Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis/ Gliederung 1
1. Einleitung und Begründung des Themas 2
2. Pflegediagnosen im Pflegeprozess
2.1 Der Pflegeprozess 3
2.2 Der pflegediagnostische Prozess 3
2.3. Voraussetzung für die Arbeit mit dem Pflegeprozess 4
3. Historische Entwicklung der Pflegediagnosen
3.1. Entwicklung außerhalb den USA 5
3.2. Entwicklung im deutschsprachigen Raum 5
4. Der Begriff Pflegediagnosen 8
5. Wozu Pflegediagnosen 9
6. Was man bei Pflegediagnosen nicht außer Acht lassen sollte 13
7. Fazit und kurzer Ausblick 15
Literaturverzeichnis 16
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1. Einleitende Worte und Begründung des Themas
Die Aufgaben der Pflege haben sich in den letzten Jahren rasant verändert. Um den an die Qualität und Wirtschaftlichkeit dieser veränderten Aufgaben gerichteten Anforderungen gerecht zu werden, benötigt die Pflege ein neues Wissen; es geht hierbei um ein recht neues Instrument der Pflege: die Entwicklung, Durchsetzbarkeit und Qualitätssicherung von Pflegediagnosen.
Durch mein Interesse, der Pflege adäquat mehr Anerkennung, Eigen- sowie Selbstständigkeit und Systematisierung zuzumessen und gleichzeitig wissenschaftlich orientiert zu sein, aber auch die Umsetzung der Theorie in die Praxis transparent zu machen, werde ich mich in dieser Hausarbeit mit dem Begriff und der praxisnahen Tauglichkeit der NANDA- Pflegediagnosen in Deutschland intensiv auseinandersetzen.
Das Ziel dieser Hausarbeit ist ein inhaltlich mit der Vorlesung zugrundeliegendes Thema meiner Wahl aufzugreifen und dies systematisch und kritisch darzustellen. In dieser vorliegenden Hausarbeit kann ich mich nur auf einen kleinen Teil der Pflegediagnosen beschränken, alles andere würde den Rahmen einer Hausarbeit übersteigen.
Die Begründung, warum ich mich gerade für das Thema der NANDA- Pflegediagnosen entschieden habe, ist ihr internationaler Bekanntheitsgrad, die schon teilweise praxisorientierte Umsetzung in vielen Ländern der Welt und die kontinuierliche Weiterentwicklung seit mehr als zwanzig Jahren.
Meine zentrale Fragestellung ist nun, in wie weit sich die NANDA- Pflegediagnosen für die Praxis in Deutschland als tauglich erweisen und tatsächlich zu einer Verbesserung der Pflegequalität beitragen würden.
Ich möchte in meiner Hausarbeit zuerst die Aufgabe von Pflegediagnosen im Pflegeprozess und ihre historische Entwicklung aufzeigen. Anschließend gehe ich explizit auf den Begriff der Pflegediagnosen ein und erkläre, wozu sie eingesetzt werden können, was bei Pflegediagnosen nie außer Acht gelassen werden sollte und zum Schluss werde ich noch mein persönliches Fazit und einen kurzen Ausblick beschreiben..
In dieser Hausarbeit werde ich für alle Personen, die Pflegeleistungen erhalten, egal ob männlich oder weiblich, die Pluralform „ PflegeempfängerInnen“ oder je nach Zusammenhang Patienten verwenden. Dem soll keinesfalls Wertung beigemessen werden und natürlich auch nicht die Individualität der Personen in Frage stellen, sondern lediglich die Aufzählung beider Geschlechter darstellen und auch eine bessere Lesbarkeit gewähren.
