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III
Inhaltsverzeichnis:
Literaturverzeichnis : I
Inhaltsverzeichnis:......................................................................................................................... IV
A. Einleitung 1
B. Wettbewerbsrechtlicher Unterlassungsanspruch. 1
I. Die Verletzungsunterlassung 2
1. Voraussetzungen des Verletzungsunterlassungsanspruchs. 2
a) Konkrete Verletzungshandlung 2
aa) Rechtswidrigkeit 2
bb) Verschulden und Schaden 3
2. Wiederholungsgefahr 3
a) Die „Gefahr“ 3
b) Die Wiederholung 4
c) Rechtsnatur der Wiederholungsgefahr. 4
d) Die wettbewerbsrechtliche Wiederholungsvermutung. 5
e) Das anfängliche Fehlen der Wiederholungsgefahr. 5
3. Fortfall der Wiederholungsgefahr 5
4. Beseitigung der Widerholungsgefahr durch Unterlassung 8
a) Bedeutung 8
b) Begriff und Inhalt 9
c) Zustandekommen 9
aa) Angebot des Gläubigers. 9
bb) Angebot des Schuldners 10
d) Form. 11
aa) Rechtsnatur des Unterwerfungsvertrags 11
e) Bedingte und befristete Unterwerfungserklärungen, Teilunterwerfung 13
f) Auslegung 14
g) Die beiden Verpflichtungsangebote 15
IV
aa) Fester Betrag 15
bb) Festsetzung der Vertragsstrafe durch den Gläubiger 16
cc) Vertragsstrafeversprechen zugunsten eines Dritten 16
dd) Mehrere Zuwiderhandlungen. 17
h) Wirkung inter partes oder gegenüber jedermann 18
II. Vorbeugender Unterlassungsanspruch 19
1. Die Grundlagen 20
2. Erstbegehungsgefahr 20
3. Vorliegen einer Erstbegehungsgefahr 21
a) Berühmung. 21
b) Vorbereitungshandlung. 22
c) Weitere Einzelfälle 23
4. Fortfall der Erstbegehungsgefahr 23
C. Zusammenfassung 24
V
A. Einleitung
Die folgende Darstellung beschäftigt sich eingehend mit der Wiederholungs- und Erstbegehungsgefahr als Voraussetzung des wettbewerblichen
Unterlassungsanspruchs. Es wird zuerst der Verletzungsunterlassungsanspruch (I.) dargestellt, darauf folgend die dafür notwendigen Voraussetzungen, am ausführlichsten die Wiederholungsgefahr und deren Beseitigungsmöglichkeiten. Nachfolgend wird der vorbeugende Unterlassungsanspruch (II.) erläutert und im Rahmen dessen auch die Erstbegehungsgefahr. Als letztes folgt eine kurze Zusammenfassung (C.) für den schnellen Überblick.
B. Wettbewerbsrechtlicher Unterlassungsanspruch
Die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs erfolgt im Wesentlichen mit den Mitteln des Zivilrechts. D.h. dass an rechtswidrige Handlungen im Rahmen einer wettbewerblichen Betätigung zivilrechtliche Unterlassungs-bzw.
Schadensersatzansprüche geknüpft sind. Die weitaus größere Bedeutung haben die Unterlassungsansprüche 1 und das nicht nur wegen der einfacheren Durchsetzbarkeit, sondern vor allem, weil es für das Wettbewerbsgeschehen mehr auf Prävention als auf Wiedergutmachung ankommt. Die Ansprüche können sich entweder aus Vertrag oder überwiegend aus einer gesetzlichen Norm ergeben 2 . Da ein Unterlassungsanspruch stets auf die Zukunft gerichtet ist, muss feststehen, dass die zu untersagende Handlung künftig überhaupt noch droht. Ein Verbot, dass sich allein auf einen bereits vergangenen Zeitraum bezieht, wird demnach nicht erfasst. Im Wettbewerbsrecht sind objektive, verschuldensunabhängige
Unterlassungsansprüche teils durch Gesetz und teils durch Rechtsprechung (Rspr.) geschaffen worden, die eine umfassende Abwehr von Rechtsverletzungen ermöglicht. Der vorbeugende Unterlassungsanspruch wurde durch die Rspr. geschaffen und nun durch den Gesetzgeber in § 8 I 2 UWG aufgenommen. Genau wie der Verletzungsunterlassungsanspruch hat er die Gefahr der Begehung einer konkreten, den Tatbestand einer Gebots- und Verbotsnorm erfüllenden Verletzungshandlung zur Voraussetzung. Sie sind daher unter dem Begriff der objektiven Unterlassungsansprüche zusammengefasst; im Gegensatz zu den vertraglichen Ansprüchen.
