Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Topographische Einordnung. 3- 4
3. Entwicklungsgeschichte der GOP. 4 -6
4. Siedlungssituation der GOP 7 -9
4.1 Allgemeine Feststellungen. 7
4.2 Gründe für die schnellere Entwicklung einiger Gebiete. 7
4.3 Besiedlungsprogramme. 7 -9
4.4 Heutige Daten. 9
5. Anthropogene Einflüsse auf die Umwelt. 9 -14
5.1 Veränderungen der Oberflächenform. 10
5.2 Veränderung der Gewässer. 11
5.3 Veränderung des Klimas. 11
5.4 Veränderung der Luft. 12 -13
5.5 Ursachensuche. 13
5.6 Erste Lösungsansätze. 13 -14
6. Einflüsse auf den Menschen. 14 -15
7. Lösungsansätze führen zu einem fortschreitenden Strukturwandel. 15 -16
7.1 Straßenbauprogramm. 15
7.2 Ausländische Investoren im Revier. 15 -16
8. Fazit. 16
8.1 Autorenfazit aus wissenschaftlicher Literatur. 16
8.2 Persönliches Fazit. 16
9. Bibliographie. 17 -18
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1. Einleitung
Auf der Grundlage der Land -und Waldwirtschaft wäre Oberschlesien nicht zu einem Industrierevier gewachsen. Die tragende Rolle spielte hierbei die große Fülle an Bodenschätzen, die gefördert und exportiert wurden.
Die Fragestellung in dieser Arbeit lautet, welche Probleme eine so immense Förderung mit sich bringt und auf welche Lebewesen und Lebensvorgänge sie Einfluss hat. Dabei soll auch die fortschreitende positive Entwicklung im Revier nicht außer Acht gelassen werden.
2. Topographische Einordnung
„Ein breites Band von Steinkohlevorkommen zieht sich von Schottland über Mittel- und Südengland in das nordfranzösisch- belgische Revier und von dort über das Saarland und Ruhrgebiet nach Oberschlesien bis in das Donezkbecken.“ (Fischer 2000, S. 80) In dieser Arbeit liegt das Hauptaugenmerk auf dem Oberschlesischen Industriegebiet. Es wird als das „bedeutendste Industriegebiet Ostmitteleuropas“ bezeichnet oder auch als das „Ruhrgebiet des Ostens“ (Fuchs 1985, S.159)
Das Oberschlesische Industriegebiet befindet sich im Süden Polens, der Mittelpunkt des Industriegebiets ist die Stadt Kattowitz\ Katowice. Der altindustrielle Raum stellt das Zentrum der polnischen Industrie dar und ist etwas doppelt so groß wie das Saarland. (Oberschlesisches Industrierevier 1994, S. 45)
(Polen, 14.01.2006) (Oberschlesisches Industriegebiet, 14.01.2006)
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Die wirtschaftliche Entwicklung Oberschlesiens war seit dem 18. Jahrhundert einmal durch die Gewinnung, aber auch durch die Verarbeitung seiner Bodenschätze Steinkohle, Eisen-Zink- und Bleierze gekennzeichnet. (Fuchs 1985, S. 35) Es waren eben diese bedeutenden Steinkohlevorkommen im Oberschlesischen Industriegebiet, die es zu einem Zentrum der Schwerindustrie prädestinierten. Ein großer Teil Oberschlesiens umfasste Ablagerungen der oberen Karbonzeit, in die Steinkohleflöze eingelagert sind. (Fuchs 1990, S. 159)
Das Gesamtvorkommen der Steinkohle wird auf 60 Mrd. Tonnen geschätzt. Vorteile der oberschlesischen Lagerstätten bestehen in der geringen Tiefe der Flöze in durchschnittlich 400 -500 Metern und einer relativ großen Flözmächtigkeit von 1,5 Metern. Ebenfalls ist ein hoher Brenngehalt von 6000 Kcal charakteristisch für die Steinkohle Oberschlesiens. (Welfens 1989, S. 360)
3. Entwicklungsgeschichte der GOP
„Steinkohle und die Erfindung der Dampfmaschine bilden die Grundlage der industriellen Revolution, die von England ausging, den Kontinent und schließlich die Welt erfasste.“ (Fischer 2000, S. 80)
