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Vorwort
Unsere Motivation zur Erstellung dieser Arbeit lag darin, dass eine vergleichbare Messung der Geschwindigkeit von Internet-Providern, also von Anbietern, die den Zugang zum Internet ermöglichen, für den Bereich Kiel nicht existiert. Mit der weiteren Verbreitung des Internets erlangen solche Ergebnisse immer größere Bedeutung.
Danksagungen
Da wir unsere Messungen, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, notwendigerweise sehr umfangreich durchführen mussten, haben wir uns um die finanzielle Unterstützung eines Sponsors bemüht, denn einen so großen finanziellen Aufand, wie diese Untersuchungen nach sich zogen, hätten wir als Schüler kaum aufbringen können. Zu diesem Zweck haben wir verschiedene Telefongesellschaften und Firmen dieser Branche angeschrieben. Teltarif.de Onlineverlag GmbH hat sich bereit erklärt die uns anfallenden Kosten zu übernehmen. Die Firma Wildsoft AG hat uns mit dem Programm unterstützt, auf dem unsere Ergebnisfindung beruht. An dieser Stelle einen großen Dank an diese Firmen, ohne die diese Arbeit wohl nicht möglich gewesen wäre.
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort__________________________________________________________ 2
Danksagungen 2
Inhaltsverzeichnis 3
Themenanalyse : 4
Definition von Internet-by-Call-Anbietern 4
Versuchsplanung: 5
Versuchsdurchführung: 5
Ergebnisse : 7
1. Microsoft Network 8
2. Kielnet 9
3. Talknet 10
4. Drillisch 12
Auswertung : 13
Fazit : 19
Anhang 19
Begriffserkl ärungen: 19
Zus ätzliche Literaturangaben: 22
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Themenanalyse:
Jeder Surfer weiß, dass der Minutenpreis nicht das allein entscheidende Kriterium für die Wahl eines Internet-Providers ist, weil es auch für die Kosten entscheidend ist, wie lange man für eine bestimmte Aufgabe (z.B. den Download 2 einer Datei) online sein muss. Daher werden auch von anderen Organisationen
Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt, die zeigen sollen, ob Internetanbieter durchweg gute Leistungen erbringen oder ob erhebliche Unterschiede bestehen. Die Benchmarks 11 geben Auskunft darüber, wie lange die Antworten von diversen Internetanbietern und den jeweiligen Servern 9 durchschnittlich brauchen. Dazu wird in den allermeisten Fällen das in Windows ab Version 9x enthaltene Tool „ PING“ benutzt, dessen ursprünglicher Zweck es aber war, festzustellen, ob ein Server 9 überhaupt erreichbar ist. Aus der Zeit bis zum Eintreffen der Antwort berechnet man dann die Geschwindigkeit des Anbieters. Wir haben bei unserer Arbeit nicht primär diesen Befehl zur Beschaffung der Daten benutzt, da die Serverkonfiguration oft entscheidend für die gemessenen Werte ist, aber beim „normalen“ Surfen keine Auswirkungen haben muss.
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Außerdem wird bei diesem Verfahren die Downloadzeit 2 einer Datei nicht berücksichtigt. Wir haben uns also auf ein anderes Messverfahren zur Bestimmung der Geschwindigkeit gestützt. Näheres siehe Versuchsdurchführung!
Versuchsplanung:
Da auf dem Markt kein kommerzielles Programm zur Messung der Zugriffs- 1, 10 und Downloadzeit 2 angeboten wird, das für unsere Zwecke akzeptabel ist, hat uns die Wildsoft AG ein passendes Programm zur Verfügung gestellt. Bei unseren Vorversuchen testeten wir die Geschwindigkeit über ein LAN 3 mit dem Programm Stomper 4.14 4 , wobei die ISDN-Karte 5 sich in einem anderen Rechner befand. Dabei ergab sich aber das Problem, dass die
Zugriffsgeschwindigkeiten stark von denen des PCs mit der FRITZ-Karte abwichen. Wegen dieser Abweichungen haben wir uns entschlossen, diese Methode nicht für unseren Versuch zu verwenden. Wir hätten bei unserem Versuch gerne auch die Geschwindigkeit des größten deutschen Internet-by-call Anbieters Mobilcom ermittelt. Da dieser aber über einen Proxy-Server 7 arbeitet, waren Messungen nicht möglich.
