Die Forschung zum Genre der Horrorfilme bewegt sich im Spannungsfeld zwischen formaler Filmanalyse und soziokulturellen Diskursen. Ein zentraler Aspekt ist die Untersuchung der Ästhetik des Schreckens, wobei untersucht wird, wie visuelle und auditive Reize gezielt eingesetzt werden, um emotionale Reaktionen beim Publikum auszulösen. Dabei spielen Theorien zur Katharsis ebenso eine Rolle wie die Erforschung der psychologischen Prozesse hinter der Lust am Grusel. Es wird analysiert, inwiefern das Genre als Spiegel gesellschaftlicher Ängste fungiert und wie sich diese Motive im Wandel der Zeit transformieren. Neben der rein audiovisuellen Ebene widmet sich die akademische Debatte verstärkt der Publikumskultur und den sozialen Funktionen des Genres. Hierbei stehen Fragen der Rezeption im Vordergrund: Warum suchen Menschen die Konfrontation mit dem Unheimlichen und welche Rollen spielen dabei soziale Normen oder Tabubrüche? Die Disziplinen der Medienpsychologie und der Kulturwissenschaften arbeiten hier eng zusammen, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen filmischer Darstellung und menschlicher Wahrnehmung zu verstehen. Du findest zu diesem Thema wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.