Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis................................................................................................................... 2
Abk ürzungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Bretton Woods. 4
2.1 Idee und Entstehung 4
2.2 Aufbau oder die n-te Währung. 6
2.3 Zusammenbruch des BWS 6
2.3.1 Triffin-Dilemma / inadäquate Gold-Dollardeckung 7
2.3.2 Krieg auf Pump und importierte Inflation/Wirtschaftspolitik der USA. 7
2.3.3 Endgültiges Ende und Wiedereinführung flexibler Wechselkurse 8
3. Auswirkungen des Zusammenbruchs auf die europäische Geldpolitik 8
3.1 Die Euro-Währungsschlange. 8
3.2 Funktionsweise der Währungsschlange 9
3.2.1 Regel- und Ausnahmefälle im Saldenausgleich und deren Auswirkungen auf
die inländische Geldmenge 10
3.2.2 Auswirkungen auf die Geldbasis. 10
3.2.3 Beurteilung des EWV. 11
3.2.4 Einführung des EWS. 12
4. Fazit. 13
Literaturverzeichnis. 15
Anlage 1: 18
2
Abkürzungsverzeichnis
BRD - Bundesrepublik Deutschland
BW - Bretton Woods
BWS - Bretton-Woods-System
ECU - European Currency Unit
EG - Europäische Gemeinschaft
EU - Europäische Union
EWS - Europäisches Währungssystem
EWV - Europäischer Wechselkursverbund
FED - Federal Reserve Board (Zentralbank der USA)
IWF - Internationaler Währungsfonds
WV - Wechselkursverbund
ZB - Zentralbank
3
1. Einleitung
Die negativen Erfahrungen im zweiten Weltkrieg wie der Zusammenbruch der internationalen Wirtschaftsbeziehungen und die Instabilität des Geld -und Preisniveaus der Zwischenkriegszeit führten zu dem Gedanken, der hinter dem Internationalen Währungsfond (IWF)-Abkommen stand. In den 40er Jahren bestand Konsens zwischen den Alliierten, dass flexible Wechselkurse aufgrund möglicher Spekulationen eine Quelle der Instabilität sind und dem Welthandel schaden. Die Alliierten hatten die Idee, ein stabiles Freihandelssystem zu schaffen, welches durch feste Wechselkurse und eine Konvertibilität der Währungen garantiert werden sollte. Ein Kompromiss zwischen dem Keynesplan der Briten und dem Whiteplan der US-Amerikaner bildete das Fundament für das Bretton Woods-System (BWS), welches - mit dem Dollar als Leitwährung - knapp 20 Jahre Bestand hatte. Innerhalb Europas entstand auf politischer Ebene nach zwei Weltkriegen der Wunsch nach dauerhaftem Frieden. Die europäische Integration wurde vor allem von den früheren „Erzfeinden“ Frankreich und Deutschland voran getrieben und in den „Römischen Verträgen“ von 1957 beschlossen. Ziel war es, eine einheitliche Wirtschafts- und Währungspolitik zu erreichen, die eine militärische Auseinandersetzung zwischen den europäischen Staaten verhindern sollte. „Wir müssen eine Art Vereinigte Staaten von Europa errichten“ 1 ist der Gedanke der hinter den Bemühungen um ein einheitliches Europa steht. In meiner Seminararbeit gehe ich auf die Idee und die Struktur des BWS ein, sowie auf dessen systematischen Fehler, die das System zusammenbrechen ließen. Der zweite Hauptpunkt befasst sich mit der Neuentwicklung der gemeinschaftlichen europäischen Geldpolitik, die sich seit den 70er Jahren unabhängig von den USA und dem Dollar präsentiert. Außerdem werden die Funktionsweisen sowie die historische Entwicklung der Systeme beschrieben. Ein Fazit schließt die Arbeit ab.
2. Bretton Woods
2.1 Idee und Entstehung
In Bretton Woods (New Hampshire) wurde noch vor Kriegsende das Abkommen über die Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgesetzt und unterzeichnet. Obwohl 44 Nationen an der Konferenz 2 teilnahmen, wurden die Verhandlungen ausschließlich von
1 Winston Churchill in seiner Rede an die akademische Jugend vom 19.September 1946 in Zürich
2 auf dieser Konferenz wurde auch die Weltbank gegründet. Krugman/Obstfeld 2004 S.697.
4
der britischen und US-amerikanischen Finanzkommission geführt. Es gab Unterschiede in den beiden Plänen, die aus den Zukunftserwartungen über die wirtschaftliche Entwicklung des jeweiligen Landes sowie aus den verschiedenen wirtschaftlichen Verläufen in der Zwischenkriegszeit zu erklären sind. Man erlangte dennoch Einigkeit, denn die Motivation war gleich: die verheerenden Erlebnisse der Vergangenheit, die sich auf den Stabilitätsverlust der einzelnen Volkswirtschaften gründete, sollten sich nicht wiederholen. 3 Die Ziele des IWF lauteten:
- Aufbau eines multilateralen Zahlungssystems durch die Wiederherstellung der Konvertibilität der Währungen
- Stabiles Wechselkurssystem durch regulierte Währungsverhältnisse
- Einrichtung eines Fonds, der Ländern mit Zahlungsbilanzdefiziten kurzfristige finanzielle Hilfen ( Kreditfazilitäten) gewährte. Dieser Fonds wurde von allen Mitgliedern anhand eines Quotensystems finanziert. 4
Um der herausragenden Aufgabe des IWF, nämlich der Wechselkursregelung gerecht zu werden, war das ursprüngliche BWS durch entsprechende Vereinbarungen definiert, die für jedes Mitgliedsland im gleichen Umfang galten.
Die erste und wichtigste geldpolitische Vorschrift war die Bindung der einzelnen Währungen an den Dollar, der wiederum an Gold gebunden war. 5
Zusätzlich verpflichtete die Vereinbarung jedes Mitgliedsland (außer die USA) zu Interventionen seiner Zentralbank(ZB), um den Wechselkurs innerhalb einer Bandbreite von +- 1% im Verhältnis zum Dollar zu halten. Des Weiteren wurde den Mitgliedsländern ohne Zustimmung des IWF im Falle eines „fundamentalen Zahlungsbilanz-ungleichgewichts“ eine 10%-Anpassung der Paritäten gestattet. Durch die fehlende Definition des Begriffes „fundamentales Zahlungsbilanzungleichgewicht“ lag die Wechselkursanpassung allerdings im Ermessen des jeweiligen Mitgliedslandes. 6
Die endgültige Ratifizierung des Abkommens erfolgte im Dezember 1945 durch 29 Nationen. In den darauf folgenden Jahren traten schließlich auch die anderen Nationen, die an der Konferenz teilnahmen, bei. Die Bundesrepublik Deutschland wurde 1952 vollwertiges Mitglied. 7
3 Ein detaillierter Vergleich der beiden Pläne findet man bei Eichengreen(1990 S.282ff)
4 Willms 1999 S.161
5 Genauer siehe „Aufbau oder die n-te Währung
6 Alecke 1999 S.42
7 Adebahr 1978 S.404
5
Arbeit zitieren:
Patrick Otterbach, 2005, Auswirkungen des Zusammenbruchs des Bretton Woods System auf die Europäische Geldpolitik - und deren Neuordnung", München, GRIN Verlag GmbH
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