Versuchsdurchführung:
Für unsere Tests benutzten wir einen PC (Celeron 343 MHz, 128 MB RAM, Fritzcard CLASSIC ISA) und genau eine ISDN-Leitung (maximal 64 KB/s). Als Betriebssystem benutzten wir Windows 98. Zur einfacheren Durchführung haben wir eine Batch-Schleife 8 mit einer 13 Sekunden-Verzögerung erstellt.
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Diese befindet sich auf der beiliegenden CD-ROM. Da es uns technisch nicht möglich war, die Geschwindigkeit der Provider parallel zu bestimmen, haben wir die Provider an verschiedenen Wochentagen zu gleichen Uhrzeiten mindestens 30 Minuten getestet. Das von uns benutzte Programm „Webbench“ der Wildsoft AG misst die Zugriffszeit 1 auf verschiedene Server 9 . Hierfür DNS-Server 9,10 wählten wir die www.prisma-ct.com,
www.teltarif.de, www.comcity.de und web.de. Bei diesen wird durch einen DNS-Request 10 die Zugriffszeit 1 in Millisekunden gemessen. Zusätzlich werden die Seiten
www.users.comcity.de/~erikchr/lexib.html (2505 Byte) und www.microsoft.com/sitebuilder/resource/specevent1.asp (3387 Byte) aufgerufen, die Zugriffszeit 1 ermittelt und das Dokument heruntergeladen. So ermittelten wir zusätzlich zur Zugriffszeit 1 auf die DNS-Server 10 auch die Geschwindigkeit, mit der auf die aufgerufenen Dateien zugegriffen wird und die, mit der der Provider Dateien zum Download 2 anbietet. Bei der Auswahl der Server 9 haben wir den DNS-Request 10 vor allem bei deutschen Servern 9 durchgeführt, da der Privatanwender wohl vor allem auf solche Seiten zugreifen wird.
Als Provider haben wir Microsoft Network (MSN) als zum Zeitpunkt unseres Tests billigsten Anbieter (3,3 Pf/min), Talknet als normal teuren Provider (4,9 Pf/min), Kielnet auch aus dem „Preismittelfeld“ als regionalen Anbieter (5 Pf/min) und Drillisch als teuersten Anbieter (6 Pf/min) gewählt. Bei der Wahl der Provider haben wir keine ausgewählt, die in unserer Messzeit (15-19 Uhr) eine Staffelung ihrer Preise nach der Uhrzeit anboten, weil das eine Auswertung stark erschwärt hätte.
Bei dem Datendownload 2 haben wir auf Daten, die auf einem deutschen und einem amerikanischen Server 9 gelagert waren
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zugegriffen, da in der Praxis oft Daten auch von internationalen Orten geladen werden. Wir haben die Ergebnisse dieser Messungen einzeln ausgewertet, damit jeder den für ihn passenden Anbieter selbst suchen kann.
Die ermittelten Daten werden von „Webbench“ in einer Textdatei (*.txt) ausgegeben.
Hier ist ein Ausschnitt unserer „Rohdaten“. Wir erhielten pro Messung (á ca. 13 Sekunden) eine solche Datenreihe. Da wir eine sehr große Menge an Messergebnissen haben, ist es praktisch unmöglich, alle Daten schriftlich in unserer Arbeit niederzulegen. Deshalb haben wir uns entschlossen nur einige ausgewählte Resultate auf Papier zu bringen. Die restlichen Daten liegen auf einer CD-ROM bei.
DNS www.prisma-ct.com 112 0 0 0 0 done DNS www.teltarif.de 76 0 0 0 0 done DNS www.comcity.de 91 0 0 0 0 done DNS web.de 77 0 0 0 0 done
HTTP www.users.comcity.de 474 HTTP www.microsoft.com 102 /sitebuilder/resource/specevent1.asp
Ergebnisse:
Wie aus der untenstehenden Tabelle abzulesen ist, führten wir pro Anbieter und Zeitraum zwischen 1215 und 3540 DNS-Time- und zwischen 406 und 1180 Download-Messungen durch.
Zur Auswertung benutzten wir Excel 2000. Die von uns benutzten Formeln und Tools sind ebenfalls auf der beiliegenden CD zu finden.
