INHALTSVERZEICHNIS
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1. EINFÜHRUNG 3
2. AUFGABE 1 4
Manchmal wird gefordert, die Auswertung der erhobenen Daten müsse von einem neutralen
Dritten, nicht von dem Planer der Untersuchung, durchgeführt werden. Wie beurteilen Sie
den Vorschlag?
3. AUFGABE 2 5
Im Internet wird häufig die Möglichkeit zum Abstimmen angeboten (sog. Quick-Vote) Wie
sind derartige Abstimmungen aus der Sicht der empirischen Sozialforschung zu beurteilen?
4. AUFGABE 3 8
Es werden folgende Preise für 1 Glas (380 g) maltesische Ribixos beobachtet (in EUR):
1 ,99 3 ,99 2 ,99 2 ,49 3 ,49 Wie groß sind Spannweite, Spannenmitte, arithmetischer
Mittelwert, Standardabweichung und der Variationskoeffizient?
5. QUELLENVERZEICHNIS 12
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1. Einführung
Der Verfasser beschäftigt sich im Rahmen des Studiums „Master of Public Administration“ mit den an ihn gestellten Fragen im Wahlangebot „Grundlagen der empirischen Sozialforschung“.
In der ersten Frage beurteilt der Verfasser die Forderung nach einem unabhängigen Dritten, der die Auswertung erhobener Daten vornehmen soll.
In der zweiten Aufgabe werden die Online-Abstimmungen (Quick-Votes) aus der Sicht der empirischen Sozialforschung beurteilt.
In Aufgabe 3 führt der Verfasser anhand einer gestellten Aufgabe mathematische Statistikberechnungen durch.
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2. Aufgabe 1
Manchmal wird gefordert, die Auswertung der erhobenen Daten müsse von einem neutralen Dritten, nicht von dem Planer der Untersuchung, durchgeführt werden. Wie beurteilen Sie den Vorschlag?
„Nachdem die Daten einer Untersuchung erhoben und aufgearbeitet wurden, müssen sie ausgewertet werden. Erst durch die Auswertung der erhobenen Daten sind Aussagen über die Annahme oder Verwerfung von Hypothesen möglich.“ 1
Die Auswertung ist der letzte Schritt des Ablaufs des Forschungsprozesses nach der Planung und der Durchführung. Die durch Befragung oder Beobachtung erhobenen Daten müssen nun ausgewertet werden. „Die Auswertung einer empirischen Untersuchung umfasst hauptsächlich drei Schritte: die (nachträgliche) Codierung der Ereignisse, die Datenverarbeitung, oft auch als „Datenaufbereitung“ bezeichnet, und die Interpretation.“ 2
Die Person oder Personen, die die Auswertung vornehmen, müssen zur Auswertung und Analyse der Daten nicht nur technisches Wissen vorweisen (Kenntnisse in mathematischen und statistischen Bereichen), sonder vor allem auch klare, inhaltliche und theoretische Vorstellungen haben. Bereits bei der Planung bestehen bestimmte, theoretische Vorstelllungen. Es wird festgelegt, auf welche Art und Weise gemessen wird (Operationalisierung = Messbarmachung), welche
Erhebungsmethode und welches Erhebungsinstrument angewendet wird.
Die Operationalisierung hat eine große Bedeutung. Sie ist die Grundlage dafür, dass Experimente wiederholt werden können und wieder zu dem gleichen Ergebnis kommen. Erst dadurch kann eine Hypothese zuverlässig überprüft werden. Die Operationalisierung muss hierbei jedoch die drei Qualitätskriterien Objektivität, Reliabilität und Validität erfüllen. Durch Standardisierung, Normung der Schritte des Forschungsprozesses und Verwendung der stets selben Kriterien erfolgt eine Auswertung objektiv.
Fazit:
Vor der Auswertung der erhobenen Daten sollten Operationalisierung, Standardisierung und Normung festgelegt werden. Dadurch kommt es bei der Auswertung der erhobenen Daten nicht auf die Persönlichkeit der auswertenden Person an. Das Verfahren ist klar und eindeutig. Die eventuell vorhandene Subjektivität der auswertenden Person kann nicht mit eingebracht werden. Die Forderung, die Auswertung der erhobenen Daten müsse von einem neutralen Dritten, nicht von dem Planer der Untersuchung, durchgeführt werden, ist nicht gültig.
1 Dr. Schnell, Rainer: Methoden der empirischen Sozialforschung; 3. Aufl., München 1992, S. 445
2 Friedrichs, Jürgen: Methoden empirischer Sozialforschung; 14. Aufl., Opladen 1980, S. 376
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Quote paper:
Marko Haselböck, 2007, Grundlagen empirischer Sozialforschung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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