INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS I
1 EINLEITUNG. 1
2 JUNIORENFIRMA ALS ERGÄNZENDE AUSBILDUNGSMETHODE 1
2.1 Begriff und Zielsetzung. 1
2.2 Entwicklung und bisherige Realisationsansätze. 2
3 ENTWICKLUNG DER SOZIAL- UND SELBSTKOMPETENZ VON
AUSZUBILDENDEN IN JUNIORENFIRMEN 4
3.1 Erwerb von beruflicher Handlungskompetenz als Ziel moderner beruflicher
Bildung 4
3.2 Der Beitrag der Juniorenfirmen zur Förderung der Selbstkompetenz von
Auszubildenden 5
3.3 Nachhaltige Steigerung der Sozialkompetenz durch Einsatz von Juniorenfirmen 6
3.4 Problematische Aspekte beim kompetenzfördernden Einsatz von Juniorenfirmen 7
4 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 8
LITERATURVERZEICHNIS 9
I
1 Einleitung
Eine effektive berufliche Ausbildung junger Menschen stellt heutzutage für viele Unternehmen ein wachsendes Problem dar. Auf der einen Seite werden die Unternehmen und ihre Strukturen durch Fusionen und Betriebsübernahmen immer komplexer und für die Auszubildenden immer undurchschaubarer. Auf der anderen Seite sollen die Auszubildenden nicht nur in einem Spezialgebiet einsetzbar sein, sondern sich aufgrund des fortschreitenden technologischen und arbeitsökonomischen Wandels schnell in neue Arbeitsbereiche und -situationen einfinden können (vgl. Fix, 1989, S. 13f.).
Um diesem Dilemma vorzubeugen, wurden in den letzten Jahrzehnten verstärkt so genannte Juniorenfirmen eingeführt. Den Auszubildenden sollen die unübersichtlichen Wertschöpfungsprozesse eines Großunternehmens an einer kleinen Firma veranschaulicht werden und gleichzeitig sollen ihnen Qualifikationen und Kompetenzen vermittelt werden, die sie auf die erhöhten Anforderungen eines von Flexibilität geprägten Arbeitslebens vorbereiten (vgl. Bauer & Stexkes, 1986, S.373).
In der vorliegenden Arbeit werden zunächst die Strukturmerkmale einer Juniorenfirma erläutert und eine Abgrenzung zu anderen Modellfirmen, die in der Erstausbildung eingesetzt werden, vorgenommen. Daran anschließend wird das Konzept der beruflichen Handlungskompetenz vorgestellt. Es wird erläutert, inwieweit die Sozial- und Selbstkompetenz der Auszubildenden durch den Einsatz von Juniorenfirmen gefördert werden kann und es werden die problematischen Aspekte einer Juniorenfirma näher betrachtet. Im letzten Kapitel erfolgen eine Zusammenfassung und ein Ausblick auf zukünftige Anwendungsmöglichkeiten der Juniorenfirma.
2 Juniorenfirma als ergänzende Ausbildungsmethode
2.1 Begriff und Zielsetzung
Eine Juniorenfirma ist eine Ausbildungsmethode, die es Auszubildenden ermöglicht, in eigener Verantwortung den realen Geschäftsbetrieb einer Firma zu gestalten und zu leiten. Allein die juristische Verantwortung für die Firma verbleibt in den meisten Fällen bei dem Ausbildungsunternehmen der Auszubildenden. Die Grün-
1
dung einer Juniorenfirma erfolgt auf freiwilliger Basis der Unternehmen und wird in Ergänzung zu der Ausbildung im dualen System eingesetzt. Ungefähr 10 % ihrer Ausbildungszeit sind die Auszubildenden in der Juniorenfirma tätig (vgl. Kutt, 2006, S. 299f.).
Bei der Juniorenfirma handelt es sich um eine Form simulativer kaufmännischer Berufsbildung. Sie unterscheidet sich von anderen Formen wie dem Lernbüro und der Übungsfirma dadurch, dass ihr Realitätsbezug sehr weit ausgeprägt ist. Im Lernbüro und in der Übungsfirma werden sowohl die Dienstleistungs- und Warenströme als auch die Finanzströme simuliert. In der Juniorenfirma findet ein Austausch tatsächlich statt, so dass auch ein gewisses ökonomisches Risiko vorhanden ist. Außerdem unterscheiden sich die betrieblichen Simulationsformen in Bezug auf die Form der Außenkontakte. Während im Lernbüro die Außenkontakte durch Lehrer, Schüler oder den Computer simuliert werden und in der Übungsfirma durch andere Übungs- bzw. Partnerfirmen, bestehen in der Juniorenfirma reale Austauschbeziehungen mit Kunden und Lieferanten. In der Juniorenfirma werden aufgrund der juristischen Unselbständigkeit nur die Kontakte zu den Behörden simuliert und stellvertretend von dem Mutterunternehmen ausgeführt (vgl. Greimel, 1998, S. 16).
Der Gründung von Juniorenfirmen lag zunächst die Überlegung zugrunde, dass die fortschreitende Technisierung in den Unternehmen die Betriebsabläufe für die Auszubildenden undurchsichtig erscheinen lässt. Durch die Juniorenfirmen wurde das Ziel verfolgt, die einzelnen Prozesse wieder direkt erfahrbar zu machen. Nach der Einführung der ersten Juniorenfirmen stellte sich schnell heraus, dass die Juniorenfirma insbesondere der Förderung der Sozial- und Selbstkompetenzen der Auszubildenden dienlich ist. Dieser Aspekt ist bei der Einführung von Juniorenfirmen mittlerweile in den Vordergrund gerückt (vgl. Bauer & Stexkes, 1986, S. 373).
2.2 Entwicklung und bisherige Realisationsansätze
Schon vor 200 Jahren waren erste Ansätze von Übungsfirmen bekannt, deren Bedeutung von Pädagogen wie Rousseau und Pestalozzi unterstrichen wurde. Sie forderten bereits damals didaktische Prinzipien wie das Erfahrungslernen und den bildenden Wert der Arbeit stärker zu würdigen. Die Juniorenfirma in der heutigen Ausprägung entstand erst Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. Ausge-
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Arbeit zitieren:
Marietta Sophia Dieckmann, 2008, Der Einsatz von Juniorenfirmen im Hinblick auf die Förderung der Sozial- und der Selbstkompetenz, München, GRIN Verlag GmbH
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