Die theoretische Auseinandersetzung mit Gusdorf konzentriert sich maßgeblich auf die Definition und die strukturellen Merkmale der Autobiografie. Ein wesentlicher Aspekt seiner Forschung ist die Abgrenzung verschiedener Textgattungen sowie die Untersuchung der Identität zwischen der erzählenden Instanz und der gelebten Biografie. In der modernen Forschung wird sein Ansatz häufig im Dialog mit anderen Theoretikern betrachtet, um die Grenzen zwischen Fiktion und Realität sowie die Authentizität des subjektiven Erzählens präziser zu fassen. Über die reine Gattungsdefinition hinaus berührt die Beschäftigung mit seinen Thesen auch Fragen der narrativen Selbstkonstruktion und der psychologischen Dimension von Texten. Disziplinär eng verknüpft ist dies mit der Motivforschung und der Untersuchung von Selbstentwürfen in der Literaturgeschichte. Dabei spielen methodische Fragen eine Rolle, wie das Subjekt innerhalb eines Textes konstituiert wird und welche Rolle die Erinnerung für die literarische Gestaltung spielt. Du findest zu diesem Thema wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, viele davon als PDF und eBook oder als Print-on-Demand.