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Markov Chain Monte Carlo Methoden

Title: Markov Chain Monte Carlo Methoden

Master's Thesis , 2007 , 53 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Thomas Plehn (Author)

Mathematics - Stochastics
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Summary Excerpt Details

Wir beginnen mit einem sehr einfachen Beispiel: Denken wir an einen zufälligen Läufer in einer sehr kleinen Stadt, die nur aus vier Straßen besteht. Dabei werden die vier Straßenecken wie in der untenstehenden Abbildung mit v1, v2, v3 und v4 bezeichnet. Zum Zeitpunkt 0 steht der zufällige Läufer in der Ecke v1. Zum Zeitpunkt 1 wirft er eine faire Münze und entscheidet je nach Ausfall, ob er weiter nach v2 oder v4 geht. Zum Zeitpunkt 2 wirft er wieder eine faire Münze, um zu entscheiden, zu welcher benachbarten Ecke er gehen soll. Dabei verwendet er die Entscheidungsregel, wenn die Münze Kopf zeigt, einen Schritt im Uhrzeigersinn zu gehen und andernfalls, wenn die Münze Zahl zeigt, einen Schritt gegen den Uhrzeigersinn zu gehen. Diese Prozedur wird fortgeführt für die Zeiten 3, 4, usw.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen zu Markov-Ketten

1.1 Definition

1.2 Irreduzibilität und Aperiodizität

1.3 Stationäre Verteilungen und Reversibilität

1.3.1 Existenz der stationären Verteilung

1.3.2 Reversibilität einer Verteilung

1.4 Konvergenzsatz

1.4.1 Konvergenz gegen die stationäre Verteilung

1.4.2 Eindeutigkeit der stationären Verteilung

2 Metropolis-Hastings Algorithmus

2.1 Allgemeine Beschreibung des Metropolis-Hastings Algorithmus

2.2 Implementierung des Metropolis-Algorithmus im Beispiel der Exponentialverteilung

2.3 Fehler-Abschätzung im Beispiel der Exponetialverteilung

3 Gibbs-Sampler

3.1 Allgemeine Beschreibung des Gibbs-Samplers

3.2 Implementierung des Gibbs-Sampler Beispiels

3.3 Verallgemeinerung auf q-Färbungen

4 Approximate counting

4.1 Problemstellung

4.2 Existenz-Theorem

4.3 Beweis: erster Teil

4.4 Beweis: zweiter Teil

4.5 Implementierung

6 Quelltexte

6.1 Metropolis-Hastings Algorithmus

6.2 Gibbs-Sampler

6.3 Approximate-Counting Algorithmus

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einsatz von Markov-Chain Monte Carlo (MCMC) Methoden zur Lösung statistischer und kombinatorischer Probleme. Das primäre Ziel ist es, stochastische Prozesse so zu konstruieren, dass deren stationäre Verteilungen für Simulationen nutzbar gemacht werden, insbesondere um schwer berechenbare Größen wie die Anzahl zulässiger Graphenfärbungen effizient zu approximieren.

  • Mathematische Grundlagen von Markov-Ketten (Irreduzibilität, Aperiodizität, Konvergenz).
  • Methodik und Implementierung des Metropolis-Hastings-Algorithmus.
  • Anwendung des Gibbs-Samplers zur Simulation von Graphenfärbungen.
  • Entwicklung eines Approximations-Schemas für Zählprobleme (Approximate Counting).

Auszug aus dem Buch

1.1 Definition

Wir beginnen mit einem sehr einfachen Beispiel: Denken wir an einen zufälligen Läufer in einer sehr kleinen Stadt, die nur aus vier Straßen besteht. Dabei werden die vier Straßenecken wie in der untenstehenden Abbildung mit v1, v2, v3 und v4 bezeichnet. Zum Zeitpunkt 0 steht der zufällige Läufer in der Ecke v1. Zum Zeitpunkt 1 wirft er eine faire Münze und entscheidet je nach Ausfall, ob er weiter nach v2 oder v4 geht. Zum Zeitpunkt 2 wirft er wieder eine faire Münze, um zu entscheiden, zu welcher benachbarten Ecke er gehen soll. Dabei verwendet er die Entscheidungsregel, wenn die Münze Kopf zeigt, einen Schritt im Uhrzeigersinn zu gehen und andernfalls, wenn die Münze Zahl zeigt, einen Schritt gegen den Uhrzeigersinn zu gehen. Diese Prozedur wird fortgeführt für die Zeiten 3, 4, usw.

