Im Zentrum der neo-gramscianischen Forschung steht die Frage, wie Hegemonie über rein militärische oder ökonomische Macht hinaus durch die Etablierung von Konsens funktioniert. Anstatt Staaten als isolierte, rationale Akteure zu betrachten, analysiert dieser theoretische Rahmen das komplexe Zusammenspiel von materiellen Ressourcen, staatlichen Strukturen und gesellschaftlichem Bewusstsein. Ein wesentlicher Fokus liegt auf der Rolle von transnationalen Eliten und der Art und Weise, wie globale Governance-Strukturen soziale Beziehungen und Machtverhältnisse festschreiben. Die wissenschaftliche Debatte setzt sich intensiv mit der Verbindung von Mikro- und Makroebenen auseinander, um zu verstehen, wie globale Institutionen auf die Lebensrealität von Individuen einwirken. Dabei werden oft Mechanismen wie Marktregime oder internationale Entwicklungsstrategien kritisch hinterfragt, um die zugrunde liegenden Machtinteressen freizulegen. Die Anwendung dieser Theorie erstreckt sich über verschiedene Disziplinen hinweg, von der politischen Ökonomie bis hin zur Soziologie der Globalisierung. Du findest zu diesem Thema wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.