Gliederung
1. Einleitung S.3
2. Bildungsbedarfsermittlung erste Annäherungsversuche S.4
3. Begründung der Bedarfsanalyse S.5
4. Ausgangspunkte der Bedarfsermittlung S.6
5. Methoden der Bedarfsermittlung S.8
5.1. Befragungen S.9
5.2 Beobachtungen S.11
5.3 Kennziffernanalysen S.12
5.4. Dokumentanalysen S.14
6. Fazit S.15
7. Abschließende Worte S.15
8. Literatur 17
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1. Einleitung
Die zunehmende Globalisierung und der damit verbundene Wettbewerb, der Fortschritt der Technologie und die Verkürzung von Produktlebenszyklen erfordern von Unternehmen eine flexible Anpassung an neue Rahmenbedingungen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und Existenz zu sichern.
Als wesentlicher Erfolgsfaktor hierfür wird die Qualifikation der Mitarbeiter angesehen, die entsprechend den Veränderungen des Marktes eine kontinuierliche Weiterbildung benötigen. Mit dem wachsenden Umfang der Weiterbildung wächst auch der zeitliche und finanzielle Aufwand. Aus diesem Grund kann auf eine systematische und präzise Ermittlung des Bildungsbedarfes heutzutage nicht mehr verzichtet werden.
Das Ziel dieser Arbeit besteht in der allgemeinen Beschreibung des Weiterbildungsbedarfes und einigen Methoden und Verfahren, die geeignet sind ihm zu ermitteln.
Einführend werde ich den Begriff der Bildungsbedarfsermittlung kurz definieren. Des Weiteren möchte ich auf die Begründung der Bedarfsanalyse zu sprechen kommen. Hier werden sowohl die unterschiedlichen Gründe für den Weiterbildungsbedarf genannt als auch die verschiedenen Interessenten der betrieblichen Weiterbildung vorgestellt. Weiterer Schwerpunkt liegt in der Beschreibung der Qualifikationsbedarfsanalyse und der Probleme, die damit verbunden sind.
Im zweiten Teil meiner Arbeit werde ich mich mit den Methoden der Bedarfsermittlung auseinandersetzen. Theorie und Praxis kennen und unterscheiden eine Vielzahl von Möglichkeiten, den betrieblichen Bildungsbedarf zu ermitteln. Mein Interesse richtet sich jedoch nur vier bekannten Methoden wie Befragung, Beobachtung, Kennziffernanalyse und Dokumentanalysen. Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen bildet den Abschluss meine Arbeit.
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2. Bildungsbedarfsermittlung; erste Annäherungsversuche
Die Weiterbildung ist eine Aufgabe, die Jahr für Jahr an Bedeutung gewinnt. Jede technische Neuerung stellt die davon betroffenen Menschen vor neue Anforderungen an deren Fähigkeiten sowie Kenntnisse und zwingt sie, sich den gewandelten Anforderungen anzupassen, also sich weiterzuentwickeln,
weiterzubilden und zu lernen. Die erste Etappe, die den Weiterbildungsaktivitäten stets vorausgehen sollte, ist die Bildungsbedarfsanalyse. Das Problem der Weiterbildung als Reaktion auf technisch-organisatorische Neuerungen ist ein „altes Thema“. Neu sind hingegen Ausmaß und Tempo mit denen die Veränderungen gegenwärtig ablaufen. Mit dem wachsenden Umfang der Weiterbildung wächst auch der zeitliche und finanzielle Aufwand. Aus diesem Grund kann auf eine systematische und präzise Ermittlung des Bildungsbedarfs nicht verzichtet werden. „ Die Erfassung des Weiterbildungsbedarfs ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine betriebliche Weiterbildungspraxis, die auf wirtschaftliche Weise zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen will“ (Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, 1998 zitiert in Sauer, 1995, S.9)
Bildungsbedarf heißt also zunächst einmal ganz allgemein: Es bestehen Bildungsmängel oder Qualifikationsdefizite.
Solcher Mangel kann nur dann beseitigt werden, wenn er als solcher erkannt wird (vgl. Sauer, 1995, S 10).
Zur Ermittlung können verschiedene Methoden und Verfahren angewandt werden. Diese müssen jedoch nach betriebsspezifischen Gegebenheiten sorgfältig ausgewählt werden. Jedes Unternehmen muss sich deshalb vermehrt mit der Frage beschäftigen, welcher Bedarf an Weiterbildung besteht. Für die betriebliche Weiterbildungspraxis ist es enorm wichtig zu wissen, wie die Qualifikationsdefizite bei den Beschäftigten momentan aussehen. Außerdem müssen auch die zukünftigen Anforderungen berücksichtigt werden.
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Im folgenden Kapitel möchte ich mich mit der Begründung der Bildungsanalyse auseinandersetzen und versuchen die unterschiedlichen Interessen darzustellen, mit denen die betriebliche Bildungsarbeit verbunden ist.
3. Begründung der Bedarfsanalyse
Unsere Gesellschaft ist einem ständigem sozialen, technischen und wirtschaftlichen Wandel unterworfen. Dabei sind angepasste Qualifikationen einfach unverzichtbar. Durch die neue „technologische Revolution“ müssen Unternehmen zahlreiche Herausforderungen bewältigen.
Zum einen verlangen hochwertige Produktion und Entwicklung immer höher qualifizierte Mitarbeiter, für die nicht nur eine breit angelegte Grundausbildung, sondern auch eine ständige Weiterbildung notwendig ist. Neue Technologien, die zur Anwendung kommen, und Rohstoffverknappung verlangen die Suche nach neuen Wegen und Lösungen. Forderungen nach mehr Umweltschutz nehmen weiter zu. Somit wird in der Zukunft dem effizienten Einsatz der Mitarbeiter noch wesentlich größerer Wert beigemessen als in der Vergangenheit.
Insgesamt wird jedoch nicht mehr so sehr die Wissensmenge, sondern vielmehr die Qualität des Verhaltens und der Einstellungen eine größere Rolle spielen (vgl. Leiter, 1996, S. 15f.).
Im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung treffen außerdem zwangsläufig unterschiedliche Interessen aufeinander, die sich aus der Divergenz von individuellen Interessen auf der einen, und organisatorisch-finanziellen Möglichkeiten des Unternehmens auf der anderen Seite ergeben. Betriebe benötigen Weiterbildung grundsätzlich um gute Gewinne und
Wirtschaftlichkeit erreichen zu können. Weiterhin geht es um die Aufrechterhaltung bzw. Steigerung der Leistungsfähigkeit und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Dabei sollen vor allem Arbeitsmotivation gefördert und das Betriebsklima gesteigert werden. Des Weiteren stehen u.a. Förderung der Personalbeschaffung, Sicherung der Stabilität des Unternehmens und Begünstigung des Firmenimages im Vordergrund (vgl. Rochovansky, 1988, S.44). Gegenüber dieser betrieblichen Zielrichtung bilden die individuellen
Arbeitnehmerziele eine andere Kategorie. Das Individuum ist vor allem interessiert an der Selbstverwirklichung, Aufstiegsorientierung und Weiterentwicklung von Fähigkeiten, die erweiterte Entscheidungsspielräume und Sinnerlebnis in der Arbeit
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Arbeit zitieren:
Agnes Scholz, 2008, Bedarfsermittlung und ihre Methoden in der betrieblichen Weiterbildung, München, GRIN Verlag GmbH
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