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Das Familien- und Generationengedächtnis in Hannah Gudrichs "Das Gold von Megalochorio" und in Maro Doukas "Το δίκιο είναι ζόρικο πολύ"

Eine komparatistische Auseinandersetzung mit den Wehrmachtsverbrechen in Griechenland

Titel: Das Familien- und Generationengedächtnis in Hannah Gudrichs "Das Gold von Megalochorio" und in Maro Doukas "Το δίκιο είναι ζόρικο πολύ"

Akademische Arbeit , 2017 , 24 Seiten , Note: 9

Autor:in: Sofia Kokkini (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine komparatistisch-literarische Auseinandersetzung mit den Romanen "Das Gold von Megalochorio" von Hannah Gudrich und Gerold Dommermuth-Gudrich und "Το δίκιο είναι ζόρικο πολύ" von Maro Douka. Analysiert wird dabei vor allem, wie der Einfluss der Wehrmachtsverbrechen an der griechischen Zivilbevölkerung auf das Gedächtnis einiger griechischen wie auch einiger deutschen Familien dargestellt wird.

Die Erinnerung an die Wehrmachtsverbrechen war lange Zeit ein Tabu-Thema, sowohl in Griechenland als auch in Deutschland. Trotzdem sind in den letzten Jahren erstens in Deutschland und dann auch in Griechenland viele Romane erschienen, welche sich mit diesem Thema befassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Ist Gedächtnis etwas Übertragbares?

1.1 Was ist aber eigentlich eine Generation?

1.3 Die Nachkriegsgeneration ist vom Schweigen geprägt worden

1.4 Die Enkelkinder fragen sich danach?

2. Das Gedächtnis innerhalb einer Familie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Familien- und Generationengedächtnis im historischen Kriminalroman "Das Gold von Megalochorio" von Hannah Gudrich und Gerold Dommermuth-Gudrich sowie im historischen Roman "Το δίκιο είναι ζόρικο πολύ" von Μάρω Δούκα. Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen der Wehrmachtsverbrechen in Griechenland auf das Gedächtnis nachfolgender Generationen in deutschen und griechischen Familien zu analysieren und dabei die Unterschiede zwischen Tätern und Opfern sowie die Rolle der kollektiven Erinnerung zu beleuchten.

  • Analyse der Konzepte "Generation" und "Generationengedächtnis" im historischen Kontext.
  • Untersuchung der Rollenverteilung zwischen Täter- und Opfergenerationen.
  • Reflektion der Identitätsbildung durch das Familiengedächtnis über mehrere Generationen hinweg.
  • Kontrastierung deutscher und griechischer Perspektiven auf die Zeit der NS-Besatzung.
  • Behandlung von transgenerationalen Traumata und deren Bewältigung durch die Enkelgeneration.

Auszug aus dem Buch

1.2 Die Kriegsgeneration versucht zu vergessen und gleichzeitig sich zu erinnern

Die erste Generation hat einen privilegierten Status den nachfolgenden Generationen gegenüber als Gründungsinstanz der Abstammungslinie. Die Zugehörigkeit zu dieser ersten Generation wird nur von einem einzigen Kriterium bestimmt, nämlich zu der Zeit gelebt und den Gräueltaten der Nazis ausgeliefert gewesen zu sein, unabhängig davon, wie alt man zu diesem Zeitpunkt war. Jeder also, der den Krieg erlebt und überlebt hat, gehört zu der ersten Generation der Überlebenden, nämlich sowohl ein Mann, der am Ende des Krieges fünfzig Jahre alt war, als auch sein Sohn, zumindest er nach dem Krieg geheiratet und Kinder bekommen hat.

Im historischen Kriminalroman Das Gold von Megalochorio und im historischen Roman Το δίκιο είναι ζόρικο πολύ wird die erste Generation von einer großen Menge von Figuren vertreten. Eugen Kern, Pavlos, Severin Rüttgers, Dimitris, Alechos, Leonidas Atzenis bzw. Karadimou, Georg Anthes, Hermann Kohler kommen im ersten Roman vor und Giorgis Kriaras und seine Schwester Ourania sind im griechischen Roman die Hauptvertreter dieser Generation, mithilfe von denen man sich einen Überblick über die Rolle dieser Generation während der Besatzungszeit und danach verschaffen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die Relevanz der Erinnerung an Wehrmachtsverbrechen in der Literatur diskutiert und die Forschungsfrage zur Untersuchung des Familiengedächtnisses in den gewählten Romanen eingeführt.

1. Ist Gedächtnis etwas Übertragbares?: Dieses Kapitel beleuchtet die Unterscheidung zwischen Tätern und Opfern sowie die komplexen Dynamiken des generationenübergreifenden Gedächtnisses und der Schuldübertragung.

1.1 Was ist aber eigentlich eine Generation?: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Begriffs "Generation" und deren Bedeutung für die Erinnerungskultur und Sozialwissenschaften dargelegt.

