Inhaltsübersicht
Inhaltsübersicht.......................................................................................................................... 2
1. Einleitung. 3
2. Begriffsklärung 5
2.1 Der Arbeitsbegriff. 5
2.2 Der Freizeitbegriff 5
2.3 Work-Life-Balance. 6
2.4 Die Globalisierung 7
3. Die Problemdarstellung 9
3.1 Die Grundlagen und Notwendigkeiten von Arbeit 9
3.2 Work-Life-Balance - ein Vorteil für alle Akteure? 10
4. Work-Life-Balance - als Herausforderung. 12
4.1 Ein Erfolgsfaktor für Mitarbeiter, Unternehmen und Gesellschaft 12
4.2 Teilzeitjobs und Zeitarbeit ersetzen Vollzeitstellen 13
4.3 „Familie als Herstellungsleistung“ in Zeiten der Entgrenzung 14
5. Work-Life-Balance Maßnahmen und ihre Wirkungen. 16
5.1 Der wirtschaftliche Nutzen auf Unternehmensebene 16
5.2 Die Spielräume auf Mitarbeiterebene. 18
6. Zusammenfassung. 20
Abbildungsverzeichnis 22
Literaturverzeichnis /Quellenangabe. 23
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1. Einleitung
Arlie Russell Hochschild schreibt in ihrem Buch „Keine Zeit“ von einem vom Pech verfolgten Fließbandarbeiter, der hoffnungslos zurückfällt, wenn er nur für einen Moment stoppt, um sich die Nase zu putzen. Er wird von den unmenschlichen Ausmaßen der Arbeitswelt zum Zwerg gemacht und von dem erbarmungslosen Tempo des Fließ-bandes getrieben. Zu guter letzt verliert der Arbeiter den Verstand, klettert in die Maschine und wird selbst ein Maschinenteil. So stellt Charlie Chaplin in seiner Satire „Moderne Zeit“ die heutige Arbeitswelt dar (vgl. RUSSELL HOCHSCHILD, S. 46, 2002). Unser heutiges Leben wird immer mehr von der Arbeit bestimmt. Menschen, die voll im Geschäftsleben stehen, haben immer weniger Freizeit und wenden immer mehr Zeit für ihr Arbeitsleben auf. Die Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf liegt vor allem in den Arbeitsbedingungen und auch in den öffentlichen bzw. staatlichen Rahmenbedingungen. Zu den Arbeitsbedingungen ist vorwiegend zu sagen, dass hohe und unflexible Arbeitszeiten häufig für große Schwierigkeiten sorgen. Mütter und auch Väter haben häufig keine oder nur sehr geringe Möglichkeiten sich ihre Arbeitszeit, den Arbeitsort oder auch den Arbeitsrhythmus selbst einzuteilen. Auch ist es häufig schwierig für Eltern ihre Kinder in Kinderkrippen oder -gärten unterzubringen, da beispielsweise nur begrenzte Plätze vorhanden sind. Besonders schwer haben es hierbei die alleinerziehenden Eltern, da sie meist zur Existenzsicherung gezwungen sind, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Gerade diese Personengruppe ist auf die „öffentliche Infrastruktur der Kinderbetreuung“ angewiesen (vgl. MAIHOFER, S. 31, 2001). Viele Alleinerziehende müssen häufig unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten und werden häufig nur in befristeten und schlecht bezahlten Jobs eingestellt, da qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze zeitlich und räumlich flexible Mitarbeiter voraussetzen. Rechtliche Regelungen werden somit immer notwendiger sowie Forderungen an die Arbeitgeber familienfreundlichere Arbeitsbedingungen einzuführen. Denn nur durch familienunterstützende Maßnahmen kann die demographische Entwicklung in Deutschland und die Problematik des Generationenvertrages gelöst werden (vgl. MAIHOFER, S. 9-10, 2001). Denn gerade immer länger andauernde Ausbildungszeiten und die Schwierigkeit seinen Beruf und den Wunsch nach Kindern zu vereinbaren, stellen Paare vor das Problem das gemeinsame Leben zu planen und sind die Hauptursache der Kinderlosigkeit.
