INHALTSVERZEICHNISS
1. BEGRIFFERKLÄRUNG
Differenz Geschlechtsdifferenz Geschlechterforschung
1. ENSTEHUNG DES MENSCHLICHEN VERHALTENS
Warum Unterschied
2. GESCHLECHTSIDENTITÄT
Erklärung und Entstehung
3. TEXTBEARBEITUNG
Missverständnisse in der feministischen Debatte
Betül ÖZKAN 2 9
Differenz, Konstruktion von Geschlecht, was ist das eigentlich? Wie entstand diese Art des menschlichen Verhaltens?
Warum wird zwischen den Geschlechtern differenziert?
Welche Autoren haben sich damit beschäftigt und zu welchen Ergebnissen kamen sie in Bezug auf Missverständlichkeiten?
Dies sind einige der Fragen mit denen ich mich in den nächsten paar Seiten beschäftigen werde.
Frage Nummer eins beschäftigt sich mit der Erklärung der Differenz der Geschlechter…
Die Geschlechtdifferenz beschreibt laut Holger Preuschoft, den Unterschied der biologischen Faktoren und des menschlichen Verhalten der von Natur aus aufgrund von erblichen Faktoren vor sich geht.
Andere wie Bettina Heintz und Norbert Bischof meinen wiederum, dass Geschlechterdifferenz keine natürliche, sondern eine gesellschaftliche Realität ist. (Geschlecht und Subjekt; Barbara Rendtorff, S.55 & Geschlechtunterschiede; Norbert Bischof; S.25) Ich werde mich aber noch später genauer auf diese Argumente konzentrieren.
Allgemein beschäftigen sich die so genannten „Gender Studies“ mit dem Verhalten von Mann und Frau.
„Gender Studies“, auf deutsch die Erforschung menschlicher Geschlechter sind eine wissenschaftlich interdisziplinäre angelegte Forschungsansätze, die auf der Grundlage eines angenommenen Doppelcharakters von Geschlecht- als sowohl soziale wie auch Kategorie des Geschlechterverhältnis zwischen Männern und Frauen untersucht, wie es sich historisch herausgebildet hat und sich in den verschiedenen Kulturen darstellt (Der Brockhaus; 12. Auflage; S.325 ff)
Womit wir nun bei der zweiten Frage des Entstehens wären…
Holger Preuschoft ist der Meinung das geschlechttypische Verhalten auf Gene zurückzuführen sind, Gene die aufgrund von Weitergabe von Erbmasse den Gesetzesmäßigkeiten von Selektion und Mutation folgt. Das heißt also, dass gleiche Verhaltensweisen als Ausdruck gemeinsamer Gene verstanden werden.
Weiters können Verhaltensweisen auch aufgrund von gesellschaftlichen Verhaltensformen entstehen, wobei sich Norbert Bischof mit diesem Argument letzten endlich beschäftigt hat auf welches auch noch eingegangen werden wird.
Jedenfalls kann man diese Entstehung laut Rendtorff auch als eine Art Konstruktion beschreiben, welche wiederum wie zuvor auf die Entstehung des Verhaltens aufgrund von Umweltfaktoren hinweist.
Es lässt sich festhalten, dass es heutzutage weitgehend Konsens ist, dass Individuen ihre Identität und ihre Selbstentwürfe in aktiver Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt ausbilden. Beispiele dafür wären Vorgaben bezüglich Status, Geschlecht oder einem Guten Leben. (Geschlecht und Subjekt; Barbara Rendtorff; S.45 )
Laut Bischofs Erläuterungen in der Naturgeschichte der Geschlechterrollendifferenz, wie oben schon erwähnt gibt es keine Unterschiede der Geschlechter, weder auf den Begabungssektor noch im Bereiche der Neigungen und Motive. Alle Unterschiede sind gesellschaftlich bedingt. Dies zu hinterfragen wäre sinnlos. Ein gutes Beispiel dafür ist der menschliche Geschlechtstrieb.
Es lässt sich die Tatsache, dass sich Männer und Frauen für verschiedene Dinge interessieren nicht logisch auf biologische Faktoren erklären.
(Geschlechtunterschiede; Norbert Bischof und Holger Preuschoft; S. 26)
Jedoch lässt sich männliches und weibliches Verhalten einigermaßen doch durch die Evolution erklären. Bischof meint damit die Betrachtung von Primaten, warum Kinder von Eltern abstammen, warum Elternteile verschieden sind und welches Verhalten sich von Urzeiten an bei Mann und Frau in Bezug auf die Zeugung, Erziehung und Aufzucht entwickelt hat.
Außerdem weist er dabei auch auf die Einwirkung von chromosomaler Vererbung hin.
Arbeit zitieren:
Betül Özkan, 2008, Mehr als zwei Geschlechter?, München, GRIN Verlag GmbH
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