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Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 3
2. Was ist Motivation 3
3. Motiv und Motivation 6
4. Intrinsische Motivation und Extrinsische Motivation 8
5. Bedürfnisse als Grundlage jeder Motivation 8
Bedürfnispyramide nach Maslow 8
5.1
Lern- und Leistungsmotivation 10
6.
Annäherungsmotivation und Vermeidungsmotivation
6.1
nach ATKINSON 11
6.2 Attributionstheorie von WEINER 13
7. Zusammenfassung 15
Literaturverzeichnis 16
8.
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Einleitung
1.
In der heutigen Zeit nimmt der Mensch im Arbeits- und Berufsleben eine zentrale Stellung ein. Dadurch wird großer Einfluß auf die Leistungsfähigkeit ausgeübt, die es zu optimie- ren gilt. Um das zu erreichen, sind Kenntnisse über Grundeinstellungen und Verhalten des Menschen notwendig. Diese Überlegungen waren Gegenstand zahlreicher Theorien, wobei die Motivationstheorien den wohl wichtigsten Bereich darstellen. In der vorliegen- den Arbeit werden einige dieser Theorien unter dem Aspekt "Motivation als Teil des Lernprozesses" dargestellt.
Als Determinanten von Motivationsprozessen lassen sich unterscheiden: das Motiv (angeborenes Bedürfnis oder gelernte Disposition, der Anreiz (emotionale Valenz des Zielzustandes) sowie kognitive Prozesse (Entscheidung, Erwartung, Handlungskonzept). Leistungsmotivation meint die Gesamtheit der Bedingungsfaktoren eines aktuellen, leistungsorientierten Handelns. In der Theorie von ATKINSON wird der intrinsische Anteil der Leistungsmotivation als Konflikt zwischen den Tendenzen "Hoffnung auf Erfolg" und "Furcht vor Mißerfolg" erklärt. Die Attributionstheorie von WEINER befaßt sich mit der Zuschreibung von Gründen für Erfolg und Mißerfolg auf Faktoren in der Person (Fähigkeit oder Anstrengungsbereitschaft) bzw. der Situation (Aufgabenschwierigkeit oder Zufall) (vgl. Edelmann 1996, S. 353).
2. Was ist Motivation?
Der Begriff "Motivation" ähnlich wie der Begriff "Motiv", leitet sich aus dem Lateinischen ab. Laut Fremdwörterlexikon bedeutet Motiv Beweggrund, Triebfeder, Ursache, Leit- gedanke und Motivation eine Vielzahl von Motiven, die menschliches Handeln bestimmt (vgl. neues Fremdwörterlexikon 1989, S. 243).
Unter Motivation verstehen wir also ein Gefüge von Motiven (Beweggründen) vielfältiger Art, das in einem Interorisierungsprozeß entsteht und das Handeln des Menschen (sein Leistungs- und Sozialverhalten) bedingt. Sie entsteht dann, wenn eine Person Anre- gungsbedingungen in der umgebenden Situation wahrnimmt, die dazu geeignet sind, Motive so zu aktivieren, daß dadurch Verhalten ausgelöst wird. Jemanden motivieren heißt also, ihn zum Handeln anregen und dabei seine Aktivität in Art, Richtung und Stärke steuern(vgl. Wolf, 1985, S. 16).
Interorisierungsprozeß: Aneignung - Verarbeitung - Verfestigung von Kenntnissen, Fertigkeiten/Normen
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Stark verallgemeinert ist dieser Prozeß mit einer Regelmechanik zu vergleichen: Der IST-Zustand wird mit dem Soll-Zustand verglichen. Weicht er ab, so ist das Gleichgewicht gestört. Da das Gleichgewicht das Ziel (Motiv) ist, tritt der Regler (Motivation) in Aktion und gleicht die Differenz aus. Der Zustand des Gleichge- wichts ist wieder hergestellt (vgl. Wolf, 1985, S. 16 f).
Es wirken Anreize der Situation: Lernstoff, Lerngegenstand oder Un-
Die Motive der Person verbinden sich mit dem Anreiz. Dazu werden unmittelbare weitere Folgen vorweg bedacht und beurteilt. Sie sind erstrebenswert, und ist die Erreichbarkeit persönlich angemessen, so entsteht der Entschluß: Ich will handeln! Ich will lernen!
Zufriedenheit über den Informationsgewinn und über erworbene Fertig-
keiten; Selbstbestätigung, den selbstgesetzten Leistungsanspuch
beruflicher Vorteil, Anerkennung, Lob, soziale Geltung, Ansehen
Die Motivationstheorie versucht, zwei Fragen zu beantworten:
S Warum wird ein Mensch aktiv bzw. welche Kräfte treiben den Menschen zum Handeln an?
S Welche Zielrichtung nimmt diese Aktivität?
Aus dieser Fragestellung heraus ergeben sich zwei vermutete Variablen der Motivation: die Aktivierung und die Richtung des Verhaltens.
Die Aktivierung einer Person wird zum einen durch auslösende Reize bestimmt und zum anderen durch erlernte Erwartungshaltungen, die bei bestimmten (internen und externen) Reizbedingungen angesprochen werden.
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In dem Seminar "Lernen in der Weiterbildung" ist bereits ausführlich zum Thema Reiz- Reaktionstheorien gesprochen worden. Auch bei der Motivation erfolgt ein Anreiz, der mit dem persönlichem Motiv übereinstimmt und Erwartungen erfüllt, so daß die Person motiviert ist, diese Handlung aufzunehmen bzw. fortzuführen.
Abb. 1: Phase der Motivierung (vgl. Wolf, 1985, S. 18)
Hier ist gemeint, daß Reize aus der Umwelt als Auslöser bzw. äußere Anstöße zu sehen sind, die einen Menschen in einer momentanen Situation zu einem bestimmten Handeln bewegen.
Motivation ist also der Beweggrund für Verhalten und Handlungen. Hierbei kann man innere Beweggründe (Bedürfnisse) und äußere Beweggründe (Anreize) unterscheiden. Motive erklären, warum wir arbeiten oder studieren, mit wem wir uns anfreunden, warum wir uns für bestimmte Dinge interessieren u.v.m. Die Betrachtung der Motivation hilft, andere zu verstehen.
Motivation ist sicher kein einheitlicher Prozeß, der einen ganzen Handlungsabschnitt von Anfang bis Ende gleichförmig durchzieht. Sie besteht vielmehr aus verschiedenartigen Prozessen, die in einzelnen Phasen vor und nach einer Handlungsausführung selbst- regulatorische Funktion ausüben. Am Anfang stehen die Abwägung möglicher Hand- lungsergebnisse und die Bewertung ihrer Folgen, bevor eine Wahl über die einzuschla- gende Handlungsrichtung getroffen wird (vgl. Heckhausen, 1980, S. 25).
In dem folgenden Absatz 3 wird noch genauer auf die Begriffe Motiv und Motivation eingegangen.
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Eva-Maria Müller, 1997, Motivation als Teil des Lernprozesses, Munich, GRIN Publishing GmbH
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