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Es folgen unsere Ergebnisse (jeweils im Stundentakt) nach Anbietern unterteilt.
1. Microsoft Network
Auswertung:
Bei all unseren Messungen war es auffällig, dass es große Ausreißer gab (vgl. Spannweite). Wir denken, dass dies ein Phänomen ist, dass den meisten Internet-Nutzern bekannt ist, wenn sie eine Seite mehrmals anfordern müssen, damit diese geladen wird. Deshalb benutzten wir zur Mittelwertbildung nicht das arithmetische Mittel, sondern den Median, weil bei diesem Verfahren Ausreißer eine untergeordnete Rolle spielen (WEBER, „Grundriss der biologischen Statistik“ 89). Wir nehmen davon Abstand die Kriterien (DNS-Lookup-Zeiten 10 , Connection-Zeiten 11 , Download-Zeiten 2 ) zu gewichten, da für jeden Benutzer die Kriterien eine unterschiedliche Bedeutung haben.
Wir haben den vier Zeitbereichen (15-16 (1), 16-17 (2), 17-18 (3), 18-19 Uhr (4)) aufgrund der besseren Übersichtlichkeit jeweils Zahlen von 1 bis 4 zugeordnet. Außerdem haben wir zwei unterschiedliche Diagramme verwendet, wobei wir nur die Skalierung der y-Achse geändert haben. Das zweite Diagramm bildet hier jeweils einen genaueren Ausschnitt aus dem ersten Diagramm, um eine exaktere Auswertung zu ermöglichen.
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DNS-Lookup-Zeiten 10 :
Hierbei gab es ein eindeutiges Ergebnis. Talknet war zu allen Zeiten nach diesem Kriterium der schnellste Anbieter. MSN schnitt am schlechtesten ab.
Wer also schnell auf Seiten zugreifen muss, ist mit Talknet am besten bedient.
Connection-Time 1
Bei der Connection-Time 1 ergab sich kein so eindeutiges Ergebnis, wie bei dem DNS-Request. Zwischen 15 und 18 Uhr war MSN der schnellste Anbieter. Drillisch war der langsamste.
Bei Talknet ist auffällig, dass die Connection-Time 1 nach 18 Uhr extrem viel kürzer wurde.
Download-Zeiten
Wir haben die Downloadzeiten der beiden oben genannten Seiten getrennt voneinander ausgewertet, da eine gemeinsame Auswertung der Downloadzeiten zweier unterschiedlich großer Dokumente uns schwer möglich erschien. Außerdem wollten wir auf mögliche Unterschiede bei den Serverstandorten eingehen können. Bei beiden Messungen fiel aber, wie bei den Connection-Zeiten 1 , auf, dass MSN wieder der schnellste Anbieter war.
a) Downloadzeiten aus Deutschland
Hier war MSN zu allen Zeiten der schnellste und Drillisch zu allen Zeiten der langsamste Anbieter. Zwischen 18 und 19 Uhr wurde die Geschwindigkeit von MSN noch einmal erheblich schneller. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass preisbewusste Kunden nach 18.00 Uhr einen anderen Tarif benutzen und so mehr Ressorcen frei sind.
b) Downloadzeiten aus den USA Unter diesem Kriterium betrachtet war der schnellste Anbieter nicht so klar auszumachen. Aber auch hier war MSN einer der schnellsten Anbieter, wobei hier auch Talknet sehr gut abschnitt. Hier war Drillisch wiederum der langsamste Anbieter.
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Fazit:
Unsere Hypothese erwies sich als falsch! Microsoft Network als billigster Anbieter in unserem Test hat sowohl bei der Download-Zeit, als auch bei der Connection-Zeit 1 die besten Ergebnisse erziehlt. Anders war es bei der DNS-Lookup-Zeit: hier erwies sich MSN als langsamster Anbieter.
Drillisch, der teuerste Anbieter unseres Vergleichtests, erwies sich, im Bereich der Downloads, als der schlechteste Anbieter und auch bei den DNS-Zugriffen war er auch recht langsam. Eine allgemeine Feststellung wie „Anbieter XY ist der beste“ können wir nicht treffen, da es von den Bedürfnissen des einzelnen Abhängt, welcher Provider für ihn der richtige ist.
Anhang
Begriffserklärungen:
Zur Vereinfachung haben wir einige Begriffe nur sehr oberflächlich definiert.
