1. Einleitung. 2
2. Begriff, Zeit und Sprachraum des Althochdeutschen 2
Zum Begriff Althochdeutsch 2
2.1
Der Zeitraum. 3
2.2
Der Sprachraum 3
2.3
3. Soziokulturelle Voraussetzungen des Althochdeutschen 5
4. Die wichtigsten althochdeutschen Schreiborte und Hauptwerke. 6
Kl österliche Überlieferungsorte 6
4.1
Die Sprachquellen des Althochdeutschen 6
4.2
Inschriften................................................................................................... 6
4.2.1
Glossen 6
4.2.2
Übersetzungstexte. 7
4.2.3
5. Notker der Deutsche 7
Notkers Anlautgesetz. 8
5.1
Notkers Auslautgesetz 8
5.2
6. Althochdeutsche Hauptwerke 8
Bairisch 8
6.1
Alemannisch 8
6.2
Ostfr änkisch. 9
6.3
S üdrheinfränkisch 9
6.4
Rheinfr änkisch 9
6.5
Mittelfr änkisch 9
6.6
7. Geschichte des Schreibens 10
8. Monastisches Schreiben. 10
9. Exklusive Schriftlichkeit. 11
10. Die deutsche Alphabetschrift und ihre Ausbildung im
Althochdeutschen. 12
Fazit 14
11.
Bibliografie 15
12.
12.1 Sammelbände 15
12.2 Monographien und Aufsätze 15
1
1. Einleitung
Die ältere Geschichte der deutschen Sprache basiert auf den erhaltenen althochdeutschen Schriftdokumenten. Somit ist die Sprachgeschichte des Deutschen vor allem eine Schriftgeschichte.
Die vorliegende Arbeit stellt nun das Althochdeutsche (Ahd.) in einen kurz gefassten Gesamtüberblick auf dem Hintergrund der umfassenden Fachliteratur und der vielfältigen Quellen zum ältesten Deutsch dar. Dabei wird zunächst auf die Begrifflichkeit sowie auf en Zeit- und Sprachraum des Althochdeutschen eingegangen. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die soziokulturellen Voraussetzungen des Althochdeutschen kurz dargestellt, die wichtigsten althochdeutschen Schreiborte und Hauptwerke herausgearbeitet und das Schaffen einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der ahd. Sprache und Literatur hervorgehoben.
Neben den genannten Aspekten wird anschließend die Geschichte des Schreibens thematisiert und dabei das monastische Schreiben besonders hervorgehoben. Abschließend wird ein Überblick über die Ausbildung der deutschen Alphabetschrift im Althochdeutschen ermöglicht und die wichtigsten Merkmale aufgezeigt.
2. Begriff, Zeit und Sprachraum des Althochdeutschen 2.1 Zum Begriff Althochdeutsch
In der sprachwissenschaftlichen Forschung wird der Begriff „Althochdeutsch“ durch verschiedene Kriterien unterschiedlich erfasst. Als althochdeutsch bezeichnen wir seit Jacob Grimms Deutscher Grammatik I aus dem Jahr 1819 die älteste Stufe deutscher Sprache vom 8. bis ins 11. Jahrhundert 1 . Dabei erfasst Grimms Bezeichnung allein die „hochdeutschen“ Stammesdialekte, welche die 2. Lautverschiebung mitgemacht haben 2 . H. Moser (1965, 100f.) geht von der „sozialen Geltung und Schichtung des Deutschen aus“ und plädiert für den Terminus „frühmittelalterliches Deutsch“ oder „Frühdeutsch“ 3 . Zur Vereinfachung des Begriffes schließen wir uns hier dem Vorschlag aus dem Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung an, der unter „althochdeutsch“ „die frühmittelalterliche Volkssprache der hochdeutschen Dialekte vom Beginn ihrer schriftlichen Überlieferung bis ins 11. Jahrhundert in räumlicher Abgrenzung zu den sie umgebenden niederdeutschen und nicht - deutschen Mundarten“, versteht 4 .
1 Vgl. Sonderegger 1974: 11
2 Vgl. Grimm; Deutsches Wörterbuch 1854: 273
3 Vgl. Wolff 1994: 52
4 Vgl. Besch, W.; Betten, A.; Reichmann, O.; Sonderegger 2000: 1144
2
2.2 Der Zeitraum
Auch zeitlich gesehen existiert keine einheitliche Erfassung, wobei hier der neuere Vorschlag von St. Sonderegger hervorzuheben ist. Er versteht unter „althochdeutsch“ das frühmittelalterliche Deutsch von den Anfängen einer schriftlichen Überlieferung im 6./7. Jahrhundert inschriftlich und im 8. Jahrhundert handschriftlich bis gegen Ende des 11. Jahrhunderts 5 . Datiert man die untere zeitliche Grenze mit dem Aufkommen der ersten schriftlichen Textzeugnisse in die 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts, so ergibt sich von der hochdeutschen Lautverschiebung „um 600“ 6 bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts eine Phase, die Sonderegger als frühalthochdeutsch bezeichnet 7 , weil sie sprachgeschichtlich durchaus dem Althochdeutsch zuzuschreiben ist.
Die obere zeitliche Grenze des Althochdeutschen wird durch das Übersetzungswerk des St. Galler Mönches Notker (genannt „der Deutsche) gekennzeichnet, dessen Sprache nach Sonderegger bereits als „lautlich-morphologisches Mittelsystem zwischen dem Althochdeutschen und dem Mittelhochdeutschen betitelt werden kann 8 . Um 1050 beginnt dann eine neue, nun mittelhochdeutsche Schriftliteratur, deren Ersteller von ihren althochdeutschen Vorgängern fast nichts mehr wussten 9 .
