INHALTSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 4
1 E I N L E I T U N G 5
5
1.1 Methodik
6
1.2 Wissenschaftliche Begründung der Themenwahl
2. DIE KONZEPTUALISIERUNG EINER DIABETES-
S C H U L U N G 7
7
2.1 Grundlagen und Ziele von Patientenschulungen
8
2.2 Bedeutung der Diabetesschulung
2.3 Notwendige Vorüberlegungen für eine Diabetes-
9
schulungskonzeption
10
2.4 Vorstellung von Diabetesschulungskonzepten
10
2.4.1 Das Schulungsmodell von Lembcke et al.
11
2.4.2 Das Schulungsprogramm von Wendt et al.
3. DAS EIGENKONZIPIERTE DIABETESSCHULUNGS-
K O N Z E P T 1 2
12
3.1 Darlegung des allgemeinen Schulungsrahmens
1 5
3.2 Die inhaltlichen Themen der Schulung
15
3.2.1 Begriffserklärung des Diabetes
15
3.2.2 Zusammenspiel zwischen Zucker und Insulin
16
3.2.3 Unterteilung des Diabetes
16
3.2.4 Gründe und Entstehungsweise des Diabetes Typ II
17
3.2.5 Perspektiven für den Diabetes Typ II Erkrankten
2
1 8
3.3 Die Methodenwahl der Schulung
18
3.3.1 Eine allgemeine Übersicht von Lehrmethoden
19
3.3.2 Die Entscheidung für eine Methode: Das Lehrgespräch
22
3.4 Die Darstellung der ersten Schulungseinheit
22
3.4.1 Ein Überblick über die Auftaktveranstaltung
23
3.4.2 Die einzelnen Schulungsabschnitte
23
3.4.2.1 Der Einstieg in die Schulung
25
3.4.2.2 Die Grundlagenvermittlung des Diabetes
4. EINE PROBLEMATIK AUS PÄDAGOGISCHER SICHT 26
5. RESÜMEE UND AUSBLICK 27
6 L I T E R A T U R V E R Z E I C H N I S 2 8
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG
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ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Die sechs zentralen Komponenten
7 einer Patientenschulung (vgl. Petermann 1997, S. 3f) Abbildung 2: Die möglichen Lernziele einer Schulung
9 (eigene Darstellung)
Abbildung 3: Charakteristische Unterschiede zwischen
Abbildung 4: Klassifikationen von Lehrmethoden (eigene Darstellung) 18
Abbildung 5: Das Zweiwegverfahren beim Lehrgespräch
19 (vgl. Gonschorek/Schneider 2000, S. 165)
Abbildung 6: Das Grundgerüst der Auftaktveranstaltung
1. EINLEITUNG
1.1 Methodik
Bei unserer Literaturrecherche sind wir systematisch und pragmatisch vorgegangen. Wir haben die uns zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt und Maßnahmen durchgeführt, um eine größtmögliche Quellenerhebung zu realisieren. Für die Anfertigung unserer Hausarbeit nutzten wir Fachliteratur aus verschiedenen Informationsquellen. Wir recherchierten zu Beginn in drei verschiedenen Bibliotheken in Neubrandenburg:
1. In der Medizinischen Fachbibliothek des Dietrich- Bonhoeffer- Klinikums Neubrandenburg (DBK) gingen wir manuell vor und suchten in den dafür zugehörigen Bibliotheksbereichen nach den Begriffen “Diabetesschulung“, “Diabetes“ und “Seminarmethoden“. Es war Literatur zu finden. Wir konnten anhand dieser Bücher weitere Begriffe zu diesem Thema ermitteln.
2. In der Regionalbibliothek von Neubrandenburg gaben wir die Suchbegriffe “Diabetesschulung“, “Diabetes“, “Seminar-“ und “Unterrichtsmethoden“, “Patientenschulung“, “Erwachsenenbildung“, “Didaktik“ und “Kommunikation“ in den Suchkatalog des Computers ein. Auch hier fiel die Suche positiv aus.
3. In der Bibliothek der Hochschule von Neubrandenburg war es erneut mit den o.g. Suchbegriffen und eines Suchkatalogs möglich, Literatur zu finden.
Das Internet war eine weitere Recherchemöglichkeit unserer Hausarbeit. Wir ermittelten entsprechende Seiten unter “www.google.de“ mit Hilfe der zuvor genannten Begriffe. Aufgrund einer hohen Trefferquote war eine konkrete Auswahl von Internetseiten nicht möglich.
Unsere letzte Maßnahme war eine Befragung und Visite in der Diabetesschulungseinrichtung im Dietrich- Bonhoeffer- Klinikum und in der Diabetesschwerpunktpraxis PROMOTIO ® in Neubrandenburg. Dort konnten wir uns praktische Einblicke und Anregungen für unsere Arbeit einholen.
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1.2 Wissenschaftliche Begründung der Themenwahl
Aufgrund der Veränderungen im Bereich des Gesundheitswesens, z.B. eine frühere Entlassung der Patienten, eine Zunahme chronischer Erkrankungen, ein steigender Kostendruck und somit die Erhöhung des Schulungsbedarfs und die Übertragung einer vermehrten Verantwortung auf die Patienten sowie ihrer Familien für alle Aspekte der Versorgung, sind Patientenschulungen zu einem Megatrend und integralem Bestandteil im Bereich der praktischen Gesundheitsfürsorge sowie ein Grundpfeiler der Patientenversorgung chronischer Erkrankungen geworden. Dabei nimmt die Diabetesschulung einen fundamentalen Bereich der allgemeinen Patientenschulung ein. Es gibt aber noch erhebliche Defizite in der Durchführung und Wahrnehmung der Diabetesschulung. Bei der Entwicklung eines Unterrichtsplans für eine Diabetesschulung müssen die Grundprinzipien der Erwachsenenbildung und die Didaktik gründlich durchdacht sein.
