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Besonderheiten der Finanzierung und Besicherung bei Tiny Houses

Titel: Besonderheiten der Finanzierung und Besicherung bei Tiny Houses

Akademische Arbeit , 2019 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Torsten Krieger (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Thesis soll es sein, die Besonderheiten der Finanzierung von Tiny-Houses darzustellen sowie mögliche Umsetzungen und Einsatzmöglichkeiten dieser Häuser aufzuzeigen.

Ein Tiny-House ist nicht mehr nur eine Notlösung, sondern meist eine bewusste Entscheidung für die Suffizienz. Wesentlich ist die Möglichkeit der Schaffung eines individuellen Mikrokosmos, der eine Beschränkung auf das Nötige und die Optimierung des persönlichen ökologischen Fußabdrucks im Fokus hat. Zudem ermöglichen Tiny-Houses eine größtmögliche Mobilität und Veränderbarkeit, die oftmals besser in die aktuellen und zukünftigen Lebenswelten passt, als eine normale Immobilie.
Zusammen mit seinen Spezialitäten des Eigenbaus, der Mobilität und des Experimentellen ist das Tiny-House somit eine heute attraktive Typologie, was auch sein häufiges Vorkommen in Japan und die stark wachsende Community in Europa und den USA beweist.

Aufgrund seiner Kleinheit und Flexibilität, bietet sich das Kleinhaus zur heute beabsichtigten Verdichtung ergänzend zu anderen Strategien, wie Anbau, Aufstockung oder Ersatzneubau an. Auch die Preisentwicklung am Immobilienmarkt wirkt positiv auf die Tiny-House-Bewegung ein, denn kostengünstigerer Wohnraum ist ein rares Gut. Faktisch problematisieren aber die heutigen Bau- und Wohngesetze sowie die heutigen Bauauflagen die stärkere schnelle Verbreitung von Tiny-Houses. Als bewohnte Bauten müssen sie die gültigen gesetzlichen Regelungen einhalten, die jedoch eher auf klassische Immobilien ausgelegt sind.

Auf dieser Grundlage und den Besonderheiten, wie z.B. Mobilität, weißt auch die Finanzierung und insbesondere die Besicherung der Tiny-Houses Besonderheiten auf. Zudem spielt für die Finanzierung die Einsatzdauer und die nachhaltige Einsatzart für den Darlehnsgeber eine wesentliche Rolle. Zur Zielerreichung erfolgt daher zuerst eine rechtliche Einordnung in das deutsche Baurecht, wonach die Problemfelder und Besonderheiten bei der Finanzierung, Besicherung und Nutzung herausgestellt werden. Abschließend werden Möglichkeiten der Finanzierung, der Besicherung und nachhaltige Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegendes zu Tiny Houses

2.1 Definition Tiny House

2.2 Rechtliche Einordnung in das deutsche Baurecht

2.3 Einordnung und Zwischenfazit

2.3.1 Dauerhafte Wohnnutzung

2.3.2 Nutzung als Wochenend- bzw. Ferienhaus

2.3.3 Nutzung analog eines Wohnwagens für den Urlaub

2.3.4 Gesamteinordnung

2.4 Besonderheiten mit Auswirkungen auf die Finanzierung von Tiny Houses

3. Finanzierung und Besicherung

3.1 Arten von Tiny Houses

3.2 Finanzierungs- und Besicherungsmöglichkeiten

3.2.1 Finanzierung als Mobilie

3.2.2 Baufinanzierung mit Grundschuld

3.3 Nutzungsdauer und nachhaltige Nutzungsmöglichkeiten

3.4 Möglichkeiten der Besicherung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für Tiny Houses in Deutschland, um aufzuzeigen, wie Finanzierungslösungen für diese noch oft als Grauzone betrachtete Wohnform realisiert werden können, wobei die Mobilität der Häuser und das fehlende Immobilieneigentum zentrale Herausforderungen darstellen.

  • Rechtliche Einordnung in das deutsche Baurecht
  • Differenzierung der verschiedenen Tiny-House-Typen
  • Herausforderungen der Finanzierung ohne klassische Grundschuldbesicherung
  • Analyse von Besicherungsmöglichkeiten wie der Sicherungsübereignung
  • Betrachtung der Nutzungsdauer und Nachhaltigkeitsaspekte

Auszug aus dem Buch

2.4 Besonderheiten mit Auswirkungen auf die Finanzierung von Tiny Houses

Wer sich den Traum vom Eigenheim verwirklichen will, wird um das Thema Baufinanzierung kaum herumkommen. Insbesondere da Tiny Houses sich in einer akzeptablen Ausstattung beim Kauf zwischen 50.000 € bis 100.000 € bewegen und beim Selbstbau auch schnell 40.000 € verbaut werden. Somit sind die Finanzierungssummen trotzdem im Durchschnitt deutlich kleiner als bei klassischen Einfamilienhäusern. Die rechtliche Konformität und die Nutzung müssen zudem detaillierter geprüft werden. Viele Banken lehnen genau aus diesem Grund oftmals noch Baudarlehen für Tiny Houses ab, da die Mini-Häuser noch kein Bestandteil regionaler und städtischer Raumplanung und damit häufig Grauzone sind.

