Die wissenschaftliche Betrachtung von Couchsurfing erfolgt primär durch die Linse der Sharing Economy und der Transformation von Dienstleistungsstrukturen. Ein zentraler Forschungsgegenstand ist die Frage, wie in digitalen Netzwerken das notwendige Vertrauen zwischen fremden Personen konstituiert wird, die sich physisch nie zuvor begegnet sind. Hierbei spielen Konzepte der Institutionalisierung von Vertrauen eine entscheidende Rolle, wobei untersucht wird, wie Plattformen durch Bewertungssysteme und soziale Mechanismen Sicherheit und Verlässlichkeit in einem informellen Austauschraum schaffen. Darüber hinaus rücken die soziokulturellen Implikationen der Praxis in den Fokus der Forschung. Es wird diskutiert, inwiefern solche Netzwerke bestehende soziale Hierarchien aufbrechen oder neue Formen der globalen Gemeinschaftsbildung fördern. Die Forschung beleuchtet zudem die Spannung zwischen der ursprünglichen Ideologie des unentgeltlichen Teilens und der zunehmenden Kommerzialisierung durch Plattformökonomien. Damit berührt das Thema Diskurse über Mobilität, kulturellen Austausch und die Digitalisierung des privaten Lebensraums. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, sofort als PDF und eBook, viele als Print-on-Demand.