2.3 Der Sprachraum
Es ist festzuhalten, dass das Althochdeutsche keine einheitliche Sprachform darstellt, sondern aus einer Reihe von mehr oder weniger deutlich voneinander abgegrenzten Dialekten bestand, die unter diesem Oberbegriff zusammengefasst werden 10 . Folglich gab es im Althochdeutschen auch keine einheitliche Schreib- oder Schriftsprache bzw. klar abgrenzbare Dialekträume. Man orientiert sich deshalb an Schreiblandschaften und Schreiborten (Klöstern und Bischofssitzen), dabei kristallisieren sich vor allem das Fränkische und Oberdeutsche als große Sprachgruppen in dieser Zeit heraus 11 . Das Mittelfränkische teilt sich in zwei Bereiche auf: Zum einen das Ripuarische (von lat. ripa „Ufer“), die Sprache der besonders organisierten „Uferfranken“, die vor allem im Raum um
5 Vgl. Wolff 1994: 52
6 Vgl. Braune 1987: 1/83
7 Vgl. Sonderegger 1987: 46
8 Vgl. Besch, W.; Betten, A.; Reichmann, O.; Sonderegger 2000: 1145
9 Vgl. Hübner 2006: 16
10 Vgl. Ernst 2005: 76
11 Vgl. Wolff 1994: 52
3
Aachen und Echternach vorzufinden waren 12 . Zum anderen der Dialekt der Franken, die als „Moselfranken“ im Raum um Trier und Koblenz siedelten 13 . Das Bairische (Freising, Wessobrunn, Passau, Salzburg etc.) und das Alemannische (Reichenau, St. Gallen, Murbach 14 ) werden als Oberdeutsch bezeichnet, und die fränkischen Dialekte am Rhein als Mitteldeutsch. Das Ostfränkische, in den Räumen um Würzburg, Bamberg und Fulda 15 zeigt Merkmale beider Dialektgruppen, so dass es nicht eindeutig zugeordnet werden kann und manchmal auch als eigenständiger Dialekt klassifiziert wird.
Innerhalb des Hochdeutschen werden außerdem nach phonologischen Merkmalen noch zwei Dialektarten unterschieden: Die oberdeutschen Dialekte (Verschiebung von pp und mp: Apfel, Kopf, Strumpf) Schwäbisch- Alemannisch, Bairisch- Österreichisch, Ostfränkisch und die mitteldeutschen Dialekte (keine Verschiebung von pp und mp: Appel, Kopp, Strump) Mittelfränkisch, Rheinfränkisch, Thüringisch, Obersächsisch, Lausitzisch 16 .
Abbildung 1: Sprachgruppen in althochdeutscher Zeit: Schreiblandschaften und -orte 17
12 Ebd.: 53
13 Vgl. Ernst 2005: 77
14 Vgl. Wolff 1994: 53
15 Ebd.: 53
16 Ebd.: 59
17 Wolff: 53
4
Arbeit zitieren:
Tobias Rohmann, 2008, Anfänge deutscher Schriftlichkeit – eine Analyse des Althochdeutschen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Hausarbeit, 12 Seiten
Unfreundliche Unternehmensübernahmen aus der Sicht von Vorstand, Aktio...
Seminararbeit, 19 Seiten
Diskussion Thomas Brussigs "Am kürzeren Ende der Sonnenallee&quo...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 13 Seiten
Eine Interpretation von Thomas Brüssigs Sonnenallee
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 39 Seiten
Die Mauer der Schande - Ursachen und Folgen des Berliner Mauerbaus.
Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Facharbeit (Schule), 19 Seiten
Die Rolle der Frau im Minnesang Hartmanns von Aue
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Seminararbeit, 17 Seiten
Professionelle Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen - Eine th...
BWL - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Seminararbeit, 24 Seiten
Visualisierung und Medieneinsatz bei Präsentationen
Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft
Studienarbeit, 16 Seiten
Der Konstruktivismus nach Kersten Reich
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Hausarbeit, 15 Seiten
Der berufsbiographische Ansatz - Auswirkungen auf die Professionalität...
Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
Bewertung mündlicher Leistungen in der Schule. Kriterien und Funktione...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 26 Seiten
Das Trainingsprogramm zur phonologischen Bewusstheit
Psychologie - Entwicklungspsychologie
Seminararbeit, 10 Seiten
Die Verben und Verbformen im Ludwigslied
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Seminararbeit, 16 Seiten
Die Tempusformen des Verbs und ihre semantischen Funktionen
Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
"Bloody Sunday" - Planung einer Unterrichtsstunde anhand des...
Seminararbeit, 20 Seiten
Tobias Rohmann hat den Text Anfänge deutscher Schriftlichkeit – eine Analyse des Althochdeutschen veröffentlicht
Tobias Rohmann hat einen neuen Text hochgeladen
Strategische Offshoring-Analyse des deutschen IT-Dienstleistungsmarkte...
Anwendung eines Global-Deliver...
Bastian Sauerberg, Jörn Altmann, Ottmar Schneck
Eine Analyse der Strategieindizes der Deutsche Börse AG
Motivation, Konstruktion und B...
Michael Kaya
Risikomanagement der Banken: Vergleichende Analyse der Deutschen Bank,...
Christian Gottswinter
Cours d'analyse de l'École Royale Polytechnique. I partie. Analyse alg...
Augustin-Louis Cauchy
0 Kommentare