Die Auseinandersetzung mit Johannes Kreisler umfasst oft die Analyse der romantischen Identitätskrise und des Motivs der Doppelgängerei. In der Forschung stehen dabei häufig die Verbindung von Musik und Literatur sowie die Darstellung des künstlerischen Subjekts im Mittelpunkt. Die Figur dient als Projektionsfläche für die Reflexion über das Unheimliche und die Grenzen der Vernunft, wobei besonders die subjektive Wahrnehmung der Welt als zentrales Element der literarischen Moderne gilt. Über die reine Charakterstudie hinaus berühren die wissenschaftlichen Diskurse um Kreisler auch musikphilosophische Fragestellungen und die Entwicklung der musikkritischen Ästhetik des 19. Jahrhunderts. Dabei werden die Grenzen zwischen Parodie und Ernsthaftigkeit sowie die Funktion der Persiflage innerhalb der romantischen Erzählstruktur untersucht. Die Forschung betrachtet die Figur somit als Schlüssel zum Verständnis der ästhetischen Theorie jener Epoche. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon als Print-on-Demand.