Die entscheidende Frage ist deshalb, wie und mit welchen Maßnahmen eine Diabetesschulung konkret durchgeführt und ausgestaltet werden sollte. Deshalb wollen wir mit unserer Arbeit die Thematik aus pädagogischen Gesichtspunkten analysieren und so einen Beitrag zur Aufklärung leisten. Zu Beginn geben wir einen Überblick, welche Grundüberlegungen man bedenken muss, bevor ein Diabetesschulungskonzept entwickelt werden kann. Eingehen werden wir dabei auf die allgemeine Patientenschulung, die Diabetesschulung und die Vorüberlegungen zur Diabetesschulungskonzeption. Anschließend werden wir aus der Fachliteratur zwei verschiedene Diabetesschulungsprogramme vorstellen.
Danach gehen wir zur Hauptthematik über und stellen unser eigenes Diabetesschulungskonzept vor, indem wir den allgemeinen Rahmen erläutern und dazu den vorgesehenen theoretischen Inhalt und die methodische Vorgehensweise der Schulung darlegen. Daraufhin werden wir das Gesamtkonzept unserer Diabetesschulung im Detail näher vorstellen. Zum Schluss wird eine Problematik hinsichtlich der Pädagogik aufgezeigt. Abschließend reflektieren wir unsere Ausführungen in einem Resümee und Ausblick.
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2. DIE KONZEPTUALISIERUNG EINER DIABETES-SCHULUNG
2.1 Grundlagen und Ziele von Patientenschulungen
Jeder Patient braucht Informationen, fachlichen Rat und Unterstützung, um seine gesundheitliche Situation richtig einzuschätzen und zu verstehen. Nur dann kann er selbstständig und aktiv seine eigene Gesundheit fördern und erhalten. Um dieses Bestreben zu erreichen, bedarf es Patientenschulungen. Klug- Redman (1996, S. 11) definiert den Begriff Patientenschulung folgendermaßen: „Patientenschulung ist der beratende Vorgang, eine Veränderung im Verhalten oder im Wissen von Patienten zu erreichen.“ Durch entsprechende Schulungen, die gesetzlich im § 43 Nr. 2 SGB V verankert sind, sollen die angestrebten Ziele der Patientenschulung u.a. eine Verbesserung des Wissens über das Krankheits- und Behandlungsbildes, Ansporn zu Eigenaktivierung, Steigerung der Behandlungsmotivation, Überwachung der Krankheitsaktivität und eine verbesserte Lebensqualität erreicht werden. (vgl. Hasche 1996, S. 280; Lamparter-Lang 1997, S. 12) Die sechs wichtigsten Elemente, die den Zweck einer Patientenschulung aufzeigen, sind in der nachfolgenden Abbildung (s. Abb. 1) dargestellt.
Abbildung 1: Die sechs zentralen Komponenten einer Patientenschulung
2.2 Bedeutung der Diabetesschulung
Es besteht in der Literatur ein Konsens in der Auffassung, dass die Diabetesschulung einen großen Stellenwert hat und ein unerlässlicher Teil im umfangreichen Therapiekonzept von Diabetikern darstellt. (vgl. Toeller 1996, S. 91; Vogel/Kulzer 1997, S. 233; Standl/Usadel/Mehnert 1999, S. 103; Haller 2005, S. 5; RKI 2005, S. 21; DDU 2006, S. 25) Diese Ansicht ist darauf zurückzuführen, dass zahlreiche Studien bewiesen haben, dass durch den Einsatz von Schulungsprogrammen die Mortalitäts- und Morbiditätsrate gesenkt und somit deutliche Verbesserungen in den Behandlungsergebnissen erreicht werden konnten. (vgl. Vogel/Kulzer 1997, S.237ff) Aber schon in den zwanziger Jahren hat Joslin (1924, zit. nach: Toeller 1996, S. 92f) erkannt, dass Diabetikerschulungen eine bedeutende und wichtige Stellung im Rahmen der Therapie zukommt und wie notwendig sie sind: um glücklicher und länger zu leben, Alltagsprobleme bewältigen zu können, im täglichen Leben zu bestehen und ein befriedigendes und produktives Leben zu führen.
Diabetesschulungen haben das Ziel, einen selbstverantwortlichen und selbstbewussten Umgang mit der Krankheit zu vermitteln, indem der Betroffene aktiv in die Schulung und die Behandlung einbezogen wird. Gemeinsam mit dem Arzt und den anderen Teammitgliedern der Schulung sollen in einem partnerschaftlichen Verhältnis und in einem kontinuierlichen Prozess seine Probleme gelöst und Strategien zur Bewältigung des Alltags erarbeitet werden. (vgl. Sailer 2001, S. 54) Der Diabetiker erhält die nötige Handlungskompetenz (Selbstmanagementfähigkeiten), Selbstkontrolle, Motivation und die erforderlichen Kenntnisse, um sich einerseits selbst zu helfen und andererseits sein eigener Experte zu werden. (vgl. Vogel/Kulzer 1997, S. 236) Letztendlich soll durch die Durchführung von Diabetesschulungen die Stoffwechseleinstellung verbessert, Folgeerkrankungen und Akutkomplikationen des Diabetes, zahlreiche Krankheitstage, Hospitalisierung, frühzeitige Arbeitsunfähigkeit verringert oder vermieden und dementsprechend die Lebenserwartung erhöht werden. (vgl. Toeller 1996, S. 92; Sailer 2001, S. 54)
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Arbeit zitieren:
C. Kunow, M. Kieper, S. Beesk, 2008, Eine pädagogische Analyse eines Diabetesschulungskonzeptes, München, GRIN Verlag GmbH
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