1 Berneke, Rn. 1.
2 Haberstumpf, S. 8.
1
I. Die Verletzungsunterlassung
Der wichtigste Anspruch auf Abwehr künftiger Wettbewerbsverstöße ist der Unterlassungsanspruch. Das Gesetz nennt ihn z.B. in § 8 I UWG und in § 14 V, 15 IV MarkenG, mit dem Wortlaut, der Verletzer könne „auf Unterlassung in Anspruch genommen werden“. Beim Verletzungsunter-lassungsanspruch ist es bereits zu einer Verletzungshandlung gekommen und weitere Beeinträchtigungen sind zu befürchten, müssen aber noch nicht eingetreten zu sein. Darin liegt der Unterschied zum negatorischen Beseitigungs- oder deliktischen Schadensersatzanspruch 3 . Es würde keinem weiterhelfen, wenn man abwarten müsste, bis die Beeinträchtigung vollzogen ist 4 .
1. Voraussetzungen des Verletzungsunterlassungsanspruchs
Der Anspruch hat zwei materiell-rechtliche Voraussetzungen: Die objektiv rechtswidrige Handlung und die Wiederholungsgefahr 5 . Die Verletzungshandlung wird nur kurz dargestellt, die Wiederholungsgefahr danach ausführlich besprochen.
a) Konkrete Verletzungshandlung
Der Verletzungsunterlassungsanspruch setzt gem. § 8 I 1 UWG einen objektiven, 6 rechtswidrigen, nicht notwendig schuldhaften, Verstoß gegen § 3 UWG voraus , der
tatsächlich stattgefunden hat. Ist er noch nicht vollendet, kommt nur ein vorbeugender Unterlassungsanspruch (II.) in Frage.
aa) Rechtswidrigkeit
Die konkrete Verletzungshandlung muss im Zeitpunkt der Entscheidung nach objektiven Gesichtspunkten rechtswidrig sein 7 , da der Unterlassungsanspruch auf die Zukunft gerichtet ist. Die Rechtswidrigkeit ist gegeben, wenn der gesetzliche, objektive Tatbestand erfüllt ist, da sie durch ihn indiziert wird. Dazu gehört das Vorliegen der objektiven und subjektiven Tatumstände, durch die das positive Tun des Verletzers zu einer Verletzungshandlung im wettbewerblichen Sinne wird und ein Rechtfertigungsgrund fehlt 8 . Wettbewerbswidriges Verhalten ist immer auch rechtswidrig - ein Schluss, der jedoch keine Umkehrung erlaubt 9 . Nicht jedes rechtswidrige Verhalten ist auch wettbewerbswidrig 10 .
3 Hefermehl - Bornkamm, § 8 Rn. 1.7.
4 ständige Rspr. z.B. BGH GRUR 2001, 1174, 1175 Berühmungsaufgabe.
5 Teplitzky, 5. Kap. Rn. 1.
6 Fezer - Büscher, § 8 Rn. 42.
7 BGHZ 38, 200, 206 Kindernähmaschinen.
8 Teplitzky, 5. Kap. Rn. 12.
9 Ständige Rspr. z.B. BGH GRUR 1995, 427 Schwarze Liste.
10 Harte/Henning - Beckedorf, § 8, Rn. 9; OLG Düsseldorf GRUR-RR 2003, 15, 16.
2
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