In der vorliegenden Arbeit soll unter Punkt zwei eine allgemeinde Klärung der Begriffe Arbeit, Freizeit, Work-Life-Balance und Globalisierung stattfinden. In dem dritten
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Schwerpunkt soll zum einen die grundsätzliche Notwendigkeit der Arbeit diskutiert werden, worin ein geschichtlicher Rückblick enthalten ist, und zum anderen ein kritischer Blick auf die Gegenwart geworfen wird. Als zweiten Punkt im dritten Schwerpunkt werden die Vorteile für die verschiedenen Akteure der Work-Life-Balance Konzepte dargelegt. Der vierte Teilbereich dieser Arbeit soll sich mit den Erfolgsfaktoren der teilnehmenden Akteure (Gesellschaft, Unternehmen, Arbeitnehmer) auseinandersetzen. Dabei wird das Dreierverhältnis von Gesellschaft, Unternehmen und Arbeitnehmer graphisch unterstützend dargestellt. Des Weiteren wird unter diesem Punkt auf die Problematik der Teilzeitarbeit und der Zeitarbeitsverhältnisse eingegangen und mit aktuellen Zahlen versucht die Handlungsweisen der großen Unternehmen nachzuvollziehen. Im dritten Abschnitt des vierten Kapitels wird die Familie als Schaffensprozess und arbeitsintensiver Arbeitsbereich beleuchtet. Das letzte Kapitel dieser Arbeit soll sich mit den Maßnahmen, Wirkungen und dem wirtschaftlichen Nutzen auf Unternehmensebene und auf Mitarbeiterebene beschäftigen. Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung mit eigener Meinungsbildung zu den in der Arbeit abgehandelten Themen.
Ferner weise ich darauf hin, dass mir die Probleme einer generellen männlichen Personenbezeichnung bewusst sind und dass mir der Gebrauch einer Sprache, die die weibliche Ansprechform nicht vernachlässigt, sinnvoll erscheint. Zur Vereinfachung und Übersichtlichkeit bediene ich mich in dieser Hausarbeit jedoch der allgemein gebräuchlichen maskulinen Personenbezeichnung.
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2. Begriffsklärung
In diesem Abschnitt sollen die Begriffe Arbeit und Freizeit näher erläutert werden. Weiterhin wird beschreiben was unter dem Begriff Work-Life-Balance und Globalisierung zu verstehen ist.
2.1 Der Arbeitsbegriff
Das ursprüngliche Verständnis der Arbeit war die schwere und mühselige körperliche Anstrengung, Mühsal und Plage (vgl. WÜNSCHE, S. 3, 1990). Heute verstehen wir unter Arbeit mehr ein wirtschaftliches Ziel und eine planmäßige Tätigkeit des Menschen. Dabei kann die Tätigkeit in geistiger und körperlicher Arbeit unterschieden werden. Die Arbeit ist ein rationales Verhalten, das von der Begrenztheit der Güter und der Unbegrenztheit der Bedürfnisse des Menschen ausgeht. Dabei wird dem Ziel der Bedarfsdeckung und der Einkommensmaximierung nachgegangen (vgl. WÜNSCHE, S. 3, 1990).
Dass Arbeit auch ein Produktionsfaktor neben dem Kapital, dem Boden und der Umwelt ist, soll diese Arbeit nur peripher berühren. Viel wichtiger ist die Überlegung wie der Faktor Arbeit so eingesetzt werden kann, dass das Bruttosozialprodukt nicht nur maximiert, sondern auch unter dem geringsten Aufwand produziert werden kann. „Unter dem Schlagwort „sanfte Karriere“ ist ein Wandel in der Arbeitsorientierung zusammengefasst worden, der eine Abkehr von den harten Kriterien, vor allem hohes Einkommen, beruflicher Aufstieg und Erfolg, als Maßstäbe eines befriedigenden Arbeitslebens beschreibt. Stattdessen, so das neue Leitbild, geraten Sinn, Spaß und Ver-antwortung zu zentralen Aspekten beruflicher Selbstverwirklichung.“ (BRACKE, S. 158, 2003) Diese Aussage von Anne Bracke liefert schon einen richtungsweisenden Gedanken zu dem Titel und den Schwerpunkten, die im Folgenden behandelt werden sollen.