Für jedes n bezeichnet Xn den Index der Straßenecke an der sich der Läufer zur Zeit n befindet. Deswegen ist (X0, X1, ...) ein Zufallsprozess der Werte aus {v1, v2, v3, v4} annimmt. Weil der Läufer zur Zeit 0 in v1 startet, ergibt sich: P(X0 = v1) = 1. Danach bewegt er sich nach v2 oder v4 mit jeweils der Wahrscheinlichkeit 1/2, so dass: P(X1 = v2) = 1/2 und P(X1 = v4) = 1/2.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Grundlagen zu Markov-Ketten: Einführung in die mathematische Theorie, einschließlich Definitionen zur Irreduzibilität, Aperiodizität und der Existenz sowie Eindeutigkeit stationärer Verteilungen.

2 Metropolis-Hastings Algorithmus: Beschreibung eines allgemeinen Verfahrens zur Erzeugung von Markov-Ketten mit einer vorgegebenen Zielverteilung sowie deren Implementierung am Beispiel der Exponentialverteilung.

3 Gibbs-Sampler: Analyse einer speziellen MCMC-Konstruktion zur Simulation von Konfigurationen in Graphen, insbesondere für Färbungsprobleme.

4 Approximate counting: Konstruktion eines zufälligen Approximations-Schemas für Zählprobleme, demonstriert an der approximativen Bestimmung der Anzahl von q-Färbungen.

6 Quelltexte: Dokumentation der verwendeten Algorithmen in Form von Programmcode für die durchgeführten Simulationen.

Schlüsselwörter

Markov-Kette, Metropolis-Hastings Algorithmus, Gibbs-Sampler, MCMC, Stationäre Verteilung, Graphenfärbung, Approximate Counting, Stochastik, Zufallsprozess, Konvergenzsatz, Wahrscheinlichkeitsdichte, Monte Carlo Simulation, Adjazenzmatrix, Kombinatorik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Markov-Chain Monte Carlo (MCMC) Methoden, die dazu dienen, komplexe stochastische Objekte zu simulieren und statistische Parameter zu schätzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die mathematische Fundierung von Markov-Ketten sowie deren praktische Anwendung in den Algorithmen von Metropolis-Hastings, dem Gibbs-Sampler und Verfahren zum Approximate Counting.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Methoden zu entwickeln und zu analysieren, mit denen Wahrscheinlichkeitsverteilungen konstruiert und für die Approximation schwer berechenbarer Zählprobleme genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt maßgeblich die Theorie der stochastischen Prozesse, insbesondere die Eigenschaften irreduzibler und aperiodischer Markov-Ketten, um Konvergenz gegen stationäre Verteilungen zu gewährleisten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Konvergenzbedingungen, die Erläuterung der algorithmischen Umsetzung von Metropolis-Hastings und Gibbs-Sampling sowie die Anwendung auf approximative Zählprobleme in Graphen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind stationäre Verteilung, Irreduzibilität, Monte Carlo Simulation, Algorithmen-Effizienz (Polynom-Zeit) und Approximations-Schema.

Wie wird die Güte der Schätzung beim Approximate Counting bewertet?

Die Güte wird mithilfe des Gesetzes der großen Zahlen und Ungleichungen wie der von Chebychew abgeschätzt, um Fehlergrenzen für den Erwartungswert bei einer gegebenen Sicherheitswahrscheinlichkeit zu definieren.

Welche Rolle spielt die "Burnin-Periode" in den Simulationen?

Die Burnin-Periode ist die initiale Phase einer Markov-Ketten-Simulation, in der die Kette noch nicht nah genug an der stationären Verteilung ist; diese Daten werden von der statistischen Analyse ausgeschlossen.

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Details

Title
Markov Chain Monte Carlo Methoden
College
Bielefeld University
Grade
1.0
Author
Thomas Plehn (Author)
Publication Year
2007
Pages
53
Catalog Number
V111127
ISBN (eBook)
9783640092239
ISBN (Book)
9783640355129
Language
German
Tags
MCMC-Methoden Markov Chain Monte Carlo
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Plehn (Author), 2007, Markov Chain Monte Carlo Methoden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111127
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