen von Stars

2.4 Interdisziplinäre Definition

2.5 Kategorien des Starphänomens – Eine Zusammenfassung

3 Das Starphänomen bei „Big Brother“ – Eine Bilanz

3.1 „Big Brother“ und Medien

3.2 „Big Brother“ und Image und Inszenierung

3.3 „Big Brother“ und Nähe und Distanz

3.4 „Big Brother“ und Rezipienten und Fans

3.5 „Big Brother“ und Zeitgeist und Zeitlichkeit

3.6 „Big Brother“ und Talent und Persönlichkeit

4 Fazit – Eine Erklärung warum es zu Ende ist

5 Forschungsausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entstehung von Stars innerhalb des Fernsehformats „Big Brother“, hinterfragt den Begriff des Stars im wissenschaftlichen Sinne und analysiert, inwieweit das Reality-Format gesellschaftliche Bedürfnisse nach Identifikation und Orientierung bedient.

  • Theoretische Fundierung des Star-Begriffs (Medienwissenschaft, Soziologie, Psychologie)
  • Die mediale Inszenierung von Authentizität bei „Big Brother“
  • Wechselwirkungen zwischen Medien, Fans und Star-Konstruktion
  • Kulturelle und ökonomische Mechanismen der Vermarktung

Auszug aus dem Buch

3.1 „Big Brother“ und Medien

Bereits die Ankündigung seitens der Produktionsfirma endemol, dass sie „Big Brother“ auch nach Deutschland bringen wird, löst im Dezember 1999 eine heftige Reaktion der deutschen Medienlandschaft aus. Als weiter bekannt wird, dass sich RTL II die Übertragungsrechte gesichert hat und ab sofort auf Kandidatensuche ist, ist die Diskussion um Menschenwürde und Medienethik in vollem Gange. Nicht nur die Journalisten der mehr oder weniger intellektuellen Tageszeitungen und Magazine, auch Medienmacher, Politiker, Kirchen, Schauspieler und sonstige Interessensgemeinschaften lassen öffentlich ihre Meinung über das geplante TV-Experiment, den „öffentlichen Menschenversuch“ (Körfer in Stern 3/2000: 160), verlauten.

Bemerkenswert ist jedoch, wie schnell „Big Brother“ zum Muss-Thema des öffentlichen Diskurses avanciert – Carsten Brosda sieht darin ein perfektes Beispiel für „selbstreflexive und selbstreferenzielle Medienprozesse“ (Brosda 2000: 95). Dies bedeutet, dass Medien die Thematiken anderer Medien aufgreifen, um deren Berichterstattung zu modifizieren, zu erweitern oder zu widerlegen. Brosda hat fünf Faktoren identifiziert, die im Falle „Big Brother“ dazu beigetragen haben, dass dieser Mechanismus quasi idealtypisch ablief.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Leitfrage und der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung des Starphänomens im Reality-Format.

2 Stars – Eine theoretische Annäherung: Erarbeitung von Kategorien zur Definition des Startums aus medien-, sozialpsychologischer und soziologischer Perspektive.

3 Das Starphänomen bei „Big Brother“ – Eine Bilanz: Anwendung der theoretischen Kategorien auf das Format „Big Brother“ und Analyse der Erfolgsmechanismen.

4 Fazit – Eine Erklärung warum es zu Ende ist: Zusammenfassung der Ergebnisse und Begründung für die begrenzte Dauer des Starphänomens bei Big Brother-Kandidaten.

5 Forschungsausblick: Diskussion offener Fragen und Anregungen für weiterführende medienwissenschaftliche Studien.

Schlüsselwörter

Big Brother, Starphänomen, Medienethik, Reality-Fernsehen, Identitätskonstruktion, Inszenierung, Kult-Marketing, Rezipientenforschung, Sozialpsychologie, mediale Vermarktung, Zlatko Trpkovski, Performatives Fernsehen, Identitätsmarkt, Mediensystem, Erlebnisgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und den Status der Teilnehmer des Reality-Formats „Big Brother“ als Stars und untersucht die zugrunde liegenden medialen und soziologischen Prozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die theoretische Definition von Stardom, die mediale Inszenierung von Alltag und die Interaktion zwischen Zuschauern und Fernsehinhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, wie die „Big Brother-Stars“ entstanden sind, um welche Art von Stars es sich handelt und ob sie den Kriterien für Stars im wissenschaftlichen Sinne entsprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine systematische Literaturanalyse zur Starthorie, deren Kategorien anschließend auf das Fallbeispiel „Big Brother“ übertragen und kritisch reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung verschiedener Star-Definitionen und deren praktische Bilanzierung im Hinblick auf das „Big Brother“-Format (z.B. Medienpräsenz, Nähe/Distanz, Rezipientenverhalten).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Starphänomen, Reality-TV, Inszenierung, Authentizität, Vermarktung und mediale Identitätskonstruktion charakterisiert.

Warum wird Zlatko als prominentes Fallbeispiel in der Arbeit angeführt?

Zlatko wird als Archetyp des „Big Brother-Stars“ betrachtet, da er sich maßgeblich durch seine Persönlichkeit und Medienpräsenz konstituierte und den Übergang von einer normalen Person zum kurzzeitigen Medienstardom exemplarisch verdeutlicht.

Welche Rolle spielt die „Zlatkoisierung“ der Gesellschaft?

Dieser Begriff wird kritisch diskutiert, um den Trend zu beschreiben, dass normale Personen durch die mediale Inszenierung als Orientierungspunkte oder Idole in einer komplexen Gesellschaft fungieren.

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Details

Title
Big Brother Stars - Stardefinitionen und praktische Anwendung
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Big Brother - Format ohne Format?
Grade
2,0
Author
Martina Korff (Author)
Publication Year
2001
Pages
47
Catalog Number
V9998
ISBN (eBook)
9783638165648
Language
German
Tags
Big Brother Stars
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Korff (Author), 2001, Big Brother Stars - Stardefinitionen und praktische Anwendung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9998
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