Name : Jeannette Nedoma
Studiengang : LA Gymnasium
F ächer: Deutsch/ Englisch
Semester : 7
Abgabetermin : 21.12.2007
Inhaltsverzeichnis
1. Praktikumsvorbereitung 3
1.1 Persönliche Erwartungen 3
1.2 Charakteristik der Freien Schule XX 3
2. Struktur von Unterrichtsstunden 4
2.1 Theoretische Grundlagen 4
2.2 Praktische Umsetzung 5
3. Umfassendes/ Ganzheitliches Lernen 6
3.1 Theoretische Grundlagen 6
3.2 Praktische Umsetzung 7
4. Soziales Lernen 8
4.1 Theoretische Grundlagen 8
4.2 Praktische Umsetzung 9
5. Lehrer- und Schülerverhalten 9
5.1 Theoretische Grundlagen 9
5.2 Praktische Umsetzung 11
6. Schlussbemerkung 11
7. Literaturverzeichnis 13
2
1. Praktikumsvorbereitung
1.1 Persönliche Erwartungen
Vom 29.08. bis 26.09.2007 habe ich das für Lehramtsstudierende obligatorische Orientierungspraktikum absolviert. Ich muss gestehen, dass ich vor Beginn des Praktikums sehr aufgeregt war, da ich an meine alte Schule zurückkehren würde, die aber mittlerweile keine staatliche Schule mehr ist.
Außerdem muss ich sagen, dass ich vor der Durchführung des Praktikums eher skeptisch war, ob ein verhältnismäßig langer Zeitraum von vier Wochen zur Hospitation für angehende Lehrer wirklich zweckmäßig sei. Es reizte mich, einen anderen Schultyp und somit auch Schüler einer Altersklasse kennen zu lernen, da ich durch meine Wahl des Studiums zur Gymnasiallehrerin wohl sonst nie zu gekommen wäre. Somit traf ich eine bewusste Entscheidung für eine freie Schule.
Am Anfang meines Praktikums hatte ich eher gemischte Gefühle und unterschiedliche Erwartungen, allerdings erhoffte ich mir vor allem Gewissheit in meinen Bestrebungen Lehrer zu werden und freute mich darauf endlich mal an eine Schule zu gehen und den Schulalltag zu erleben.
1.2 Charakteristik der Freien Schule XX
Besonders interessant fand ich das von der Schule erstellte Informationsmaterial für die Eltern und Schüler, worin detailliert die Aufgaben, Arbeitsweisen und Konzepte der Schule beworben werden. Schon in diesem Infoblatt wird auf die enge und notwendige Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern verwiesen. Außerdem wird die Zusammenarbeit mit den regionalen Institutionen und Betrieben sowie Vereinen erläutert. Es wird zusätzlich erwähnt, wie die Kinder und Jugendlichen in den Schulalltag integriert werden (z.B. mit wahlobligatorischen Nachmittagskursen und einer Hausaufgabenbetreuung pro Klasse). Die Schule ist nahe am Wald und Strand gelegen und bietet somit Raum für zahlreiche, naturverbundene Exkursionen. Die qualitativ hochwertige Mittagsverköstigung erfolgt im naheliegenden Naturfreundehaus (Hotel).
Die Schule in XX ist ein ausgewogener Lebens- und Erfahrungsraum, die Schüler fühlen sich dort offensichtlich wohl. Sie verbringen sehr viel Zeit, auch nach dem normalen Unterricht, in ihrem „zweiten Heim“.
3
2. Struktur von Unterrichtsstunden
2.1 Theoretische Grundlagen
Im Allgemeinen wird der Unterricht in die Stundeneröffnung, die Hauptvermittlungsphase und den Stundenabschluss aufgegliedert. Die Stundeneröffnung dient besonders der
„Aktivierung der Lernbereitschaft der Schüler“ 1 , denn diese sollen möglichst immer in eine bestimmte Erwartungshaltung gesetzt werden. Die Einführung des Lehrers sollte kurz und prägnant erfolgen, da sie kein Selbstzweck werden darf. Die Hauptvermittlungsphase lässt sich untergliedern in die Phase „Begegnung mit dem Neuen“ sowie in die Phase der Vertiefung. Die „Begegnung mit dem Neuen“ soll „mit einem Lerninhalt im großen und
ganzen vertraut machen“ 2 . In der anschließenden Vertiefungsphase geht es darum, die neuen Regeln, Thematiken und Besonderheiten mit den Schülern zu durchdringen, wozu jeweils eine angemessene Aufgabenstellung und Sozialform notwendig ist. Der Stundenabschluss dient der Wiederholung und/ oder Anwendung des neuen Stoffes. Außerdem ist in dieser Phase die Auswertung des Unterrichtserfolges gegenwärtig, denn der Lehrer kann nun testen, inwieweit die Schüler den neuen Lernstoff verstanden haben und ob sie sicher sind in der Anwendung des Neuen.
Für die Effizienz und die Effektivität des Unterricht ist eine angemessene Strukturierung der
Stunde unerlässlich. Beispielsweise Steindorf 3 begründet die Strukturiertheit einer Unterrichtseinheit mit den folgenden vier Argumenten: 1. durch die Strukturierung des Lerngeschehens wird das Verständnis durch den Lernenden gefordert, da die Stoffvermittlung sinnvoll eingeteilt wird (lernpsychologischer Aspekt)
2. die Lerninhalte erfordern zumeist selbst eine gewisse Strukturierung oder bieten diese an (inhaltlicher Aspekt)
3. das Unterrichtsgeschehen muss in Berücksichtigung der übergeordneten Planung, vor allem den Lehrplänen, erfolgen (lernzielbezogener Aspekt) 4. für erfolgreiche Lehr-Lern-Prozesse ist eine gewisse Dynamik in der Darstellung durch den Lehrenden hilfreich und nötig (dramatischer Aspekt) Während meines Praktikums an der Freien Schule XX wollte ich beobachten, inwieweit die theoretischen Grundlagen in der Praxis umgesetzt werden und ob Abweichungen in der Strukturierung Konsequenzen für den Unterrichtsverlauf mit sich bringen.
1 STEINDORF 1995, S. 198
2 STEINDORF 1995, S. 201
3 Vgl. STEINDORF 1995, S. 186f.
4
Arbeit zitieren:
Jeannette Nedoma, 2007, Praktikumsbericht zum Orietierungspraktikum an der Freien Schule in XX, München, GRIN Verlag GmbH
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