1.3 Die Nachkriegsgeneration ist vom Schweigen geprägt worden: Dieses Kapitel analysiert die Auseinandersetzung der zweiten Generation mit der Nazivergangenheit und deren moralische sowie identitätsstiftende Herausforderungen.

1.4 Die Enkelkinder fragen sich danach?: Es wird untersucht, wie die dritte Generation durch die Suche nach der Geschichte ihrer Großeltern eigene Identitäten konstruiert und transgenerationale Verstrickungen aufarbeitet.

2. Das Gedächtnis innerhalb einer Familie: Dieses Kapitel betrachtet die Familie als zentralen Schauplatz der Tradierung von Erinnerungen und die Rolle von "Fiktionen" in der kollektiven Familiengeschichte.

Schlüsselwörter

Generationengedächtnis, Wehrmachtsverbrechen, Familiengedächtnis, NS-Okkupation, Griechenland, Täter-Opfer-Dichotomie, Erinnerungskultur, Identitätsbildung, zweite Generation, dritte Generation, Transgenerationale Traumatisierung, historischer Roman, Geschichtsbewusstsein, Vergangenheitsbewältigung, kollektives Gedächtnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie zwei ausgewählte historische Romane das generationenübergreifende Gedächtnis an die deutsche Besatzung Griechenlands und die damit verbundenen Verbrechen verhandeln.

Welche Romane stehen im Zentrum der Untersuchung?

Es handelt sich um den deutschen historischen Kriminalroman "Das Gold von Megalochorio" von Hannah und Gerold Dommermuth-Gudrich sowie den griechischen Roman "Το δίκιο είναι ζόρικο πολύ" von Μάρω Δούκα.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie verschiedene Generationen – von den Zeitzeugen bis zu den Enkeln – ihre eigene Identität im Licht der familiären Vergangenheit während des Zweiten Weltkriegs interpretieren und konstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf literaturwissenschaftliche Analysen sowie auf Theorien der Generationsforschung und Gedächtniskultur, um die Inhalte der Romane zu deuten.

Welche Themenfelder deckt der Hauptteil ab?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Generationenkonzepte, die spezifische Rolle der Täter- und Opfergeneration sowie die Funktion der Familie als Ort der Tradierung von Wissen und kollektiver Identität.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Zentrale Begriffe sind Generationengedächtnis, Täter-Opfer-Dichotomie, NS-Okkupation, Identitätsbildung und transgenerationale Verstrickungen.

Wie unterscheidet sich die Perspektive der Täter- und Opfernachfahren?

Während Täterkinder oft mit der Identifikation und den Schuldgefühlen der Eltern kämpfen, suchen Opfernachfahren in Griechenland nach dem Sinn der erlittenen Ungerechtigkeiten und der Rolle ihrer Vorfahren im Widerstand.

Welche Rolle spielen die Notizen des Großvaters im Roman von Μάρω Δούκα?

Die Notizen dienen als Quelle für die Enkelin Virginia, um ihre eigene Familiengeschichte aufzuarbeiten, ihre Identität zu festigen und das kollektive Gedächtnis ihrer Umgebung aktiv mitzugestalten.

Warum wird die Familie als "Familiengedächtnis" thematisiert?

Weil innerhalb der Familie ein "kollektives Gedächtnis" geschaffen wird, das über rein faktisches Wissen hinausgeht und Gewissheiten sowie Modelle für die soziale Identität der Gruppe bildet.

Wie gehen die Enkelkinder in den Romanen mit den Erkenntnissen über ihre Großeltern um?

Sie versuchen, die Vergangenheit zu bewältigen, indem sie die Rolle ihrer Vorfahren hinterfragen, aktiv Informationen suchen und die gewonnenen Erkenntnisse in ihre eigene Lebensbiografie und Identitätsfindung integrieren.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Familien- und Generationengedächtnis in Hannah Gudrichs "Das Gold von Megalochorio" und in Maro Doukas "Το δίκιο είναι ζόρικο πολύ"
Untertitel
Eine komparatistische Auseinandersetzung mit den Wehrmachtsverbrechen in Griechenland
Hochschule
Αριστοτέλειο Πανεπιστήμιο Θεσσαλονίκης - Thessaloniki
Note
9
Autor
Sofia Kokkini (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
24
Katalognummer
V999966
ISBN (eBook)
9783346379009
ISBN (Buch)
9783346379016
Sprache
Deutsch
Schlagworte
familien- generationengedächtnis hannah gudrichs gerold dommermuth-gudrichs gold megalochorio maro doukas eine auseinandersetzung wehrmachtsverbrechen griechenland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sofia Kokkini (Autor:in), 2017, Das Familien- und Generationengedächtnis in Hannah Gudrichs "Das Gold von Megalochorio" und in Maro Doukas "Το δίκιο είναι ζόρικο πολύ", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/999966
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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