Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Die Angststörung und ihre Formen. 4
a) Die generalisierte Angststörung 4
b) Panikstörung 4
c) Phobien. 5
d) Zwangsstörungen 5
e) Posttraumatische Belastungsstörung 5
3. Erklärungsmodelle für Angststörungen 7
a) Der biologische Ansatz 7
b) Das psychodynamische Modell. 7
b) Das behavioristische Modell. 7
c) Das kognitive Modell 8
4. Ulrich Beck - Das Konzept der Risikogesellschaft 9
5. Zusammenhänge von Angst und Risiko. 11
a) Generalisierte Angststörung. 11
b) Phobien und Zwangsstörungen 12
c) Panikstörungen. 14
6. Zusammenfassung und Fazit. 15
7. Literaturverzeichnis. 17
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1. Einleitung
Bei dem Gefühl der Angst handelt es sich um einen völlig normalen, menschlichen Gefühls-zustand, der ebenfalls zu unserem alltäglichen Leben dazugehört, wie etwa die Liebe, die Freude oder auch der Ärger. Bei der Angst selbst handelt es sich in aller Regel um eine Reaktion auf bedrohliche, ungewisse oder auch als unkontrollierbar beurteilte Ereignisse und Situationen. Das Gefühl dient in erster Linie der Überwindung oder der Vermeidung von Gefahr und ist ein notwendiger, wenn aber auch unangenehmer, Teil des Lebens. Man könnte sogar soweit gehen und sagen, dass es sich bei der Angst um ein biologisch festgelegtes Alarmsignal handelt, welches ähnlich wie Fieber oder Schmerz das Überleben des Menschen und der gesamten Menschheit sichert. Angstsituationen sind aber nicht nur rein biologisch bestimmt, wie man bis zu dieser Stelle meinen könnte. Sie sind immer auch sozial vermittelt und durch die jeweilige Kultur geformt, wie z. B. der Anspruch, das ein Mann niemals Angst zeigen dürfe. Mit Hilfe dieser sozialen und kulturellen Vermittlungsprozesse traten Ängste über die Jahrhunderte hinweg immer wieder als Massenphänomene mit geradezu ansteckendem Charakter auf. Diese Entwicklung macht uns deutlich, dass Angst auch immer eine existenzielle Dimension mit sich bringt. Da wäre zum Beispiel die Angst etwas Wichtiges, wie den Beruf oder einen nahe stehenden Angehörigen zu verlieren, was uns zeigt, das uns in unserem Leben etwas außerordentlich wichtig ist. Auch die Angst zu versagen kann ein Teil dieser existenziellen Dimension sein und weist uns auf die Bedeutung der Leistung in der modernen Leistungsgesellschaft hin. Hieraus lassen sich ohne Probleme essentielle Zukunftsängste ableiten, die aus einer sich ständig wandelnden Welt mit bedrohlichen Zukunftsaussichten resultieren und uns deutlich machen, das wir uns mittlerweile in einem Zeitalter befinden, das auch das Zeitalter der Angst genannt werden kann. Eine Vielzahl an Menschen entwickelt gravierende Angststörungen, die über das normale Ausmaß einer gesunden selbst schützenden Angst hinausgehen, da sie die ständigen Bedrohungen des Lebens nicht mehr akzeptieren können. Angststörungen sind heute die häufigste psychische Erkrankung bei Frauen. Bei Männern kommen sie direkt nach der Alkoholkrankheit am zweithäufigsten vor. Es handelt sich hierbei um eine ernst zu nehmende Krankheit, deren Nichtbewältigung zu gravierenden, depressiven Erschöpfungszuständen führen kann. Ohne Behandlung nimmt die Krankheit in der Regel einen schlechteren Verlauf als die Depression (vgl. Morschitzky 2002). Wir befinden uns nun an einem Punkt, an dem man sicherlich vermuten kann, dass die schwerwiegenden gesellschaftlichen Problemlagen ein nicht gerade kleiner Faktor bei der
