Die Theorie der Risikogesellschaft wurde maßgeblich von Ulrich Beck geprägt, der argumentiert, dass die moderne Gesellschaft durch eine neue Art von Risiken gekennzeichnet ist, die nicht mehr allein durch traditionelle soziale Kategorien wie Klasse oder Stand erklärt werden können. Stattdessen spielen Faktoren wie die globale Vernetzung, die Umweltzerstörung und die technologische Entwicklung eine wichtige Rolle. Die Risikogesellschaft ist auch ein zentrales Thema in der systemtheoretischen Betrachtung von Niklas Luhmann, der die moderne Gesellschaft als ein System beschreibt, das durch Selbstreferenzialität und Autopoiesis gekennzeichnet ist. In diesem Kontext wird die Risikogesellschaft als ein Teil eines umfassenderen Prozesses der reflexiven Modernisierung verstanden, in dem die Gesellschaft sich selbst reflektiert und ihre eigenen Risiken und Unsicherheiten thematisiert. Du findest wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema als PDF und eBook bei GRIN, viele auch als Print-on-Demand.