Die Theorie der moralischen Panik wurde von dem britischen Soziologen Stanley Cohen in den 1970er Jahren entwickelt. Sie beschreibt, wie bestimmte Ereignisse oder Gruppen als Bedrohung für die Gesellschaft wahrgenommen werden und wie dies zu einer überproportionalen Reaktion der Öffentlichkeit und der Medien führt. Diese Reaktion kann wiederum zu einer Verstärkung der ursprünglichen Bedrohung führen und somit einen Teufelskreis auslösen. Die Untersuchung moralischer Panik ist für das Verständnis von sozialen Bewegungen, Kriminalität und öffentlichen Debatten von großer Bedeutung. Durch die Analyse von moralischen Paniken können Soziologen und Kriminologen die Mechanismen aufdecken, die zu überproportionalen Reaktionen auf bestimmte Ereignisse führen und wie diese Reaktionen die Gesellschaft und das Individuum beeinflussen. Du findest wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema als PDF und eBook bei GRIN, viele auch als Print-on-Demand.