Wie stark die Steinkohleproduktion während des ersten Quartals des 19. Jahrhunderts in Oberschlesien wuchs, verdeutlichen die folgenden Zahlen: Während zu Beginn des Jahrhunderts lediglich 350.000 Zentner Steinkohle gefördert wurden, waren es 1822 bereits 3.500.000 Zentner. Innerhalb von nur drei Jahren, bis 1825, verdoppelte sich die Förderung auf 7.000.000 Zentner. Der Grund für diese außerordentlich starke Produktionssteigung innerhalb eines Zeitraums von 25 Jahren lag weitestgehend im Bedarf der Zinkindustrie. (Fuchs 1990, S. 161)
Das Oberschlesische Industriegebiet war bis nach dem 2. Weltkrieg keine dauerhaft politisch geordnete oder wirtschaftlich optimal vernetzte Einheit. Erst 1952 bildete sich die eigentliche GOP (polnisch = Górnoslaski Okreg Przemsylomy). (Welfens 1989, S. 359) „Nach der Verstaatlichung der Bergwerke (1945) setzt in Polen eine staatliche Industrialisierung ein, die auf der Basis von Steinkohle und Stahlindustrie zu einer Agglomeration von 4 [Millionen] Einwohnern führte. Der Kohlebergbau war mit Kohlehobeln und Schrämladern modernisiert worden - in der Regel mit Maschinen aus
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Spezialgebieten der Region - doch die Emission aus den veralteten Eisen-, Stahl-, und Kohlekraftwerken festigte das Bild von Europas schmutzigstem Industrierevier.“ (Fischer 2000, S. 81)
Polen war in der Folgezeit der Planwirtschaft unterstellt und auf eine möglichst maximale Ausschöpfung der heimischen Rohstoffe aus, um auf dem Energie- und Rohstahlsektor eine weitgehende Autarkie zu erreichen. (Frank 1995, S, 21)
Die Modernisierungsfolgen und die Bildung der GOP machen sich in der Steinkohleförderung bemerkbar. Waren es 1949 noch 70 Mio. t, so stieg die Fördermenge innerhalb von 30 Jahren, bis 1979, auf 197 Mio. t. Proportional dazu entwickelte sich auch die Beschäftigtenzahl innerhalb der GOP. Diese stieg von 270.000 im Jahre 1953 auf 400.000 Beschäftigte 1980. Nach 1990 nahm die Förderung und die Beschäftigtenzahl weiter ab, von 193 Mio. t geförderter Steinkohle 1998 auf 136 Mio. t. 1991. In der Statistik der Beschäftigtenzahl wurden in dieser Zeit folgende Zahlen erreicht. 1988 waren es noch 450.000 Beschäftigte, wohingegen es 1991 nur noch 370.000 Arbeiter waren. (Frank 1995, S. 22) Steinkohleförderung in Mio. t (GOP)
Beschäftigte im Steinkohlebergbau (GOP)
Gründe für diese rückläufige Entwicklung liegen in der Auflösung des „Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW)“ 1991. Polen war seit 1949 Mitglied in dieser Organisation, welche die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Mitglieder unterstützte und auch koordinierte. Ebenfalls fand ein Austausch von Rohstoffen, Agrarprodukten, Investitionsgütern und technischem Wissen zwischen den Mitgliedsstaaten im Vordergrund. Nach dem Zusammenbruch wegen politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen in der kommunistischen Welt, waren Betriebe nun nicht mehr so konkurrenzfähig, könnten ihre Erzeugnisse nicht mehr absetzen oder mussten sogar ihre Produktion gezwungenermaßen einstellen. (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe 2001, Microsoft® Encarta® Enzyklopädie)
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Arbeit zitieren:
marie john, 2006, Das Oberschlesische Industriegebiet, München, GRIN Verlag GmbH
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