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Entstehung und der Häufigkeit von Angststörungen sind. Die Frage ist nun, wie man sich dieser Frage am sinnvollsten nähern kann. Ich möchte mich an dieser Stelle einem Modell widmen, welches der deutsche Soziologe Ulrich Beck in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts entwickelt hat. Beck wurde am 15. Mai 1944 in Stolp in Hinterpommern geboren und ist ein deutscher Soziologe mit einer Professur für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie der London School of Economics and Political Science. Er ist einer der bekanntesten deutschen Soziologen der Gegenwart. Seine Begriffe und Thesen stoßen weit über das allgemeine Fachpublikum hinaus auf Resonanz in der Gesellschaft. In seiner Arbeit befasst er sich unter anderem mit den Themen Globalisierung, dem gesellschaftlichen Wandel, sowie den damit verbundenen Folgen für die Menschheit. Zu nennen wären hier z. B. die Individualisierung oder die soziale Ungleichheit. Im Jahre 1986 veröffentlichte er sein Buch „Risikogesellschaft - Auf dem Weg in eine andere Moderne“ (vgl. Wikipedia 2008). Dieses Werk stellt u. a. die Grundlage für die nun vorliegende Arbeit dar. Ich werde versuchen den Zusammenhang von Angststörungen und den gravierenden, gesellschaftlichen Problemlagen herauszuarbeiten, um zu erkennen, in wie weit diese Entwicklungen und bereits existierenden Tatsachen an der Ausbreitung und dem Entstehen dieser psychischen Erkrankungen verantwortlich sind. Beginnen werde ich hierfür mit einer Darstellung der verschiedenen Angststörungen, um im Anschluss die grundlegenden, psychologischen Erklärungsmodelle näher vorzustellen. Im nächsten Schritt werde ich dann Becks Konzept der Risikogesellschaft näher vorstellen, um im letzten Kapitel die Besonderheiten der einzelnen Störungsbilder näher zu betrachten, um so einen Zusammenhang mit der Risikogesellschaft herzustellen, welcher einige der allgemeinen Erklärungsmodelle noch bekräftigen wird. Eine Zusammenfassung und das dazugehörige Fazit bilden den Abschluss dieser Arbeit.
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2. Die Angststörung und ihre Formen
Bei der Angststörung handelt es sich um eine schwerwiegende psychische Erkrankung, welche die Fähigkeit im Alltag zurechtzukommen und das Leben zu genießen stark beeinträchtigt. Bereits 25% der Erwachsenen haben während ihres Lebens bereits Symptome einer Angststörung erlebt, in der eine starke Angst eine Schlüsselrolle spielte. Wir unterscheiden heute fünf unterschiedliche Formen von Angststörungen, die ich im Folgenden kurz vorstellen möchte.
a) Die generalisierte Angststörung
Um eine generalisierte Angststörung nachzuweisen, muss mindestens sechs Monate hindurch ein andauerndes Gefühl der Ängstlichkeit oder Besorgtheit beim Patienten vorhanden sein, welcher keinerlei reale Bedrohung zugrunde liegt. Die Störung selbst konzentriert sich immer auf bestimmte Lebensumstände und die Symptome können sehr stark zwischen den einzelnen Betroffenen variieren. Für eine exakte Diagnose müssen mindestens drei weitere Symptome wie Muskelspannung, leichte Ermüdbarkeit, Ruhelosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit oder Schlafstörungen nachgewiesen werden. Der Erkrankte erlebt eine starke Beeinträchtigung seiner Lebensqualität, da er die Ängste nicht mehr kontrollieren kann und somit seine volle Konzentration auf die Angst richtet. In dieser Phase angekommen sind soziale Kontakte oder die Ausübung eines Berufes kaum noch möglich.
b) Panikstörung
Bei der Panikstörung erlebt der Patient immer wieder unerwartete, schwere Panikattacken, die in der Regel nur wenige Minuten andauern. Sie sind gekennzeichnet von starker Besorgnis, Furcht oder Schrecken, gekoppelt mit körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Schwindel, Benommenheit oder Erstickungsgefühlen. Für die Attacken lassen sich nur selten konkrete Auslöser finden, wobei die Krankheit oft in Verbindung mit einer Agoraphobie, d. h. der Angst vor öffentlichen Plätzen, auftritt. Die Patienten verkriechen sich zu hause aus Angst draußen einer Panikattacke zu erliegen und dort dann hilflos und alleine zu sein.
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Arbeit zitieren:
Mathias Schäfer, 2008, Angststörungen - Eine sozialpsychologische Betrachtungsweise am Modell der Risikogesellschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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