1. Connection-Time/Zugriffszeit
Zeitdauer, die für den Zugriff auf Daten benötigt wird. Damit ist in unserem Fall die Zeitspanne gemeint, die die Netzwerk- oder INTERNET-Protokolle benötigen, um den Zugriff zum Server aufzubauen.
2. Download:
Bezeichnung für das (Herunter-)Laden von Daten aus einem Kommunikationssystem wie, in unserem Fall, dem
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Internet. Bei einem Download werden Programme oder Dateien auf den eigenen Computer übertragen.
3. LAN:
Abkürzung für "Local Area Network": lokal angelegtes Netzwerk. "Lokal" bezieht sich in diesem Sinne auf einen gemeinsamen Standort, wie in unserem Beispiel in einem Haus.
4. Stomper 4.14:
Durch den Einsatz von Stomper kann der Nutzer von der eigenen Arbeitsstationen im Netzwerk auf ein Modem bzw. auf eine ISDN-Karte 5 zugreifen, das/die tatsächlich in einem anderen Rechner im Netzwerk installiert ist. Es erscheint dabei so, als wäre dieses Gerät am eigenen PC direkt angeschlossen. (http://www.pflug.de/stomper.html)
5. ISDN-Karte:
Erweiterungskarte für den PC, die den Computer mit dem ISDN-Netz verbindet. Mit der von uns gewählten Karte (Fritzcard CLASSIC ISA) ist eine Datenübertragung von 64 KB/s möglich.
6. HTTP-Request:
Der HTTP-Request auf die URL gibt das Objekt an, auf das sich der Request bezieht. Er kann entweder ein absoluter URL, d.h. einschließlich des Namens des Servers, sein oder aber nur den absoluten Pfad auf dem Server angeben. Diese Zeit messen wir.
7. Proxy-Server:
Ein Proxy-Server ist ein Rechner, der von einem Internet-Provider betrieben wird und der die Internet-Seiten, die von den WordWideWeb-Nutzern häufig abgefragt werden,
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zwischenspeichert. Wenn ein WWW-Surfer eine Webseite anwählt, prüft der Proxy-Server, ob die Daten bereits beim Provider vorhanden sind. Ist dies der Fall, bekommen der Surfer nur eine "Kopie", die schneller übertragen wird als das "Original". Sind die Daten noch nicht vorhanden, verbindet der Proxy-Server den Surfer weiter zu der gewünschten Adresse.
Es steht zu erwarten, dass Proxy-Server in der EU aus urheberrechtlichen Gründen in nächster Zeit generell verboten werden.
8. Batch-Schleife:
Ich habe aus zwei Batch-Dateien, also Dateien, in denen nacheinander viele Befehle abarbeitet werden, zu einer Schleife zusammengeschlossen (siehe CD).
9. Server:
Im Internet sind Server Knotenpunkte des Netzes.
10. Domain Name Server- (DNS-) Request
Domain Name Server sind Server im Internet, die Übersetzung von Internet-Namen (z.B. "www.comcity.de") in die für die Verbindungsaufnahme notwendige Internetnummern (z.B. 192.44.34.19) erledigen. Obwohl diese Übersetzung beim Arbeiten auf dem Internet dauernd geschieht, nimmt der Benutzer oder die Benutzerin das meistens nicht wahr. Das liegt daran, dass dieses Nachschlagen eine Systemfunktion ist, die automatisch abläuft (wenn alles richtig konfiguriert ist). Trotzdem ist die Zeit, in der dies geschieht, entscheidend für die Geschwindigkeit des Surfens. Neben dem Server selbst ist auch der Provider dafür verantwortlich. Der Request dieser Zeiten stellen einen Hauptteil unserer Ergebnisse dar.
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11. Benchmark
Maßstab für einen Leistungsvergleich, sei es für Hard- und Software oder eine Dienstleistung. In diesem Fall bezieht es sich auf die Geschwindigkeitsmessungen bei Providern
Zusätzliche Literaturangaben:
http://www.glossar.de für Begriffserklärungen
Arbeit zitieren:
Sören Christensen, Julian Kloos, Torben Sörensen, 2000, Statistische Auswertung der Geschwindigkeitsmessung verschiedener Internet-by-call Anbieter, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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