Das Bertelsmann Volkslexikon besagt, dass Arbeit „jede zweckgerichtete Tätigkeit zur Befriedigung materieller oder geistiger Bedürfnisse des einzelnen oder der Allgemeinheit“ (BERTELSMANN LEXIKON-REDAKTION, S. 91, 1961) darstellt.
2.2 Der Freizeitbegriff
Der Freizeitbegriff wird in der Literatur in engen und weiten gefassten Definitionen dargelegt. Nach Helmut Schelsky ist „Freizeit diejenige Zeit, in der „ohne Sachzwänge“ individuell disponiert und nach persönlichen Wünschen verfügt wird.“ (BAMBERG, S. 8, 1986). Hierbei bleibt ungeklärt, was unter „ohne Sachzwang“ und „nach persönli-
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chen Wünschen“ zu verstehen ist. Diese Begriffe sind nicht eindeutig festgelegt, woraus nicht deutlich wird, ob z.B. die Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme der Freizeittätigkeit zuzurechnen ist.
In einer weiteren Definition sagt Joffre Dumazedier, dass Freizeit aus Beschäftigungen besteht, die freiwillig sind und der Entspannung oder dem Amusement dienen. Weiterhin sagt er, dass diese Beschäftigungen erst dann beginnen wenn die familiären, beruflichen und sozialen Pflichten erfüllt sind (BAMBERG, S. 9, 1986). Bei dieser Definition ist die Funktion der Tätigkeit das Kriterium, ob sie zu Arbeitszeit oder zu Freizeit zurechnen sind.
Oswald von Nell-Breuning unterscheidet deutlich zwischen Freizeit als arbeitsrechtlichen Begriff und der „freien Zeit“ (vgl. WÜNSCHE, S. 3, 1990). Unter der Freizeit im arbeitsrechtlichen Sinne wird hierbei die Arbeitsruhe, der Schlaf und die Wiederherstellung der Kräfte des in einem Lohnverhältnis stehenden Menschen verstanden. Die „freie Zeit“ dagegen wird hier als die Zeit verstanden, die es dem Menschen ermöglicht, sich in ehrenamtlichen Bereichen des Familienlebens und des öffentlichen Lebens einzubringen und zu betätigen.
Auch für Ludwig Erhard war die Volkswirtschaft und damit auch die Arbeitskraft des Einzelnen schon eng mit der Freizeit verknüpft. Er sagte: „Der Sinn von mehr Wohl-stand wie ich ihn verstehe, ist der, dem einzelnen reichere, bessere und freiere Lebensmöglichkeiten und damit überhaupt neue Perspektiven der Lebensführung zu eröffnen.“ (WÜNSCHE, S. 5, 1990) Findet hier der Gedanke der Work-Life-Balance seine Wurzeln?
2.3 Work-Life-Balance
„Work-Life-Balance bedeutet eine neue, intelligente Verzahnung von Arbeits- und Privatleben vor dem Hintergrund einer veränderten und sich dynamisch verändernden Arbeits- und Lebenswelt.“ (BFSFJ, S. 4, 2005) So definiert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Begriff Work-Life-Balance. Deren Maßnahmen zielen darauf ab, eine erfolgreiche Berufsbiographie zu gestalten, unter Rücksichtnahme auf private, soziale, kulturelle und gesundheitliche Erfordernisse. Wichtigstes Kriterium ist dabei eine Balance zwischen Beruf und Familie zu bilden (vgl. BFSFJ, S. 4, 2005). Diese Nachhaltigkeit und Verantwortung wollen auch große Unternehmen in Deutschland wahrnehmen und definieren den Begriff folgendermaßen: „Die richtige Balance zwischen Beruf und Privatleben der Mitarbeiter zu ermöglichen, ist darum eine permanente Herausforderung für jedes erfolgreiche Unternehmen. Den Nutzen haben Mitarbeiter und Unternehmen gleichermaßen. Eine richtige Balance fördert die Zufrie-
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Daniel Werner, 2008, Arbeit und Freizeit in Zeiten der Globalisierung - wirklich zwei unvereinbare Gegensätze?, München, GRIN Verlag GmbH
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