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2. Pflegediagnosen im Pflegeprozess
2.1. Der Pflegeprozess
Die NANDA (North American Nursing Diagnosis Association) integrierte 1973 die Formulierung der Pflegediagnose als zusätzliche Phase in den Pflegeprozess (Reimer/ Fuller 1998, 80). Die Pflegediagnose im Pflegeprozess hat die wichtige Aufgabe, die Probleme sowie die Ressourcen des Patienten zu erfassen. Fiechter / Maier (1998) beschreiben den Pflegeprozess als Regelkreis mit sechs Phasen (vgl. dazu: Fiechter/ Maier 1998, 19), die da wären:
1. Pflegeanamnese: Informationssammlung (Erhebung der relevanten Patientendaten)
2. Pflegediagnose
3. Festlegung von Patientenziele
4. Planung der erforderlichen Pflegemaßnahmen
5. Durchführung der Pflege
6. Pflegeevaluation
2.2. Der pflegediagnostische Prozess
Der diagnostische Prozess befasst sich mit den ersten beiden Schritten des Pflegesprosses (Stefan et al, 2003, 40). Er besteht grob aus den folgenden Schritten:
1. Sammeln von vielen nützlichen, verifizierten Informationen des Patienten
2. Gründliche Analyse der gesammelten Daten
3. Interpretation der Daten/ Synthesenbildung aus den gesammelten und ausgewerteten Daten
4. Formulierung einer Pflegediagnose unter Berücksichtigung der Diagnosetitel, der Ätiologie und den Symptomen
(vgl. dazu: Stefan et al, 2003, 40; König 1998 in: Kollak 1999 , 17, Hollick/ Kerres 2002, 37) Es handelt sich hierbei nicht um einen linearen Denk- und Problemlösungsprozess, auch wenn die Aufzählung der einzelnen Schritte diesen Eindruck vermitteln könnte, sondern um ein vielschichtiges und komplexes Geschehen (König 1998,17 in: Kollak 1999). Dieser diagnostische Prozess kann automatisch und unbewusst ablaufen (vgl. Hollick/ Kerres 2002, 37), aber auch bewusst, rational und intuitiv (König 1998,17 in: Kollak 1999). König ist auch der Ansicht, dass eine gemeinschaftliche Aktivität zwischen der Pflegekraft und dem Patienten die Validität der formulierten Pflegediagnosen erhöht, da die Bewertung der Pflegenden durch den Patienten geprüft wird (König 1998,17 in: Kollak 1999).
„Der Begriff Pflegediagnose bezeichnet das vorläufige Endprodukt der Analyse der gesundheitlichen Situation eines Patienten“ (König 1998, 17 in: Kollack 1999)
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Die Pflegediagnose bildet den Ausgangspunkt für eine Pflegeplanung (Hollick/ Kerres 2002, 37), das wiederum die Relevanz der Anwendung von Pflegediagnosen bei gut geplanter, systematischer Pflege darstellt.
„Die Pflegediagnostik ist ein gezieltes Vorgehen. Die einzelnen Aspekte des Prozesses lassen sich nicht klar abgrenzen, gehen zum Teil ineinander über....“
(Käppeli 2002, 19, in: Schrems 2003, 36)
2.3. Voraussetzung für die Arbeit mit dem Pflegeprozess
Collier, McCash & Bartram sind der Meinung, dass die Durchführung des Pflegeprozesses ein umfangreiches klinisches und diagnostisches Wissen sowie kritisches Denkvermögen erfordert. Das Erlernen und die Anwendung dieser Fähigkeiten stellt an Berufsanfänger hohe Anforderungen und setzt ein hohes Maß an praktischen Erfahrungen voraus (Collier, McCash & Bartram 1998, 18).
Auch Gordon, übersetzt durch Bartholomeyczik, ist der Meinung, dass es unbedingt erforderlich ist, gerade als Pflegepädagoge/ Pflegepädagogin auf einem Niveau zu unterrichten, das sich mit den internationalen Pflegestandards deckt. Lehrende müssen in naher Zukunft sicherstellen, dass alle Lernenden eine elementare Kompetenz im Diagnostizieren und in der Behandlung der gängigen Pflegediagnosen entwickeln (vgl. Bartholomeyczik 2001, XIV, 462). Gordon meint hierzu:
„Diagnostische Kompetenz ist eine Fähigkeit, die Fachkräfte im stationären Bereich ihr gesamtes Berufsleben brauchen. Dies allein sollte schon genügen, um die Pflegediagnostik in die essentiellen Lern- und Lehrinhalte von Aus- und Weiterbildungen einzugliedern.“ (vgl. Bartholomeyczik 2001, 462).
Meiner Meinung nach ist es unabstreitbar, dass so ein komplexes und essentielles Pflegeinstrument wie die Pflegediagnosen mit einer intensiven Schulung oder der Ausbildung verbunden werden muss, falls in Erwägung gezogen wird, Pflegediagnosen in die Praxis aufzugreifen und mit ihnen zu arbeiten. PflegeschülerInnen sollten von Anfang an eine systematische und akkurate Pflege erlernen und diese auch durchführen können.
3. Historische Entwicklung der Pflegediagnosen
Pflegediagnosen sind in Deutschland noch eine recht neue Erscheinung, in anderen Ländern haben sie schon eine langjährige Entwicklung durchlaufen. Die derzeitige Diskussion über Pflegediagnosen in Deutschland wird stark durch die Entwicklung im Ausland, vor allem die der USA, beeinflusst.
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Arbeit zitieren:
Christine Thiel, 2005, NANDA-Pflegediagnosen - Ein taugliches Konzept für Deutschland?, München, GRIN Verlag GmbH
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