Es gibt jedoch 2 wesentliche Besonderheiten die eine klassische Immobilienfinanzierung, wie eine Baufinanzierung auch genannt wird vor Probleme stellt:

1. Tiny Houses sind mobil

Somit scheidet die klassische Immobilienfinanzierung aus und der Gesamtkredit müsste ohne jegliche Sicherheit vergeben werden. Klassische Konsumenten- und Fahrzeugkredite haben jedoch oft eine Obergrenze von 50.000 € und Laufzeiten von maximal 9-10 Jahre. Hierdurch bedeuten die Raten eine starke monatliche Belastung. Aufgrund der fehlenden Sicherheiten müssen Banken solche Kredite dann vollständig mit dem gesetzlich geforderten Eigenkapital unterlegen.

2. Oftmals fehlt ein eigenes Grundstück

Um größere Ausgaben zu vermeiden und um die Option der Mobilität zu erhalten, suchen Tiny House Besitzer häufig nicht nach Grundstücken zum Kaufen, sondern eher nach Möglichkeiten, ein Grundstück zu pachten. Neben der Minimierung der Verbindlichkeiten passt ein Pachtgrundstück immerhin auch zum Gedanken der Flexibilität. Pachtgrundstücke bringen jedoch mit sich, dass es hier auch keinen Grund und Boden gibt, über den die Finanzierung abgesichert werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Tiny House Movement ein, erläutert die rechtlichen Unterschiede zum US-amerikanischen Baurecht und steckt den Untersuchungsrahmen für die Finanzierungs- und Besicherungsproblematik in Deutschland ab.

2. Grundlegendes zu Tiny Houses: In diesem Kapitel werden Begriffe definiert, die rechtliche Einstufung im deutschen Baurecht detailliert analysiert und die verschiedenen Nutzungsarten von Tiny Houses rechtlich und baulich eingeordnet.

3. Finanzierung und Besicherung: Das Kapitel befasst sich mit den spezifischen Hürden der Finanzierung von Tiny Houses, vergleicht verschiedene Finanzierungswege wie Mobilien- und Baufinanzierungen und erörtert diverse Besicherungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bauweisen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, hebt die Herausforderungen der Zwitterstellung zwischen Mobilie und Immobilie hervor und betont die Notwendigkeit einer individuellen Einzelfallbetrachtung für zukünftige Finanzierungslösungen.

Schlüsselwörter

Tiny House, Finanzierung, Baufinanzierung, Baurecht, Besicherung, Sicherungsübereignung, Grundschuld, Mobilienfinanzierung, Nachhaltigkeit, Downsizing, Wohnungsbau, Nutzungsdauer, Grundstück, Kreditwürdigkeit, Eigenkapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Finanzierungs- und Besicherungsmöglichkeiten von Tiny Houses in Deutschland unter Berücksichtigung der speziellen rechtlichen Anforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die baurechtliche Einordnung, die Abgrenzung zu klassischen Immobilien, die Analyse verschiedener Finanzierungsmodelle und die Möglichkeiten der Kreditsicherung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Strategien und Herausforderungen für die Finanzierung von Tiny Houses zu identifizieren, da diese oft die Kriterien für klassische Immobiliendarlehen nicht erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive Analyse und Einordnung anhand von Gesetzestexten, aktuellen Markttrends und bankwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen, baurechtliche Voraussetzungen, Finanzierungswege (Mobilien vs. Immobilien) sowie Besicherungsmethoden für verschiedene Tiny-House-Typen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Tiny House, Finanzierung, Baurecht, Sicherungsübereignung, Grundschuld und Nachhaltigkeit.

Warum lehnen viele Banken eine klassische Baufinanzierung für Tiny Houses ab?

Da Tiny Houses häufig mobil sind und oft kein eigenes Grundstück als Sicherheit im Grundbuch existiert, scheitert die klassische Immobilienfinanzierung.

Wie unterscheidet sich die Finanzierung eines Tiny House on Wheels von einem festen Kleinsthaus?

Ein Tiny House on Wheels wird meist als Mobilie (ähnlich einem Wohnwagen) finanziert, während bei einem festen Kleinsthaus mit Fundament eher eine Baufinanzierung mittels Grundschuld in Betracht kommt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Besonderheiten der Finanzierung und Besicherung bei Tiny Houses
Hochschule
Deutsche Akademie für Management Berlin
Veranstaltung
Immobilienmanagement
Note
1,7
Autor
Torsten Krieger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
26
Katalognummer
V999912
ISBN (eBook)
9783346379597
ISBN (Buch)
9783346379603
Sprache
Deutsch
Schlagworte
besonderheiten finanzierung besicherung tiny houses
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Torsten Krieger (Autor:in), 2019, Besonderheiten der Finanzierung und Besicherung bei Tiny Houses, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/999912
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Leseprobe aus  26  Seiten
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