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Die kommunalpolitische Sportentwicklung der Stadt Böblingen im regionalen Vergleich - Eine Untersuchung auf der Grundlage von

Title: Die kommunalpolitische Sportentwicklung der Stadt Böblingen im regionalen Vergleich - Eine Untersuchung auf der Grundlage von

Thesis (M.A.) , 2003 , 145 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Martin Gaulke (Author)

Sport - Sport Sociology
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Summary Excerpt Details

„Sporttreiben, Sportlichkeit als Habitus und ein gesundheitsorientierter Lebensstil
haben sich in den letzten Jahren als ein neues, kulturelles Verhaltensmuster fest
etabliert“ (WIELAND 2000, 9). Der Sport ist aus unserer Gegenwartsgesellschaft
nicht mehr wegzudenken.
Immer unterschiedlichere Motive und Zielsetzungen veranlassen heute sehr viel
mehr Menschen, als noch vor wenigen Jahren, sportlich aktiv zu sein. Bewegung,
Spiel und Sport mit ihren vielfältigen Erscheinungsformen gehören für Mann und
Frau, jung und alt zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen überhaupt. Der Sport
hat sich von der „schönsten Nebensache der Welt“ zu einer gesamtgesellschaftlichen
Größe entwickelt.
Angesichts der veränderten Rahmenbedingungen erscheint eine Weiterentwicklung
der bisherigen Sportstrukturen im organisierten Sport, als auch auf kommunaler
Ebene als dringend geboten. Die Richtung künftiger Entwicklung zu bestimmen und
das geeignete Handeln darauf auszurichten gestaltet sich aber vergleichsweise
schwer. Kommunalpolitische Sportentwicklungsplanung ist heute ein vielschichtiges
und komplexes Aufgabenfeld. Leere Haushaltskassen und eine zunehmende
Orientierungslosigkeit in den Gemeinden lassen neue, wirksame Planungsansätze
immer wichtiger werden. Unter dem Aspekt der Effektivität kommunalpolitischer
Investitionspolitik sollte eine möglichst bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung
mit Sportstätten, Bewegungsgelegenheiten sowie entsprechenden Angebots- und
Organisationsstrukturen angestrebt werden.
Die Stadtverwaltung steht vor der Aufgabe, Sportentwicklungsplanung nicht mehr auf
die Errichtung bzw. Unterhaltung von Sportstätten und „die formalistische Verteilung
finanzieller Fördermittel zu reduzieren, sondern ihren Fürsorgeanspruch auf das
Sport- und Freizeitleben aller Bürger1 auszudehnen“ (WETTERICH 2002, 7).
Um diese Zielsetzung realisieren zu können, ist eine verstärkte ressortübergreifende
Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und externen Institutionen (z.B. Wissenschaft,
organisierter Sport) unabdingbar. Nur wenn die Stadtverwaltung die Entwicklungen des organisierten und des nicht-organisierten Sports angemessen berücksichtigt,
sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sportentwicklungsplanung erfüllt.

1 Die Verwendung der männlichen Aussageform ist im Folgenden sinngemäß auf die weibliche zu
übertragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

TEIL I: EINLEITUNG

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

1.3 Methodendiskussion

2. Das kommunalpolitische Sportkonzept der Stadt Böblingen

TEIL II: THEORIE

3. Sportentwicklung

3.1 Allgemeine Sportentwicklung

3.1.1 Die Veränderungen der allgemeinen Lebensbedingungen

3.1.2 Der Wandel des Sports

3.2 Kommunale Sportentwicklung

3.2.1 Probleme der kommunalen Sportentwicklung

3.2.2 Sportentwicklungsstudien und deren Ergebnisse

3.2.2.1 Anzahl der Sportaktiven

3.2.2.2 Motive für die sportliche Aktivität

3.2.2.3 Hitliste der Sportarten

3.2.2.4 Organisationsformen des Sporttreibens

3.2.2.5 Orte der Ausübung von Bewegungs- und Sportaktivitäten

3.3 Resümee Kapitel 3

4. Kommunale Sportentwicklungsplanung (SEP)

4.1 SEP – begriffliche Annäherung

4.2 Die aktuelle Situation der kommunalen SEP

4.2.1 Ziele kommunaler SEP

4.2.2 Entwicklungsaufgaben im Sportstättenbau

4.3 Charakterisierung einer zukunftsfähigen SEP

4.4 Ansätze der SEP

4.4.1 Richtwertbezogene SEP: Der Goldene Plan

4.4.2 Verhaltensorientierte SEP: Der Leitfaden des Bundesinstituts

4.4.2.1 Das konzeptionelle Vorgehen des Leitfadens

4.4.2.2 Die Bewertung der verhaltensorientierten SEP

4.4.3 Die Kooperative SEP

4.4.3.1 Die Planungsgruppe

4.4.3.2 Das konzeptionelle Vorgehen

4.4.3.3 Die Beratungstätigkeit des Expertenteams

4.4.3.4 Die Bewertung der kooperativen SEP

4.4.4 Integrative SEP

4.5 Resümee Kapitel 4

TEIL III: DATENANALYSE

5. Vergleichende Analyse von Sportförderrichtlinien

5.1 Grundlagen

5.1.1 Stichproben

5.1.2 Untersuchungskonzeption

5.1.3 Methodische Probleme

5.2 Darstellung und Bewertung der Untersuchungsergebnisse

5.2.1 Fördervoraussetzungen

5.2.2 Fördermaßnahmen

5.2.2.1 Allgemeine Fördermaßnahmen

5.2.2.2 Sportstättenförderung

5.2.2.3 Ideelle Förderung

5.3 Ergebnisse des Vergleichs als Entscheidungshilfe

5.4 Handlungsempfehlungen für die Sportförderrichtlinien

6. Allgemeine Konsequenzen

7. Schlussbemerkung

7.1 Zusammenfassung

7.2 Ausblick zum weiteren Verfahren

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel der Arbeit ist es, ein Instrumentarium zur Fortschreibung des kommunalpolitischen Sportkonzepts der Stadt Böblingen zu entwickeln. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie aktuelle Trends der Sportentwicklung sowie regionale Vergleiche kommunaler Förderrichtlinien genutzt werden können, um eine umsetzungsorientierte Sportplanung zu etablieren.

