Die wissenschaftliche Debatte um die Uruguay Round konzentriert sich primär auf die Transformation der globalen Governance-Strukturen. Ein wesentlicher Forschungsaspekt ist dabei die Verschiebung von rein zollbezogenen Verhandlungen hin zu komplexeren regulatorischen Bereichen, die nationale Souveränitätsrechte berühren können. Diskutiert werden insbesondere die Spannungsfelder zwischen der Multilateralisierung des Handels und dem zunehmenden Trend zur Regionalisierung durch bilaterale oder regionale Handelsabkommen. Dabei wird untersucht, inwiefern das durch die Verhandlungen geschaffene Regelwerk die Machtbalance zwischen Industrie- und Entwicklungsländern beeinflusst. Neben den institutionellen Aspekten spielen auch rechtliche und ökonomische Modelle eine zentrale Rolle in der Analyse. Die Forschung setzt sich mit der Wirksamkeit von Streitbeilegungsmechanismen auseinander und hinterfragt, wie die neuen Handelsregeln auf wirtschaftliche Disparitäten reagieren. Ein weiterer Fokus liegt auf der Frage, wie die Uruguay Round die Integration globaler Wertschöpfungsketten vorangetrieben hat und welche Auswirkungen die neuen Standards auf die globale Wirtschaftsordnung haben. Du findest zu diesen Themen wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, die als PDF und eBook, viele auch als Print-on-Demand, verfügbar sind.