Ein zentraler Schwerpunkt der Forschung liegt auf der diachronen Entwicklung der morphologischen Strukturen, insbesondere im Hinblick auf die Flexion von Substantiven, Adjektiven und Verben. Dabei wird untersucht, wie sich die germanischen Ausgangsformen hin zu den spezifischen Merkmalen des Althochdeutschen wandelten und welche Auswirkungen dies auf die syntaktische Ordnung hatte. Die Untersuchung der Wortstellung und der Satzstruktur gibt zudem Aufschluss über die Evolution der germanischen Sprachfamilie und die Entstehung komplexer grammatikalischer Systeme. Neben der rein linguistischen Analyse spielt die Frage der Verschriftlichung eine entscheidende Rolle für das Verständnis der Überlieferung. Die Untersuchung der frühen Texte setzt sich mit den methodischen Herausforderungen der Paläografie und der Textkritik auseinander, um die Rekonstruktion sprachlicher Realitäten aus den fragmentarischen Quellen zu ermöglichen. Forschungsfragen betreffen hierbei oft das Verhältnis von mündlicher Tradition und schriftlicher Fixierung sowie den Einfluss religiöser und administrativer Kontexte auf die sprachliche Normierung. Bei GRIN findest du wissenschaftliche Arbeiten zum Althochdeutschen als PDF und eBook, viele davon auch im Print-on-Demand.