  • Analyse der Sportentwicklung und gesellschaftlicher Trends.
  • Vergleichende Untersuchung kommunaler Sportförderrichtlinien in der Region.
  • Evaluierung unterschiedlicher Planungsmodelle (Goldener Plan, Leitfaden, Kooperative Planung).
  • Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Stadt Böblingen.

Auszug aus dem Buch

Die veränderte Nachfrage nach Sport und Bewegung

Grundsätzlich wurde die veränderte Nachfrage nach Sport und Bewegung schon im Kapitel 3.1.2 näher beleuchtet.

BREUER & RITTNER (2002, 22 ff) gehen bei ihren Ausführungen vor allem auf die Zunahme der Komplexität in der Sportnachfrage ein, mit der die Sportorganisationen zu kämpfen haben. Dabei verweisen sie darauf, dass es nach Auflösung des klassischen Sportmodells (Pyramidenmodell: Breitensport-Spitzensport) eine Zersplitterung in drei einzelne Bereiche gibt: (1) Gesundheits- und Fitnesssport (2) Erlebnis- und Funsport und (3) Leistungssport. Insbesondere die hybriden Nachfragemuster der Sportkonsumenten sorgen für Irritationspotential, das gerade in den letzten Jahren die Handlungsunsicherheit aller Sportanbieter enorm vergrößert hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema, Definition der Problemstellung sowie Erläuterung der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise.

2. Das kommunalpolitische Sportkonzept der Stadt Böblingen: Vorstellung der wichtigsten Elemente des bestehenden Sportkonzepts von 1997 und dessen fünf zentrale Handlungsbereiche.

3. Sportentwicklung: Theoretische Analyse der allgemeinen und kommunalen Sportentwicklung inklusive aktueller Trends und Ergebnisse aus Sportverhaltensstudien.

4. Kommunale Sportentwicklungsplanung (SEP): Auseinandersetzung mit verschiedenen Planungsansätzen und Charakterisierung einer zukunftsfähigen Sportentwicklungsplanung.

5. Vergleichende Analyse von Sportförderrichtlinien: Durchführung einer systematischen Synopse von Sportförderrichtlinien verschiedener Kommunen zur Ableitung von Optimierungsmöglichkeiten.

6. Allgemeine Konsequenzen: Zusammenfassung der strukturellen Handlungsnotwendigkeiten für die Bereiche Angebote, Organisationsformen und Sportinfrastruktur.

7. Schlussbemerkung: Resümee der Arbeit sowie ein Ausblick auf notwendige weiterführende Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Sportentwicklungsplanung, Kommunale Sportpolitik, Sportförderrichtlinien, Sportstättenbau, Sportverhalten, Breitensport, Vereine, Kooperative Planung, Sportinfrastruktur, Bedarfsanalyse, Böblingen, Gesundheitsförderung, Freizeitsport.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kommunalpolitischen Sportentwicklung in der Stadt Böblingen und bietet eine fundierte Analyse sowie ein Instrumentarium zur Fortschreibung des lokalen Sportkonzepts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Analyse der Sportentwicklung, die vergleichende Untersuchung von Förderrichtlinien sowie die Evaluation moderner Planungskonzepte für Sportstätten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Stadtverwaltung bei der Entwicklung einer umsetzungsorientierten Sportplanung zu unterstützen, um den geänderten Anforderungen an das Sporttreiben gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommt primär die qualitative Dokumenten- und Inhaltsanalyse zum Einsatz, ergänzt durch quantitative Frequenzanalysen von Fördermodellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen zur Sportentwicklung, verschiedene Planungsansätze sowie eine detaillierte vergleichende Datenanalyse von Sportförderrichtlinien anderer Städte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sportentwicklungsplanung, Kooperative Planung, Sportstätteninfrastruktur und Kommunale Sportpolitik geprägt.

Wie unterscheidet sich die kooperative Planung von traditionellen Ansätzen?

Während traditionelle Ansätze Expertenwissen hierarchisch von oben anwenden, setzt die kooperative Planung auf dezentrale Strukturen, Partizipation und die Bündelung lokalen Wissens.

Was ist das Ergebnis des Vergleichs der Förderrichtlinien?

Der Vergleich zeigt, dass Böblingen in den Bereichen Jugend- und Grundförderung überdurchschnittlich gut abschneidet, jedoch im Bereich der Investitionszuschüsse für Sportstätten weniger Mittel bereitstellt.

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Details

Title
Die kommunalpolitische Sportentwicklung der Stadt Böblingen im regionalen Vergleich - Eine Untersuchung auf der Grundlage von
College
University of Stuttgart  (FB Sportwissenschaft)
Grade
2,0
Author
Martin Gaulke (Author)
Publication Year
2003
Pages
145
Catalog Number
V12718
ISBN (eBook)
9783638185318
Language
German
Tags
Sportentwicklung Stadt Böblingen Vergleich Eine Untersuchung Grundlage
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Gaulke (Author), 2003, Die kommunalpolitische Sportentwicklung der Stadt Böblingen im regionalen Vergleich - Eine Untersuchung auf der Grundlage von, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12718
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