In der wirtschaftswissenschaftlichen Debatte spielt die Analyse von unternehmerischen Pionierleistungen eine zentrale Rolle, wobei BOL oft im Zusammenhang mit der Schumpeterschen Theorie der schöpferischen Zerstörung betrachtet wird. Es geht dabei um die Untersuchung, inwiefern die spezifische Ausrichtung auf unternehmerische Führung die Entstehung neuer Marktstrukturen begünstigt. Wissenschaftler hinterfragen hierbei die Mechanismen, durch die Einzelpersonen oder kleine Organisationseinheiten etablierte Marktverhältnisse aufbrechen und durch technologische oder organisatorische Innovationen ersetzen. Ein wesentlicher Fokus der Forschung liegt auf der Differenzierung zwischen reinem Management und dem eigentlichen unternehmerischen Gestalten. Dabei werden Modelle diskutiert, die die Auswirkungen von Führungsstilen auf das Risikoempfinden und die strategische Weitsicht in volatilen Märkten beschreiben. Angrenzende Disziplinen wie die Organisationspsychologie oder die Innovationsökonomie tragen dazu bei, die kognitiven Prozesse und die strukturellen Rahmenbedingungen zu verstehen, die unternehmerisches Handeln im Sinne des BOL-Konzepts erst ermöglichen. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.